Sporadische PC Neustarts

Nofu19

Schraubenverwechsler(in)
Hallo liebe Community,

ich bin langsam am verzweifeln wegen sporadischen PC Neustarts. Hier meine kurze Fehlerbeschreibung:

Den PC habe ich mir im Januar 2013 zusammengestellt und zusammengebaut. Dann lief er knapp 2 Jahre ohne irgendwelche Probleme stabil bis im Herbst letzten Jahres Freezes auftraten. Zuerst nur alle paar Tage/Wochen bis es dann im Dezember mehrmals täglich passierte. Ein Bios Update brachte keine Verbesserung, nur das aus den Freezes zu 95% der automatische PC Neustart wurde ohne Vorwarnung oder Bluescreen(dieses ist im Windows eingeschalten). Habe dann den PC zum Komplettcheck in dem Computerladen, in welchem ich damals die Teile gekauft hatte, gegeben, weil ich noch Garantie auf die Teile hatte. Dieser hatte 2 Fehler gefunden. Einmal hatte die alte HDD Festplatte Fehler und wurde eingeschickt und mittlerweile umgetauscht. Zum anderen wurde die Wärmeleitpaste auf der CPU erneuert. Hatte den Rechner dann Anfang Januar wieder bekommen und er lief bis Ende Januar ohne Probleme. Dann fingen die PC Abstürze wieder an, mit dem selben Muster. Also zunächst nur sporadisch alle paar Tage/Wochen. Dann nach einiger Zeit mehrmals täglich. Dabei treten diese unter Last, z.B. in Spielen auf, aber auch wenn der PC hochfährt bzw. im normalen Betrieb wenn z.B. nur der Internet Explorer oder Word geöffnet sind. Wenn die Symptome dann nach einiger Zeit sehr schlimm sind, kann der Systemabsturz auch durch Prime95, bzw. Furmark erzwungen werden. Was ich bis jetzt gemacht habe:

- PC wurde nicht übertaktet etc.
- Grafikkarte gewechselt, bzw. PC mit Onboard Grafik laufen lassen, ohne Erfolg
- Netzteil gewechselt, bzw. Kabel gewechselt, ohne Erfolg
- mehrfache Komplettreinigung des PC, nur Erfolg für einen Tag
- Festplatte gewechselt, Windows neu aufgespielt, inklusive Treiber, ohne Erfolg
- Ram getauscht, bzw. überprüft, ohne Erfolg
-Temperaturen und Lüfter überprüft, alle in Ordnung

Was bis jetzt zu einem kurzfristigen Erfolg führte:

- im Februar hatte ich mir einen zusätzlichen PC Seitenlüfter eingebaut, weil ich festgestellt hatte das bei einem offenen Gehäuse der PC stabiler lief, hielt eine Woche dann wieder selbe Symptome
- im Bios wurde daraufhin der PC Lüfter auf "volle Pulle" gestellt, hielt ein paar Tage

- der CPU Lüfter, inklusive Auftragen der Wärmeleitpaste, wurde nun zweimal wieder neu aufgesetzt. Einmal im Dezember vom Computerfachexperten, danach lief der Rechner 1 Monat. Nun vor 1 1/2 Wochen von mir nochmals, wodurch der Rechner von einem vorhergehenden "zu-nichts-zu-gebrauchen-Zustand" zu einem stabilen Zustand gebracht werden kann, selbst unter Prime95+Furmark über eine Stunde. Nun treten aber seit heute wieder die selben Anfangssymptome auf. Heute früh ist der PC wieder im normalen Internet-Browser Gebrauch abgestürzt und die nächsten Tage wird sich das Problem wieder steigern.

Weiß nicht mehr so recht weiter, es kann ja nur noch CPU, Board oder dessen Zusammenspiel sein. Kann mir aber nicht erklären warum der PC wieder für eine gewisse Zeit stabil wird wenn der CPU Lüfter neu aufgesetzt wird.

Sollte ich jetzt:
a) neue CPU probieren?
b) neues Mainboard probieren?
c) neuen CPU Lüfter probieren?

Vielen Dank schonmal an alle, welche die lange Beschreibung durchlesen und mir helfen wollen.

PC Daten:

I5 3550
GA-H77M-D3H
Kingston 8Gb Value Ram
(mittlerweile) Samsung 840 Evo SSD als Systemplatte
Be Quit System Power S6 450 Watt
Gygabite HD 7770 OC
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir komplett fehlt ist eine Temperaturangabe. Wie verhält sich die Temperatur kurz vor einem Absturz und nachdem alles "neu" gemacht wurde?
 
Die sind alle im normalen Rahmen, vor wie nach dem "neu" machen. Das heißt unter Last CPU 55-60 Grad, Grafikkarte 65-70 Grad und Mainboard 28 - 57 Grad (HWMonitor gibt dort 4 Temperaturen an, eine wird unter Last auf 57 Grad heiß, die anderen bleiben bei ca. 29-30 Grad). Wenn keine Last ausgeübt wird liegt der CPU bei 29-30 Grad (tlw. sogar bei 26 Grad), die Grafikkarte bei 25 Grad und das Mainboard bei 25 Grad. Die Festplatten steigen bei Last auf 27-28 Grad an. Im Idle liegen sie bei 23 Grad und weniger. Da die Abstürze auch im Idle passieren und ich das live mit HWMonitor mal verfolgt habe konnte ich keinen abrupten Anstieg der Temperaturen oder ähnliches erkennen wenn der PC abstürzte. Auch nicht bei den Umdrehungen der Lüfter. Er geht einfach zu 95% ohne Vorwarnung aus und schaltet sich nach 1-2 Sekunden wieder ein. Die restlichen 5% erhalte ich ein Freeze des Bildschirms, wobei der Ton für ca. 1/2 Sekunde beim Eintreten des Freeze ein schrilles Geräusch macht und dann verstummt. Dann ist wiederum nur ein Hard Reset möglich.
 
Eine andere Idee: Der CPU-Kühler sitzt nicht zu fest, falls es einer mit Schrauben ist? Weil durch das zu feste Anziehen haben sich schon manche einen RAM-Kanal lahm gelegt.
 
Vielen Dank für deinen Tipp. Ich habe jetzt nochmal in den letzten Tagen alle Ram Bänke durchprobiert, ohne bei einem bestimmten ein Nichterkennen des Rams feststellen zu können. Der Ram wird auf allen angesprochen und erkannt. Ja mein CPU-Kühler, ein Zalman CNPS5X, hat wirklich Schrauben zum befestigen. Zum einen sitzt er fest, zum anderen ist mir nun aber aufgefallen, das eine der beiden Befestigungsschrauben sich überdrehen lässt. Sowas habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt(bei anderen technischen Geräten, weil eigentlich immer bei überdrehten Schrauben gar nichts mehr festgezogen wird, hier nun aber schon). Zum einen lässt sich zwar die Schraube festziehen, aber wohl nicht zu 100%, also bis zum Anschlag, sodass es nicht mehr weitergeht. Ich weiß nicht ob erst beim letzten Neuaufsetzen dies passiert ist, weil mir das bis jetzt eigentlich nicht aufgefallen ist, und auch dem Computerfachmann im Dezember dies wohl nicht aufgefallen ist. Wenn doch hatte er das wohl aber nicht als schwerwiegend empfunden und hat mir nichts davon gesagt.

Nun meine Frage: könnte diese nicht 100% festgezogene Schraube meine Probleme erklären?

Ich habe nun nämlich rausgefunden, dass wenn die Freezes und Neustarts wieder anfangen, diese für ein paar Tage beseitigt werden können, wenn der CPU-Kühler mit sanfter Gewalt wieder angedrückt wird. Wenn ja würde ich einen neuen CPU-Kühler kaufen. Kann ich hier in diesem Thread fragen welcher zu empfehlen ist, oder sollte ich dafür einen neuen aufmachen?
 
Also wenn es an den Schrauben/dem Kühler liegt dann müssen die Temps hoch gehen bevor der Rechner Abstürtzt. Ansonsten hat der Kühler ja kein Effekt. Benutze vielleicht mal HWinfo und log die Temps im Hintergrund in einen Datei, die kannst dir dann nach einem Absturz angucken.

Ansonsten kann ich mir nur vorstellen das du eine Art Wakelkontakt hast und durch druck auf den Kühler das wieder für paar Tage geht und der Wakelkontakt dann wieder auftritt...
 
Also ich hatte schon einmal die Temps geloggt, ohne irgendetwas komisches beim Absturz herauslesen zu können. Sie gehen definitiv zu keiner Zeit in den kritischen Bereich. Der PC stürzt ja auch im idle ab und die Temperaturen sind da um die 30 Grad was ich selber live mehrmals verfolgt habe.

Wo sollte den der Wackelkontakt sein? Die Theorie hört sich erstmal realistisch an, nur wie kann ich das Problem weiter eingrenzen, bzw. beseitigen?
 
So nachdem ich nun am CPU Lüfter die Schrauben gewechselt habe kann dieser nun eigentlich nicht mehr das Problem sein. Habe nun am Wochenende das Mainboard ausgetauscht mit dem Ergebnis das der PC nach 5 Minuten unter Last wieder abgestürzt ist und nun in einem nahezu unbenutzbaren Zustand ist, weil er jetzt entweder beim Hochfahren abstürzt oder nach wenigen Minuten. Das Mainboard ist das selbe was ich vorher hatte, an den Treibern kann es nun deswegen nicht liegen.

Da ich nun alles an dem PC gewechselt habe bis auf den CPU kann es ja eigentlich nur noch dieser sein. Ich dachte und hörte von Experten aber immer, das dieser bei Fehlern dann aber gar nicht mehr den PC hochfahren lässt, also sozusagen das der PC bei unfehlerhafter CPU geht, bei fehlerhafter gar nicht. Deswegen jetzt die Frage:

Hat jemand aus dem Forum schon einmal Erfahrungen gemacht, hinsichtlich PC Abstürze die CPU bedingt waren?
 
Leider nicht.. meist liegt dieses Phänomen wirklich nur vor , bei Def. Ram , Netzteil , Board oder halt Softwarefehler....

Haste mal Win einfach mal neu Installiert an irgendein Punkt ? Vll mal Bios Update machen...vll stimmt da was nicht

(Hust schau mal wirklich bei den Bios Updates, Dein Board hatte enorme Stabilitätsprobleme , sodass Gigabyte 2 Updates rausgebracht haben um diese zu Fixen)
GIGABYTE - Mainboard - Socket 1155 - GA-H77M-D3H (rev. 1.0)
 
Danke für deine Antwort. Bei meinem eigenen Board habe ich seit Dezember das aktuellste BIOS drauf, weil das einer der ersten Tipps war, welchen ich erhalten habe. Wie schon im Eingangspost beschrieben brachte dies keine Verbesserung, nur das aus den Freezes die ich damals hatte zum großen Teil die automatische Selbstabschaltung wurde und ein Freeze nur noch ganz selten auftritt. Bei dem Testboard läuft die Version F11, aber da es nicht meins ist und der PC gerade in einem völlig instabilen Zustand ist, will ich da lieber kein BIOS Update machen. Fernab dessen zeigt dieses Mainboard aber 1:1 dieselben Fehlersymptome auf, welche das andere Board mit der neuen Bios Version auch hat.

Windows wurde Anfang Januar neu installiert, im Zusammenhang mit meiner neuen SSD Festplatte. Der PC lief zwar im Januar stabil, aber das lag nun eher daran, dass dieser Ende Dezember zur Reperatur war, wo die Wärmeleitpaste erneuert wurde. Da ich selber den PC Ende Februar/Anfang März durch ein Neuaufsetzen des CPU Kühlers für ca. 1 Woche von einem völlig instabilen Zustand in einen stabilen Zustand bringen konnte, nehme ich an das es daran lag, und nicht an dem Neuaufsetzen des Windows.

Das Neuaufsetzen des CPU-Kühlers hat nun seit Ostern auch überhaupt keinen Sinn mehr, da der PC trotz dessen sich in einem völlig instabilen Zustand befindet. Wie schon gesagt, habe ich nun mittlerweile alles getauscht vom Ram über Netzteil bis hin zu Festplatten und Festplattenkabel, immer mit den selben Fehlersymptomen. Das Mainboard war nun meine letzte Hoffnung, aber anscheinend liegt auf dem Rechner einfach ein Fluch....
 
Du kannst theoretisch einen neuen CPU Kühler ausprobieren. Dann vill. auch nen größeren würde mehr Spielraum nach oben lassen. Wenn das nicht hilft wohl oder übel die CPU tauschen. und wenn das auch nicht geht ist entweder irgendwo nen Pin verbogen oder eins deiner Kabel macht Faxen :D
 
Ok dann werde ich es nochmal mit einem neuen CPU Kühler probieren. Könnt ihr mir da einen empfehlen? Er sollte dann auch schon mindestens das leisten was mein Zalman derzeit schafft und wenn möglich noch leiser und besser, sollte ja auch ein Upgrade sein. Also er sollte meinen I5 mindestens auf 55 Grad unter Last halten und nicht mehr ganz so laut dabei sein(obwohl meiner jetzt auch nicht extrem laut ist) und mindestens 26-30 Grad im Idle bzw. bei schwacher Nutzung und dabei nicht hörbar sein. Reicht für diese Anforderungen schon der EKL Alpenföhn Ben Nevis aus, oder sollte es schon der EKL Brocken Eco sein? Oder sind andere in diesem Preissegment besser?
 
ich verfahre da in einem anderen Preissegment aber hier gibt einige Spezialisten evtl. fragst du dort mal nach oder sucht nach Empfehlungen mithilfe der Suchfunktion :)
 
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