[Userreview]Antec LanBoy Air

FTS

Freizeitschrauber(in)
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Zunächst möchte ich mich bei Antec für die Bereitstellung des Case bedanken. Besonderer Dank gebührt Christoph für den freundlichen Kontakt. Die folgenden Bilder sind clickable und es lohnt sich, da die Bildqualität nach dem Klick deutlich zunimmt. Viel Spaß beim Lesen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung:

Mit dem LanBoy Air (LBA) hat die kalifornische Firma Antec ein fast komplett modulares Gehäuse auf den Markt gebracht. Das Gehäuse weist kaum Nieten auf und setzt dagegen
auf Schrauben und Thumb-Screws, was eine Demontage in alle Einzelteile ermöglicht.
Doch nicht genug damit, ist das LBA auch eines der Gehäuse mit den derzeit meisten Befestigungsmöglichkeiten für Lüfter. So kann das Case von Hause aus 15 Lüfter fassen, welche die warme Luft durch Meshplatten nach außen transportieren. Dies ermöglicht einen einzigartigen Airflow im Gehäuse. Auch für Kompatibilität für die neusten Innovationen wie SSDs und USB 3.0 ist gesorgt. Alles in allem bietet Antec hier also ein außerordentlich flexibles und gleichzeitig leistungsorientiertes Gehäuse, welches aufgrund seiner Optik sicher nicht zu letzt auf Lan-Partys einiges her machen kann.
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Features:


Abmessungen:

  • 59 cm (H) x 28,8 cm (B) x 58 cm (T)

Gewicht:

  • Netto: 9kg

Kompatible Motherboards:

  • Mini-ITX
  • Micro-ATX
  • Standard-ATX

Laufwerksschächte:

  • 11 Laufwerksschächte
  • 3 x 3,5-Zoll Laufwerksschacht extern
  • 6 x 5,25-Zoll Laufwerksschacht oben
  • 2 x 2,5-Zoll SSD Laufwerkschacht intern (unten)

Maximale Grafikkartenlänge:

  • 406mm

Standard-Lüfter:

  • 2 x TriCool™-Lüfter mit blauen LEDs (120mm) frontal
  • 1 x TwoCool&tradel-Lüfter mit blauen LEDs rückseitig
  • 2 x 120mm Lüfter mit blauen LEDs seitlich für die Grafikkartenkühlung

Optionale Lüfter:

  • 2 x 120mm Lüfter für CPU und Arbeitsspeicherkühlung
  • 6 x Lüfter 120mm seitlich für die Festplattenkühlung
  • 2 x Lüfter 120mm auf der Oberseite

Front-Anschlüsse:

  • Power/Reset-Button
  • HDD/Power-Led
  • 2 x USB 2.0
  • 1 x USB 3.0
  • Audio

Wasserkühlung:

  • Einbaumöglichkeit für einen Radiator auf der Oberseite
  • Gummierte Durchführungen für Wasserkühlung an der Rückseite


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Verpackung + Lieferumfang:
Die Lieferung des LBA erfolgt in einem gewöhnlichen Pappkarton mit Bildern und Features des Case. Das Gehäuse an sich ist in eine Schutzfolie sowie einen Kunststoffrahmen gehüllt, empfindliche Teile am Deckel sind mit einer zusätzlichen Schutzfolie versehen.


Neben dem Case befinden sich zahlreiche Gebrauchsanweisungen für das Gehäuse und die Montage de Hardware, drei Kabelbinder und ein kleiner Karton mit Befestigungsmaterial für die HDDs. Erst während der genaueren Betrachtung des Case findet man auch die Befestigungsschrauben und Entkoppler für die SSDs, denn diese befinden sich in einem Aufbewahrungsfach, wie man es auch schon von früheren Antec-Gehäusen kennt. Das Fach liegt im unteren Teil der Front und lässt sich nur im ausgebauten Zustand öffnen.




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Das Gehäuse + Verarbeitung:
Das LanBoy Air fällt zunächst durch die zahlreichen gelblackierten Metallstreben ins Auge, welche für die nötige Stabilität und zur Befestigung der anderen Komponenten dienen. Die Front weist zwei 120cm Lüfter mit integrierter Lüftersteuerung sowie 3 Blenden und das bereits beschriebene Aufbewahrungsfach auf. Das Bedienpanel befindet sich am oberen Ende der Front. Der Deckel weist neben einem spiegelnden Antec-Schriftzug und zwei soliden Tragegriffen eine Vorsehung für einen 240er Radiator auf. Die Schläuche für diesen werden durch zwei gummierte Durchführungen am Heck des LBA ins Innere geführt. Hier finden wir außerdem 8 Slotblenden, sowie einen weiteren 120cm Lüfter, der interessanter Weise ins Innere des Case bläst, die darunter liegende Lüftersteuerung und den Netzteilschacht.











Die Seiten dieses Gehäuses wurden in zwei Teile getrennt, wobei der vordere Teil vorwiegend als Tür fungiert und der zweite mittels 6 Thumbscrews befestigte Teil als eigentliches Seitenteil und Befestigung für zwei Lüfter dient. Das öffnen der Laufwerkschachttür verläuft schnell und reibungslos, jedoch fällt das eigentliche Sidepanel hingegen eher negativ auf, da die verwendeten Schrauben doch recht schwer zu lösen sind und das Öffnen aufgrund der besagten Vielzahl von Schrauben doch einige Zeit in Anspruch nimmt.

Im Inneren des Case fällt zunächst das AirMounts™ Montagesystem ins Auge, da sich der Laufwerkschacht vom der Spitze bis zum Boden des Gehäuses erstreckt. Im Hinterteil befinden sich Mainboardtray sowie Netzteilschacht. Erfreulich sind hier außerdem der luftdruchlässige Boden, die Kabelbinder hinter dem Mainboardtray und der herausnehmbare Netzteilkäfig.

Auch in der Nacht macht das Antec LanBoy Air einiges her. Denn alle vier 120mm Lüfter weisen blaue LEDs auf.




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Temperaturtest:
Nachdem der Einbau reibungslos verlaufen war, interessierten mich die Temperaturen im LBA.
Mein Testsystem bestand aus einem Micro-ATX-Board mit einem Phenom II X4 920, welchen ich auf gute 3 Ghz übertaktet hatte, 4GB RAM und einer Geforce 250 GTS mit Standardtakt.
Vor dem Einbau nahm ich die die Temperaturen mittels HardwareMonitor in einem offenen Testaufbau. Hierbei kam als Kühlung lediglich mein CPU-Kühler (Thermolab Baram) mit einem Nanoxia FX-120 2000er und der Grafikartenkühler zum Einsatz. Im LanBoy Air setzte ich neben den 5 bereits verbauten Lüftern mit blauen LEDs auf zwei weitere saugende Nanoxia FX-120 200er im Unterteil, des linken Seitenteils.
Die Temperaturunterschiede haben mich doch beeindruckt. Die durch Prime95 belastete CPU blieb im Gehäuse ungefähr 3°C kühler. Bei der Grafikkarte konnte ich während des Spielens von GTA IV eine Abnahme von 6°C messen. Dies ist die Bestätigung, dass das Antec LanBoy Air die Hardware nicht nur sicher fasst, sondern sie zudem durch starken Airflow kühlt.
Natürlich ist zu sagen, dass auch die Lautstärke mit dem Case zugenommen hat. Jedoch laufen die verbauten Lüfter unerwartet ruhig und sind dank der eigenen Lüftersteuerung je Lüfter leicht zu regeln.
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Ergänzungen:
Antec verbaut die Lüfter absichtlich ins Gehäuse blasend und die optionalen 11 sollen auch so installiert werden. Durch den Überdruck im Gehäuse kommt kein Staub rein, obwohl das Gehäuse fast nur aus Mesh besteht, und die Luft kann durch den Überdruck eben auch direkt wieder durch das Mesh raus. - Danke an euihyun2210


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Fazit:
Das Fazit ist nicht schwer zu fällen. Antec hat hervorragende Arbeit geleistet. Das Gehäuse macht seinem Namen alle Ehre, denn es ist weder zu schwer noch zu klein für einen guten LAN-Rechner.
Zusätzlich helfen Tragegriffe und Thumbscrews den Bedienkomfort zu steigern. Auch der Support für Wasserkühlung konnte mir imponieren, auch wenn mir persönlich die großartige Leistung durch die 15 Lüfter eher zu sagt. Auch die Flexibilität des Case ist eine gute Eigenschaft. Mir als Case-Modder gefiel die Verwendung von wenig Nieten und vielen Schrauben. Insgesamt konnte ich am Case nicht mehr als 6 Nieten finden, was wohl nebenbei einen neuen Rekord unter den Pc-Gehäusen darstellt. Das LBA ist dank Kompatibilität für USB 3.0 und SSDs auf dem neusten technischen Stand und weist außerdem genügend Platz für sperrige Hardware wie zum Beispiel große Grafikkarten auf. Auch die AirMount™ HDD Aufhängung von Antec entwickelt konnte bei mir punkten. Meine eher brummige WD-Platte wurde durch die Gummiaufhängung effektiv entschärft. Ob nun jeder LAN-Gänger 6 HDDs und 2 SSDs in seinem Case mit schleppen will bleibt fragwürdig, aber das LBA kann ja auch zu Hause seine Arbeit verrichten.
Negativ, oder eher merkwürdig fielen mir einige Farbkörnchen auf dem Plastik des Case auf. Diese ließen sich jedoch einfach weg pusten und ihre Herkunft bleibt mir bis heute ein Rätsel. Auch sollte Antec bei folgenden Gamer-Cases daran denken, dass der Nutzer teilweise auch schnell ans Innere der Hardware kommen muss. Die sechs verwendeten Schrauben stellen dann gegen die üblichen zwei doch eher einen Zeitverlust dar.
Nichts desto trotz hat mich das Antec LanBoy Air voll überzeugt. Der Preis von rund 170 Euro ist hoch aber fair und somit kann ich dem Antec LanBoy den verdienten FTSGold Award verleihen.
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Vielen Dank nocheinmal an den Hersteller und an euch fürs Lesen. Ich freue mich über jede Rückmeldung so wie Fragen und Ergänzungen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
gutes Review :)
vielleicht sollte aber noch erwähnt werden, dass Antec absichtlich die Lüfter ins Gehäuse blasend verbaut hat und die weiteren 11 auch so installiert werden sollen.
durch den Überdruck im Gehäuse kommt kein Staub rein, obwohl das Gehäuse fast nur aus Mesh besteht, und die Luft kann durch den Überdruck eben auch direkt wieder durch das Mesh raus.
 
Vielen Dank euihyun2210,
ich habe ins Review einen Punkt namens Ergänzungen eingefügt.
Dort findest du nun deinen Tipp verewigt.
Alle weiteren Ergänzungen von anderen Usern werden genauso
an dieser Stelle festgehalten.
Jack
 
Guter Test...aber Gehäuse sieht aus wie ein Gerät von ner Baustelle ...super häßlich...(nicht böse nehmen) aber Test ist 1A.
 
Ich finds auch nicht so schön, auch wenn es bestimmt super praktisch ist ;) Ich bin aber auch in mein Lian Li verliebt <3
 
Danke für euer Feedback :) Ich stimme da Christoph zu.
Das Gehäuse mag auf den 1. Blick merkwürdig aussehen,
aber spätestens nach dem Auspacken macht es wirklich
etwas her! Einfach auch weil viele Teil aus Metall sind und
sehr robust aussehen. Natürlich muss kein Gehäuse gleich
jedem gefallen, aber an dieser Stelle möchte ich auf die
blau - schwarze Version des Case hinweisen, die sieht
auf jeden Fall nicht "nach Baustelle" aus ;).

Link zur Antec Homepage
 
Hi, ja man muss es schon live gesehen haben. Es kommt dann viel besser rueber. Ist natuerlich eine andere Stilrichtung als Aluminiumcases oder so... ;)

Christoph

Ja also ich bin ja ehh immer dafür bissl andere Sachen zu machen/haben als andere...so gesehen find ichs dann doch Klasse nur würde das dann nicht zu meiner Wohnung passen...
Der Test gefällt mir aber gut.
 
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