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Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

ZeroKey

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Tag allerseits!
Mir ist ehrlich gesagt kein besserer Titel eingefallen.

Die Situation ist die folgende:
Ich habe mir vor einer Weile ein BC Master 1610 USB Kondensatormikrophon zugelegt. Meine vorherige Konstruktion war einfach zu sehr McGyver und ich wollte was ordentliches. Das Mikro ist vor allem für VoIP/streaming.

Meine Vorherige Konstruktion.
p1000490-kopie-jpg.1035728

Das Mikrofon von einem alten Headset an den Arm von einer alten Tischlampe geschraubt.


Der umstieg auf das neue Mikrophon war schon etwas interessant. Ich habe mir Voicemeeter Banana und Carla mit reaper Plug-In zugelegt, um meine Stimme etwas anzupassen: etwas die scharfen höhen mit Banana raus nehmen, bisschen Bässe rein drehen etc. und mit Carla das Hintergrundrauschen herausfiltern. Ich hatte ursprünglich gehofft, dass ich einfach das Mikro anschließen kann und alles ist schön, ich hatte nicht mit diesem Aufwand gerechnet.

Banana Settings
vb1-png.1035727

Das VAC einfach ignorieren, hat keine Funktion.

Ich bin jetzt zwar mit dem Klang zufrieden, aber die Hintergrundgeräusche sind nach wie vor störend. Wie man sehen kann, habe ich ein Gate eingerichtet, damit das Mirko nicht dauerhaft sendet. Wenn ich allerdings spreche, hört man wirklich alles was gerade passiert. Beim zocken hört man meine Tastatur mit MX Browns klicken usw. Wenn ich mir Streams von Leuten anschaue, die ebenfalls ein Kondensatormikrophon verwenden, fällt mir immer auf, dass man eigentlich nur deren Stimme hören kann, selbst wenn sie mechanische Tastaturen verwenden.
Ach ja, das Mikro hängt an einem Mikro Arm in einer Spinne und hat einen Pop-Schutz davor.

Meine Frage wäre jetzt: Habe ich einfach das falsche Mikrofon für meinen Verwendungszweck? Ist mein Setup falsch (Software/Hardware)? Oder kann man da noch was machen?

Ich habe ehrlich gesagt nicht viel Ahnung von Mikrophon Technik und bin auch nicht sonderlich bewandert was den Rest der Tontechnik angeht. Ich weiß grob worauf ich achten muss (Bit-Tiefe, Hz, Ohm), aber da hört es bei mir auf. Berücksichtigt das bitte bei euren Antworten.

Ich und auch die Leute die meine Stimme ertragen müssen, wären sehr dankbar für jede Hilfe.



PS: Bin ich zu doof, oder kann man hier Spoiler nicht benennen? Also [SPOILER="TEXT"][/SPOILER]
 

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DerKabelbinder

BIOS-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Hallo ZeroKey,

darf ich fragen, auf welchen Abstand du das Mikrofon verwendest?

Die Intensität der Hintergrundgeräusche korreliert nämlich stark mit der Distanz zwischen Membran und dem Sprecher.

LG
 
TE
ZeroKey

ZeroKey

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Hallo ZeroKey,

darf ich fragen, auf welchen Abstand du das Mikrofon verwendest?

Die Intensität der Hintergrundgeräusche korreliert nämlich stark mit der Distanz zwischen Membran und dem Sprecher.

LG
Zwischen mir und dem Mikro sind ca. 30-35cm und zur Tastatur sind es ca. 50-55cm. Viel näher kann ich das Mikro nicht haben. Auf der einen Seite, weil es mir dann völlig im Weg wäre und auf der anderen, weil ich offene Kopfhörer trage und das zu Echos/Schleifen führt.
Ich hab jetzt die Mitte der Tastatur als Maß genommen, weil man da am meisten Lärm verursacht.
untitled-1-png.1035766
 

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JackA

Volt-Modder(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Jo, völlig falsch positioniert. Nen Kondensatormikro sollte max. 20cm entfernt sein (direkt vorm Mund mit Popschutz), das ist schon das Höchste der Gefühle.
Wenn es nicht anders geht, brauchst du ein anderes Mikrofon, Headset oder was Ähnliches. Mikrofone sind dumm, woher soll es wissen, was deine Tastatur oder was deine Stimme an Lärm sendet. Je weiter weg vom Mund, desto empfindlicher musst du es einstellen und desto mehr Umgebung wird mit aufgenommen.
 

DerKabelbinder

BIOS-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Die Aufstellung ist etwas ungünstig. Kein Wunder, dass du in der Konstellation Schwierigkeiten hast.
Du musst dir das Ganze folgendermaßen vorstellen:
aufstellung_a-jpg.1035768
Die rote Kontur stellt die Richtcharakteristik beziehungsweise räumliche Empfindlichkeit deines Mikrofons dar. Alles was in diesem Bereich liegt, wird am lautesten aufgenommen. Vor allem das, was direkt in der 0°-Achse liegt, die in diesem Fall z.B. auf dein rechts Ohr zeigt.

Grundsätzlich gilt: hast du Probleme mit Hintergrundgeräuschen, dann muss du den Pegel deiner Stimme so weit erhöhen, sodass diese ausreichend übertönt werden.
Dies geht leider nur auf zwei Wegen: 1.) lauter sprechen oder 2.) das Mikrofon näher an den Mund heranführen.

Bei dem von dir gezeigten Fall handelt es sich schlichtweg um eine ungünstige Aufstellung. Ich möchte mal behaupten, dass hier auch ein anderes Mikrofon mit einer nochmals schmaleren Richtcharakteristik keine wesentliche Besserung bringen wird. Dein Mund ist nämlich nicht auf die Membran gerichtet, wodurch du nur wenig "sauberen" Direktschall aufnimmst. Dadurch gelangen mehr Reflexionen und Störgeräusche aus der Umgebung in die Aufnahme. Und genau die sind es, die gerne zu einer hallig-dumpfen Klangkulisse führen, von der sich die eigene Stimme nur schwer absetzen kann.

Aus diesem Grunde sollte du die dargestellte Aufstellung noch mal dringend überdenken.
Mein Vorschlag:
aufstellung_b-jpg.1035767
In akustisch schwierigen Räumen empfiehlt sich ein Arbeitsabstand von maximal 20cm. Die Mikrofonkapsel sollte in 0° bis maximal 45° direkt auf den Mund gerichtet sein. Es ist eigentlich auch kein Problem, wenn man das Mikrofon ein wenig aus dem Sichtfeld auf den Monitor herauszieht, so lange Abstand und Winkel stimmen. Ein leichtes Versetzen zur Seite und das Abwinkelung von bis zu 45° haben im Übrigen den Vorteil, dass du eigentlich keinen sperrigen Popfilter mehr benötigst (der in der jetzigen Aufstellung nebenbei bemerkt keine Funktion erfüllt), weil die kritischen Luftstöße, die bei der Artikulation entstehen, seitlich an der Membran vorbeiziehen, anstatt diese unmittelbar in Schwingung zu versetzen.

Man kann jetzt noch viel herumdoktern und mit Software filtern.
Im Endeffekt wirst du jedoch nicht drum herum kommen, das Problem auf akustischer Ebene anzupacken.

Was ich dir zusätzlich zu einer Veränderung der Aufstellung empfehlen kann:
- Dämpfung der Tasten (z.B. O-Ringe oder Landing-Pads)
- Dämpfung des Tastaturgehäuses (z.B. mit Gummipuffern oder dicken Filzgleitern - kein Tischkontakt durch Metall oder Kunststoff!)
- Dämpfung der Anschläge durch eine weiche Unterlage (z.B. XXL-Stoffpad)

Die meisten Gamer unterschätzen den Einfluss der Kopplung zwischen Tastatur und Tischplatte. Man nehme einfach mal ein Kopfkissen oder gefaltetes Frottee-Handtuch und lege dieses unter die Tastatur. Der Unterschied der entstehenden Tippgeräusche ist zum Teil enorm. Vor allem da, wo seitens der Tastatur noch gar keine Optimierungen vorgenommen wurden.

Die Minderung der Umgebungsgeräusche ist schließlich genau so wichtig wie die Optimierung der Aufstellung.

LG
 

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Zuletzt bearbeitet:
TE
ZeroKey

ZeroKey

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Okay, das habe ich mir schon fast gedacht. Ich werde mal ein wenig testen, wo ich das Mikro hin bekommen kann, mit dem Arm den ich habe. Auf jeden Fall vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung!
 

barmitzwa

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Okay, das habe ich mir schon fast gedacht. Ich werde mal ein wenig testen, wo ich das Mikro hin bekommen kann, mit dem Arm den ich habe. Auf jeden Fall vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung!

war bei dem Teil nicht ein kleines Tischstativ dabei? Stativ vor die Tastatur und das Mikro ist da positioniert wo es sein soll - vor dem Mund :)
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Ließ dir doch einfach mal den Post von Kabelbinder durch, vielleicht findest du ja selber heraus warum ein Mikrofonarm nem tischstativ vorzuziehen ist.

Ausserdem ist bei nem tischstativ das Mikrofon immernoch viel zu weit weg vom Mund und viel zu nah an der Tastatur.
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Lies dir doch einfach mal den Post von Kabelbinder durch, vielleicht findest du ja selber heraus warum ein Mikrofonarm nem tischstativ vorzuziehen ist.

Ausserdem ist bei nem tischstativ das Mikrofon immernoch viel zu weit weg vom Mund und viel zu nah an der Tastatur.
 

barmitzwa

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Ließ dir doch einfach mal den Post von Kabelbinder durch, vielleicht findest du ja selber heraus warum ein Mikrofonarm nem tischstativ vorzuziehen ist.

Ausserdem ist bei nem tischstativ das Mikrofon immernoch viel zu weit weg vom Mund und viel zu nah an der Tastatur.

wo hab ich geschrieben, dass ein Stativ einem Boomarm vorzuziehen ist?

jedoch:
Viel zu weit weg? nö .. hab gerade mal gemessen, sind in meinem Fall ~15cm
Zu nah an der Tastatur? naja etwa genauso wie wenn man sich das Mikro mit einem Boomarm vor den Mund holt

Finde persönlich ein kleines massives Gussstativ attraktiver als einen sperrigen Boomarm.
Hängt natürlich davon ab was man klanglich abliefern will... aber zum Thema hier (störende Raumatmo) definitiv eine Lösungsmöglichkeit
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Wenn das Mikrofon 15cm vom Mund entfernt ist, ist es doch maximal ebenfalls 15cm von der Tastatur entfernt?

Dann sind 15 cm zum Mund zu weit weg, bzw halt 15 cm zur Tastatur zur nah und definitiv näher an der Tastatur als wenn es mit Arm vorm Mund hängt (oder ist dein Kopf auf Tisch Höhe?).
 

barmitzwa

Software-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

zur Tastatur sind es etwa 30cm .. zu WASD eher 40cm. Ist ohnehin weniger interessant da Nierencharakteristik.

Kopf auf Tischöhe? Ich glaube wir missverstehen uns.
Dir ist schon klar, dass so ein Standfuß keine Höhe von 0cm hat..?

Die Mikrofonmitte ist bei mir ca. 27cm über der Tischplatte. Mit Boomarm hätte ich das Mikro maximal(!) 5cm höher, da es sonst in meinem Sichtfeld wäre und mich stören würde.

Verstehe die Diskussion ehrlich gesagt auch nicht. Wollte den TE nur auf eine weitere Möglichkeit hinweisen :ka:
 
TE
ZeroKey

ZeroKey

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

war bei dem Teil nicht ein kleines Tischstativ dabei? Stativ vor die Tastatur und das Mikro ist da positioniert wo es sein soll - vor dem Mund :)
Die Idee ist an sich nicht schlecht, aber bei mir nicht wirklich sinnvoll. Ich sitze relativ weit weg von meiner Tastatur. Das Mikro wäre dann zwar wo anders, aber ungefähr genau so weit von meinem Mund entfernt wie vorher, nur das dann die Tastatur noch dazwischen wäre. Also eher kontraproduktiv.

Ich hab das Mikro jetzt um positioniert. Es ist jetzt ca. 10cm von meinem Mund in einem 45° Winkel. Mal sehen, wie es dann mit den Geräuschen wird.
 

DerKabelbinder

BIOS-Overclocker(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Bei solchen Tischstativen mit klobigem Standfuß sehe ich allerding auch nicht wirklich den Mehrwert. Da habe ich(!) lieber einen schwenkbaren Arm, den ich bei Nichtbenutzung einfach zur Seite schieben kann. Hat den großen Vorteil, dass ich das Mikrofon deutlich flexibler positionieren kann.

Um noch mal die Tragweite solcher Einstellungen deutlich zu machen:

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Experimentation is key!

Mit einem Tischstativ hat man meist nur eine fest Höhe. Außerdem kommt es hier wieder zu der unmittelbaren Ankopplung direkt neben der Tastatur. Heißt: mehr dumpfer Körperschall in der Aufnahme. Da kann auch die gummierte Aufhängung (Spinne) nicht viel gegen machen. Besser wäre es, das Stativ irgendwo am Rand der Tischplatte oder gar an der Fensterbank oder einem Regal zu befestigen. Und genau da kommen nämlich wieder die größeren Arme ins Spiel ;)


Die Sache mit dem Abstand zur Tastatur ist leider gar nicht so einfach zu beantworten.
Wenn ich das Mikro zwischen Mund und Tastatur bringe, habe ich natürlich zu beiden eine gewisse Nähe. Zwar wendet die Richtcharakteristik dann die Empfindlichkeit auf den Sprecher. Allerdings heißt "Niere" noch lange nicht, dass alles, was sich auf der Hinterseite befindet, dann gleich zu 100% ausgelbendet wird. Die Richtwirkung eines Mikrofons ist nämlich sehr frequenzspezifisch und hat hier und da auch schon mal ein paar Löcher ...

Ich denke, da muss man einfach ein wenig rumprobieren, was bei dem vorliegenden Equipment und der jeweiligen Akustik machbar ist.

Wenn man Nägel mit Köpfen machen möchte, dass kann man sich auch ein dynamisches Mikrofon zulegen. Die sind nämlich sehr unempfindlich und auf die Nahbesprechung ausgelegt. Heißt: da sie so wenig Pegel übertragen, muss der Sprecher so nah wie möglich an das Mikrofon heranrücken. Dadurch verbessert man natürlich wieder die Pegeldifferenz zwischen Nutzsignal (Stimme) und Störsignal (Hintergrundgeräusche). Auf gut Deutsch: geringerer Arbeitsabstand = mehr Stimme, weniger Hintergrundgeräusche. Bei Kondensatoren muss man mit der Nahbesprechung ein wenig aufpassen, da sie auf nächster Nähe oft zu einer stärkeren Bassanhebung (bis hin zur Bassverzerrung) neigen. Was allerdings nicht heißen soll, dass es nicht auch Kondensatoren gibt, die auf die Nahbesprechung ausgelegt sind (siehe z.B. "Bühnenmikrofone").

Man tut sich in solchen Belangen eigentlich immer einen Gefallen, wenn man sich nicht zu sehr auf die eigenen Gewohnheiten und vermeintlichen Nachteile anderer Konstellationen verkrampft.
Ich habe anfangs auch immer an einem Headset festhalten wollen. Dann folgte der Kompromiss mit einem ModMic. Nach der riesen Enttäuschung dann das erste USB-Mikrofon mit einem kleinen Dreibein. Nach dieser Enttäuschung wiederum ein Großmembraner am gusseisernen Standfuß. Und schließlich ein Großmembraner am Schwenkarm.
Man könnte also sagen, ich hab schon so ziemlich alle Varianten durch. Und ich möchte sagen: es führt definitiv kein Weg zurück! Die Aufnahmequalität war nie besser, als mit dem flexibel positionierbaren Mikrofonarm. Der Komfort ist für mich absolut kein Problem. Ich habe das Mikro wie eingangs beschrieben seitlich angewinkelt neben mir. Abstand etwa 15-25cm, je nach Tageszeit und Intensität der Umgebungsgeräusche. Das Sichtfeld auf den 29"-Monitor mit 21:9 Seitenverhältnis(!) wird nicht beinträchtigt. Ansteck- oder Tischmikrofone kommen mir nicht mehr ins Haus, da einfach zu umständlich zu habenhaben und qualitativ zu dürftig.

Aber ob Komfort oder Klangqualität: beides ist letztlich eine Sache der Gewöhnung. Da hat jeder andere Ansprüche ;)
 
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TE
ZeroKey

ZeroKey

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Weniger Hintergrundgeräusche mit Kondensatormikrophon möglich?

Bei solchen Tischstativen mit klobigem Standfuß sehe ich allerding auch nicht wirklich den Mehrwert. Da habe ich(!) lieber einen schwenkbaren Arm, den ich bei Nichtbenutzung einfach zur Seite schieben kann. Hat den großen Vorteil, dass ich das Mikrofon deutlich flexibler positionieren kann.

Um noch mal die Tragweite solcher Einstellungen deutlich zu machen:

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Mit einem Tischstativ hat man meist nur eine fest Höhe. Außerdem kommt es hier wieder zu der unmittelbaren Ankopplung direkt neben der Tastatur. Heißt: mehr dumpfer Körperschall in der Aufnahme. Da kann auch die gummierte Aufhängung (Spinne) nicht viel gegen machen. Besser wäre es, das Stativ irgendwo am Rand der Tischplatte oder gar an der Fensterbank oder einem Regal zu befestigen. Und genau da kommen nämlich wieder die größeren Arme ins Spiel ;)


Die Sache mit dem Abstand zur Tastatur ist leider gar nicht so einfach zu beantworten.
Wenn ich das Mikro zwischen Mund und Tastatur bringe, habe ich natürlich zu beiden eine gewisse Nähe. Zwar wendet die Richtcharakteristik dann die Empfindlichkeit auf den Sprecher. Allerdings heißt "Niere" noch lange nicht, dass alles, was sich auf der Hinterseite befindet, dann gleich zu 100% ausgelbendet wird. Die Richtwirkung eines Mikrofons ist nämlich sehr frequenzspezifisch und hat hier und da auch schon mal ein paar Löcher ...

Ich denke, da muss man einfach ein wenig rumprobieren, was bei dem vorliegenden Equipment und der jeweiligen Akustik machbar ist.

Wenn man Nägel mit Köpfen machen möchte, dass kann man sich auch ein dynamisches Mikrofon zulegen. Die sind nämlich sehr unempfindlich und auf die Nahbesprechung ausgelegt. Heißt: da sie so wenig Pegel übertragen, muss der Sprecher so nah wie möglich an das Mikrofon heranrücken. Dadurch verbessert man natürlich wieder die Pegeldifferenz zwischen Nutzsignal (Stimme) und Störsignal (Hintergrundgeräusche). Auf gut Deutsch: geringerer Arbeitsabstand = mehr Stimme, weniger Hintergrundgeräusche. Bei Kondensatoren muss man mit der Nahbesprechung ein wenig aufpassen, da sie auf nächster Nähe oft zu einer stärkeren Bassanhebung (bis hin zur Bassverzerrung) neigen. Was allerdings nicht heißen soll, dass es nicht auch Kondensatoren gibt, die auf die Nahbesprechung ausgelegt sind (siehe z.B. "Bühnenmikrofone").

Man tut sich in solchen Belangen eigentlich immer einen Gefallen, wenn man sich nicht zu sehr auf die eigenen Gewohnheiten und vermeintlichen Nachteile anderer Konstellationen verkrampft.
Ich habe anfangs auch immer an einem Headset festhalten wollen. Dann folgte der Kompromiss mit einem ModMic. Nach der riesen Enttäuschung dann das erste USB-Mikrofon mit einem kleinen Dreibein. Nach dieser Enttäuschung wiederum ein Großmembraner am gusseisernen Standfuß. Und schließlich ein Großmembraner am Schwenkarm.
Man könnte also sagen, ich hab schon so ziemlich alle Varianten durch. Und ich möchte sagen: es führt definitiv kein Weg zurück! Die Aufnahmequalität war nie besser, als mit dem flexibel positionierbaren Mikrofonarm. Der Komfort ist für mich absolut kein Problem. Ich habe das Mikro wie eingangs beschrieben seitlich angewinkelt neben mir. Abstand etwa 15-25cm, je nach Tageszeit und Intensität der Umgebungsgeräusche. Das Sichtfeld auf den 29"-Monitor mit 21:9 Seitenverhältnis(!) wird nicht beinträchtigt. Ansteck- oder Tischmikrofone kommen mir nicht mehr ins Haus, da einfach zu umständlich zu habenhaben und qualitativ zu dürftig.

Aber ob Komfort oder Klangqualität: beides ist letztlich eine Sache der Gewöhnung. Da hat jeder andere Ansprüche ;)
Das Video ist auf jeden Fall sehr hilfreich!
Ich habe jetzt ein wenig experimentiert und hab eine gute Position gefunden. Ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber es lohn sich. So gut wie keine Hintergrundgeräusche mehr und meine Stimme klingt, mit ein wenig EQ tuning, natürlich. Wenn ich wollte, könnte ich auch näher ans Mikro und ich würde wie ein Radiomoderator klingen, aber das ist nicht mein Ziel.
Vielen Dank für die aufschlussreichen Tipps! Ich denke jeder der mit dem Klang, oder den Hintergrundgeräuschen seines Mikros nicht zufrieden ist, kann in diesem Thread etwas finden, dass ihm bei der Verbesserung hilft.
 
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