Transmeta CPUs sind auch recht selten, besonders die zweite Serie und von Cannonlake gibt es auch nicht so viele, die im Umlauf sind. Der wichtigste Gegner ist die Wegwerfmentalität, da ist das meist schon wieder weg.
Für einen Exoten sollte Transmeta eigentlich noch ganz gut im Rennen sein, wenn man verlötete CPUs mitzählt. Immerhin haben sie mehrere Jahre verkauft, nur halt nicht im Desktop. Extra rar sind die Modelle, die gar nicht frei angeboten wurden – aber Prototypen, Auftragsserien und Zurückgezogenes ist logischerweise von allen Herstellern selten. Da gibt es selbst bei Intel reihenweise Offlabel-Produkte oder Stunts wie den ersten PIII 1133 und den P4 680.
Spannender sind Prozessoren, die prinzipiell/angeblich als Großserie angeboten wurden und die sich durch ihre Technik abheben, die aber trotzdem so gut wie niemand hat. Cannonlake mit seiner mutmaßlichen "Wafer pro halben Chip"-Ausbeute ist da ein gutes Beispiel; Lakefield oder Kaby Lake G mit etwas höherer Stückzahl und wesentlich spannender Technik ebenfalls. Rein was den Bestand bei Sammlern angeht dürfte auch Technik, die es nie in Desktops oder Notebooks gab, rar sein – Slot-2-Xeons, gesockelte Xeon Phi, Compute Cards und in mittlerer Zukunft Xeon CPU Max sind alles spannende Stücke x86, die aber kaum eine Privatperson je zu Gesicht bekommen geschweige denn aufgehoben hat. Einiges davon könnte sogar seltener sein als z.B. AMD Quadfather-FX, die zwar selten gekauft, dann aber sicherlich oft aufgehoben wurden. Bristol Ridge, Covington-Celerons, sämtliche AM1 und Kaby Lake X fallen umgekehrt in die Kategorie: "Jeder hätte sie haben können, aber wieso hätte sie jemand haben wollen?"
Der i7-5775C gehört auch dazu, kaum auf den Markt gewesen schon schon kam der 6700K.
Aber wegen den L4 Cache war der Broadwell effizienter wie der Skylake
Im Vergleich zu den hier genannten Prozessoren erscheint Broadwell H wie ein Massenprodukt.
Huh - also ich war auch damals schon eher Enthusiast, aber von Rise höre ich hier zum ersten mal. Oo
Waren die denn hier überhaupt im Verkauf oder vielleicht nur in den USA? Rein vom Artikel hier klingen die Specs ja eigentlich ganz ordentlich, wäre vielleicht interessant gewesen, den Grund für das Scheitern mit im Artikel aufzunehmen
Davon abgesehen: 70$ und 8.5W TDP für eine midrange CPU, davon kann man heute nichtmal mehr träumen
Edit:
Ok, das erklärt das scheitern natürlich
Ich weiß nicht, ob jemals in Deutschland PCs damit verkauft wurden. Aber Einzelverkäufe in nennenswerter Stückzahl dürfte es nicht gegeben haben. Abgesehen von NexGen konnte damals keine Entwicklungsabteilung mit Intel mithalten. Alles andere waren Billigprodukte – keineswegs schlechte, aber halt an untere Marktsegmente und damit Komplett-PC-Käufer gerichtet. Wer sich gut genug mit Technik auskannte, um ein Mainboard zu tauschen oder zumindest den richtigen Split-Rail-Adapter zu wählen, der hatte schlicht höhere Ansprüche. Das Groß der Rise-Zielgruppe wäre dagegen schon mit "B-AT oder ATX?" überfragt gewesen.
Die alternativen x86-Hersteller haben sich Mitte der 90er meiner Meinung nach samt und sonders selbst aus dem Markt gekegelt: Ein paar Jahre zuvor hatten sich Drop-In-Replacements für Sockel-3-486er wie geschnitten Brot verkauft und eigentlich waren die Marktbedingungen nach dem Ende des Local-Bus @Intel noch besser, da es keinen "Pentium Pro Overdrive" für Sockel 7 gab. Statt in diese Lücke zu springen und weiter Drop-In-Replacements anzubieten, die einen 233 MMX schlagen, hat man aber "Super Sockel 7" gemacht. Niedrigere Kernspannung, viel höhere Stromstärke, 50 Prozent schnellerer Bus – neue Mainboards und neuer RAM waren unvermeidbar. Da konnte man die paar DM für deutlich mehr Leistung bei K6-II/-III auch noch investieren; das Preis-Leistungsverhältnis des Gesamtpakets könnte stellenweise sogar besser gewesen sein.
PCGH Plus: AM4? AM5? LGA1700? Keine PC-Diskussion und erst recht kein Neukauf ohne Blick auf den "Sockel". Aber woraus haben sich heutige CPU-Fassungen eigentlich entwickelt?
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