Statt 54Mbit/s lieber 125 Mbit/s oder gar mehr?

Auf die Frage habe ich doch eigentlich nur gewartet :D Weil erstmal solltest du dir sicher sein, das es daran liegen sollte. Auch und gerade bei 5 GHz wirst du meiner Meinung nach ähnliche Probleme haben können ...

Ein klein wenig Theorie, was meine Aussage untermauern soll. Funkwellen breiten sich quasi optisch aus. Das soll heißen, sie reichen soweit wie du gucken kannst (das ist das Minimum!) Der Zentimeter bereich, in dem unsere WLANS angesiedelt sind, sind zudem noch sehr anfällig gegenüber Störeinflüssen. Manchmal reicht nur ein Großer Schrank zwischen dem Router und dem Endgerät. Bei weiteren Verbindungen reicht es auch, wenn sich jemand zwischen (die erdachte Linie) der Antennen begibt. Was passiert wenn solch ein Hinderniss auftaucht oder von anfang an da ist? Richtig, die Geschwindigkeit nimmt merklich ab.

Naja, was kann man nun tun?! ICH würde als erstes mit Antennen rumexperementieren. Was ist ein Sender/Empänger, der noch so gut sein kann, ohne Antenne? Genau, nüscht.

Ein Fall-Beispiel: Ein Haus, im ersten Erdgeschoss der Router. Dieser soll eine Verbindung zu einem Client herstellen. Besonderheit hier, abgesehen davon, das die Antennen sich nicht direkt sehen können, das Haus ist mit Glaswolle gedammt, welche eine nette "Alufolie" haben. Die Fenster sind Metallbedampft. Der Tod für Funkwellen. Der Client steht auf demselben Grundstück, aber außerhalb des Hauses. In einem Raum, der Ebenfalls mit Glaswolle ausgestattet ist. Selbst viele andere Funkgeräte empfangen da unten kaum etwas ... Die Funkstrecke beträgt etwa 50m Luftlinie. Originalantennen vom Router und Netzwerkarte mit Omiantenne. KEIN Empfang. Kleine selbsgebaute Styropor Richtantenne auf Router und Client. Empfang ist da, aber sehr bescheidene Datenrate. Omniantenne des Clients an der Dachkante befestigt, Datenrate steigt etwas. Aber nicht zufriedestellend. Dosenantenne am Client, Datenrate steigt merklich. Ist aber sehr sehr Wetterfühlig. Wenn Regen, dann tanzt die Datenrate ohne Ende ... Richtantenne aus "professioneller" Fertigung an den Client und siehe da, der Datendurchsatz ist so wie er sein soll. So funkt derjenige nun seit etwa 5 Monaten und es kam keine beschwerde. Datendurchsatz mit seiner Leitung etwa 300 KBits und das ist doch recht annehmbar.

Füe dich vielleicht ein wenig übertrieben. Aber mit den Styrophorantennen würd ich schon mal rumexperementieren und wenn´s eben nur am Router ist. Kostet dich nichts an Material und der Aufwand ist vergleichsweise gering, eben nur etwas Zeit zum probieren.
 
Funkwellen breiten sich quasi optisch aus.
Hu, das darfst du aber keinem Physiker erzählen :-) Deine Aussage stimmt am Ende zwar, aber mit den Begriffen wäre ich seeehr vorsichtig :-)

Fakt ist, wie du auch schon geschrieben hast, dass sich die Wellen leicht abschirmen lassen. Übrigens liegt die Wellenlänge von dem 2,5 GHz-Kram so um 8 cm wenn ich mich nicht irre.
Richtantennen mögen für einen Client ganz nett sein, sollens aber mehrere werden wird das haarig.

so far
 
Hu, das darfst du aber keinem Physiker erzählen :-) Deine Aussage stimmt am Ende zwar, aber mit den Begriffen wäre ich seeehr vorsichtig :-)

Yeah, ich weiß. Mit meinem Handfunkgerät, mit 500 Miliwatt komm ich auf 2m auch 8000 KM weit, laut Phyikern. Im Weltall, wo nichts dazwischen ist. Toll! Wann bin ich mal im All unterwegs :lol:Realitätsnah sind vieleicht 1 oder 2 KM in der Stadt ... Aber das nur am Rande.

Fakt ist, wie du auch schon geschrieben hast, dass sich die Wellen leicht abschirmen lassen. Übrigens liegt die Wellenlänge von dem 2,5 GHz-Kram so um 8 cm wenn ich mich nicht irre.

Naja, eher sinds 12cm :), aber Nahe dran.

Richtantennen mögen für einen Client ganz nett sein, sollens aber mehrere werden wird das haarig.

so far

Hier hast du wiederrum nicht ganz unrecht. Allerdings Weisen die Antennen ja auch Nebenkeulen auf. Wie stark, wo und mit welche Reichweite kann man nur im Test feststellen. Wenn du dich zum Beispiel imselben Raum aufhälst, auch wenn du nicht in der Hauptstrahlrichtung bist, spielt das eher eine untergeordnete Rolle. Im Nebenraum mag es auch noch gehen. Zumal es ja auch verschiedene Arten von Richtantennen gibt, wo der Öffnungswinkel mal größer (für geringe Reichweiten und ungenaue Ausrichtung -> mehrere Clients) und eben mal kleiner ist (für Richtfunkstrecken, wo die Antennen genau aufeinander ausgerichtet sind).
 
Aber mit den Styrophorantennen würd ich schon mal rumexperementieren und wenn´s eben nur am Router ist. Kostet dich nichts an Material und der Aufwand ist vergleichsweise gering, eben nur etwas Zeit zum probieren.
Man muss ich blöd sein. Keine Ahnung, was du damit meinst. Hast du mal nen Link oder was ähnliches?
 
Die 0-Euro-Antenne - heise Netze für weitere Anreize kannst du ja selbst eine Suchmaschiene deiner Wahl quälen :D

Und hier mal noch direkt ein Bild, sowas haste bestimmt schon mal gesehen. Induktive Kopplung halt, aber funktioniert. Man sollte halt nur GANZ genau die Abmessungen beachten, weil eben JEDER Milimeter zählt.

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Der Aufbau der Elemente erfolgt vorzugsweise aus Kupferdraht mit einem Durchmesser von 1mm, entsprechend einem Querschnitt von 0,75mm2, wie er in der Elektroinstallation gelegentlich Verwendung findet. Die Längen der Elemente (von links nach rechts in mm) 50 - 51 - 51.5 - 52 - 53 - Strahler - 60, sowie die Abstände zwischen den Elementen (v.l.n.r. Mitte-Mitte in mm) 34 - 31 - 26 - 22 - 9 - 25 beschreiben diese Antenne komplett. Der quadratische 15mm Hartschaumstrang dient den Elementen als Träger und gleichzeitig als Befestigung am eingebauten Antennen-Strahler des WLAN-Routers. Der Träger ließe sich auch aus anderen Schaumstoffen oder ähnlich gut isolierenden Materialien, wie z.B. Balsa-Holz, fertigen. Ferner ist auch die Verwendung anderer Drahtstärken für die Elemente möglich, setzt jedoch eine Korrektur der Elementlängen voraus. So sind die Elemente bei Verwendung dickerer Drähte in ihrer Gesamtlänge etwas zu kürzen, und zwar für 1,5mm2 Draht um ca. 1mm sowie für 2,5mm2 Draht um ca. 2mm.

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Die Elementlängen und Abstände dieser Antenne lehnen sich in ihrem Grunddesign an Günther Hochs Hochleistungs-Yagis an. Dieser weist einen Gewinn von 9,7dBD (11,8dBi) aus.


Der Praxisbetrieb zeigt eine Anhebung der Link-Qualität von wackeligen 55% auf stabile 94%, wobei die Datenrate in den höchsten Modus von 54Mbps schaltet.
 
@ TheRammbock: Vielen Dank, das werde ich demnächst mal ausprobieren bevor ich mir für teures Geld neue Geräte kaufe. Bisher habe ich von einer solchen Antenne noch nie gehört!
:hail::hail::hail:

Ganz speziell bedanken möchte ich mich auch bei HeNrY für den sehr hilfreichen und konstruktiven Beitrag. :schief: :schief: :schief:
 
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