Warum muss immer etwas verändert werden? Standard-Schriftart in Office, Rezeptur meines lieblingsshampoos, Miraculi Spaghetti ohne Käse und mit anders gewürzte Tomatensoße....lasst doch einfach mal alles so wie es ist

Sobald ich auf einem Produkt was ich bisher regelmäßig gekauft habe "Jetzt mit verbesserter Rezeptur / Neu" lese, wird es nicht mehr gekauft. Hab bisher ausschließlich negative Erfahrungen damit gemacht. Vielleicht bin ich ein Gewohnheitsfowltier; viele andere aber bestimmt auch!
Gutes zu verändern, nur um "neu" zu sein, hat in der Tat schon viele Ärgernisse hervorgebracht. Und gerade die Rubrik "Microsoft Benutzeroberflächen" ist sehr reich an Beispielen. Aber Calibri ist ausnahmsweise mal etwas, wo ich noch jemanden "oh ja, geil!" habe sagen hören sondern immer nur "naja, kann man auch nehmen". Von daher bin ich ganz froh, dass Microsoft sich diesma diese Stelle zum rumdoktorn ausgesucht hat. Solange nicht Lato am Ende bei rauskommt oder Comic Sans (Mensch Microsoft: Die Frage hättet ihr echt 30 Tage früher bringen können), dürften sie zumindest nichts kaputt machen.
Was ich aber allgemein noch nie verstanden habe: Wieso es überhaupt derart viele Schriftarten gibt, die sich für den Laien teilweise überhaupt nicht unterscheiden und bei denen größere Unterschiede auch noch komplett unsystematisch sind. Hier hat sich Microsoft zum Beispiel mehrere neue Schriftarten ausgesucht, die bislang gar nicht verfügbar sind – aber niemand scheint sie bislang vermisst zu haben, weil es durchaus ähnliche gibt. Mir wäre die Standard-Schriftart praktisch egal, wenn man sich nicht in den Fällen, wo man etwas anderes braucht, durch eine ellenlange Liste mit Wiederholungen wühlen müsste. Und durch den Wechsel allgemein wird diese Liste jetzt noch länger werden – oder es fehlen alternativ Schriftarten, was dann zu Problemen mit alten Dokmenten führt.
Was muss ich jetzt echt alle 5 selbst nachsehen. Bierstadt it is
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Schaut ja nach ganz excellenter Geradlinigkeit aus
Was aber auch nicht Jedermanns Sache ist – sowohl subjektiv als auch objektiv. In Blockig-rechtwinkligen Typen wirken sperrige Buchstaben zum Beispiel noch dominanter und schmale werden weiter reduziert. So ist ein "i" oder "l" neben oder gar zwischen "M"s in Bierstadt (aber auch in Calibri) zum Beispiel schlechter wahrnehmbar. Skeena macht das in der vorliegenden Auswahl durch die schrägen Flanken besser. Außerdem läuft sie im vorliegenden Beispiel rund 5 Prozent schmaler, ohne dass die Lesbarkeit leidet. Das ist aus meiner Sicht der K.O. für Bierstadt, wenn ich mit einer anderen Type weniger kürzen muss.

(Auch wenn ich Tobias recht geben muss: In typischen Auflösungen bleibt von den schrägen Schnitten Skeenas sowieso nichts übrig. Aber damit sind sie auch kein Nachteil.)
Hab ich genau so in Erinnerung. Arial war die Standardschrift ever und nicht Calibri, obwohl ich immer Calibri verwende....
Calibri war es defintiv seit Office 07. Das ist mir damals nämlich bewusst aufgefallen – Bedienoberfläche verkorksen, aber dafür sehen Texte in Datenkalkulationen jetzt "eleganter" aus...