Spieleplattformen. Warum und weshalb unterscheiden sie sich?

ein_schelm

Freizeitschrauber(in)
Okay eine Frage die zunächst klar beantwortet werden kann. Ich habe die Frage absichtlich eher allgemein gehalten.

Die Konsolen grenzen sich untereinander und dem PC/MAC gegenüber ab. Dies hat den Vorteil das man dem Kunden Exklusiv-Titel bieten kann. Zudem versucht sich jede Plattform mit ihren Vorteilen hervorzuheben. Der Kunde muss entscheiden und es entsteht eine Bindung an die Plattform.

Aus Sicht des Kunden hat die Abgrenzung nur wenig Vorteile. Man kann Spiele nur auf einer Plattform spielen und es gibt eben diese Exklusivtitel. Ein Spiele Entwickler muss für X Plattformen Spiele anpassen und die Kunden ärgern sich mit unsauberen Portierungen herum. Zudem entstehen solche Aussagen das Plattform X kaum mehr rentabel sei.

Da kommt doch automatisch die Frage auf: warum müssen die Konsolen sich vom PC unterscheiden? Warum sind Konsolen nicht einfach standardisierte Computer? Die Entwickler müssten dann nur noch für eine Plattform entwickeln. Je nach dem wie viel Leistung diese PC-Konsole dann hat, muss eben die Grafikeinstellung gehoben oder gesenkt werden.


Auf besondere Unverständnis trifft hier das Konzept von Microsoft.
Hier hätte Microsoft (meiner Meinung nach) genug Macht um den Spiele- und Unterhaltungsmarkt komplett aufzuräumen.
Warum unterscheidet sich die Xbox vom PC?
Wäre es nicht klüger sie würden standardisierte PCs für das Wohnzimmer anbieten?
Der Vorteil läge darin:
- Konsolenfeeling, Exklusivtitel und einen größeren Markt für diese
- Man könnte den Leuten einen richtigen PC anbieten der auch dessen Freiheiten bietet. Der Kunde ist nicht davon abhängig ob Dienst x (z.B. Spotify) nun endlich im Angebot erscheint.
- Wenn sich der Kunde keinen Gaming-PC leisten kann oder will, kann Microsoft diesem Kunden eine Low-Budget PC-Konsole anbieten. Für diese Generation von PC-Konsole wurden dann die Spiele optimiert.

Der PC gehört ins Wohnzimmer. Mir ist unverständlich warum das noch nicht geschehen ist und Microsoft könnte das mit einem neuen "Konsolen"konzept durchsetzten.
 
Ich denke, eben beim Geld liegt das Problem. Microsoft kann nicht selber eine ganze Konsole bauen, muss also auf Herstellungskosten Rücksicht nehmen. Um einen Low-Budget-PC zu bieten, so wie momentan XBone / PS4 für 300-350€ zu bekommen sind, müssen harte Einschnitte gemacht werden. Da bekommt man momentan nur eine AMD-APU für. Um da möglichst viel herauszuholen, muss man das halt genau dahin optimieren. Was ist aber, wenn dann plötzlich jemand einen Zweikerner hat? Einen Sechskerner? Da ist das eben wieder nicht für optimiert. Deshalb braucht es, trotz x86-Architektur, immer noch die Portierungen, um bei aktuellen Spielen auch SMT / Mehrkerner auszulasten, um diese weite Bandbreite von Einsteiger-PCs bis hin zu High-end-PCs abzudecken.

Als Kunde wünsche ich mir auch, das Konsolen und PC enger verknüpft werden und nicht immer nur gegeneinander sind. Doch dies kann meiner Meinung nach nicht zu dem Preis von aktuellen Mainstream-Konsolen gemacht werden.

Eine im Grunde gute Idee finde ich das Steam-OS, wo auf PC-Hardware eine Konsole errichtet wird. Jedoch ist auch da wieder der Teufelskreis: keine Käufer -> keine Spiele -> keine Käufer dabei. Beim Steam-OS hätte man wieder den Vorteil, dass man die Spiele auf die jeweiligen Geräte optimieren kann. Dabei ist auch wieder der Preis ein Argument, diejenigen, die sich eine Steam-Box kaufen, können sich auch einen Desktop-PC kaufen, und haben dabei momentan eine bessere Leistung.
 
Die Konsolen waren noch nie so sehr ein PC wie sie es aktuell sind.

Und zu deiner Frage: Sony und MS verdienen mit den Konsolen, weil sie ein geschlossenes System sind. Glaubst du, dass sie z.B. monatliche Gebühren fürs Onlinespielen verlangen könnten, wenn man gleichzeitig auch Steam drauf haben könnte? :ugly:
 
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