Wirtschaft: Kommt bald das bundesweite ÖPNV-Ticket?

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Unter anderem der Hauptgeschäftsführer der Kommunen, Gerd Landsberg, fordert ein bundesweit gültiges, vergünstigtes ÖPNV-Ticket. Bis es soweit ist, sind aber noch etliche Hürden zu nehmen.

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Würde ich begrüßen. Allerdings muss dafür endlich mal richtig in den Ausbau der ÖPNV investiert werden. Aber da wir in Deutschland sind wird es viel zu lange diskutiert um am Ende nichts zu machen.
 
Österreich macht vor wie es geht, das ist nicht vollkommen übertragbar, aber das 123 Klimaticket ist ansich die richtige Idee.
1€ pro Tag für 1 Bundesland
2€ für 2
3€ für ganz Österreich

Dort sogar inklusive Fernverkehr. Das würde ich in Deutschland tunlichst unterlassen, aber ansonsten ist das mMn. sinnvoll.
 
Österreich macht vor wie es geht, das ist nicht vollkommen übertragbar, aber das 123 Klimaticket ist ansich die richtige Idee.
1€ pro Tag für 1 Bundesland
2€ für 2
3€ für ganz Österreich

Dort sogar inklusive Fernverkehr. Das würde ich in Deutschland tunlichst unterlassen, aber ansonsten ist das mMn. sinnvoll.
Das ist prinzipiell so und auch eine gute Idee,
aber es sei die Ergänzung erlaubt, dass man das für ganz Ö. gültige Ticket als Jahresabo für 1.095 € kaufen muss.
Was auf ein Mal recht viel ist.
Unsere Tochter hat das als Schülerin deutlich verbilligt bekommen - zum Glück.

Interessanter fand ich die reale Umsetzung von Wien mit der Einführung eines echten 365 € Jahres Ticket.
Wenn man den Einzugsbereich anschaut, ist das ein super Angebot.
 
Wobei sowas wie das 123 Klimaticket schon wieder nur etwas für Pendler und Vielfahrer ist. Das gibt es anscheinend nur als Jahresticket. Oder wird man da monatsweise auch weitere Stufen hinzu buchen können?

Beim Vergleich zum Bayernticket muss ich als jemand, der nicht in einer Großstadt wohnt, schon an mind. zwei Wochenenden pro Moant in Bayern unterwegs sein, damit ich mit einem 30€/Monat Ticket günstiger dran bin wie mit einem Bayernticket am Wochenende und einem Jahresticket (50€ inkl. Zuschuss des AG) im lokalen ÖPNV, das ich Dank HO auch nicht mehr benötige.

Wenn man mit sowas wirklich die Leute auch außerhalb der Großstädte locken will, dann muss es monatlich buchbar sein und vor allem bundesweit gelten.

Eine monatliche Zahlweise anbieten wäre nun wirklich das geringste Problem das man sich denken kann :D
Nur denkt darüber wohl keiner nach, wenn Google solche Meldungen nicht unterdrückt.

So stellt sich etwa die Wirtschaftsweise Veronika Grimm entschieden gegen ein günstiges ÖPNV-Ticket für jeden Bürger und fordert eine Beschränkung etwa nur für junge Menschen.
Klar, die alten sollen zahlen und die jungen fahren? Das ist ja noch lächerlicher wie die Versuch, Rentner mit einem kostenlosen 1-Jahres Ticket für den lokalen ÖPNV zur Abgabe ihres Führerescheins zu bewegen.

Eine weitere Option könnte die Nutznießer-Finanzierung sein, bei der Arbeitgeber, Einzelhändler oder Privatleute finanziell beteiligt werden. Hierbei ist entscheidend, ob die Immobilie durch eine gute ÖPNV-Anbindung an Wert gewinnt
Da wurde gerade erst die Strabs (Straßenausbaubeitragssatzungen) abgeschafft um dann durch die Hintertür die Leute, bei denen zufällig einen Haltestelle eingirichtet wird, zur Kasse zu bitten?

Bekomme ich im Gegenzug auch Geld zurück, weil die quietschende Straßenbahn den Wert meines Hauses mindert?

Aber offensichtlich hat noch nicht einmal die Interimschefin des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes verstanden, was das 9€ Ticket Ticket so attraktiv macht. Mal abgesehen vor ein paar jungen Leuten, die gerne dreimal so lange durch die Gegend gondeln (wie vorher schon mit dem Reisebus) finde ich das einzig wirklich interessante daran, dass man sich endlich keine Gedanken mehr in einer Stadt machen muss, welche Fahrkarte zu welchem Preis man kaufen muss, welceh (noch so dämliche) man nutzen müsste und ob man u.U. mit der gekauften Karte auch wieder eine Station zurück fahren dürfte, wenn man die Haltestelle verpasst hat. Dazu dürfte das Ticket auch gerne etwas teurer sein, wenn es monatlich buchbar ist.
 
Du kennst den Bürokratismus der ÖBB nicht...
Kann man das 123 Ticket nicht bei jedem Anbieter kaufen?
Beim Vergleich zum Bayernticket muss ich als jemand, der nicht in einer Großstadt wohnt, schon an mind. zwei Wochenenden pro Moant in Bayern unterwegs sein, damit ich mit einem 30€/Monat Ticket günstiger dran bin wie mit einem Bayernticket
Der erste Fehler ist schon, dass du denkst, dass das Bayernticket ein Wochenende gilt, es gilt einen Tag.
Außerdem fahr mal in die Münchner Innenstadt, 4,5€ pro Stunde Parkgebühren sind keine Seltenheit.
Und was heißt Großstadtbewohner? Alleine die S Bahn von München reicht bis zum 40km Luftlinie vom Stadtzentrum ins Umland.
Nur denkt darüber wohl keiner nach, wenn Google solche Meldungen nicht unterdrückt.
Oder es interessiert weniger Leute als wir denken.
 
Kann man das 123 Ticket nicht bei jedem Anbieter kaufen?
Ja schon, aber es gibt (oder besser: es gab zum Kaufzeitpunkt) m. W. keinen Rabatt, wenn man es für ein Jahr kauft.
Es wurde damals gar nicht monatsweise angeboten.
Und die Trafiken oder andere (online-) Händler können daher nix anderes anbieten.

Ich weiss aber aktuell nicht, wie der Letztstand ist.
Edit:
Zur Erklärung, dass 123 gibt es seit Oktober 2021 in Ö. und wir hatten es Anfang Dez. gekauft.

Das bleibt dann unterm Strich ne Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Mit dem "normalen" Schülerticket hätten wir auf der Strecke im Jahr (2021) ca. 180 € mehr zahlen müssen, also gabs 123.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das bleibt dann unterm Strich ne Wirtschaftlichkeitsrechnung
So ist es halt und damit ist es vermutlich auch vor allem für die Leute interessant, für welche die Bahn sowieso eine Alternative ist.

Gerade, wenn es nur als Jahresticket verfügbar ist, wird man sich als jemand, der es aus anderen Gründen nicht regelmäßig nuzten kann/wird, sehr genau überlegen, ob es sich lohnt. Ob das auch etwas ist, um die Ausflügler vom Auto in den ÖPNV zu bringen, wird sich in AT sicherlich noch zeigen.

Außerdem fahr mal in die Münchner Innenstadt, 4,5€ pro Stunde Parkgebühren sind keine Seltenheit.
Das habe ich in 18 Jahren exakt einmal gemacht. Selbst, wenn ich in Fürstenried West am WE keinen kostenlosen Parkplatz finde, kostet das Parken 1€ für den ganzen Tag. Und dann max. 8,2€ für das Tagesticket der U-Bahn. Jetzt kannst Du gerne für meine Faulheit noch die 7l Diesel dazu rechnen und ich bin noch unter dem Bayernticket, mit dem ich, je nach Ziel in München, länger unterwegs bin, keine Möglichkeit habe, Einkäufe zwischenzulagern usw.

Auch damit muss ich also 2mal im Monat fahren, damit ich >30€ los bin. Hätte ich sowas vor 6-8 Jahren geplant, hätte ich mir gleich dort eine Wohnung gekauft und wäre täglich zur Arbeit gependelt.

Da ich nur "am Wochenende" und nicht "das gesamte WE" geschrieben habe, hatte Ich eher Kritik daran erwartet, dass das Bayernticket bei weitem nicht Bayernweit gilt, wie ich gestern lesen durfte. Typisch Kleinstaaterei. Bleibt zu hoffen, dass wenigsens das 9 Euro Ticket auch auf diesen Bussstrecken gilt.

Und was heißt Großstadtbewohner? Alleine die S Bahn von München reicht bis zum 40km Luftlinie vom Stadtzentrum ins Umland.
Im Süden bis Wolfratshausen oder Tutzing, wenn man jeweils in der Nähe des passenden Bahnhofs lebt (daher sind die Preise dort schon sein vielen Jahren erheblich höher wie etwas weiter weg). Ist halt blöd, wenn man vor fast 20 Jahren in die Nähe der Arbeit gezogen ist und damit ca. 20km entfernt der S-Bahnhöfe. Die Regionalbahn fährt mit Glück alle 30 Min Richtung München. Oder sie fährt auch nicht, wenn sie keine Lust hat und man darf sich selber darum kümmern, wie man seinen Anschluss in Pasing noch bekommt.

Bis sich hier für mich ein 365€ Ticket für den Nah-/Regionalverkehr lohnen würde, müsste schon viel passieren. Und seblst ein 1100€ Ticket (Stufe 3 in AT) für ganz Deutschland inkl. Fernverkehr hätte ich noch nie in meinem Leben ausnutzen können. Außer, die Bahn würde parallel ihre normale Bahncard und Sonderpreise abschaffen. Mehr wie 6-700€ pro Jahr konnte ich auch vor Corona (inkl. 1 Klasse-Tickets) nicht ausgeben, die übrigen Zielorte sind immer so abgelegen, dass man dort am WE nicht mit vertretbarem Aufwand mit dem ÖPNV hin- und wieder weg kommt.
 
Jetzt kannst Du gerne für meine Faulheit noch die 7l Diesel dazu rechnen und ich bin noch unter dem Bayernticket
Du bist hier irgendwie der einzige der das Bayernticket ins Spiel bringt.
Im Süden bis Wolfratshausen oder Tutzing, wenn man jeweils in der Nähe des passenden Bahnhofs lebt (daher sind die Preise dort schon sein vielen Jahren erheblich höher wie etwas weiter weg)
Ja, aber alles was da keinen Bahnhof hat ist ein Kuhdorf oder man hat keine 2km zum Bahnhof.

Aber deine Rechnung Parken+Diesel+Zone M Ticket ist eh hinfällig, wenn du das Auto nicht zum pendeln
auf Arbeit brauchst.
Also wer mit dem Auto wirklich erheblich schneller auf Arbeit ist, es deswegen gekauft hat und jetzt
die paar Freizeitfahrten auch mit dem Auto macht fährt diese Freizeitstrecken recht billig, ja.
Aber wer sein Auto nur für diese Freizeitstrecken kauft zahlt idR. ne Menge Asche wenn man es mal auf
den Kilometer runter bricht.

Ich brauche für meine Pendelei kein Auto und hab deswegen keins, wenn ich was einkaufen muss was ich mit dem Auto transportieren muss zahl ich halt den Euro pro Kilometer für das Carsharingauto.
Okay Großstadtluxus, aber selbst auf dem Land gibt es Alternativen.
 
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