Malaysia produziert keine eigenen Technologien, hat keine eigenen Firmen die mittlerweile weltweit Technologie exportieren. Nur weil da einiges an Herstellung vorhanden ist, so kann sich eine Firma wie Intel entscheiden die Fabriken einfach zu verlagern (einfach ist es nicht, aber möglich) und dann was?
Andere Länder haben eigene Firmen die entsprechend alles vor Ort machen können und dort ansässig sind - Samsung in SüdKorea, ASUS in Taiwan usw. Malaysia fällt einem nur dann ein wenn man eine Intel-CPU in den Händen hält, aber jeder weiß das Intel nicht in Malaysia ist, nur die Fabs stehen dort.
Der Punkt ist; Mining hilft dabei nicht, es erzeugt nichts von Wert. Der Hauptarbeit machen irgendwelche Hilfsarbeiter. Miningrigs in Regale stellen und zwei Kabel schließen, das kann jeder Dorftrottel. Dann braucht man noch einen Typen pro Miningfarm, der weiß, wie man die Dinger per Fernwartung einrichtet. Geht auch ganz fix, dafür braucht es kein Spezialwissen. Oft ist es der Farmbesitzer selbst.
Man macht also aus irre viel Strom ein paar Bitcoin und schafft ein paar Hilfsarbeiterjobs. Kein sehr guter Deal, da ist sogar die Textilindustrie besser, die beschäftigt wenigstens die Massen. Volkswirtschaftlich ist Mining einfach eine sehr dämliche Angelegenheit, wenn man die Betreiber nicht verpflichtet eigene Kraftwerkskapazitäten aufzubauen
Es ist absolut normal, Strom für Gewinne einzusetzen, gerade die nicht so hochentwickelten Länder mit geringen Strompreisen und massiver Kapazität nutzen das ganz gerne. Mining bleibt aber in der Hand der Betreiber ohne das zu viel rumgepfuscht wird - einfach nur vernünftige Gesetze die es legal machen, gute Tarife schaffen und etwas steuern.
Es ist einfach dämlich, seine wirtschaftliche Entwicklung mit Mining abzuwürgen.
Wie mit jedem anderen Produkt auf der Börse kann der Kurs zusammenbrechen, das ist normal, Russland meckert bis heute das Öl zu billig ist. Deswegen nutzt man das als Sprungbrett um sich Menschen mit Hirn und Kapital ins Land zu holen und dort alles aufzubauen.
Rußland ist eine eigene Geschichte. Putin versucht die untergegangene Wirtschaft, aus Ostblockzeiten, neuzustarten, mit mäßigem Erfolg.
Die Stromnetze zu stabilisieren ist keine Kunst. Alle können es, die Technologie steht jedem frei zur Verfügung. Geht aber genau darum, Malaysia ist ein sehr armes, unterentwickeltes Land, mit sehr vielen Möglichkeiten zur sauberen Stromgewinnung, muss man nutzen und den Strom entsprechend in Geld verwandeln - unter anderem mit Mining. Warum auch nicht?
Weil es einfach selten dämlich ist, den Strom zum Fenster rauszuheizen, wenn nicht genug da ist. Der Volkswirtschaftliche Nutzen, pro TWh, ist beim Mining extrem gering. Solange das Stromnetz nicht stabil genug ist, wäre es Selbstmord das ganze fürs Mining zu verwenden. Da sollen sich andere dran aufhängen.
Wirklich am ist Malaysia nicht, sie haben ein BIP von über 11000$ pro Kopf und Jahr, was sie auf Rang 67 bringt.
Kryptowährungen werden uns genau so begleiten wie E-Bikes, überteuerte Grafikkarten und militante Veganer.
Ja sicher, aber man kann das ganze auch in geregelte Bahnen lenken und eine Maßnahme ist die Miner zu verscheuchen, wenn es das Stromnetz nicht aushält.
Es liegt also nahe, damit auch etwas Geld zu machen wenn es schon da ist.
Wenn man aber das Stromnetz nicht hat, dann macht man damit kein Geld, sondern insgesamt massive Verluste
Und mit den Kosten die in solch armen Ländern wie Malaysia oder Kazachstan ist Mining extrem profitabel, noch lange nach dem die westlichen Länder ausgestiegen sind weil nicht wirtschaftlich.
Das Problem ist, dass es nicht genug Strom gibt. Solange das nicht gelöst ist, ist Ming kontraproduktiv.