Weil viele leider keine Ahnung davon haben, was die ursprüngliche Version von Kapitalismus war und weder Smith noch Keynes oder sonst irgendetwas gelesen haben. Das waren alles Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft im Sinne eines stark reglementierten und kontrollierten Wettbewerbs der nur innerhalb bestimmter gesetzlicher Grenzen stattfinden darf. Der entfesselte Liberalismus ist eigentlich nur eine schlechte Umsetzung einer gar nicht so verkehrten Theorie. Nicht ganz unähnlich dem sowjetischen Kommunismus, der eben auch eine schlechte Umsetzung einer gar nicht so verkehrten Theorie war.Sozialismus? - werden da jetzt viele schreien.
Versteh ich jetzt nicht. Es bleibt nach wie vor ein Strohmannargument einseitige Entrüstung nur bei Druckern zu unterstellen, wenn niemand in dem Thread hier etwas in die Richtung gesagt hätte.Sonnst ist aber alles klar?
Sorry, aber den mündigen Bürger gibt es im allgemeinen nicht.
88% aller Kaufentscheidungen trifft das Kleinhirn und da ist nun mal das Denken abgeschaltet.
Und das Konsumenten den Markt steuern halte ich nur in Ausnahmefällen für zutreffend.
Genau das ist doch mein Argument, und daher kann einzig über Politik und Gesetze Abhilfe geschehen, so diese denn gewünscht ist. Da sind wir uns ja völlig einig.
Es soll auch Menschen geben, die stets wenig Geld haben.
So einfach ist das nicht.
Da widersprichst du dir jetzt aber. Du hast doch behauptet, dass ein nachhaltigeres Produkt auch langfristig kostengünstiger ist, und ich habe dann argumentiert, dass der Durchschnittsbürger (der wie du selbst sagst nicht mündig ist) zu einem nachhaltigen Produkt (das auch günstiger für ihn ist!) gezwungen werden muss bzw. vor dem Billigschrott einfach per Gesetz geschützt sein muss. Das würde gerade den Menschen helfen, die "stets wenig Geld haben".
Doch doch, hat er. Hat was damit zu tun, dass man seit zig Jahren dasselbe macht und ein anderes Ergebnis erwartet, im Sinne von, dass der Bürger jetzt eben mal endlich moralisch richtige Kaufentscheidungen trifftGar nicht, so viel ich weiß.
Zur Unendlichkeit hat er mal was gesagt.

Die heißen aber Gewinnmaximierung im Kapitalismus.
Das sehe ich anders. Gewinnmaximierung ist keine Rahmenbedingung des Kapitalismus, sondern es ist eines seiner intrinsischen Prinzipien. Diverse Ökonomen und Philosophen nennen dies als Teil des Effizienzprinzips und der Kapitalismus sieht ausschließlich dieses als relevant an. Rahmenbedingungen wären solche, die außerhalb des Kapitalismus gelten oder seinen Prinzipien übergeordnet werden müssen. Manche Denker nennen da Dinge wie Suffizienz oder Resilienz, wobei besonders Zweiteres ja jetzt ganz Europa umtreibt, nachdem man sieht wie wenig resilient der "freie Gasmarkt" so ist wenn Putin den Hahn zudreht.