Im Surface 3 verrichtet ein ausgewiesener Tablet/Phablet-Prozessor seinen Dienst. Der x7-Z8700 gehört zur Familie der Atom-Prozessoren aus der allerneuesten CherryTrail-Generation und ist der Nachfolger des Atom Z3735F, der dir sicher schon mal irgendwo begegnet ist. Am besten vergleichen kann man den x7 mit einem besonders auf Sparsamkeit getrimmten Pentium N3700. Für Surfen, Medien konsumieren und leichte Office- und Kreativ-Arbeiten ist der x7 super und zudem super sparsam und leicht zu kühlen, wodurch das Surface 3 dann auch seine Akku-Laufzeit und das lüfterlose Design möglich macht. Er kann natürlich auch rechenintensivere Aufgaben wie Videoschnitt oder komplizierte Tabellen übernehmen, aber er genehmigt sich dann recht viel Zeit. Damit einher geht, dass der x7 keine schnellen Festplatten ansprechen kann und das Surface 3 somit nicht den "SSD"-Speed liefert, den man vielleicht erwartet. Die verbaute Festplatte entspricht ungefähr einer SD-Karte.
Ergo, bei besonders rechen- oder schreibintensiven Aufgaben, genehmigt sich das Surface 3 auch entsprechend Zeit. Inwieweit du unter Zeitdruck/-mangel leidest und/oder Sachen wie Videoschnitt planst, musst du entscheiden.
Was vielleicht schwerer wiegt ist die Tatsache, dass im x7-Prozessor nur eine für PC-Verhältnisse sehr schwache Grafikkarte steckt. Bei Videos usw. kommt das nicht zum Tragen, aber wenn du dir auch die Option für das eine oder andere Computerspiel offen halten möchtest, dann wird das mit dem Surface 3 nur begrenzt Spaß bringen.
So, was ist im Surface 3 Pro anders? Es verwendet einen "richtigen" Notebook-Prozessor (Core i3, i5, i7 - je nach Modell), besitzt eine bessere, wenn auch immer noch limitierte Grafikeinheit und kann auch schnelle SSDs ansprechen. Bei Standardaufgaben wie Surfen, Videos gucken usw. wirst du vermutlich nur geringe Unterschiede bemerken, aber sobald du dem Prozessor etwas zu tun gibst, ist er deutlich schneller als der Atom x7. Großangelegte Excel-Tabellen und -Funktionen sind schneller fertig, das System erscheint auch unter Last ansprechfreudiger, du kannst aufwendigere Video- und Bildbearbeitung betreiben und du kannst sogar Spiele spielen.
Die höhere Leistung führt dann aber dazu, dass sie auch aktiv gekühlt werden muss. Nicht sehr laut, aber es könnte ja ein Kriterium sein. Ansonsten, der erste Punkt der auffällt ist der größere Bildschirm (12 Zoll vs. 10,8 Zoll beim Surface 3) und eine höhere Auflösung (2160x1440 vs. 1920x1080 beim Surface 3). Plus natürlich ein höheres Gewicht. Dann gleich gefolgt vom Preis, denn das Surface 3 Pro ist ein gutes Stück teurer.
Wenn du sagst, ich will surfen, Videos gucken, ein paar PDFs mit dem Stift bearbeiten, ein paar Dokumente und Tabellen verfassen und erstellen, dann ist das Surface 3 echt gut. Ich selbst bin auch noch am überlegen, ob ich nicht zuschlagen soll, denn meine Ansprüche ähneln den deinen sehr.
Das mir derzeit bekannte, beste Angebot ist dieses:
Microsoft Surface 3 EDU-Bundle 64GB inkl. Stift und Type Cover (schwarz)
Wenn du aber sagst, ich will mir die Option auf etwas Power nicht verwehren und es wäre ja ganz lustig, wenn ich damit auch etwas daddeln könnte oder Leistungsreserven für noch unbekannte Projekte und Verwendungsideen hast, dann musst du wohl das Pro nehmen. Je nachdem, wieviel Leistung du in der Hinterhand möchtest, wählst du dann den i3 (schwächer), nen i5 oder gleich nen i7 (stärkste) als Prozessor.
Es gibt ebenfalls beim gleichen Händler auch ein Pro-Angebot, festgesetzt auf den i5:
Microsoft Surface Pro 3 / Core i5 / 128GB inkl. Type Cover Schwarz - Student & Teacher
Aber wie eingangs erwähnt, am (ich glaub) 04.10. ist ein Microsoft Event, auf dem das Surface 4 Pro erwartet wird - angeblich in zwei Ausführungen (groß/klein). Wenn dir also das Pro mehr zusagt, würde ich das noch abwarten.
Ansonsten noch, bezüglich der TypeCover Tastatur kann ich sagen, dass ich inzwischen bei Tests schon recht viel damit geschrieben habe und ich doch relativ begeistert von der Umsetzung bin. Für Viel- und Dauerschreiber sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber es gibt schlechtere "richtige" Tastaturen bei billigen Notebooks.
Grüße!