AW: Von Steam, Origin und Co.: Direktvermarktung der Publisher - die wöchentliche Redaktions-Kolumne
Spielekauf 2011: Du zahlst 60 Euro, brauchst eine Internetverbindung, lädst drei Stunden Programme und Patches, bekommst nichts, kannst womöglich wegen ausfallender Server nicht spielen und vier Wochen später bestenfalls noch deinen Kumpel zocken lassen.
- "60€" ist seit neuestem der Standardpreis? Wäre mir neu, gibt ein paar Ausschläge nach oben, da namentlich neuere Call of Dutys oder Battlefield 3, aber der Spielepreis hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich erhöht, ein Blick bei Amazon reicht da völlig.
- "Internetverbindung", Jein, für gewöhnlich einmalig zur Aktivierung/Anbindung an den Account, danach ist diese für gewöhnlich nicht vonnöten ... von Titeln von Ubisoft mal abgesehen, aber das hat wenig mit Steam zu tun (worauf ich mich für gewöhnlich beziehe), da gibts 'nen Offline-Modus, bzw. reicht bei anderen Spielen die z.B. mit GfWL daher kommen eine einmalige Aktivierung. An einer Internetverbindung für zumindest die Erstaktivierung dürfte es im Jahr 2011 aber nun wirklich nicht mangeln (oder wie schaffen es die ganzen Leute sonst ihre Beschwerden in die Foren zu posten?

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- "Lädst 3 Stunden Programme und Patches": Is kla, wenn man sich beispielsweise mit Steam nicht auskennt mag das für den ein oder anderem zum Problem geraten, das man mühelos von DVD installieren und Autopatches ausstellen kann scheint den meisten tatsächlich entgangen zu sein, ausserdem ist ein Spiel auf dem neuesten Stand jetzt nicht soooo der grosse Negativpunkt imo, ausser natürlich man krebst mit DSL Light herum, dann könnte einen das wohl ärgern, stimmt schon
- "Bekommst nichts": Mag sein dass mich mein Gedächtnis grade trübt, aber auch schon prä-2005 war es so, dass ausser der Disc, einem ~20 Seiten Handbuch (Yay, Installations- und Sicherheitshinweise sowie die Steurung wurde erklärt) sowie einer unumstritten hochwertigen Plastikhülle gabs auch damals nix von Wert dabei, "ganz früher", so in den 90ern war das tatsächlich mal anders, aber die eher mauen Beigaben sind kein Phänomen der jüngeren Zeit, und schon gar nicht Resultat der Kontenbindung, der Trend setzte wesentlich früher ein ... und ganz im Ernst: Auf wertlosen Standard-Krempel wie ein Handbuch kann ich persönlich verzichten, von der wertlosen Disc die nur die Daten enthält ganz zu schweigen, das einzig Wertige am ganzen Spiel ist der Key, und woher ich mir letztlich die Spieledaten an sich besorge, ob Disc, Download oder sogar Warez-Site ist gehopst wie gesprungen und sogar den Herstellern egal, was zählt ist ein legal erworbener Key.
- "Ausfallende Server": Ein Problem das Ubisoft mal hatte mit seinem Launcher. Hab auch drunter gelitten, war das Startwochenende von Assassins Creed 2, das war echt Bullshit im Quadrat ... mit Steam wäre das nicht passiert, da geht man einfach in den Offline-Modus und fertig ist.
- "Kumpel zocken lassen": Von den AGBs denen man bei Installation zustimmt und das Verleihen einem glaube ich eh untersagen wollen ..... wen interessierts? Und das in doppelter Hinsicht: Seinen Steam-Account kann man auch "sharen" mit wem anders, ist zwar auch untersagt, aber im Zweifelsfalle lässt sich das eh nicht feststellen, kann ja der Zweitwohnsitz von einem sein ... dachte ausserdem das an der Stelle das Argument "kein Weiterverkauf" kommt, so ziemlich der einzige Kritikpunkt dem ich mich anschliessen kann, auch wenn ich selber nicht davon betroffen bin, da ich keinen Sinn darin sehe Spiele weiterzuverkaufen, ich sammel die lieber.