News Support-Ende für Windows 10: Microsoft möchte den Umstieg auf Windows 11 vereinfachen

PCGH-Redaktion

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Microsoft bietet ein neues Migrations-Tool für Windows 11 und 10 an. Damit können einerseits Einstellungen und Dateien zwischen PCs übertragen werden, aber auch der Umstieg von Windows 10 auf 11 wird dadurch vereinfacht.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Support-Ende für Windows 10: Microsoft möchte den Umstieg auf Windows 11 vereinfachen

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Einfach auf Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 in-place upgraden und gut ist.
Damit hat man extended Support bis Januar 2032.
Funktionierte bei mir problemlos mit einem doch recht umfangreichen Setup:
Office, Gaming, Recording (Cubase&Co,), Videobearbeitung.

Man sollte nur darauf achten, dass man sich eine ordentliche / valide Lizenz besorgt und sich darüber im Klaren sein, dass sich das um kein von Microsoft unterstütztes Update handelt.
Allerdings sehe ich da mehr Nutzen, noch über 5 Jahre "peace in mind" mit Win10 haben zu können, ohne mich den ganzen Niggeligkeiten von Microsoft hinsichtlich Windows 11 aussetzen zu müssen.

Vorbereitungsarbeiten + Durchführung im Schnelldurchgang:
  1. Backup machen, am besten Disk Image, zB mit Macrium Reflect Home
  2. Rufus downloaden zur Erstellung des Boot Mediums auf USB Stick
    https://rufus.ie/de/
  3. Wenn ihr die Deutsche Version von Windows 10 installiert habt,
    dann benötigen ihr die Deutsche Version vom Windows 10 Enterprise ISO image.
    Da es das IoT image nur in der US-Version gibt, nimmt man ein „nicht-IoT“ Enterprise image.
    Diese ISO hat auch alle Dateien, die für die IoT Version benötigt werden, mit drauf.
    Eine Downloadmöglichkeit bietet hier deskmodder.de (ohne Gewähr):
    Sieh Artikel: https://www.deskmodder.de/blog/2021/11/20/windows-10-enterprise-ltsc-2021-steht-zum-download-bereit/
    Download link der ISO: de-de_windows_10_enterprise_ltsc_2021_x64_dvd_71796d33.iso
  4. Mit Rufus diese ISO auf USB Stick kopieren. Als Partitionsschema am besten „MBR“ wählen, damit boot auch von Systmen mit Legacy Boot im BIOS funktioniert.
  5. Das in-place Upgrade Helper script (.bat batch Datei) von github downloaden
    Die Englische und Deutsche Version des Batch scripts unterscheiden sich nur in der Sprache hinsichtlich des Installations-Dialogs. Ich habe die Deutsche Version genommen
    https://github.com/TheMMC/In-Place_Upgrade_Helper
  6. Diese Batch Datei mit auf den USB Stick kopieren und in der Batch Datei
    an geeigneter Stelle die Enterprise Lizenz eintragen, die man vom Händler seines Vertrauens bekommen hat
  7. Ich habe den Administrator Account reaktiviert, um über diesen User das in-place Upgrade durchzuführen.
    [ Bei manchen Dingen muss man den auch kurioserweise verwenden, da reicht nicht der user account mit admin rechten, stellte ich vor längerer Zeit mal fest (weiß nicht mehr wobei). Aber darum nehme ich den
    lieber gleich, um nicht in irgendwelche Probleme zu geraten. Außerdem ist es Teil meines Security Konzeptes,
    dass der normale User keine Admin Rechte auf dem System hat. Doch das nur nebenbei.]

    DOS Box (cmd) mit Admin Rechten aufstarten und folgendes eingeben
    net user administrator /active:yes
  8. Dem Administrator-Account ein Passwort vergeben und dann als Administrator einloggen
  9. Mit dem Dateimanager den USB-Stick öffnen und das in-place upgrade helper Script starten
  10. Die richtige Release auswählen, bei mir war es Auswahl 19 (Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021)
    Darauf achten, dass man hier die „IoT“ als Target Release auswählt (obwohl man das deutsche non-IoT Image für das Upgrade verwendet)!!! Nur so funktioniert das Beibehalten von Programmen und User Einstellungen.
    Und dann die 4. Auswahl „forced Upgrade“ wählen!
  11. Im weiteren Verlauf kann man im Windows-Upgrade-Skript auswählen, sowohl Benutzerdaten als auch Programme zu behalten. Das war bei mir vorausgewählt. Am besten nochmal genau hinschauen.
  12. Alles bestätigen und dann läuft das Upgrade rund 1h15 Min
    Ein paar Updates werden auch über Internet heruntergeladen.
Tja und danach Ruhe bis Januar 2032.
Währenddessen darf man mit Spannung abwarten, was Microsoft sich "tolles" für Windows 12 einfallen läßt.

Von mir empfohlene Applikationen (mein persönlicher Gusto), um das Win7 Feeling zurückzubekommen (Startmenue, Gadgets) und O+O Shutup Win10, um Telemetrie und andere Dinge abzuschalten ...:
StartIsBack++ (Obacht: das andere Programm StartAllBack ist nur für Win11 und nicht kompatibel mit Win10)
8GadgetPack (Ich empfehle, die ältere Version 36 zu installieren, die hat noch die hübschere rote Uhr mit Ziffernblatt)
Orbmuk2K Gadgets, sehr aufgeräumte Gadgets ohne den üblichen „Bloat“ (für CPU, GPU, Network Traffic, Power Einstellungen)
O+O Win10 Shutup zum Bändigen von Telemetrie und andere nützliche Dinge.

Ein weiterer Vorteil vom In-Place Upgrade besteht darin, dass man die moderneren Desktop Einstellungen aktueller Windows 10 22H2 Installation beibehält. Mehr Platz zwischen Desktop Icons, längere/schönere Beschriftung.
Wenn man die IoT Enterprise einfach so installiert, dann sieht das nicht so schön aus, die Icons sind dichter beieinander, Beschriftungen kleiner. Bekommt man vermutlich wieder hin, aber deutlich schneller, einfacher, angenehmer ist das in-place Upgrade. Und wir wissen aus Erfahrung, dass sich Microsoft bei den Upgrade Installationen sehr viel Mühe gegeben hat. Vermutlich, weil man damals die Leute motivieren wollte, von Windows 7 auf Windows 10 upzugraden, das ging ja auch nur zäh wie sonstwas und Windows 10 hatte anfänglich auch ziemliche Qualitätsprobleme. Aber es hat sich gemausert.

Windows 11 hat momentan vor allem ein Akzeptanz-Problem aus verschiedenen Gründen.
Deshalb ist dieses "Crossgrade" auf die IoT Enterprise wirklich ein Segen, weil man nun sogar bis 2032 security patches bekommt und in aller Ruhe beobachten kann, wie es mit Microsoft Windows 12 weitergeht und wie es mit Privacy aussehen wird. On sich Microsoft weiterhin immer mehr Rechte auf meinem System herausnimmt (sprich mich mehr und mehr entmündigt) oder nicht.

Für Leute mit Intel und Big/Little Architektur müsste man schauen, ob die Threadverteilung auch so einigermaßen ohne den Intel Thread Director funktioniert. Wenn nicht, dann sollte man sich Process Lasso Pro besorgen, darüber kann man die Prozesse, die Performance benötigen, auf P-Cores mappen. Am meisten lohnt sich die Lifetime Lizenz, die recht günstig zu erwerben ist.
Das würde ich eher empfehlen, als auf Win11 zu migrieren (Recall/Privacy, VBS-Zwang bei Installation, Online-Account-Zwang, Secure Boot und TPM Zwang, etc).
Und ich schmeiß doch nicht einen performanten 6- oder 8-Kerner grundlos weg. Ich weiß es gibt Rufus, aber hier gehts ums Prinzip.

Vor allem wissen wir, wie schnell sich Telemetrie nach Updates wieder aktiviert. Insofern traue ich einer Abschaltung von KI Diensten wie Recall nicht über den Weg. Noch gibt es Recall zwar nur auf PCs mit AI Chip, aber es kann nicht mehr lange dauern, bis es möglicherweise überall implementiert ist.
Mit den sekündlichen Screenshots sind die wie eine Abhörwanze implementiert. Da traut man sich ja nicht mal mehr, sich seine Passwörter in keepass anzusehen, wenn alles mitgeschnitten wird.
Die Frage ist auch, wie sicher das ganze dann ist, auch bei Hackerangriffen, wie sicher diese gewonnenen Daten auf dem System geschützt sind und ob nicht doch Daten Richtung Microsoft abfließen könnten.
Einen Generalschlüssel für die Verschlüsselung der mittels Recall gewonnenen Daten haben die doch mit Sicherheit auch und in Microsofts Cloud wurde ja auch schon mal eingebrochen, das zum Thema Sicherheit.

Das nochmal zu den Gründen, warum bei mir kein Windows 11 ins Haus kommt. Und ob es jemals ein Win 12 sein wird, halte ich derzeit noch für fraglich. Vor allem nicht, weil ich jetzt erstmal Ruhe mit dem Thema bis Januar 2032 habe. Da hat man wieder genügend Zeit und der Druck zum Upgraden ist jetzt raus.

EDIT: inzwischen macht Microsoft einen Fallrückzieher und bietet den Windows 10 erweiterten Support für ein Jahr umsonst an. Sind wohl zu viele User in Richtung Mac oder Linux abgewandert. Und ein Konto dafür wird in der EU nicht nötig sein. Geht doch! Schön, dass wenigstens die EU so etwas hinbekommt, da sollten sich andere ein Beispiel dran nehmen. Siehe:
Hier ein paar wichtige Punkte zusammengefasst:

1. Manche Anbieter setzen mindestens Windows 10 22H2 voraus. Enterprise IoT 2021 LTSC ist 21H2.
Die meisten Unternehmen geben nur eine Warnung aus, manche blockieren jedoch die Installation oder das Upgrade-Programm (z. B. DxO PhotoLab 8/9 oder auch im Musikbereich Presonus "Studio One Pro 7").
Auf Nachfrage (Support Case) liefern die Hersteller noch nicht mal einen wirklich triftigen Grund dafür.
Sorry, aber lahmer und ignoranter kann Herstellersupport langsam schon nicht mehr sein.

Mein Vorgehen: Upgrades überspringen, wenn Software künstlich blockiert, solange Microsoft Support bis 2032 gewährleistet ist. Und das spart sogar eine Menge Geld!

Falls Sie die neue Programmversionen dringend benötigen, dann können Sie mit dem "Update helper" von github temporär auf Windows 10 Pro "cross-graden", die Software installieren und dann wieder zurück auf IoT wechseln. Das dauert ca. 5,5 Stunden und funktioniert. Der Aufwand lohnt sich also nur, wenn ein Upgrade wirklich erforderlich ist.

2. Dieser Upgrade-Weg entspricht nicht dem Microsoft-Standard und wird offiziell nicht unterstützt. IoT Enterprise ist für industrielle Langzeitinstallationen gedacht. Dennoch ist es ein effektiver Weg, um bis 2032 auf Windows 10 mit Sicherheitsupdates zu bleiben. Ich nutze es auf drei Maschinen erfolgreich für Büroarbeiten, Recording, Gaming sowie Foto- und Videobearbeitung.

3. Ich übernehme keine Verantwortung für eine erfolgreiche Installation oder dafür, dass alles wie erwartet funktioniert.

4. Solche In-Place-Upgrades nur durchführen, wenn ein Backup mittels getesteter Disaster-Recovery-Verfahren vorhanden ist, um jederzeit zuverlässig zum vorherigen Zustand zurückkehren zu können. Also, vor Änderungen immer zuerst den jetzigen lauffähigen IST-Zustand des Systems sichern. Am besten Windows-Installation und Boot-Sektor mittels Disk Image sichern.

Eine Software, die das bei mir seit Jahren sehr gut und zuverlässig erledigt ist Macrium Reflect Home.
Vorteil dieser Lösung, die Kombination aus Kompression und das Feature "Rapid Delta Restore".
Es werden beim Restore nur die Daten auf dem Speichermedium neu geschrieben, die geändert werden müssen. Das verhindert bei SSDs den Verschleiß bei Schreibvorgängen und verlängert die Lebensdauer und restores gehen dadurch auch sehr schnell. Es benötigt nicht länger als 10 Minuten, um eine 500-800 GB große Windows Installation zu restoren. Das ist einfach nur klasse. Leider wird diese Software nur noch im Abo Modell verkauft, darum klebe ich noch auf der alten Version 8, die aber problemlos funktioniert, darum braucht ich einen Wechsel auf die neue Version "X" nicht in Erwägung zu ziehen. Ich warte mal ab, wie andere Kunden reagieren, hoffentlich entschließt sich die Firma, doch wieder Kaufversionen anzubieten, dann wäre ich wieder mit dabei.
 
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Einfach auf Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 in-place upgraden und gut ist.
...
Das nochmal zu den Gründen, warum bei mir kein Windows 11 ins Haus kommt. Und ob es jemals ein Win 12 sein wird, halte ich derzeit noch für fraglich.

Also ein Umstieg auf Linux ist da für viele genervte User ja irgendwie fast schon einfacher- uuund man hat aktuelle Systeme und kein total veraltetes Windows System im absoluten Ruhestand, was mit neuer Hardware aber sowas von nichts anzufangen weiß. Ich sage mal so: das ist die absolute Insellösung für Totalverweigerer in jede Himmelsrichtung mit doppeltem Aluhut auf. Nichts für normal genutzte Rechner, eher für was, das irgendwo in der Ecke rumsteht und zustaubt, bis die Hardware von sich aus durch Rost den Geist aufgibt, beispielsweise die alten Möhren in Arztpraxen, wo im Behandlungszimmer 3 mal am Tag nur die Bilder vom Patienten drauf gezeigt werden, das habe ich mal gesehen, die hatten noch XP drauf, wo wir noch Win 7 oder bereits schon Win 10 an hatten.
Wobei, das zuletzt genannte Beispiel wird eher so gehandhabt, einmal hinstellen udn niemals wieder anpacken, auch keine Updates, kein Internet. Quasi, bis wortwörtlich der Arzt kommt - udn dann das Teil kaputt ist. lol
 
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Bei so einem Migrations-Tool sehe ich nur dann einen tatsächlichen Mehrwert, wenn man nach dem Prozedere
exakt die gleiche Ausgangslage hat, wie am alten Rechner. Ansonsten kann man sich das doch getrost sparen.
Ich würde es auch gut finden, wenn MS einen offiziellen Workaround anbieten würde, welcher es erlaubt das System auf nicht-unterstützter HW zu installieren. Das darf man auch gern hinter einem Shortcut verstecken und dann jede Menge Bla-Bla auf den Bildschirm schreiben, warum das nicht toll ist und so weiter.
 
was ist so schwer daran, einfach die künstlichen hürden, wegen denen viele nicht wechseln wollen und können zu senken?
DAS wäre noch einfacher, dann könnte man das update gar auf dem vorhandenen rechner machen, mit allen einstellungen, programmen, usw, das wäre ja fast ein technisches wunder -ironie off-
 
Ich würd wirklich gern mit meinem Hauptrechner auf Linux umsteigen, hab schon meinen Gäste-PC auf CachyOS umgesiedelt und bin begeistert. Komme auch schon gut zurecht. Den Hauptrechner kann ich leider nicht gänzlich umsiedeln, da ich ein massives WPF-Projekt weiterentwickeln muss - und auf Remote hab ich nicht so sonderlich Lust und auf ständiges Betriebssytemwechseln auch nicht so.

Falls sich mit der Thematik auch wer auseinandersetzt - die Chancen stehen vermutlich sehr gering, dass man mal nativ WPF (gerne auch in Rider) entwickeln kann?
 
Wenn Microsoft niemanden zum Account zwingen wollen würde.. ich glaube dann gäbs auch mehr davon. :schief:

Linux auf dem Gaming-Rechner? Mit ner GeForce nervtötend und kontraproduktiv.
Auf dem Arbeitsrechner stört mich Microsoft nicht. Ich tendiere auch eher zu MacOS bei dem Thema, schon wegen Office und Teams. So ein MacBook Pro bietet viel, Hardware wie Software, und wenn man wirklich auf eine Windows IDE oder Framework angewiesen ist, fährt man mit MacOS glaube ich besser.
 
Ich würd mir ja gerne mal linux anschauen wenn ich das neben Windows installieren kann, ist das leicht möglich oder gibt es da Probleme?
 
Warum setzt MS daran das ihr Windows 11 NUR auf PC laufen die auch die Systemanforderungen erfühlen?
Wo ist der Nachteil von MS wenn jemand ein PC von 2013 Windows 11 installiert?
Warum sollte man alte Funktiontüchtige PC die Win 11 locker packen "entsorgen"

Nicht jeder will oder braucht aktuelle Hardware. Vor allem nicht reine Office Leute.
 
Wie von einigen schon geschrieben, wären doch bestimmt viel mehr Leute viel schneller umgestiegen wenn:
  • kein TPM-Zwang
  • kein Account-Zwang
  • keine Spionage-Tools
  • kein Copilot+
  • kein Recall
  • kein KI-Gedöns
  • keine restriktiven HW-Anforderungen
  • kein (mMn) hässlichen UI Design
 
Wie von einigen schon geschrieben, wären doch bestimmt viel mehr Leute viel schneller umgestiegen wenn:
  • kein TPM-Zwang
  • kein Account-Zwang
  • keine Spionage-Tools
  • kein Copilot+
  • kein Recall
  • kein KI-Gedöns
  • keine restriktiven HW-Anforderungen
  • kein (mMn) hässlichen UI Design
Only Linux
 
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Warum setzt MS daran das ihr Windows 11 NUR auf PC laufen die auch die Systemanforderungen erfühlen?
Wo ist der Nachteil von MS wenn jemand ein PC von 2013 Windows 11 installiert?

Das hängt meines Erachtens alles mit Microsofts Strategie zusammen, immer mehr Kontrolle über PCs zu bekommen und sich unter Umständen sogar vorzubehalten, aus Windows ein SaaS (Software as a Service) Produkt, also basierend auf einem Abo-Modell, zu etablieren.

Mit jeder EULA-Version nimmt sich Microsoft mehr Rechte heraus.

Früher gab es keinen Online-Account-Zwang, danach konnte man sich unter Windows 10 mit der Pro-Version „herauskaufen", denn in der Pro-Version gab es den nicht. Nun wurde auch das mit Windows 11 gestrichen.
Das kann man zwar umgehen (Rufus), aber wer weiß, wie lange solche Tweaks von Windows ermöglicht werden.

Das Vorhandensein von Secure Boot in Verbindung mit TPM ermöglicht mehr Kontrolle über das System bis hin, dass unerwünschte Komponenten von Microsoft entfernt werden.

Wenn Du einen Online-Account hast, dann kannst Du auch den Microsoft-Shop besuchen und vielleicht auch was kaufen, etc ...

Secure Boot + TPM + Online-Account in Kombination ermöglichen eine eineindeutige Zuordnung zu einem System und zu einem User. Damit wäre die Grundlage für SaaS da.

Was ältere Hardware anbelangt: Das torpediert natürlich diese Langzeitstrategie von Microsoft, auf die Microsoft anscheinend über viele Jahre und 2 Windows-Major-Releases (10, 11) und damit verbunden entsprechende EULA-Anpassungen hingearbeitet hat. Ich würde das mal Salamitaktik nennen.

Windows 11 setzt bestimmte CPU-Funktionen voraus. Fehlen diese oder sind diese nur teilweise vorhanden, dann wird alles stark ausgebremst. Grund dafür ist das neue Security-Design, das sich VBS (virtualization based security) nennt.

Die Ironie daran: Wenn Du Windows 11 erst einmal installiert bekommst (wenn alle Anforderungen an CPU, Secure Boot, TPM erfüllt wurden), dann kannst Du im VBS deaktivieren. Das hat man bei Microsoft nachträglich ermöglicht, weil es wohl gerade auch bei Gamern zu Akzeptanzproblemen kam hinsichtlich Performance/FPS.

Microsoft hätte meines Erachtens Anwender darauf hinweisen können, dass VBS auf ihrem System nicht optimal läuft, und die Möglichkeit geben, es bei der Installation zu deaktivieren.

Aber es ist wie ein Tauziehen … Sie möchten mehr Macht über unsere PCs.

Und die Implementierung von KI-Diensten (Rufus) ist wirklich der Gipfel der Unverschämtheit.
Mit sekündlichen Screenshots jegliche Bildschirmaktivität mitschneiden und die Bilder durch KI-Funktionen auswerten lassen, nur damit wir das, was wir in den vergangenen 3 Monaten (default Einstellung) durchsuchen können. Sorry, aber so etwas brauche ich nun wirklich nicht und es birgt mehr Risiken als Vorteile.

Na, wenn da mal die Daten „versehentlich“ abfließen würden, ob zu Microsoft oder sonstwohin.

Auch wenn M$ 1000 Mal beteuert, die Daten sind nur lokal, verschlüsselt und weißt nicht was …
Es ist zu befürchten, dass es einen Generalschlüssel gibt, und damit verbunden die Frage, wie gut er geschützt ist und ob dieser nicht doch mal missbraucht werden könnte.

Schau Dir einfach mal ein Passwort in Deinem Passworttresor am Bildschirm an. Diese Passwörter, die Du Dir eigentlich nur mal eben anschauen wolltest, befinden sich dann auch unter diesen abrufbaren Daten.
M$ wird beteuern, dass solche Dinge ausgeblendet werden, aber dazu muss auch erst einmal der Screenshot ausgewertet werden. Ich glaube nicht an solche Beteuerungen, siehe auch im Folgenden warum.

Man kann Recall sicherlich auch deaktivieren.
Nur traue ich hier Microsoft nicht über den Weg, denn sie haben mein Vertrauen verspielt.
Man kann theoretisch auch Telemetriedienste deaktivieren.
Nur das, was Microsoft einem bei der Account-Einrichtung zum Abschalten anbietet, ist nur die Spitze des Eisbergs.
Man kann mit Tools wie O&O Win 10 Shutup noch viel mehr abschalten.
Nur … Microsoft hält sich hier nicht an Spielregeln und respektiert nicht DEINE Einstellungen auf DEINEM PC.
So gut wie immer werden diese Einstellungen wieder durch jedes Windows-Update zurückgesetzt.
Folglich bin ich zwangsläufig etwa im Monatstakt gezwungen, diese Einstellungen immer wieder zu überprüfen.

Dass man eigentlich noch gute Rechner wegen Win11 (VBS, Secure Boot, TMP) auf den Müll schmeißen muss, ist ein Unding. Mein alter 8-Kerner ist noch überaus performant und das Silent System war teuer.
Es gibt überhaupt keinen rationalen Grund, dieses System zu entsorgen.
Ich könnte zwar mittels Rufus auf Win 11 migrieren, aber warum?
Etwa um mir dieses Spitzelsystem mit Recall ans Bein zu binden?
Oder auch zum Thema Online account, es gab ja schon Fälle, in denen Usern unrechtmäßig der Online Account gesperrt wurde. Microsoft kommunizier / dokumentiert hier noch nicht einmal, wie lange man sich dann überhaupt noch lokal auf seinem PC einloggen kann. Im Endeffekt kommst Du dann weder an Deine Daten noch auf Deine Kommunikation (E-Mail, etc) dran. Es sei denn Du hast darauf zugriff über einen anderen Provider.
Aber überleg mal, was für ein Bullshit das ist. Man wird auf einmal vollständig abhängig von Microsoft und ist deren Willkür ausgesetzt, beispielsweise durch Scannen DEINER Daten in der Cloud.
Firmen sind hier leider auch noch mehr geschützt als Privatleute, bei Privatleuten erlauben die sich deutlich mehr.

Deshalb fühle ich mich mit diesen ganzen Microsoft Cloud Diensten und im Speziellen mit Windows 11 auch sehr unsicher, jedenfalls deutlich unsicherer als auf Windows 10.
Cloud Dienste und Online Accounts muss man ja nicht nutzen .. und auf Windows 11 zu migrieren sollte man sich noch sehr gut überlegen. Dann lieber nochmal der Schlenker über die Win 10 IoT Enterprise LTSC 2021 mit extended Support bis Januar 2032.

Warum sollte man alte Funktiontüchtige PC die Win 11 locker packen "entsorgen"

Weil sie es eben mit aktiviertem VBS nicht locker packen, ist eher das Gegenteil der Fall.
Das packt auch ein Intel Xeon E5-1680v4 nicht, der noch einen sehr passablen Passmark-Wert abliefert.
Es liegt daran, dass die keinen Support in der CPU haben, um diese Virtualisierungsfunktionen von VBS
optimal zu unterstützen, ohne dabei zu langsam zu werden.
Ich habs ausprobiert, selbst die Windows-11-GUI-Bedienung fühlt sich dabei etwas laggy an.
Auch ein Laptop mit Windows-11-kompatibler CPU wurde noch etwas schneller nach der Deaktivierung von VBS.
Insofern kann ich VBS von der performancefressenden Implementierung wirklich nicht gutheißen.
Das bekommt im Zweifelsfall alles Mögliche ausgebremst, dafür hole ich mir doch keinen teuren / schnellen PC
und optimiere den auf Performance um im Anschluss durch VBS diese Bemühungen Zunichte zu machen.
Ich denke diesen Punkt kann jeder Gamer, der auf hohe FPS aus ist, nur unterschreiben.
Bei mir ist es vor allem auch Audio Bearbeitung bzw Recording mit Near-Realtime Anforderungen der Applikationen.

Nicht jeder will oder braucht aktuelle Hardware. Vor allem nicht reine Office Leute.

Genau. Und mit Nachhaltigkeit hat das auch nichts zu tun.
Überleg mal, was für ein Umweltskandal das ist, wenn weltweit Millionen von eigentlich noch guten und performanten PCs einfach so auf den Müll geschmissen werden müssen.

[ Und so locker sitzt den Leuten bei den explodierenden Kosten auch nicht mehr in der Tasche, um sich *grundlos* einfach so einen neuen PC zu kaufen, nur weil Microsoft sich das so gerne „wünscht“.]

Tut natürlich niemand … und man kann ja auch noch auf Windows 10 bleiben (1 Jahr extended support) oder auf die Enterprise IoT 2021 LTSC wechseln, dann hast Du noch bis Januar 2032 erweiterten Support und bekommst immer noch Security-Patches.

Es ist einfach eine Frechheit, was Microsoft sich inzwischen herausnimmt, PC-Anwender/Besitzer derartig zu gängeln.

Wie man auf einen Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 mittels in-place upgrade helper tool von github einfach und ohne Verlust von User-Einstellungen und Programmen migrieren kann, habe ich gestern dokumentiert.
Der Prozess dauerte bei mir nur 1 h 15 min.
Natürlich plus der Vorbereitungsarbeiten:
Lizenz beschaffen, Backup machen, Boot Medium erstellen, kleinere Nacharbeiten wie zB 8Gadget Pack nochmal restoren, aber dazu gibt es meistens bereits ein Restore Icon dafür auf dem Desktop, nettes Feature.


Ich habe auf diese Art und Weise nun 2 Rechner bei mir auf die Win 10 IoT Enterprise LTSC Version mit extended Support bis Jan 2032 gebracht. Hauptrechner, Laptop und in ein paar Tagen ist der Rechner meiner Frau dran.

Gut, die Lizenzen sind nicht billig, aber es lag mir auch dran, die von einer seriösen Firma zu kaufen.
Aber das Geld war es mir sowas von wert, mich von dem ganzen Windows 11/Microsoft-Bullshit
für die nächsten Jahre einfach mal freikaufen zu können und zu beobachten, was vielleicht noch
mit Windows 12 so alles kommt. Bisher wurden die Rechte, die sich Microsoft auf UNSEREN Systemen einfach so herausnimmt, immer umfangreicher. Das nimmt inzwischen ein Ausmaß an, das nicht mehr zu tolerieren ist, dagehen sollte man sich mit allem was man hat wehren.

Und eins ist sicher, wenn keiner und nur wenige Leute Windows 11 installieren würden, dann würde das Microsoft schon wahrnehmen und dann wären sie dazu gezwungen, darauf zu reagieren.

Die beste Alternative habe ich aufgezeigt, ein Umstieg auf Linux oder macOS ist vielen aus verschiedensten Gründen nicht möglich oder einfach auch nicht gewünscht. Microsoft MUß hier ihren treuen Kunden mehr Kontinuität bieten.
 
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Wen ich sage die alternative zu Mint ist für 1000€ ein neues Laptop mit 11 und zusetzlich für Office dan ist jeder über sein funktionierendes Laptop mit Mint mit Libre Ofice zufrieden und bereit es sich anzusehn
Gute Hardware wegwerfen macht niemand für Microsoft.
 
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