Ich finde es immer lustig, wenn bisher namenhafte CPU-Kühlerhersteller sich plötzlich im Bereich Grafikkartenkühlung mit dermaßen zögerlichen Aktivismus etablieren wollen.
Warum muß ein (gutgemeinter Ausdruck) Nervsack ala "Roman der 8auer" erst da Intervenieren?
Ehe die ausgeschlafen haben, habe ich schon selbst Experimente durchgeführt seit der HD 7970 Ära von AMD.
Mit zuerst gekauften Lüfterrahmenadaptern, dann jedoch mit Eigenbaurahmen für 120 und 140mm Lüfter!
Aktuell sind Noiseblocker Eloops B12-P, oder PS und Arctic Cooling P12 und P14 als PWM-Version eine sehr brauchbare leise Alternative, je nach RGB-Ansteuerung auch mit leuchtend farblichen Aktzenten.
Dummerweise agieren die selbst zusammengestellten Versionen nicht sauber mit den PWM- Grafikkarten-Lüftersteuerungen, so das diverse Drehzahlen entweder nicht erreichbar waren, um den Luftstrom erheblich anzuheben (die Lüftersteuerung erkannte kein exaktes PWM-Signal), was nur mit der mindestens erforderlichen Anzahl an originalen Lüftern aktiv wurde.
Heißt, ein zwei Lüftersystem, funktioniert nur eingeschränkt gegenüber einem originalen 3 Lüftersystem und genau hier spreche ich leider von Asus und auch von Gigabyte, die hier getrennte PWM Signale abgreifen zur Ansteuerung, so das nur mit einem Kompromiss die Komfortfunktion nutzbar war/ist.
(geht mit einem Dritten identischen dann doch, den man an einer strategisch günstigen Position im Gehäuse platziert, um der Grafikkarte entsprechend die je nach Last benötigte Frischluft zu zuführen!)
Dadurch wird auch keine Lüfterdrehzahl im Afterburner, oder GPU-Z angezeigt.
Im ersteren erfolgt wenigsten die prozentuale Anzeige der Lüfterkurve.
Dadurch kann wenigstens der erzwungene Lüftermodus des Afterburner genutzt werden, den man dann mittels Lüfterkurve adaptiv auf die Sprünge helfen kann.
Erst dann bringt eine Eigenkonstruktion wirklich Früchte, was sich dann auch in besseren Benchmark-Ergebnissen bemerkbar macht.
Der Alltagsbetrieb macht die Grafikkarte tatsächlich wesentlich leiser, auch bei Benchmark-Tests, aber es benötigt auch wesentlich mehr Platz im Gehäuse, weshalb diese Konstrukte bei mir nicht direkt im PCI-X-Slot Platz finden, sondern in senkrechter Anordnung neben dem Mainboard und verbunden mit einem passenden Riserkabel.
Eine Anmerkung ist noch ganz wichtig, denn man muß schon den gesamten Airflow des PC-Gehäuses mit einigen Probieren in ein optimales Belastungsverhältnis bringen.
Ab einem bestimmten Punkt wird sonst die konstruierte Grafikkartenkühlung auch deutlich lauter, eventuell sogar störend lauter!
Helfen sollten die bei den meisten Mainboards im Bios/Uefi implementierten separaten Lüftersteuerungversionen, welche bei den gehobenen MB's meist schon z.B. ab Sockel AM3 vorhanden waren und bei Sockel AM4 größtenteils auch abseits von Enthusiast , bzw. High-End MB sowieso inklusive sind.
Gigabyte hat im App-Center eine "SIW" Version zur Verfügung, wo man diverse Einstellungen ( fast identisch wie im Bios/Uefi) auch abseits vom Bios über Windows vornehmen, man auch getrennt zwischen PWM- und Spannungsregelung unabhängig von einander verschiedene Lüfter verwenden kann.
4 Grund Modi (Quiet, Standard, Performance, Full Power ) und die angesprochenen selbst manuell machbaren sind möglich.
Ein wirklich schönes und gutes Werkzeug!
Die größte Hürde sich selbst ein Grafikkarten-Lüfterkonstrukt zu bauen, ist der fehlende Adapter um auch herkömmliche Lüfter an der Grafikkarte anschließen zu können.
Der Eigenbau ist machbar, aber sehr friemlich zu bewerkstelligen, da die benötigten Teile sehr niedlich sind und im Original sehr schwer zu beschaffen. (exakte Stecker zu Buchse Codierung und identische Stecker zu Buchsen-Form)