Soweit ich weiß sagt das deutsche Recht da etwas anderes.
Wobei dir die kaputte Hardware natürlich gehört.
Mal ganz unabhängig von der Switch 2. Wenn das Bricken von Hardware weil dem Hersteller etwas nicht passt, legal wird, sind wir verloren.
Das kannst du noch ewig weiter spinnen:
(Nur versucht!) nicht zertifizierte Teile in ein Auto eingebaut? Tja. Jetzt ist es E-Schrott!
Akku oder Kondensator getauscht und damit der geplante Obsoleszenz entgangen? Tja. Jetzt ist es E-Schrott!
Smartphone rerootet? Tja. Jetzt ist es E-Schrott!
Fernseher mal nach draußen gestellt, obwohl die Anleitung klar sagt, nur in Innenräumen verwenden? Tja. E-Schrott.
Gerade der letzte Punkt ist mit Absicht übertrieben. Was geht es einen Hersteller an, was ich mit meinem Eigentum mache? Mag ja sein, dass ich gegen die Terms of Use verstoße, aber wofür gelten die? Die Software ist Teil des Produkts. Schließ mich halt vom Online Service aus. Fein. Sehe ich ein, dass man da die klare Regel aufstellt, dass modifizierte Konsolen nicht teilnehmen dürfen. Meinetwegen "wegen der Sicherheit". Aber zerstör mir doch nicht mein Eigentum deswegen!
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre die Hardware und Software getrennt zu sehen. Dann müsste aber die Möglichkeit bestehen, einfach eine alternative Software zu verwenden und das geht ganz sicher nicht.
Sollte rauskomme, dass wegen irgendwelchen Voltage Glitches die Konsolen mit Absicht bricken, wird Nintendo wohl die Hölle heiß gemacht. Der Nachweis wird schwierig bzw. teuer, aber meine Meinung.
Wieso muss immer alles gecrackt werden? Unterstütz doch die Publisher ihr penner! Genau aus diesem Grund gehen entwicklerstudios bankrott.
Den Entwicklern geht es in erster Linie darum, die Konsole frei benutzen zu können. Die Leute, die Piraterie im Sinn haben wie z.B. die Gateway3DS damals, die sind wesentlich verschwiegener und geben ihren Code und Exploits auch nicht offen heraus, weil sie damit Geld verdienen.
Sollte das es stimmen, dass Nintendo Voltage Glitches erkennt, haben sie auf jeden Fall ihre Hausaufgaben gründlich gemacht. Sie können solche Angriffe unterbinden, in dem sie den Prozessor abschalten, nicht aber die Hardware völlig unbrauchbar machen.
Ein vermeintlich hochsicheres System zieht auf jeden Fall Leute an, die es verstehen und überlisten wollen. Hersteller schreiben ja auch selbst Bug Bounties aus, damit man ihnen gegen Geld Sicherheitslücken liefert, damit sie geschlossen werden, bevor sie weitläufig ausgenutzt werden.
Und nochmal: Kein Hersteller hat das Recht, das Eigentum eines Käufers zu zerstören. Das ist schlichtweg mutwillige Sachbeschädigung. Das Recht auf Eigentum werte ich höher als Nintendos Interesse ihr Produkt zu "schützen".
Mutwilliger Zerstörung durch den Hersteller darf keinen Fuß breit erlaubt werden.