News Sammlerstück: "Die seltenste x86-CPU, die man besitzen kann"

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Der zwischen 1993 und 1998 entwickelte und nur ein Jahr später eingestellte Rise mP6 von Rise Technology ist einer der seltensten x86-Prozessoren überhaupt und daher bei Sammlern begehrt. CPU-Enthusiast "konkretor" zeigt sein Prachtstück.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Sammlerstück: "Die seltenste x86-CPU, die man besitzen kann"

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Transmeta CPUs sind auch recht selten, besonders die zweite Serie und von Cannonlake gibt es auch nicht so viele, die im Umlauf sind. Der wichtigste Gegner ist die Wegwerfmentalität, da ist das meist schon wieder weg.
 
Der i7-5775C gehört auch dazu, kaum auf den Markt gewesen schon schon kam der 6700K.
Aber wegen den L4 Cache war der Broadwell effizienter wie der Skylake
Ja und auch die iGPU Iris Pro 6200 war nicht von schlechten Eltern zu der Zeit!

 
Huh - also ich war auch damals schon eher Enthusiast, aber von Rise höre ich hier zum ersten mal. Oo
Waren die denn hier überhaupt im Verkauf oder vielleicht nur in den USA? Rein vom Artikel hier klingen die Specs ja eigentlich ganz ordentlich, wäre vielleicht interessant gewesen, den Grund für das Scheitern mit im Artikel aufzunehmen :)

Davon abgesehen: 70$ und 8.5W TDP für eine midrange CPU, davon kann man heute nichtmal mehr träumen :D

Edit:
Wikipedia schrieb:
Despite its innovative features, the real-life performance of the mP6 proved disappointing. This was mainly due to the small L1 Cache.[5] Another reason was that the Rise mP6's PR 266 rating was based upon the old Intel Pentium MMX,[5] while its main competitors were the Intel Celeron 266, the IDT WinChip 2-266 and the AMD K6-2 266, that all delivered more performance in most benchmarks and applications.
Ok, das erklärt das scheitern natürlich :D
 
Drei Anmerkungen:

1. SiS ist eine taiwanische Firma, keine chinesische! Da sieht man in China zwar anders, aber Konsens in der westlichen Welt ist "Taiwan".

2. Die CPU hat ein recht flotte FPU, schneller als AMDs K6-Generationen und deutlich schneller als Cyrix und Centaur. Die FPU war immer die Schwachstelle bei Cyrix-Prozessoren, obwohl sie ursprünglich Mal mit mathematischen Koprozessoren begannen. Bei Centaur war das aber kalkuliert, da ging es um ein einfaches Design und wenig Verlustleistung, nicht um brachiale (Roh-)Leistung. Bei Integer-Performance des mP6 sieht es hingegen nicht so prall aus, trotz dem P-Rating 266. Und er hat ein Manko und damit Probleme mit moderner Software: Ihm fehlt die CMOV-Instruktion und ist deswegen nicht vollständig P6/i686-kompatibel.

3. Die Technik von Rise lebt immer noch und wird nach wie vor verkauft: Von DM&P als SoC Vortex86 in diversen Varianten für z.B. Industrie-Anwendungen. Mittlerweile sind sie bei 1 GHz angekommen. Siehe https://www.vortex86.com/
Huh - also ich war auch damals schon eher Enthusiast, aber von Rise höre ich hier zum ersten mal. Oo
Waren die denn hier überhaupt im Verkauf oder vielleicht nur in den USA? Rein vom Artikel hier klingen die Specs ja eigentlich ganz ordentlich, wäre vielleicht interessant gewesen, den Grund für das Scheitern mit im Artikel aufzunehmen :)

Davon abgesehen: 70$ und 8.5W TDP für eine midrange CPU, davon kann man heute nichtmal mehr träumen :D

Edit:

Ok, das erklärt das scheitern natürlich :D
Afair konnte man ihn in Deutschland nicht regulär kaufen. Ich hab einen daheim, direkt von Rise bekommen. Der war sogar mal ein paar Jahre im Buchhaltungs-PC meiner Mutter im Einsatz. Lief soweit stabil.

Aber Midrange war das nicht, das war unterste Einstiegsklasse. Der mP6-II und der Tiger S370 wären vielleicht interessant geworden, kamen aber leider nicht mehr...
 
Da steht "besitzen sollte", nicht "besitzen kann", auch wenn ich finde, dass das eine merkwürdige Formulierung ist.
 
Wem sagst du das, der satz "Gib her ich repariere das" erntet in letzter zeit immer mehr verächtliche Blicke Unglauben oder Verwirrung. Of bekommt man dann zu hören ach nee lass ich hab schon was neues bestellt.
:ka:
In meiner Bubble ist das genau andersrum.
Staubsauger defekt => habe ich reperieren lassen => cool!
Der zwischen 1993 und 1998 entwickelte und nur ein Jahr später eingestellte Rise mP6 von Rise Technology ist einer der seltensten x86-Prozessoren überhaupt und daher bei Sammlern begehrt. CPU-Enthusiast "konkretor" zeigt sein Prachtstück.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Sammlerstück: "Die seltenste x86-CPU, die man besitzen kann"

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Unterforum besser aufgehoben.

Gerne mehr von sowas.
Diese Marke kannte ich nicht / schon vergessen.
Aber auch immer wieder andere HW / Hersteller die es heute nicht mehr gibt.
 
Interessant - hörte in dem Artikel auch zum ersten Mal von diesem Hersteller.

Wären deren CPU's und die von Cyrix damals besser gewesen (Gaming- und Multimedia-Performance, Herstellung von Workstation-CPU's) und die Hersteller hätten überlebt und würde auch VIA noch existieren, wäre der Markt heute sicher interessanter.
 
Huh - also ich war auch damals schon eher Enthusiast, aber von Rise höre ich hier zum ersten mal. Oo
Waren die denn hier überhaupt im Verkauf oder vielleicht nur in den USA? Rein vom Artikel hier klingen die Specs ja eigentlich ganz ordentlich, wäre vielleicht interessant gewesen, den Grund für das Scheitern mit im Artikel aufzunehmen :)

Davon abgesehen: 70$ und 8.5W TDP für eine midrange CPU, davon kann man heute nichtmal mehr träumen :D

Edit:

Ok, das erklärt das scheitern natürlich :D
Ich finde es vorallem erstaunlich das man es 1998 schon geschafft hat stattliche 512 Kbyte an Level 2 Cache direkt auf dem CPU Die unterzubringen, Intel und AMD hatten damit ja bekanntlich lange Probleme damit, weswegen es ja eine Zeit lang die CPUs hauptsächlich in Slot Form gab wo die Caches ja als externe Chips verbaut wurden und nur mit halben Taktfrequenz der CPU laufen konnten

Der zweite Celeron hatte zwar einen On-Die L2 Cache, aber mit nur 128 Kbyte war der halt nicht sonderlich groß, später gab es den K6-III von AMD mit 256 Kbyte L2 Cache aber damit hatte man wohl auch einige Probleme mit der Ausbeute, im Endeffekt erklärt sich das ganze wohl am ehesten damit das die L1 Caches der Rise CPUs vergleichsweise winzig waren wodurch man wohl doch ziemlich viele Transistoren gespart haben dürfte
Interessant - hörte in dem Artikel auch zum ersten Mal von diesem Hersteller.

Wären deren CPU's und die von Cyrix damals besser gewesen (Gaming- und Multimedia-Performance, Herstellung von Workstation-CPU's) und die Hersteller hätten überlebt und würde auch VIA noch existieren, wäre der Markt heute sicher interessanter.

VIA existiert meines Wissens immer noch, die letzte wirkliche CPU von denen war der VIA Nano QuadCore aus 2015 der in 28nm gefertigt wurde und 2 ghz schnell war, danach hat man sich eben mit den Chinesen und zhaoxin zusammen getan die wohl jetzt auch fortan deren CPU Architektur nach und nach weiter entwickeln, davon war eben der KX-7000 der letzte Abkömmling der Ende 2023 vorgestellt wurde und lustigerweise einen modifizierten LGA Sockel 1700 benutzt der rein von der Bauform wohl exakt gleich ist wie Intels Raptor und Alder Lake Plattform, aber wohl elektrisch wegen der unterschiedlichen Pin Belegung nicht zueinander kompatibel ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Transmeta CPUs sind auch recht selten, besonders die zweite Serie und von Cannonlake gibt es auch nicht so viele, die im Umlauf sind. Der wichtigste Gegner ist die Wegwerfmentalität, da ist das meist schon wieder weg.

Für einen Exoten sollte Transmeta eigentlich noch ganz gut im Rennen sein, wenn man verlötete CPUs mitzählt. Immerhin haben sie mehrere Jahre verkauft, nur halt nicht im Desktop. Extra rar sind die Modelle, die gar nicht frei angeboten wurden – aber Prototypen, Auftragsserien und Zurückgezogenes ist logischerweise von allen Herstellern selten. Da gibt es selbst bei Intel reihenweise Offlabel-Produkte oder Stunts wie den ersten PIII 1133 und den P4 680.

Spannender sind Prozessoren, die prinzipiell/angeblich als Großserie angeboten wurden und die sich durch ihre Technik abheben, die aber trotzdem so gut wie niemand hat. Cannonlake mit seiner mutmaßlichen "Wafer pro halben Chip"-Ausbeute ist da ein gutes Beispiel; Lakefield oder Kaby Lake G mit etwas höherer Stückzahl und wesentlich spannender Technik ebenfalls. Rein was den Bestand bei Sammlern angeht dürfte auch Technik, die es nie in Desktops oder Notebooks gab, rar sein – Slot-2-Xeons, gesockelte Xeon Phi, Compute Cards und in mittlerer Zukunft Xeon CPU Max sind alles spannende Stücke x86, die aber kaum eine Privatperson je zu Gesicht bekommen geschweige denn aufgehoben hat. Einiges davon könnte sogar seltener sein als z.B. AMD Quadfather-FX, die zwar selten gekauft, dann aber sicherlich oft aufgehoben wurden. Bristol Ridge, Covington-Celerons, sämtliche AM1 und Kaby Lake X fallen umgekehrt in die Kategorie: "Jeder hätte sie haben können, aber wieso hätte sie jemand haben wollen?"

Der i7-5775C gehört auch dazu, kaum auf den Markt gewesen schon schon kam der 6700K.
Aber wegen den L4 Cache war der Broadwell effizienter wie der Skylake

Im Vergleich zu den hier genannten Prozessoren erscheint Broadwell H wie ein Massenprodukt.

Huh - also ich war auch damals schon eher Enthusiast, aber von Rise höre ich hier zum ersten mal. Oo
Waren die denn hier überhaupt im Verkauf oder vielleicht nur in den USA? Rein vom Artikel hier klingen die Specs ja eigentlich ganz ordentlich, wäre vielleicht interessant gewesen, den Grund für das Scheitern mit im Artikel aufzunehmen :)

Davon abgesehen: 70$ und 8.5W TDP für eine midrange CPU, davon kann man heute nichtmal mehr träumen :D

Edit:

Ok, das erklärt das scheitern natürlich :D

Ich weiß nicht, ob jemals in Deutschland PCs damit verkauft wurden. Aber Einzelverkäufe in nennenswerter Stückzahl dürfte es nicht gegeben haben. Abgesehen von NexGen konnte damals keine Entwicklungsabteilung mit Intel mithalten. Alles andere waren Billigprodukte – keineswegs schlechte, aber halt an untere Marktsegmente und damit Komplett-PC-Käufer gerichtet. Wer sich gut genug mit Technik auskannte, um ein Mainboard zu tauschen oder zumindest den richtigen Split-Rail-Adapter zu wählen, der hatte schlicht höhere Ansprüche. Das Groß der Rise-Zielgruppe wäre dagegen schon mit "B-AT oder ATX?" überfragt gewesen.

Die alternativen x86-Hersteller haben sich Mitte der 90er meiner Meinung nach samt und sonders selbst aus dem Markt gekegelt: Ein paar Jahre zuvor hatten sich Drop-In-Replacements für Sockel-3-486er wie geschnitten Brot verkauft und eigentlich waren die Marktbedingungen nach dem Ende des Local-Bus @Intel noch besser, da es keinen "Pentium Pro Overdrive" für Sockel 7 gab. Statt in diese Lücke zu springen und weiter Drop-In-Replacements anzubieten, die einen 233 MMX schlagen, hat man aber "Super Sockel 7" gemacht. Niedrigere Kernspannung, viel höhere Stromstärke, 50 Prozent schnellerer Bus – neue Mainboards und neuer RAM waren unvermeidbar. Da konnte man die paar DM für deutlich mehr Leistung bei K6-II/-III auch noch investieren; das Preis-Leistungsverhältnis des Gesamtpakets könnte stellenweise sogar besser gewesen sein.

 
Covington-Celerons, sämtliche AM1 und Kaby Lake X fallen umgekehrt in die Kategorie: "Jeder hätte sie haben können, aber wieso hätte sie jemand haben wollen?"
Naja die ersten celerons mit covington Kern und ohne L2 Cache waren damals aber in der OC-Szene schon ziemlich beliebte Geheimtipps, aber klar für normale unversierte Anwender waren die Dinger aufgrund der schwachen Performance eher nicht zu gebrauchen und man war mit anderen Alternativen logischerweise deutlich besser beraten
 
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