Switch mit Acces Point (Router?!)

Michilo

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo zusammen,

ich benötige für den Keller einen Switch und einen Acces Point. Es sind 3 Endgeräte (AVR, NAS, HTPC) die gerne per Patchkabel ans Netz wollen. Dazu sollen natürlich noch die mobilen Geräte mit WLAN versorgt werden.
Als Router besitze ich eine FRITZ!Box 3370. Von dort geht ein Netzwerkkabel in besagten Kellerraum.

Meine Frage an euch: Wie kann ich das am besten realisieren?

1. Idee: Switch + Accespoint |Pluspunkt: Switch hat noch Ports frei |Minuspunkte: Zwei Geräte, zwei Netzstecker, doppelter Stromverbrauch, teuer

2. Idee (dort weiß ich nicht ob das klappt) Router -> DHCP deaktivieren |Pluspunkte: Günstiger, ein Gerät, geringer Stromverbrauch |Minuspunkte: Keine freien Ports mehr (mir ist kein Router bekannt mit mehr als 4 LAN Ports), außer man kann den WAN Port als LAN Port umkonfigurieren.

Dazu würde ich gerne das WLAN einfach nur "erweitern" und kein neues Eigenständiges auf machen, geht das?
Klappen meine Ideen so weit und welche Produkte könnt ihr dafür Vorschlagen?
 
Zu 1: Geht natürlich, macht gerade dann Sinn, wenn Roaming oder etwas ähnliches beabsichtig ist (hierfür müssten die Geräte soetwas unterstützen).
Zu 2. Endkundenrouter haben in der Tat idR nur 4x LAN-Ports und optional einen WAN-Port. Deine Zählweise ist etwas allerdings etwas merkwürdig. Es sind drei Geräte, also bleibt ein Port frei und "Uplink" wird in den WAN-Port gesteckt.
So eine Art Erweiterung erhält man, wenn man Netznamen (SSID) und Password von den beiden WLAN-Netzen angleicht. Für richtiges Roaming braucht man etwas teuerere Gerätschaften (z.B.: Ubiquiti UAP-LR ).
Für die Handelsübliche Alternative kannst du beinahe jeden Router nehmen.

Um etwas genaueres zu empfehlen, müsste noch WLAN-Standarts, max Preis und Anbindung kennen.
 
Zu 1: Geht natürlich, macht gerade dann Sinn, wenn Roaming oder etwas ähnliches beabsichtig ist (hierfür müssten die Geräte soetwas unterstützen).
Ich weiß nicht so ganz was du mit Roaming meinst, kenne es nur aus dem mobilen Bereich und kann kein Bezug auf mein Problem herleiten. Ich würde mich über eine Erklärung freuen.

Zu 2. Endkundenrouter haben in der Tat idR nur 4x LAN-Ports und optional einen WAN-Port. Deine Zählweise ist etwas allerdings etwas merkwürdig. Es sind drei Geräte, also bleibt ein Port frei und "Uplink" wird in den WAN-Port gesteckt.
So eine Art Erweiterung erhält man, wenn man Netznamen (SSID) und Password von den beiden WLAN-Netzen angleicht. Für richtiges Roaming braucht man etwas teuerere Gerätschaften (z.B.: Ubiquiti UAP-LR ).
Für die Handelsübliche Alternative kannst du beinahe jeden Router nehmen.
Ich bin davon ausgegangen das der WAN- Port nicht benutzt werden kann. Dann sollte meine Zählweise richtig sein. "Uplink + AVR + NAS + HTPC = 4 Ports :cool: hatt ja auch noch das umkonfigurieren des WAN Port hintergeschrieben, weiß aber nicht ob das jeder Router kann.

So eine Art Erweiterung erhält man, wenn man Netznamen (SSID) und Password von den beiden WLAN-Netzen angleicht. Für richtiges Roaming braucht man etwas teuerere Gerätschaften (z.B.: Ubiquiti UAP-LR ).
Für die Handelsübliche Alternative kannst du beinahe jeden Router nehmen.
Was ist denn der Unterschied zwischen "richtigem" Roaming und das Handelsübliche?

So ich Präzisier nochmal meine Angaben damit ein klareres Bild entsteht:
Router: Fritz!Box 3370
Max Downstream (meinst du das als Anbindung?): ~6600 kbits/s (DSL6000)
Verschlüsselung WPA2

Die WLAN-Standards geben doch hauptsächlich die maximal mögliche Geschwindigkeit und die Verschlüsselungsmöglichkeiten an oder? WLAN Geschwindigkeit ist erstmal egal, das soll nur für mobile Geräte da sein um ins Internet zu kommen. GBit-LAN wäre natürlich für die Kabelanbindung schön.

Preis: so günstig wie mögich :ugly: was auch sonst :daumen:
 
Ich weiß nicht so ganz was du mit Roaming meinst, kenne es nur aus dem mobilen Bereich und kann kein Bezug auf mein Problem herleiten. Ich würde mich über eine Erklärung freuen.
Roaming gibt es nicht nur bei GSM, LTE und co. Idee ist folgende: Ist die Grundfläche des zu versorgenden Gebietes groß und eine WLAN-Quelle nicht ausreicht oder nur mit schlechter Qualität, dann nutzt man zwei AP's (bindet Sie an eine Kabelinfrastruktur aka LAN). Dann ist es möglich seine Position zu wechseln und unterbrechugnsfrei von einem AP zu einem anderem wechseln, der näher an die derzeitige Position des Empfänger ist, und entsprechenden höhere Bandbreite erreichen..

Ich bin davon ausgegangen das der WAN- Port nicht benutzt werden kann. Dann sollte meine Zählweise richtig sein. "Uplink + AVR + NAS + HTPC = 4 Ports :cool: hatt ja auch noch das umkonfigurieren des WAN Port hintergeschrieben, weiß aber nicht ob das jeder Router kann.
WAN-Port brauchst du nicht umzukonfigurieren. Du verbindest deine 3370 mit dem neuem Router genau über den WAN-Port. Dadurch erhält der neue Router Zugang zum Internet.
Was ist denn der Unterschied zwischen "richtigem" Roaming und das Handelsübliche?
Richtiges Roaming -> unterbrechungsfreier Wechsel zwischen den Accespoints. Soll heißen du bist mit dem Handy in deinem WLAN gehts von Keller in den Dachgeschoß und guckst dabei ein Video auf youtube o.ä. oder benutzt Skype.
Dann merkst du den Vorgang des Wechsels von einem AP zum anderen nicht.
"Handelsübliches Roaming" -> Ist etwas unglücklich ausgedrück aber die Idee dahinter ist: Du nimmst einen zweiten Router schaltest DHCP bei dem aus und passt den SSID und Password deinem 3370 an.
Dann gehst du wieder aus dem Keller in den Dachgeschoß und guckst dabei ein Video bei youtube. Im ersten Stock allerdings verliert dein Handy den Signal und sucht nach einem neuen -> Video bricht ab. Muss dann Verbingung zum zweiten Router herstellen.. das dauert.

Die WLAN-Standards geben doch hauptsächlich die maximal mögliche Geschwindigkeit und die Verschlüsselungsmöglichkeiten an oder? WLAN Geschwindigkeit ist erstmal egal, das soll nur für mobile Geräte da sein um ins Internet zu kommen. GBit-LAN wäre natürlich für die Kabelanbindung schön.
WLAN-Standarts spreche von maximalen theoretischen Bruttogeschwindigkeit. Außerdem gibts noch Späße alá 2,4GHz und 5GHz-Spektren.
 
Dann muß im router aber eingestellt werden, das über den WAN-port das inet bezogen werden muß und man verliert die verbindung zum rest des netzwerkes. ;) (es greift dann NAT)
Dann hatte ich das ja doch richtig im Kopf. Kann das jeder Router? Eigentlich ja auch egal, denn ich brauche ja keinen weiteren Port. Wüsste auch nicht wofür.

Danke Seekerm für die verständliche Erklärung :daumen:. Mein super formuliertes "Handelsübliche Roaming" wird wahrscheinlich jeder neue Router beherrschen. Was muss man ausgeben um "richtiges Roaming" zu haben und warum macht da die Kombination aus Switch + AP mehr Sinn?
 
Dann muß im router aber eingestellt werden, das über den WAN-port das inet bezogen werden muß und man verliert die verbindung zum rest des netzwerkes. ;) (es greift dann NAT)
Ein WAN (und kein LAN-WAN-Mischling)ist standartmäßig als Quelle eingestellt, da muss absolut 0.0 dran geschraubt werden. Das einzige was nötig wäre, wenn das an WAN-angeschloßene Gerät ein Modem wäre ist die PPPoE-Einstellungen zu treffen. Sachen wie Bridging sind in diesem Falle vollkommen ohne Belang.
 
Hättest du denn einen Produktvorschlag? Da sehe ich den Wald vor lauter Bäume nicht.
"Möglichst günstig", ist nicht immer der beste Weg. Unter TP-Link TL-WR1043ND 300Mbit/s Ultimate WLAN Gigabit: Amazon.de: Computer & Zubehör zu gehen würde ich nicht empfehlen. Alternativ auch ein Asus RT-N18U oder TP-LINK Archer C2 AC750 WLAN Dual Band Gigabit Router: Amazon.de: Computer & Zubehör
Eine zweite Fritzbox wäre auch eine Möglichkeit, aber ist deutlich teuerer. Bezieht sich selbstverständlich auf deine 2. Idee.
 
Dann muß im router aber eingestellt werden, das über den WAN-port das inet bezogen werden muß und man verliert die verbindung zum rest des netzwerkes. ;) (es greift dann NAT)

Ein WAN (und kein LAN-WAN-Mischling)ist standartmäßig als Quelle eingestellt, da muss absolut 0.0 dran geschraubt werden. Das einzige was nötig wäre, wenn das an WAN-angeschloßene Gerät ein Modem wäre ist die PPPoE-Einstellungen zu treffen. Sachen wie Bridging sind in diesem Falle vollkommen ohne Belang.

Was @TurricanVeteran schreibt stimmt natürlich und @Michilo hat korrekt gezählt und den WAN Port berücksichtigt, denn deine Vorgehensweise @seekerm baut eine Routerkaskade auf.

Kein Gerät was vor dem WAN Port verbunden ist (Basis = Router) findet ein Gerät nach dem WAN Port (des APs), da NAT und Firewall greifen (woher wissen die Geräte was nach NAT + FW passiert?). Umgekehrt funktioniert das, denn die Geräte wissen was vor dem WAN Port passiert!
Wird der WAN Port des als Access Point von einem Router aus verbunden bekommt er eine IP aus dem Adressbereich dieses Routers, zwangsläufig kann die WAN IP nicht aus dem Adressbereich des nachfolgenden Netzes sein. Hier geht es um einfache Router ohne großartige Konfigurationsoptionen und deaktivierbares NAT für den WAN Port etc.

Router 1: 192.168.1.1 bis 254
Router 2: bekommt WAN IP aus 192.168.1.2 bis 254 (AP Betrieb)
damit muss Router 2 ein neues Netz aufbauen, denn NAT und FW sind aktiv! und eine WAN IP kann keine LAN IP im gleichen Adressbereich sein.

Es gibt jedoch Router von z. B. Western Digital, Buffalo etc. die out of the box im Access Point Betriebsmodus den WAN Port zum gleichwertigen LAN Port konfigurieren. Alternativ kann man 3rd party Firmware verwenden, auch damit kann man den WAN Port zum gleichwertigen LAN Port dem integrierten switch zuweisen.

@seekerm
siehe hierzu die Beiträge aus dem vergangenen Jahr, dort hast du das schon mal wenig transparent behauptet und dann mit statischen Routen etc. argumentiert

Michilo schrieb:
Was ist denn der Unterschied zwischen "richtigem" Roaming und das Handelsübliche?

Client basiertes roaming realisiert der Client, also z. B. ein Notebook, bewegst du dich im Gebäude sucht sich das Notebook im Idealfall stets den AP mit dem besten Signal, jedoch erfolgt stets ein Login und ein kurzer Verbindungsabbruch, den du beim z. B. Surfen nicht wahrnimmst.

Aktives roaming wird von den APs untereinander gesteuert (Wlan Controller oder ohne Wlan Controller - günstigere Lösungen - proprietäre Verfahren wie Ubiquiti, Cisco etc.), sie handeln untereinander aus, welcher AP den Client übergibt und welcher AP den Client übernimmt, dabei wird auch die Authentifizierung übergeben/übernommen. Für Echtzeitanwendungen wie z. B. VOIP notwendig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was @TurricanVeteran schreibt stimmt natürlich und @Michilo hat korrekt gezählt und den WAN Port berücksichtigt, denn deine Vorgehensweise @seekerm baut eine Routerkaskade auf.

Kein Gerät was vor dem WAN Port verbunden ist (Basis = Router) findet ein Gerät nach dem WAN Port (des APs), da NAT und Firewall greifen (woher wissen die Geräte was nach NAT + FW passiert?). Umgekehrt funktioniert das, denn die Geräte wissen was vor dem WAN Port passiert!
Wird der WAN Port des als Access Point von einem Router aus verbunden bekommt er eine IP aus dem Adressbereich dieses Routers, zwangsläufig kann die WAN IP nicht aus dem Adressbereich des nachfolgenden Netzes sein. Hier geht es um einfache Router ohne großartige Konfigurationsoptionen und deaktivierbares NAT für den WAN Port etc.

Router 1: 192.168.1.1 bis 254
Router 2: bekommt WAN IP aus 192.168.1.2 bis 254 (AP Betrieb)
damit muss Router 2 ein neues Netz aufbauen, denn NAT und FW sind aktiv! und eine WAN IP kann keine LAN IP im gleichen Adressbereich sein.

Es gibt jedoch Router von z. B. Western Digital, Buffalo etc. die out of the box im Access Point Betriebsmodus den WAN Port zum gleichwertigen LAN Port konfigurieren. Alternativ kann man 3rd party Firmware verwenden, auch damit kann man den WAN Port zum gleichwertigen LAN Port dem integrierten switch zuweisen.

@seekerm
siehe hierzu die Beiträge aus dem vergangenen Jahr, dort hast du das schon mal wenig transparent behauptet und dann mit statischen Routen etc. argumentiert
Routerkaskade wäre es, wenn IP-Client-Mode oder anderes sinngleiches nicht möglich wäre. Was faktisch bei alle drei Geräten, spätestens mit den von dir genanten third party tools möglich (in zwei Fällen dd-wrt), gegeben ist. (Auch einfache Geräte sind nicht alle ganz unbrauchbar).
 
Aktives roaming wird von den APs untereinander gesteuert (Wlan Controller oder ohne Wlan Controller - günstigere Lösungen - proprietäre Verfahren wie Ubiquiti, Cisco etc.), sie handeln untereinander aus, welcher AP den Client übergibt und welcher AP den Client übernimmt, dabei wird auch die Authentifizierung übergeben/übernommen. Für Echtzeitanwendungen wie z. B. VOIP notwendig.
Hört sich super an, scheint aber, ohne genau geguckt zu haben, recht teuer zu sein. Ich denke ich werde mich mit dem Client basiertem Roaming zufrieden geben und mir die drei Vorschläge von Seekerm genauer angucken.
 
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