Weltgesundheitsorganisation: Exzessives Zocken ist nun eine Krankheit nach ICD-11

Mir fällt es selbst auch schwer, dies als Krankheit zu sehen. Nicht, dass man keine Sucht entwickeln könnte, aber für mich sind Süchte (egal in welcher Form) oft ein Ventil, ein Symptom. Ob es nun Drogen sind oder Computerspiele, man ist auf der Suche nach Glücksgefühlen, welche die Befriedigung der Sucht einem relativ "leicht" gibt, gerade dann wenn sie in anderen Lebenssituation schwer zu bekommen sind oder man den Rest der Realität (aus welchen Gründen auch immer) ausblenden will.

Ob es dann eine Depression sein muss die dahinter steckt oder eine andere Krankheit.. Ich finde, gerade hier sollte man nicht symptomatisch behandeln, also erkennen "Oh, hier ist einer computerspielsüchtig, das "behandeln" wir jetzt mal.." sondern die Ursache suchen. Wenn das Leben rund läuft und man sonst sein Glück findet, wird auch die exzessive Suchtauslebung nicht mehr nötig sein (Ausnahme maximal körperlich abhängig machende Stoffe).
Sicher, bei körperlich gefährlichen Süchten, härteren Drogen wie Heroin bspw., muss natürlich zunächst die Sucht angegangen werden bevor man seinen Körper völlig ruiniert. Aber auch dort liegen meistens andere Gründe vor, warum dieser Mensch auf diese Schiene gerutscht ist.

Natürlich gibt es ebenso Menschen die deutlich affiner gegenüber Süchten sind als andere und es mag evtl. vereinzelt Fälle geben, wo ein total glücklicher Mensch der Probleme nur vom Hören-Sagen kennt da hineinrutscht, das würde ich aber eher als selten bezeichnen.

Demnach: Ursache bekämpfen > Symptom bekämpfen

Wenn man alles andere was wichtiger ist vernachlässigt dann schon.

Jup. Und hier finde ich es dann eher wichtiger, nach dem "warum" zu fragen. Weshalb ist mir ein Computerspiel gerade wichtiger als der Rest meines Lebens? Bestimmt kaum, weil dieses "Leben" (des Süchtigen) so toll ist.
 
Jup. Und hier finde ich es dann eher wichtiger, nach dem "warum" zu fragen. Weshalb ist mir ein Computerspiel gerade wichtiger als der Rest meines Lebens? Bestimmt kaum, weil dieses "Leben" (des Süchtigen) so toll ist.
Ich glaube das es einfach am Spaßfaktor und Belohnungssystem liegt. Ok, manche machen das auch um vor der Realität und ihren (schlechten) Leben zu flüchten. Genauso wie mit Drogen.
Selber habe ich auch früher exzessiv online gespielt. Spreche da aus Erfahrung. Aber ich bin davon losgekommen. Schon alleine weil mir meine Familie wichtiger ist. Spiele nur noch SP Games/Kampagnen. Das habe ich besser unter Kontrolle. Kenne aber auch welche die spielen z.B. WOW seit es das Spiel gibt und bezahlen immer noch Abo dafür.
 
Als Destiny 2 raus kam, haben 2 Kollegen auf der Arbeit gekündigt um zu zocken...die könnten dann jetzt zur Krankenkasse gehen? :lol:
 
Off-topic: Ich weiß nicht, ich finde den Begriff "zocken" blöd, ich habe den in meiner ganzen Computerspiellaufbahn immer gemieden... "Zocken" ist in meinem Empfinden doch mehr Glückspiel, und das sind die meisten Computerspiele ja eher nicht. Außerdem klingt es sehr negativ...
Also eher ungünstig gewählt, aber irgendwie mitlerweile weit verbreitet.
 
Ich bin seit der Kindheit leidenschaftlich musiksüchtig. Wenn die chronische S*piep*ähhm Schlafsucht nicht wäre, würde ich den ganzen Tag Party machen. :D :wall:
 
hi,früher dachte ich immer ich sei spiele süchtig.Weil ich beim spielen immer die Zeit vergessen hatte.Aber das Problem habe ich ja generell.Weil ich auch in andere Bereiche das Probelm habe und die Zeit vergessen.Ich habe nun verstanden das ich nie spiele süchtig war,ich habe nur kein zeitgefühl.Als ich diese erkenntnis erlange war ich froh nicht spiele süchtig zu sein.Aber zeitgefühl zu trainieren oder zu heilen das ich es besser kann,das kann mir ja leider niemand helfen,nur immer mal wieder auf die Uhr zu schauen,mehr kann ich wohl nicht machen.
 
Früher (bis zu meiner jetzigen Ausbildung) habe ich auch sehr... sehr viel gespielt.
Heute... Habe ich da kaum noch einen Nerv für. Und auch keine Lust... Die Arbeit macht mir mehr Spaß.

Habe halt damals mit meinen Freunden gezockt. Wat solls?
Ich weiß nicht was daran besser sein soll, den ganzen Tag irgendwo rumzuhocken, Mist zu bauen und vor lauter Langeweile einem massenhaften Alkohol- und Drogenkonsum zu erliegen. Freunde habe ich einige Wenige - ich lege halt Wert auf echte Freundschaften und nicht auf lose Bekanntschaften, um einen auf voll sozialen Typ zu machen. Und diese echten Freunde haben mit ihrer eigenen Arbeit/ihrem eigenen Studium zu tun. Zusätzlich werde ich auch Schichtarbeiten (irgendwer muss ja morgens um Vier die U-Bahn fahren, um die ganzen Schnapsleichen nach Hause zu fahren...)... Wo ist nun das Problem, dass ich tendenziell viel Zeit am PC verbringe?

Klar, bei diesem Krankheitsbild gehts eher um die extremen Fälle. Trotzdem haben so manche Symptome die da festgelegt wurden wieder eher den faden Beigeschmack, dass man das Zocken von Videospielen bzw. alles rund um PC/Konsole als Unnormal darstellen will bzw. vom idealen Gesellschaftsstandard abweichende Personen bzw. deren Hobbies/Freizeitaktivitäten stigmatisieren will. Vorallem dieses Argument, dass man den Sport benachteiligen würde... Leute, nicht nur Zocker und PC-Freaks machen nicht gerne bzw. keinen Sport.

Mal abgesehen davon, dass die sportliche, soziale Person, die dafür jedes Wochenende als Alkoholleiche (gelegentlich inklusive Drogenkonsum) im Straßengraben/im Hinterhof/im Krankenhaus gewiss nicht gesünder lebt und geringere Kosten fürs Gesundheitssystem veruracht wie ein unsportlicher und ggfs. auch überwichtiger Zocker.
Boah ne... Sorry, aber das ist so ein Reizthema bei mir. Nur weil man Sport nicht mag gilt ist automatisch ein Punkt in irgendeinem Krankheitsbild erfüllt?
 
Juhu, die Schubkasten-„Medizin“ hat eine weitere Wegheftmöglichkeit mehr!
Haben die auch schon `ne Pille zum verkaufen? Sicher, sonst wär‘s ja keine anerkannte Krankheit!
 
Was gibts gegen den Virus Politikus gibts da auch schon ne Einstufung, hat ja sehr ausgeprägte Symptome von Dummschwätzen bis heiße Luft labern und andere Anpissen
also WHO wo bleibt da ne Einstufung, is ja scho fast ne Seuche. So ich werd mich jetzt ma um meine Private Frühzockerrente kümmern,
Arbeitsunfähig aufgrund von Zocken, a traum wird war
 
Ist das dann bei jedem Fußballfan für den die Welt ein rundes Leder ist auch so? Oder bei jedem bei den ständig der Fernseher läuft? Oder hat die Pharmaindustrie wieder ein Medikament für das sie wieder mal keine Krankheit haben, so wie das schon mal war bei ADS war? Weil da gab es auch zuerst das Medikament und dann hat man erst die "Krankheit" die gar keine ist entdeckt.
 
Wie dumm pcgh einfach ist. Es wurde Computerspielsucht klassifiziert. Nicht aber exzessives Spielen. Warum formuliert man die Dinge hier anders als im Rest des Internets?

Sollen E-Sports Spieler nun krank sein? In eurer Argumentation schon. Bitte Artikel neu aufsetzen.
 
Bei Risiken und Nebenwirkungen, fressen sie ihre Grafikkarte und erschlagen ihren Arzt mit dem Apotheker.
Ein schnulli, da ham wir ja schon ne Epidemie.
Und jede Gaming Seite zählt als potentieller Sucht Dealer... die welt verblödet.

Spielsucht gibt es zwar aber das jeder einfach nen gelben Schein bekommt glaub ich nicht!
 
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Weltgesundheitsorganisation: Exzessives Zocken ist nun eine Krankheit nach ICD-11
Das war es immer schon mit ähnlicher Definition, wie eine 5 sekündige Recherche ergibt. Ob nun Glückspiel oder der Computer ist kein großer Unterschied.

F63.0 Pathologisches Spielen

Info: Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.

Inkl.: Zwanghaftes Spielen

Exkl.: Exzessives Spielen manischer Patienten (F30.-)
Spielen bei dissozialer Persönlichkeitsstörung (F60.2)
Spielen und Wetten o.n.A. (Z72.8)
Quelle ICD-10-GM-2018 F63.0 Pathologisches Spielen - ICD10
 
Das war es immer schon mit ähnlicher Definition, wie eine 5 sekündige Recherche ergibt. Ob nun Glückspiel oder der Computer ist kein großer Unterschied.
Obwohl ich schon zwischen Glücksspiel - und Computerspielsucht unterscheiden würde. Auch wenn die Auswirkungen/Konsequenzen ähnlich sind. Wobei ein Computerspielsüchtiger sich wahrscheinlich auch nicht hoch verschulden wird.
Ich kenne jedenfalls niemanden der sich deswegen hoch verschuldet hat. Aber Glückspielsüchtige schon eher. Da geht es um ganze Existenzen.

Glücksspiel hat mich noch nie gereizt. Zum Glück.
 
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