Seltsames Verhalten / Steam

VollgasPilot

PC-Selbstbauer(in)
Hallo, habe ein komisches Problem und wollte mal hier nach Rat fragen.
Ausgangslage: Windows 10 x64 + aktueller Build + Updates, alle Treiber installiert, alles Top.

Dann hab ich noch Steam drauf. Jetzt das Problem: Wenn ich meine Spiele über die Bibliothek "direkt" in Steam starte, starten sie sofort und ganz normal.

Wenn ich sie allerdings über die Desktopverknüpfungen starte, die Steam erstellt hat, hab ich zuerst eine Verzögerung bzw. Wartezeit von ca. 20 Sekunden, bis das Spiel (normal) startet. Die Desktopverkn. die Steam erstellt sehen bei Zielpfad ja so aus "steam://rungameid/240", für mich theoretisch das gleiche wie wenn ich sie direkt aus der Bibliothek rausstarte, wo ja alles geht. Andere Programme starten vom Desktop ganz normal und sofort.

Benutzerkontensteuerung / UAC ist abgeschalten, das System ist nicht durch "Tuning-Tools" oder Dienste-Tuning verunstaltet, ein normales Windows 10 eben.

Was könnte da die Ursache dafür sein? Liegts eher an Steam oder an Windows?

MfG
 
Dann startets auch sofort, das Problem liegt also an diesen Ziel-URLs der Desktopverknüpfungen, die Steam Standardmäíg erstellt, z.B. "steam://rungameid/222880"
 
Dann startets auch sofort, das Problem liegt also an diesen Ziel-URLs der Desktopverknüpfungen, die Steam Standardmäíg erstellt, z.B. "steam://rungameid/222880"
Der Unterschied ist, dass beim Klick auf die Steam-Verknüpfungen ("steam" Schema in dem URI) zunächst Steam gestartet wird (wenn es nicht schon läuft) und dann Steam anhand der ID (in dem Fall 222880) das Spiel für dich startet. Das ist natürlich langsamer als wenn du die exe Datei des Spiels direkt startest, sofern das überhaupt möglich ist. Ist aber normal und nichts über das du dich wundern solltest.
 
Steam läuft aber immer bei mir, wird beim Windows-Start mitgeladen.

Irgendwie scheints da einen Bug in Steam oder vielleicht Windows 10 zu geben.

Hat denn keiner hier das gleiche Problem, oder ist es nur noch keinem aufgefallen ?
 
Ist das denn bei dir bei jedem Spiel so? Ich kann es bei mir zumindest nicht nachvollziehen, hab ein paar Spiele probiert und es gab keine signifikante Verzögerung des Spielstarts mit den Steam URIs - die man so übrigens auch einfach in die Adresszeile eines Browsers eingeben kann.

Einige Antivirenprogramme klinken sich gerne so tief ins System ein, dass sie selbst jede geöffnete URL vorher prüfen. Möglich dass es damit zusammenhängt, du könntest mal probieren dein AV Programm komplett zu deaktivieren. Ansonsten vielleicht auch einfach mal den Steam Client neu installieren.
 
Aber steam:// ist doch kein echtes Protokoll oder irre ich mich da? Ein Virenkiller kann Ports überprüfen, auf sie lauschen etc.
Ich sitze leider gerade an keiner Windows Maschine, aber ich würde jetzt darauf tippen, dass "steam://" intern auf die Applikation gemapped ist. Sollte das stimmen und ein Virenkiller der Grund sein (einfach mal abschalten?) dann übertreibt es der jeweilige Anbieter eventuell wieder etwas.
 
Aber steam:// ist doch kein echtes Protokoll oder irre ich mich da? Ein Virenkiller kann Ports überprüfen, auf sie lauschen etc.
Ich sitze leider gerade an keiner Windows Maschine, aber ich würde jetzt darauf tippen, dass "steam://" intern auf die Applikation gemapped ist. Sollte das stimmen und ein Virenkiller der Grund sein (einfach mal abschalten?) dann übertreibt es der jeweilige Anbieter eventuell wieder etwas.
"steam" ist in diesem Fall der Schema-Teil eines URI, Schemas müssen nicht zwangsweise auf ein Protokoll verweisen. Anwendungen können sich in Windows für Schemas registrieren, so dass sie beim Öffnen eines URI verwendet werden. Alle Anwendungen in Windows die URIs verarbeiten können verwenden hier im Prinzip dieselbe Windows API Funktion, bspw auch das "Ausführen" Feld von Windows (Win+R) oder die Adresszeile von Browsern. An dieser Stelle können sich Virenscanner einklinken, das hat aber nichts mit dem Einklinken in den Protokoll-Verkehr von Virenscannern zu tun.

Deshalb meine Empfehlung hier mal probeweise den Virenscanner komplett abzuschalten um zu testen, ob der hier irgendwie quer schießt.


Kleine Anekdote am Rande zum Thema Virenscanner und Protokolle:
ich hatte vor ein paar Monaten das Problem, dass ich bestimmte Webseiten nicht aufrufen konnte und immer einen Hinweis sah, dass der Browser unsichere SSL Parameter verwenden würde und deshalb die Verbindung verweigert würde. Das betraf also nur per SSL geschützte Seiten (https), selbst eine eigene Webseite war betroffen. Kurioserweise waren aber alle unsicheren und veralteten SSL Parameter im Browser deaktiviert, wie das jeder anständige aktuelle Browser von sich aus macht. Trotzdem konnte ich im Log des Webservers sehen, dass beim Verbindungsaufbau versucht wurde unsichere SSL Parameter zu verwenden.
Den Virenscanner hatte ich hier erst mal nicht im Verdacht, bis ich dann aus allen Wolken fiel. ESET NOD32 führt in den Standard-Einstellungen eine Man-In-The-Middle Attacke auf alle SSL-Verbindungen aus. Das bedeutet, dass jeder Aufruf einer HTTPS Seite vom Virenscanner abgefangen wird und dieser dann anschließend selbst eine SSL-Verbindung zum Zielserver aufbaut um die Daten durchzuleiten. Und genau bei diesem SSL Verbindungs-Aufbau hat der Virenscanner unsichere SSL Parameter verwendet.
In diesem Moment hätte ich den Virenscanner dem Hersteller am liebsten um die Ohren gehauen. Schaltet man diesen Müll der höchstens für Dummy-User sinnvoll ist im Virenscanner ab, wird man permanent mit einer Sicherheitswarnung belästigt. Als ESET dazu dann noch gesagt hat, dass das bewusst so gemacht wäre für die "normalen" User und mir zur den Enterprise-Produkten geraten hat bei denen das anders wäre, hätte ich am liebsten den Vorschlaghammer ausgepackt.
 
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