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(User review) MSI MEG X570 ACE

necro1970

Schraubenverwechsler(in)
Nach dem C64 Brotkasten war anno 1989 mein erster selbst zusammengebauter Rechner mein ganzer Stolz.
Ein i386DX mit 16Mhz. 275000 Transistoren in 1000nm Litographie. 1MB RAM. Eine 5,25" Floppy. Eine 20MB Festplatte.
Für damals high end - und in DOS so schnell wie nie zuvor erlebt.
Aus Kostengründen wurde es Monitorseitig ein 12 Zoll VGA Monitor. 640x480, monochrom bernsteinfarben.
Denn das ganze kostete ohnehin, 1:1 auf € gerechnet, damals, 2500€. Also damals schon ein schöner Gebrauchtwagen, Kaufkraft/inflationsbereinigt wäre es heute ein neuer Kompaktwagen.
Tja, seitdem hat sich "ein wenig" getan. Wenn man so zurückdenkt...oh mein Gott...*lol*

Warum ich so alte Erinnerungen aufwärme?
Weil man früher für High end ein Vermögen ausgab, und so man das als Hobby/Passion hatte, im Laufe der Jahre auch viel zu viel Geld in inkrementelle Upgrades steckte.
Aber das hat sich seit einigen Jahren geändert - und bringt mich direkt zum MSI MEG X570 Ace;
dass ich aus diesem Kontext heraus, und aus User/Praxissicht heraus, beleuchten möchte.

Mein Hauptrechner bestand bis vor einer Woche aus einem P8Z77V-LX mit dem herrlichen i5 2500k und 16GB DDR3 1333.
Seit 2011 leistete mir dieses System beste Dienste, erhielt lediglich Grafikkarten/HDD/SDD Upgrades - und ist nunmehr der Rechner meiner Frau (die Ersatz benötigte).
Seit 2011 sah ich aber auch keinerlei Beweggründe mir etwas neues zu besorgen - Stichwort inkrementelle Upgrades, die effektiv gesehen - nichts bringen.
Erst jetzt mit dem Erscheinen der 9. Core 5/7/9 Generation und nunmehr den Ryzen 3000ern....schien mir die Zeit gekommen diese CPU Legende weiterzugeben :)

Beweggründe warum ich das MEG X570 Ace gekauft habe:
- Es sollte zur Abwechslung mal wieder etwas von AMD sein, die sich seit 2011 doch wieder gut entwickelt haben.
- Es sollte, wenn schon Einstieg auf ein Sockel AM4 System, dann der neueste Chipsatz sein.
- Es soll eine solide und langlebige Basis sein, um jetzt einen stark preisreduzierten Ryzen 5 2600X einzubauen (ohne dabei leistungsmässig zu verhungern).
Um dann nächstes Jahr ein Ryzer 4000er Topmodell mit 12/16/xx Kernen einzubauen.
Und evtl. dann auch eine neue GPU (die GTX1070 ist jetzt schon ausgereizt - und der Sprung auf 2080 und Co. zuwenig - wieder Stichwort inkrementelles Update).
Und damit komme ich dann ganz gewiß wieder einige Jahre über die Runden. Wer weiß ob auch 7 Jahre wie mit dem i5 2500k, aber egal, man wird sehen :)
- Das MEG X570 Godlike erschien mir auch verlockend, aber einfach "too much", und mit zu vielen Features die ich ohnehin nicht nutzen würde.
- Viele andere low end/mid-range Boards (von Asus, MSI und Co.) erschienen mir wiederum zuwenig, in Hinsicht auf Langlebigkeit, Kühlung und das geplante Update auf Ryzen 4000er.
- Gut und zum/vor dem Launch der 3000er Ryzens verfügbar
- Ein fairer Preis für ein midrange/highend Board - siehe meine Einleitung/alte Story... ;-)
- Sehr viele Features, nicht zu wenig oder zuviel - für mich genau richtig. So in etwa wie das Asus ROG Crosshair VIII Hero.

Das sitzt derzeit auf dem MEG X570 Ace:
Ryzen 5 2600x
Asus ROG Strix GTX1070 OC8GB
32GB Corsair Vengeance LPX DDR4 3200 (2x16GB Module)
Samsung 970 PRO 1TB
Seagate Ironwolf 12TB
Soundblaster Z
BD und DVD Brenner
Corsair AX850
Windows 10 (Build 1903)
Lian Li PC 7 SE-B II (uralt - und immer noch tip top. Auf jeden Fall langlebiger als so mancher Premium Mittelklassewagen...)

Mein Eindruck vom Board während des Einbaus:
- Sehr schön und solide gemacht, von den verstärkten Slots über die Textur, das PCB und die hochwertigen Steckverbindungen
- Absolut problemloser Einbau und Inbetriebnahme.
- Sehr nettes Bios (mein erstes MSI Board überhaupt). Übersichtlich, die wichtigsten Einstellungen vorgezogen/schnell erreichbar, sehr intuitiv zu bedienen (egal ob EZ oder Advanced mode)

Mein Eindruck vom Board nach dem Einbau:
- Ein kühles Board. Sämtliche Temperaturen (VRM, Board, Chipsatz) um die 30-50°C. Die CPU unter Streß um die 55°C.
Die Samsung 970 Pro - dank dem integrierten Heatspreader unter Streß bei rund 50°C.
Und das jetzt im Sommer...

- Ein leises Board. Trotz dem boxed Kühler (der später ersetzt wird) angenehm ruhig.
Auch ich war skeptisch ob des Chipsatz Lüfters - aber das ist unbegründet.
Bei Arbeit/Desktop Betrieb läuft er gar nicht, unter Last kann ich ihn kaum bis gar nicht heraushören.
Die für den Chipsatzlüfter gemachten drei Lüfterprofile im Bios funktionieren prima.

- Ein schönes Board. Gut - das liegt immer im Auge des Betrachters. Aber das dezente schwarz/gold mit den (abschaltbaren) LEDs bei der verspiegelten Sektion vor der Backplate sind schon nett.
Plus die beigelegten LED Bänder + Steuerung (falls ich es mal gerne bunter hätte)

- Ein stabiles Board. Selbst mit dem ausgelieferten Bios alles bombenstabil. Inzwischen auf das 1.3 Bios geflasht - auch das ging sehr einfach und problemlos (Menüpunkt im Bios, eigener Steckplatz für USB Stick mit Bios file).

- Ein performantes Board. Mir fehlt zwar der direkte Vergleich, und es ist auch mein erster Ryzen - aber alles flutscht, keinerlei Ruckler oder irgendwelche Leistungseinbrüche/Phänomene, die Samsung 970Pro erreicht nur knapp ihre beworbenen Werte, das dafür durchgehend. Und ja - ich merke den Unterschied zu der vorherigen Samsung 840 EVO Sata SSD deutlich. Auch die große Ironwolf HDD kann sich voll entfalten und bringt konstante 200MB/s.
Damit so zwischendurch mal 3-600GB zu kopieren ist eher Lust, denn Frust - zumal das System dabei sehr responsive bleibt.
Die USB Anschlüsse machen keine Zicken, von HD Webcam bis Peripherie, und sind ebenso performant.
Dito Netzwerk - da ich "nur" einen 300mbit down/30mbit up Glasfaserprovider habe, tut es auch das Intel 1GB LAN, wobei die Latenzen in online games wirklich hervorragend sind.

- Ein gut ausgestattes Board. Die 4 SATA 6GB reichen mir mehr als. Die 3 M2 Slots ebenso. Mehr als 32GB RAM werde ich für meinen Hausgebrauch nicht benötigen - und es gingen sogar 64 (Ryzen 2000er) oder 128 (Ryzen 3000er).
Sollte mir die 970Pro jemals zu langsam werden (sehr unwahrscheinlich), könnte ich jederzeit auch eine PCIe 4 M2 SSD holen (derzeit überschaubar, aber könnte sich in Zukunft noch einiges tun).
Das integrierte WLAN ist auch top (und auch als Backup gut, falls mein W/LAN Router mal ausfällt).

Mein Fazit:
Wer ein günstiges Ryzen System will - für den ist das Board Overkill.
Wer wie ich längerfristig denkt, auf gute Ausstattung Wert legt, lieber nach oben hin noch Luft lässt, kein mageres billiges Board will, aber auch das absolut maximal mögliche Topmodell für 600-800€ nicht braucht - klare Empfehlung.
Und nachdem ich in meinen 49 Jahren schon das eine oder andere Board hatte: das MEG X570 Ace war&ist von Einbau bis Betrieb wirklich problemlos - und damit eines der Boards in der Kategorie "schöne Erfahrungen" und in meinem persönlichen "Top 5 Boards seit 1989" Ranking weit oben.
 

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gbode

Schraubenverwechsler(in)
Hallo,

dem kann man sich nur anschliessen... eines der besten Boards, das ich je in Händen hatte. Bin auch ein 1970´er BJ, mit ähnlicher Vita.
Daher aktuell aufgerüstet von I-6700K + ASUS Z170 A... to -->>

-->> MSI MEG X570 ACE + AMD Ryzen 9 3900 X, -> Luftkühlung be quietDARK ROCK TF

-->> DRAM 3200 G.Skill leichtes oc mit Ryzen Dram Calculator 1.6.0.3 + AMD Ryzen 9 3900X @ Level 2 auto_overclock = 4250 MHz auf allen Kernen.

-->> Cinebench R20 : 7369 Points...


...Bis jetzt
COOLER MASTER MASTERLIQUID ML240R RGB on the Way, für weitere Experimente.


CU,
Guido
 
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