Wir werden sehen.
Da gibt es nicht zu sehen, das ist jetzt schon schlichter Fakt, denn diese Änderungen hatte AMD bereits Anfang 2020 für das originale CDNA (
Arcturus) erklärt. Und in CDNA2 wird man zweifellos diese Funktionalität nicht wieder nachträglich hinzufügen, sondern tendenziell eher noch mehr wegrationalisieren (
wenn man denn könnte), denn man braucht die Siliziumfläche um den marktspezifischen Anforderungen im HPC/AI-Umfeld gerecht zu werden. *)
Die Entwicklungslinien sind komplett separiert worden. Nimm's einfach zur Kenntnis, macht dir das Leben leichter und die Wahrscheinlieichtkeit, dass du hier einem Hoax aufgesessen bist, beträgt in diesem konkreten Kontext 0 %.
*) Und jetzt braucht man zudem zusätzliche Siliziumfläche für die Chip-zu-Chip-Kommunikation.
Womit betreibt Google seine Stadia Plattform?
Um dir auch die letzte Frage noch zu beantworten. Google verwendet eine Custom
GPU für Stadia. Sieht man sich die geringen TFlops-Werte an (etwa das Äquivalent einer alten Vega 56), darf man vermuten, dass es sich erneut um die Wiederbelebung eines alten Vega-Designs handelt, das vielleicht um Virtualisierungs/Partitionierungsfunktionalität erweitert wurde. Zudem hat der Chip bei Google nur 56 CUs, könnte also tatsächlich eine minimal angepasste Vega 10 sein, die zwecks besserem Yield und geringeren Kosten nur mit 56 CUs vertrieben wird.
Im "Best Case" wäre das hier bei Google ein nochmals runtergestrippter Vega 20, dann aber auch nochmals mit deutlich niedrigerem Takt, denn andernfalls ließe sich die geringe TFlops-Rate nicht erklären. Auch das wäre nicht ausgeschlossen, weil man so eine optimale Resteverwertung der Vega 20-Fertigung hätte erzielen können.
Mit Blick auf Virtualisierung und den Serverbetrieb würde eine Vega 20-Resteverwertung gar noch plausibeler erscheinen, denn da hat man die Funktionalität schon implementiert, sodass der Aufwand für AMD gering ausfällt. Zudem kann man sich das Offenhalten einer separaten Produktionslinie für ein extrem altes Produkt damit ersparen.