Radeon RX 7000: RDNA3-Chips kommen mit 5- und mit 6-nm-Fertigung

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AMDs kommenden Radeon-RX-7000-Grafikkarten sollen laut einem Mitarbeiter sowohl im 5- als auch im 6-nm-Prozess gefertigt werden. Erklären lässt sich das durch den angekündigten Multi-Chip-Ansatz. Bei zwei der vier erwähnten GPUs wäre es aber auch denkbar, dass diese doch nur auf einen einzelnen Chip setzen.

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Klar die kleinen Navi 33 bleiben Monolithisch, da sie vermutlich dieselbe Größe wie die Navi 32 haben werden, nur halt sind bei Navi 32 mehrere Chips drauf.
Je nachdem wie man es macht, könnte man die dann nicht einfach Skalieren?
Also den selben Chip für ALLE Karten nehmen und einfach je nach angestrebter Leistung mehrere verbauen.
Z.b. Navi 33 ist einer, Navi 32 sind 2 und Navi 31 sind 3-4.
 
Wenn Navi 33 und MI300 tatsächlich ausschließlich im 6-nm-Prozess entstehen, könnten diese hingegen auch monolithisch sein.

Sorry, aber das klingt für mich so überhaupt nicht sinnig. Gerade die Instinct-Karte (MI300) sollte noch am ehesten den MCM-Ansatz verfolgen.
 
Mir ist das Rille in welchem Prozess produziert wird, solange ausßreichend Endprodukte zu kaufbaren Preisen auf den Markt fliegen. Man schaue sich nur die letzten 2 Jahre an. Aber Corona ist ja angeblich daran schuld.
 
Da das Informationen von einem AMD-Ingenieur sind, wird es sich hierbei um einen gezielt gesteuerten "Leak" durch AMD selbst handeln (also eigentlich gar keinen Leak, sondern ein Informationshäppchen von deren Marketingabteilung) und man darf hier durchaus mit höherer Wahrscheinlichkeit von zutreffenden Daten ausgehen, zumal die sich auch ins wirtschaftliche Gesamtbild schlüssig einfügen.
@Julian K: Auch die MI300 ist schlüssig und wird auch erneut dem MCM-Ansatz folgen. AMD hat quasi gerade erst die 200er released und die sind bereits ein Dual-MCM. Vermutlich wird der 300er nur eine kleine Iteration sein, die primär das Ziel hat zeitnah auf den Markt gebracht zu werden, weil man nicht die Ressourcen hat um Hopper (und auch Ponte Vecchio) zeitnah mit einer großen Iteration zu kontern. Dementsprechend würde ich hier annehmen, dass man vergleichsweise wenig Arbeit investiert, einige tief hängende Früchte abgreift und optimiert und das Design auf den N6 überträgt. Damit wird man das zeitnah und kosteneffizient noch im 2HJ22 auf den Markt bringen können und das gesamte CDNA-Design kann sich besser amortisieren, denn wenn man jetzt, nachdem man erst vor wenigen Monaten CDNA2 überhaupt vorgestellt hat, schon mit einem komplett neuen Nachfolger käme, würde man aufgrund der beträchtlichen Entwicklungskosten nur wenig verdienen.
 
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@Julian K: Auch die MI300 ist schlüssig und wird auch erneut dem MCM-Ansatz folgen. AMD hat quasi gerade erst die 200er released und die sind bereits ein Dual-MCM.

Das meine ich ja. Im Artikel steht aber eben etwas von monolithischem Ansatz, nur weil nicht zwei unterschiedliche Fertigungen zum Einsatz kommen und das ist eben (wie Du bestätigst) wahrscheinlich Quatsch.

Dementsprechend ist die Aussage, auf die ich mich bezogen habe eben nicht schlüssig. ;)
 
Das meine ich ja. Im Artikel steht aber eben etwas von monolithischem Ansatz, nur weil nicht zwei unterschiedliche Fertigungen zum Einsatz kommen und das ist eben (wie Du bestätigst) wahrscheinlich Quatsch.

Dementsprechend ist die Aussage, auf die ich mich bezogen habe eben nicht schlüssig. ;)
Das hast du missverstanden, in dem Text fällt der Begriff "monolithisch" nur an einer einzigen Stelle:

>> Die monolithischen [CPU-]Chips, also die APUs, setzen hingegen nur auf die 7-nm-Fertigung.

Der Text implizit nirgends, dass die MI300 ein monolithisches Design sei. Darüber hinaus muss jedoch nicht einmal der einleitende Satz ein Widerspruch sein:

>> Bei zwei der vier erwähnten GPUs wäre es aber auch denkbar, dass diese doch nur auf einen einzelnen Chip setzen.

Da die MI200 im Endeffekt nur ein monolithisches Design aufweist und lediglich den gleichen Chip auf dem Interposer zweimal verwendet, würde selbst das noch passen. ;-)
Beispielsweise schreibt auch THW hierzu: "AMD Instinct MI300 will be more of the same, tweaked and beefed up to compete against the best from Nvidia and new entrant Intel."


Ergänzend:
Die großen MCM-Navi-Designs kommen um 5nm nicht herum, da sie in Summe viel mehr Transistoren und aktive ALUs besitzen sollen und damit zwangsweise viel mehr Abwärme generieren. In einem 7nm-Prozess hätte AMD hier ein Problem bzgl. der Konkurrenzfähigkeit. Für den IOD lohnt sich dagegen der teuere Node nicht. Die kleinen billigen GPUs werden dagegen weiterhin kosteneffizient in einem Node der 7nm-Klasse gefertigt, was auch sinnvoll ist. Würde man hier auf Kante fertigen, hätte man später bei der Preisgestaltung nur einen sehr eingeschränkten Spielraum (bei der Verwendung eines teueren Nodes, Leistungszugewinne hin oder her) und hier muss man nun berücksichtigen, dass man sich gegen zwei Konkurrenten behaupten muss.

Ergänzender FunFact zu AMDs Markerting, das den gleichen BS wie das jeder anderen großen Firma von sich gibt: Bei den Ryzen-CPUs wurde man nicht müde zu erklären, dass die 14/12nm ja deshalb eine gute Wahl sind/waren, weil IO nun einmal schlecht größentechnisch skaliert.
Jetzt plötzlich wird der IOD in einem 7nm-Node gefertigt, konkret sogar in einem noch etwas kleineren, nämlich dem N6. Offensichtlich ist die "Wahrheit" bei AMD nicht weniger dehnbar als bei allen anderen Firmen, wenn es um Marketing und Vertrieb geht. ;-)
 
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Das hast du missverstanden: In dem Text fällt der Begriff "monolithisch" nur an einer einzigen Stelle:

>> Die monolithischen [CPU-]Chips, also die APUs, setzen hingegen nur auf die 7-nm-Fertigung.

Der Text implizit nirgends, dass die MI300 ein monolithisches Design sei. Darüber hinaus muss jedoch nicht einmal der einleitende Satz ein Widerspruch sein:

>> Bei zwei der vier erwähnten GPUs wäre es aber auch denkbar, dass diese doch nur auf einen einzelnen Chip setzen.

Da die MI200 im Endeffekt nur ein monolithisches Design aufweist und lediglich den gleichen Chip auf dem Interposer zweimal verwendet, würde selbst das noch passen. ;-) Beispielsweise schreibt auch THW hierzu: "AMD Instinct MI300 will be more of the same, tweaked and beefed up to compete against the best from Nvidia and new entrant Intel."

*)
Dein Ernst? Guck doch mal welche Textstelle ich in meinem Ursprungspost zitiert habe. :schief:

Wenn Navi 33 und MI300 tatsächlich ausschließlich im 6-nm-Prozess entstehen, könnten diese hingegen auch monolithisch sein.
Das steht da also nicht? Aha...


Kleiner Hinweis noch. Nach dieser Textstelle...
Die monolithischen Chips, also die APUs, setzen hingegen nur auf die 7-nm-Fertigung.
...ist der Artikel noch nicht zu Ende. ;)
 
Ah sorry, der große, recht ausladende Werbeblock in der Mitte hat mich bzgl. dem vermeintlichen Textende irritiert. Du hast recht. Ist aber bestenfalls unglücklich formuliert und wie schon oben erklärt, genaugenommen wahrscheinlich dennoch nicht ganz falsch, weil es nur einen monolithischen CDNA2-Chip gibt (bei dem es sich zudem um einen vollwertigen Chip handelt und nicht wie bspw. bei den CPUs um strikt aufgeteilte Funktionalitäten pro Die).

Lange Rede kurzer Sinn: Die MI300 wird jenseits jeden Zweifels erneut ein Dual-MCM-Design werden.
Vielleicht zur Erklärung warum AMD ein zeitnahes Upgrade braucht angesehen davon, dass die Konkurrenz neuere HW vorstellt: Genoa (Zen4/Epyc) wird über PCIe5 und Intel's CXL verfügen. Es wäre höchst "unschön", wenn man den im 2HJ22 in den Markt bringt und selbst keinen Beschleuniger dafür anzubieten hätte. Entsprechend würde ich vermuten, dass das Design vermutlich dieses inkludieren wird, ggf. auch den neueren IF-Link für die Chip2Chip-Kommunikation übernimmt, es möglicherweise bei den ALUs aber weitestgehend beim Stand von CDNA2 belässt und hier einige kleine, indirekte Zugewinne durch den N6 mitnimmt.
 
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