News AMD K10 und der TLB-Fehler: Auch bekannt als "The Layoff Bug"

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Der TLB-Fehler in der K10-Architektur, der die Barcelona-Prozessoren mit voller Wucht trifft, wurde wohl auch "The Layoff Bug" bezeichnet, weil er AMD in eine wirklich bedrohliche Lage gebracht habe.

Was sagt die PCGH-X-Community zu AMD K10 und der TLB-Fehler: Auch bekannt als "The Layoff Bug"

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Wäre damals Jensen Huang der CEO von AMD dann gebe es heute kein Intel mehr, allein der Gedanke einfach nur Wahnsinn. Über den Bug hatte ich damals gehört, nur hat es mich nicht so sehr interessiert, da es sich dabei um Server-Prozessoren gehandelt hat.

Aber was sagt uns das, AMD wurde immer für tot erklärt oder zerrissen in den Medien und immer wieder hat man sich so durchgekämpft sagen wir es mal so über Wasser gehalten und das mit Erfolg. jedes andere Unternehmen, hatte einfach gesagt, ne kein bock mehr, mach zu.
 
Lustig wie so ein Bug AMD damals fast gekillt hätte, und heute ständig Sicherheitlücken auftauchen wie Spectre/Meltdown oder zuletzt Downfall/Inception (ich glaub mittlerweile sind es so viele, dass nicht mal mehr Namen vergeben werden), deren Fixes auch gerne mal zweistellige Prozent Leistung kosten können, aber wo die Leute es nach einem Tag schon wieder vergessen/verdrängt haben.
 
Lustig wie so ein Bug AMD damals fast gekillt hätte, und heute ständig Sicherheitlücken auftauchen wie Spectre/Meltdown oder zuletzt Downfall/Inception (ich glaub mittlerweile sind es so viele, dass nicht mal mehr Namen vergeben werden), deren Fixes auch gerne mal zweistellige Prozent Leistung kosten können, aber wo die Leute es nach einem Tag schon wieder vergessen/verdrängt haben.
Denke, da muss man mehr differenzieren.

Gab (CPU-)Bugs, wo sich (nachweislich) Excel-Tabellen verrechnet haben.
DAS kann vom Brückeneinsturz bis zum Bankrott führen.

Die Sicherheitslücken, die neuerdings entdeckt werden, sind oftmals
rein hypothetischer Natur. Für Privatanwender meist irrelevant.
Manche müssen explizit provoziert werden. Wer macht das schon?

Ja, Fixes kosten Leistung, sind in Serverfarmen aber auch "skalierbar".
Schiebst halt paar Racks mehr dazu.

Die größten Gefahren gehen von Usern selbst aus bzw. etwas wie der
Solarwinds-Hack.
 
Die größten Gefahren gehen von Usern selbst aus bzw. etwas wie der Solarwinds-Hack.
75.jpg
 
SOLARWINDS123 war das Passwort damals bei dem riesen Hack von Solarwinds. :ugly:
Ah ok, naja, war ja selbst nicht dabei.
Hab mich wohl zu sehr von den hysterisch kreischenden Sirenen blenden lassen. :ugly:
Wobei, ich mag das, wenns herumbrüllen. Weil dann gibts immer Versöhnung.
Und einen Beissring.

Jo, so ist das mit Usern (und Manager).
 
Über den Bug hatte ich damals gehört, nur hat es mich nicht so sehr interessiert, da es sich dabei um Server-Prozessoren gehandelt hat.

Betraf auch die normalen Phenom I. Der Punkt war, dass es auf die Art der Berechnungen ankam. Die hatte damals kaum ein Normalo im Einsatz, wenn man aber die CPU bis heute Nutzt, dann stürzt sie im Schnitt alle 2-3 Tage Volllast ab.

Damals hat es keinen Normalo interessieren müssen. Die Ängstlichen haben die TLB deaktiviert und 10% weniger Leistung gehabt. Ein Problem war, dass AMD damals extrem großmäulig aufgetreten ist, mit ihren "nativem Quadcore", dann war das Ding nicht schneller, als die Core2Quad von Intel, hat aber mehr Strom gefressen und zu guter Letzt wurde es auch nochmals 10% langsamer. Das war halt eben etwas zuviel.
 
Wäre damals Jensen Huang der CEO von AMD dann gebe es heute kein Intel mehr,
Was redest du da eigentlich. Meinst du etwa, Huang hat irgendwas mit dem heutigen Erfolg von Nvidia zu tun? Es ist reines Glück, was mit Nvidia passiert ist. Daran hat Huang absolut nichts beigetragen. Er saß einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf dem Chef Sessel und hat Däumchen gedreht.
 
Er saß einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf dem Chef Sessel und hat Däumchen gedreht.

Nö, völliger Quatsch, er hat die Strategie bestimmt.

Wäre Nvidia damals nicht ins Profigeschäft eingestiegen, sondern hätte sich weiter nur um die Zocker gekümmert, dann wären sie nicht im Ansatz so groß geworden. Hätte Nvidia nicht so stark auf KI gesetzt, dann wären sie heute nicht das wertvollste Unternehmen der Welt. Beide Dinge hat er entschieden und niemand sonst. Hätte er "Däumchen gedreht", bzw. einfach so weiter gemacht, wie bisher, dann wäre Nvidia heute wohl ein 5 Mrd $ Unternehmen und kein 3 Billionen $ Unternehmen.
 
Was redest du da eigentlich. Meinst du etwa, Huang hat irgendwas mit dem heutigen Erfolg von Nvidia zu tun? Es ist reines Glück, was mit Nvidia passiert ist. Daran hat Huang absolut nichts beigetragen. Er saß einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf dem Chef Sessel und hat Däumchen gedreht.
Ja, der Erfolg ist von himmelgefallen.:schief:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, der Erfolg ist von himmelgefallen.:schief:
Korrekt.
Hätte Nvidia nicht so stark auf KI gesetzt, dann wären sie heute nicht das wertvollste Unternehmen der Welt. Beide Dinge hat er entschieden und niemand sonst.
Falsch. Der KI Boom war reine Glückssache, nichts bei Nvidia war darauf ausgelegt, man hat diese nur durch Zufall entdeckt. Falsch, die Entscheidungen waren nicht vorhersehbar sondern reine Glückssache, dass sie dort geendet sind, wo sie heute sind.
 
Falsch. Der KI Boom war reine Glückssache, nichts bei Nvidia war darauf ausgelegt, man hat diese nur durch Zufall entdeckt. Falsch, die Entscheidungen waren nicht vorhersehbar sondern reine Glückssache, dass sie dort geendet sind, wo sie heute sind.

Da irrst du eben. Zwar konnten den enormen Erfolg nur wenige vorhersehen, aber wenn Jen-Hsun Huang nicht Nvidia auf diesen Kurs gebracht hätte, dann wäre es an Nvidia vorbeigegangen. So, wie es an AMD und diversen anderen Firmen vorbei ging

Du liegst halt eben falsch. Im Fall von Jen-Hsun Huang macht es einen gigantischen Unterschied, ob er oder jemand anderes CEO war. Jemand anderes hätte sich weiterhin auf Gamingkarten spezialisiert. Dann wäre Nvidia heute relativ wenig wert.
 
@Pu244 Nein. Es war simples Glück wie im Lotto zu gewinnen. Das sagt sogar Huang selber. Niemand bei Nvidia hat es vorhergesehn und niemand hat darauf hingearbeitet oder irgendwelche Entscheidungen getroffen, dass dieser Weg eingeschlagen wurde. Es wurde quasi durch zufall entdeckt, da gabs die Cuda Kerne samt RT schon. Nichts davon hat auch nur irgendwas von Wissen oder Können zu tun von Herrn Huang.
 
@Pu244 Nein. Es war simples Glück wie im Lotto zu gewinnen. Das sagt sogar Huang selber. Niemand bei Nvidia hat es vorhergesehn und niemand hat darauf hingearbeitet oder irgendwelche Entscheidungen getroffen, dass dieser Weg eingeschlagen wurde. Es wurde quasi durch zufall entdeckt, da gabs die Cuda Kerne samt RT schon. Nichts davon hat auch nur irgendwas von Wissen oder Können zu tun von Herrn Huang.

Was du nicht verstehst: um im Lotto gewinnen zu können, muß man mitspielen.

Im bei der Analogie zu bleiben Jen-Hsun Huang hat also frühzeitig diese neue Losbude entdeckt und damit begonnen, alle Lose aufzukaufen. Im Gegensatz zum echten Lotto kann man da so richtig viel gewinnen.

@Pu244Niemand bei Nvidia hat es vorhergesehn und niemand hat darauf hingearbeitet oder irgendwelche Entscheidungen getroffen, dass dieser Weg eingeschlagen wurde.

Doch, Nvidia hat das KI Feld frühzeitig beackert, als die Konkurrenz nicht daran gedacht hat.

Es wurde quasi durch zufall entdeckt, (...)

Nein, Nvidia wußte sehr genau, was sie da getan haben. Dass das so groß wurde, das konnten sie nicht ahnen.

(...) da gabs die Cuda Kerne samt RT schon.

Zunächst wurden die Tensorkerne bei Volta eingeführt. Damals wußten eher wenige, was man damit anfangen kann. Sie wurden unter anderem für KI eingeführt. RT kam erst mit Turing. Wenn man gut 6 Jahre, die es vom Konzept, bis zur fertigen GPU braucht, zugrunde legt, dann hat Nvidia 2011 angefangen, sich intensiv mit dem Thema KI zu beschäftigen.

Nichts davon hat auch nur irgendwas von Wissen oder Können zu tun von Herrn Huang.

Doch, wenn er es nicht in diese Richtung getrieben hätte, dann wäre Nvidia nicht im Ansatz das, was es heute ist.

Es gab auch die Produkte von AMD, Intel, Apple, ARM, Mediatek, Qualcom usw.. Sie alle lassen sich irgendwie für KI nutzen, bzw, man hätte sie darauf optimieren können. Der Punkt ist: im Gegensatz von Nvidia hat das keiner so richtig gemacht. Sie alle haben das Thema KI mehr oder weniger verschlafen und sind erst so richtig aufgewacht, als die KI schon Bilder zeichnen und andere Späße konnte. Das ist der Unterschied und deshalb ist es einfach Blödsinn, zu behaupten Jen-Hsun Huang hätte Däumchen gedreht. Er wußte nicht, dass Nvidia damit zum wertvollsten Unternehmen der Welt werden wird, aber er ahnte, dass das ganze groß werden könnte und hat sein Unternehmen dahin gesteuert.
 
Lustig wie so ein Bug AMD damals fast gekillt hätte, und heute ständig Sicherheitlücken auftauchen wie Spectre/Meltdown oder zuletzt Downfall/Inception (ich glaub mittlerweile sind es so viele, dass nicht mal mehr Namen vergeben werden), deren Fixes auch gerne mal zweistellige Prozent Leistung kosten können, aber wo die Leute es nach einem Tag schon wieder vergessen/verdrängt haben.

Es war ein Bug in einer CPU, die rund ein Jahr später als erwartet kam und dann nicht annähernd ihre Performance-Ziele erreicht hat und das in einer Phase, was genauso für die parallel erscheinenden Grafikkarten galt, während die GPU-Konkurrenz eines ihrer besten und bis heute legendären Designs lancierte und der CPU-Gegenspieler nicht nur einen absoluten Run bei Fertigung und Architekturen hatte, sondern sich erstmals auf einen Preiskampf mit AMD zulasten der eigenen Marge einließ. Nebenbei hatte man sich gerade extrem verschuldet und dem engsten, wichtigsten und alternativlosesten Plattformpartner einen Arschritt verpasst. Es hatte also doch schon ein paar mehr Gründe, warum es AMD damals derart dreckig ging. Überspitzt gesagt: Schrott CPUs, Schrott GPUs, keine Mainboards und jede Menge Gläubiger. Da bleibt nicht viel vom Geschäft.^^

Der TLB-Bug wäre nur beinahe der finale Sargnagel gewesen – und das nur teilweise wegen seiner tatsächlichen Bedeutung. Viel schlimmer war das Totalversagen von AMDs PR-Team:

Als erstes wurde für die Opterons, in denen Einsatzgebiet der Fehler teils wirklich kritisch war, ein Not-Update herausgegeben, dass den TLB ganz deaktiviert. Leistungsmessungen: Teilweise über 30 Prozent Leistungsverlust.

Als zweites wurde der Verkauf weiterer Opterons komplett gestoppt. Trotz spürbar gestiegener Marktanteile war das für AMD damals noch eine vertretbare Entscheidung, die Serversparte hatte keinen so großen Anteil am Gesamtumsatz.

Als drittes wurde bestätigt, dass die auf dem gleichen Chip basierenden Desktop-CPUs auch betroffen sind.

Als viertes wurde gar nichts gemacht. Wenn ich mich richtig erinnere, volle sechs Monate lang. AMD hat keine extra Patches für Desktops bereitgestellt, AMD hat Entwickler nicht darin unterstützt, das Problem zu umgehen und vor allem hat AMD nicht einmal öffentlich erklärt, was das Problem eigentlich ist und wann es auftritt.

Alles, was Endkunden wussten: "K10 hat einen so schweren Fehler, dass dafür eine komplette Produktsparte einen Verkaufstop erhalten hat" und "Der einzige Workaround kostet soviel Leistung, dass die verbliebene Leistung einen in Intel-Netburst-Tage zurückwirft". Dieses Risiko wollte natürlich kein Käufer eingehen, schlicht wegen mangelnden Informationen konnte AMD eine halbe Jahresproduktion auch an die Leute nicht verkaufen, die mit der Hardware an sich eigentlich wunderbar klarkommen wären.
:wall:

Ehe die fehlerbereinigten Phenom 1 im Handel waren, hatte Intel dann schon die zweite Core-2-Generation draußen. Und Phenom 1 hatte die Benchmarks bereits gegen deren erste verloren – als PCGH 1-2 Monate nach dem Launch ein "Quadcore Special" gemacht hat, stand genau ein Satz zu AMDs neuestem Topmodell drin: Es wäre "fast gleichwertig" zu Intels Q6600. Der war bekanntermaßen die Budget-Alternative zum QX6700, damals schon ein gutes Jahr alt und 30 Euro günstiger. Selbst ohne TLB-Bug wäre Phenom 1 schwer zu verkaufen gewesen – mit gar nicht mehr.

Anm.: Wer das größere Bild haben will, kann mal einen Blick in die aktuelle 08/2024 werfen ([PLUS]-Fassung noch in Arbeit). Dieser Zeitraum ist gerade Thema im aktuellen Retro-Artikel. Leider ein sehr trauriger Text für AMD-Fans, die AM2(+)-Ära begann halt auf einem aktuellen Höhepunkt und dann folgten beinahe ausschließlich gescheiterte Versuche. Verglichen mit QuadFX war Phenom I ja fast schon ein Erfolg.

Denke, da muss man mehr differenzieren.

Gab (CPU-)Bugs, wo sich (nachweislich) Excel-Tabellen verrechnet haben.
DAS kann vom Brückeneinsturz bis zum Bankrott führen.

Es gab Software-Bugs, wo sich Excel verrechnet.^^
 
Der FDIV-Bug konnte prinzipiell bei allen Berechnungen durchschlagen. Aber da er nur bei rund einem von 10 Millionen Datenpaaren vorkam und dann auch erst in der fünften oder sechsten zählenden Stelle, gab es abseits komplexer Tabellenkalkulation damals nicht vieles, wo ein Auftreten wahrscheinlich und problematisch war. Programme arbeiteten intern eher nicht mit so großen Zahlen und viele Anwendungszwecke waren ohnehin tolerant gegenüber Fehler dieser Größenordnung, die verschwanden einfach in einer ohnehin angewendeten Rundung. Nur Buchhalter hatten und haben ein Problem damit, wenn bei Millionensummen auf einmal ein paar Hunderter fehlen oder dazu kommen.^^

Aber wie gesagt: Wer denkt, diese eine Hardware-Panne der einzige Fehler in Tabellenkalkulationen war und/oder besonders katastrophale Auswirkungen hat(te), der irrt. Mein Klassiker wäre die 17. Nachkommastelle von "10 - 9,95".
 
Zurück