Nur deswegen ist Metz dem Pleitegäßchen runtergegangen, ebenso wie Grundig.
Grundig hatte das Problem, dass in den 70ern und 80ern verstärkt japanische Firmen auf den deutschen Markt kamen, was für ein extrem auf Deutschland ausgerichtetes Unternehmen ein Problem ist. Für Metz gilt ähnliches.
Video 2000 war ein unendliches Geldgrab, obwohl es dem VHS-Müll hochhaus technisch überlegen war (2 x 4 Stunden Wendekassette, streifenfreier Vor- / Rücklauf, Echtzeitzählwerk, keien Synchronspur nötig, ...)
Hinterher weiß man immer mehr.
Hätten BMW, Merdes und andere ihre Billigautos nicht gehabt, gäbe es sie jetzt auch nicht mehr.
Das sind zwei extrem gute Beispiele.
Die Isetta hat BMW bis in die 60er gebracht, der Markt ist allerdings dann gestorben. Hätte sich BMW weiter auf dieses Geschäft konzentriert, dann wären sie wohl Pleite, Man muß einsehen, wenn ein Markt stirbt und dann dort rausgehen. Heute sind beide Unternehmen sehr gut aufgestellt, Autos für unter 10.000€ sucht man jedoch vergeblich.
Die Stückzahl bringt da den finanziellen Gewinn.
Dann kann man auch mal Mist bauen und Höchstpreisgeräte.
Der Punkt ist: man muß Gewinn machen. Wenn das nicht der Fall ist, dann war es das und man sollte sich verabschieden. Man sollte auch die zukünftige Entwicklung im Blick haben und wenn nötig den Ausstieg planen, solange es noch geht. Röhrenmonitore und -Fernseher waren eine echt tolle Sache, nur spätestens ab 2002 konnte man sehen, dass die Zeit abgelaufen war. Das Ende der Plasmafernseher war ebenfalls absehbar. Zwar hätte man diese Technik noch ins 4K Zeitalter retten können (Plasmas werden mit der Zahl der Zellen teurer), nur leider stand schon 2012 fest, dass es mit 8K weiter gehen wird. Dazu hatten die LCDs auch noch gigantische Fortschritte bei der Größe gemacht. OLED war der endgültige Sargnagel, da dann auch die Enthusiasten umgestiegen wären. Das Ende war absehbar und man stieg 2014 aus.
Es gibt den Spruch "wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab", selbiges gilt auch für sterbende Pferde.
Das hatte wohl mehr mit strategischer Reserve zu tun, als mit Marktwirtschaft.
Es hatte vorallem damit zu tun, dass kein Politiker von SPD und CDU den Wählern in NRW sagen wollte, dass ihre Industrie dem Untergang geweiht ist und sie sich jetzt schonmal auf die Arbeitslosigkeit einstellen sollen. Mit Ostdeutschland hat man das dann recht brutal durchgezogen, nachdem man ihnen blühende Landschaften versprochen hat (gut, auf den Industrieruinen blüht es doch auch ganz schön).
Jetzt eiern die Politiker von CDU, SPD und vorallem Grünen herum, statt den Leuten klar zu sagen, dass es toll ist, dass die ganzen Energieintensiven Betriebe endlich pleite gehen. Das müssen sie wegen der Energiewende sowieso. 5 Mio Leute, die ihren Job verlieren sind eben sehr unangenehm und sie könnten die Frage stellen, ob man das mit der Energiewende nicht sein lassen und lieber auf Kernkraft setzen können.