News Intel macht Verlust: Desktop-Markt stürzt ab, Grafiksparte immer noch tiefrot

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Pessimisten erwarteten bereits, dass Intel, AMD und Nvidia schwache Zahlen vorlegen würden. Intel legt nur vor und muss heftige Einbrüche bei Umsatz und Gewinn erklären.

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Tja die Zeiten der Pandemie sind vorbei ist ja dann irgendwie klar das man dann

nicht mehr den Gewinn aus dieser Zeit einfahren kann :-)
Wollte ich auch gerade schreiben. Da werden die jetzt verlierenden Unternehmen aber auch schlau genug sein um das einschätzen zu können. Bei den Anlegern hätte ich da eher Bedenken, wenn die nur kurzfristig denken. :D

Man sollte aktuelle Zahlen halt eher mit denen vor der Pandemie (vor allem Chinas Null Covid-Strategie) und dem Krieg in Europa vergleichen. Die vergangenen zwei bis drei Jahre sollten und können kein Maßstab sein.


Und dass die GPU-Sparte noch keinen Gewinn abwirft, dürfte nun wirklich niemanden verwundern. Das ist ein schwieriger und teurer (Einstiegs)Prozess und definitiv sehr langfristig gedacht.
Stand jetzt hatten die (vor gar nicht so langer Zeit) Gerüchteverbreiter (MLID z.B. ;) ) ja auch absolut Unrecht, dass Intel das Programm wieder aufgegeben hätte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Natürlich ist die Grafiksparte "immer noch" tief rot, das ist ja einkalkuliert. Man kann ja nicht erwarten, dass die erste Generation sofort Gewinn macht. Intel wird die Sparte bis Druid als defizitär aber notwendig betrachten.
Den Verlust macht Intel deshalb, weil die irre hohe Fixkosten durch ihre eigene Fertigung haben. Das ist in guten Zeiten ein Segen, weil man sehr hohe Gewinne machen kann, aber in defizitären Zeiten ein Fluch. Lassen wir mal ein paar Q Rezession mit Verlusten durchlaufen, dann müssen die irgendwann ihre Fabs abspalten. Das ist halt der Nachteil dieses Konzern-System.
 
Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass man quasi jeden Chip verkaufen konnte, der überhaupt produzierbar war. Jetzt normalisiert sich das Marktumfeld wieder und man sieht, dass die Konkurrenz nicht geschlafen hat. Gerade im Notebook-Bereich haben AMD und Apple seit 2020 eine Menge Fortschritte gemacht und jetzt haben die Kunden wieder die Auswahl, weil genügend Geräte lieferbar sind.
 
Mal die Pandemie beiseite, meine Lebenshaltungskosten haben sich seit dem letzten Jahr fast verdoppelt. Vor allem die Ausgaben für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel und Energie. Da bleibt leider nicht viel übrig für neue Hardware und anderen Luxus und ich sehe auch nicht, wie sich das bei der aktuellen politischen Lage ändern soll.

Viele Menschen sind dauerhaft ärmer geworden. Bleibt abzuwarten, ob es das am Ende wert war. Das Ergebnis steht noch aus.
 
Beim Gewinn war Intel quasi jahrzehntelang "im Plus".

Nur hatten sie auch jahrelang keine Konkurrenz. Man sieht es ja vor allem an ihren Datacenter Zahlen, wie sehr ihnen dort AMD zusetzt und sie ihre CPUs dort quasi verramschen müssen, um Anteile zu halten.

Im Clientbereich würde ich sagen ist es aktuell eher zyklisch und durch den Markt bestimmt, da dort die Wettbewerber auf Augenhöhe sind, aber auf einen drastischen Nachfrage Einbruch getroffen sind. Wobei dies auch den Marktführer - also intel - stärker trifft.

Dass sie mit den Grafikkarten nur Minus machen wundert mich aktuell nicht, da müssen sie noch sehr viel investieren, bevor hier zählbares rauskommt.
Was mich etwas überrascht, dass sie ihre Netzwerksparte schließen wollen... Sie sollten eher ihre Foundries auslagern, von daher erwarte ich auch für 23 ein sehr schlechtes Geschäftsjahr für intel. Vor allem da sie im HPC Segment immernoch hinten dran sind.
 
Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass man quasi jeden Chip verkaufen konnte, der überhaupt produzierbar war. Jetzt normalisiert sich das Marktumfeld wieder und man sieht, dass die Konkurrenz nicht geschlafen hat. Gerade im Notebook-Bereich haben AMD und Apple seit 2020 eine Menge Fortschritte gemacht und jetzt haben die Kunden wieder die Auswahl, weil genügend Geräte lieferbar sind.

Man sieht noch viel mehr das es sich nicht nur normalisiert, sondern weniger als Normal wird. Die Leute kaufen sich einfach nicht alle 2 Jahre ein neues Notebook oder einen PC. Die meisten haben da einen 5-8 Jahres Zyklus und da in der Pandemie ganz viele einen Kauf getätigt haben, ist jetzt eben die Nachfrage unterdurchschnittlich und im Sommer und auch in den nächsten 1-2 Jahren wird es nicht besser.

Im Grunde ist das aber auch jedem bewusst.
 
Beim Gewinn war Intel quasi jahrzehntelang "im Plus".
Ja eben.

Man sollte die aktuellen "normalen" Zahlen eben nicht mit denen vergleichen, die in den letzten Jahren zu einem extremen Hoch geführt haben, sondern mit jenen davor. Das realistische Bild wird dann vermutlich sein, dass sie grundsätzlich zugelegt haben.
JahrUmsatz
in Mrd. US$
Gewinn
in Mrd. US$
Preis je Aktie
in US$
Angestellte
201762,7619,60136,21102.700
201870,84821,05348,19107.400
201971,96521,04851,38110.800
202077,86720,89954,89110.600
202179,02419,86850,70121,100

Man hat halt die wenigen fetten Jahre (das wird in den Augen vieler anderer eher zynisch aussehen) genutzt um zu expandieren - scheinbar wenig zukunftsorientiert. Man hätte ja wissen müssen, dass das nur eine Momentaufnahme ist und nun hat man den Salat. ;)
 
Was hätten sie mit den Gewinnen denn sonst machen sollen als ihr Unternehmen zu verändern (Grafiksparte heißt für mich "Veränderung" im Sinne von neuem Standbein)? Irgendwo auf Halde legen und beim Schrumpfen zusehen?

Klar, in fetten Jahren versucht man die Flucht nach vorn. Das bedeutet neue Gebäude, neue Sparten, neue Mitarbeiter. Alle freuen sich. In mageren / teueren Jahren denkt man darüber nach was man abstoßen muss.

Egal was in den Nachrichten in letzter Zeit erzählt wird, wir werden eine Rezession erleben bzw. wir sind schon dabei. Es ist noch nicht bei jedem spürbar angekommen, aber das wird es noch. Wenn durch die Verteuerung der Energie alles mehr kostet - bis hin zum Glas Bier in der Kneipe, was machst du dann? Genau, du schaust wie alle Unternehmen auch, wie du dich "über Wasser" halten kannst. Wobei das natürlich für jeden was anderes bedeutet. In jedem Fall wird die Konsumzurückhaltung sich auf die Unternehmenserfolge und damit auf Wachstum und Beschäftigungsgrad auswirken. Weniger Beschäftigungsgrad steigert den Knick im Konsum. Wie soll es auch anders gehen?

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen muss man dann auch nochmal die Rede von Neulich über die strategische Bedeutung von Chipfabriken mit einfließen lassen. Intel wird so lange es geht an den eigenen Fabs festhalten. Finde ich persönlich auch gut.
 
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen muss man dann auch nochmal die Rede von Neulich über die strategische Bedeutung von Chipfabriken mit einfließen lassen. Intel wird so lange es geht an den eigenen Fabs festhalten. Finde ich persönlich auch gut.
Das ist nicht nur gut, sondern einerseits für Intel eines der Standbeine überhaupt und andererseits für "unsere westliche Welt" zukünftig vielleicht überlebenswichtig. Daher sollten wir Intel auch definitiv nicht im Wege stehen, wenn sie hier ihre Fab bauen.
 
Das mit den Entlassungen hat Thilo aber erstmal wieder dazu erfunden :klatsch: .
Interessante Aussage von Dir. Du kannst gerne mal ein paar Analysten zum Thema goutieren.

Wie Intel bis 2025 8-10 Mrd. ohne Entlassungen einsparen will, kannst Du gerne mal ausführen. Das wäre der Stein der Weisen. Ja, man spart 700 Mio., weil man einen geplanten Standort nicht umsetzt. Das allein wird aber wohl kaum reichen.

Ich habe auch nur geschrieben, dass weitere Entlassungen ins Haus stehen dürften. Ich bin mit meiner Wortwahl noch sehr handzahm. "Miese Zahlen", "massiver Absturz", "grausige Zahlen" - das sind die Headlines der Kollegen . :devil:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mit meiner Wortwahl noch sehr handzahm. "Miese Zahlen", "massiver Absturz", "grausige Zahlen" - das sind die Headlines der Kollegen . :devil:
Das darf man Dir auch hoch anrechnen, andere sind halt Springer Verlag-mäßig auf alberne Schlagzeilen und damit massive Klicks aus.

Leider erklärt aber niemand, warum das einerseits drastisch aussieht, andererseits aber eben "nur" der zu erwartende Rutsch nach dem zeitlich begrenzten Boom ist. Ganz Extremes "klickt" sich halt häufiger, auch wenn ich mir sicher bin, dass die betroffenen Unternehmen das nicht so tragisch sehen, weil sie es schlicht vorher wussten.

Viel interessanter fände ich da doch News über die Unternehmen, die während der letzten Jahre (im Gegensatz zu solchen Techunternehmen) immens verloren haben und sich jetzt wieder auf dem aufsteigenden Ast befinden. Ja, ich weiß, Positives klickt sich nicht so häufig...
 
Einfach heuer den Managern KEINE Boni auszahlen und schwupp sind die Zahlen wieder schwarz.
Aber hat sich ja angedeutet ...

MfG Föhn.
 

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Entlassungen, wenn ich das bei Intel lese wird mir übel, die schwimmen doch in Geld bei den Jahrelang hohen Netto-Milliardengewinnen, haben die etwas nichts zur Seite gelegt, wenn die Bosse Mist bauen wird der hart arbeitende Angestellte gefeuert, Logik pur :nene:
Ich kann sagen wie die Firmen aus dem Loch kommen, endlich wieder zu normalen Preisen anbieten! :gruebel:
 
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