Schneller Massenspeicher gesucht Qnap TS412 am Ende

MacMen01

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo Leute,

ich suche nach einer Lösung für einen schnellen externen Speicher. Aktuell habe ich bei mir in Netz einen Qnap TS412 NAS stehen. Dieser läuft mit 4 Platten im Raid 5 und liefert mir so 9TB Speicherplatz mit Ausfallsicherheit für eine Platte. Bisher alles gut und die Transferraten waren ok. Nun arbeite ich wieder sehr viel mit meinem Lightroom und hier nerven mich die langen Wartezeiten bei Import und Export extrem. Ich habe noch keine Idee wie ich das hinbekomme und hoffe daher auf einige Tipps von euch.

Folgende Überlegungen habe ich dazu schon angestellt:
1) Interne 2TB SSD und dann täglich ein Backup auf den NAS ziehen. So habe ich die Performance beim Arbeiten und die Sicherheit. Zudem geringer Stromverbrauch relativ aufs Jahr gesehen. Nachteil nur von einem Rechner nutzbar.
2) Umstellung auf einen performanteren NAS. Also Hardwarrraid 5 hoher Stromverbrauch, teuer usw. Flaschenhals ist hier immer noch das Gigabit Ethernet.
3) Externes USB 3.1 Raid System. Performance ohne Ende (Platten limitieren) Stromverbrauch ähnlich wie der Qnap NAS aber keinerlei Erfahrungen. Nachteil nur von einem Rechner nutzbar.

Nun freue ich mich auf Vorschläge an die ich noch nicht gedacht habe. Einen schrank mit externen USB Festplatten lasse ich nicht gelten ;-)

Grüsse
Chris
 
Das sinnvollste wäre Nummer1. Wenn du an mehreren PCs arbeitest, müsstest du dann eben alle mit einer SSD ausstatten.
 
Alles andere würde ja bedeuten dass du auf 10GBit Ethernet umsteigen müsstest (Oder Infiniband wenn du Spaß an einer unkonventionellen Lösung hast ;))
Mit einer Umstellung beim NAS wäre es ja nicht getan. Wie viele PCs müssen denn darauf zugreifen können?
 
Ich benötige nur einen Zugang der wirklich Leistungsstark sein muss. Deshalb ja auch der Gedanke an USB 3.1. Zudem müssen die Daten aber auch sicher gespeichert werden. Infiniband ist für einen Heimanwender "nur ganz leicht" übertrieben ;-)
Ich dachte eher das es in Zwischenzeit sicher noch andere Möglichkeiten auf dem Markt gibt die vielleicht an mir vorbei gegangen sind.
 
Keine Ahnung welche Platten du verbaut hast aber die 100mb/s erreicht drin raid mit ziemlicher Sicherheit. Versuche mal im Explorer Daten zu kopieren und schaue ob du das erreichst. Wenn ja kannst du mal davon ausgehen dass dein lan der Flaschenhals ist. Dann bringt eigentlich nur mehr der Umstieg auf 10G lan etwas.
Eine Karte kostet 100 Euro obs schon NAS Systeme gibt die das können weiß ich nicht.
Eine Option ist auch noch wie schon geschrieben eine große ssd. Diese könntest du auch mit einem Adapter auf usb 3.0 betreiben. Diese bekommt man sehr günstig und brauchen bei ssd‘s keine Zusätzliche Stromversorgung.
Eine elegante Lösung ist ein externes Gehäuse für msata.
 
Ich benötige nur einen Zugang der wirklich Leistungsstark sein muss. Deshalb ja auch der Gedanke an USB 3.1. Zudem müssen die Daten aber auch sicher gespeichert werden. Infiniband ist für einen Heimanwender "nur ganz leicht" übertrieben ;-)
Nicht in dem Sinne dass gebrauchte Hardware dafür billiger zu bekommen ist als für 10GBit Ethernet.
 
Keine Ahnung welche Platten du verbaut hast aber die 100mb/s erreicht drin raid mit ziemlicher Sicherheit. Versuche mal im Explorer Daten zu kopieren und schaue ob du das erreichst. Wenn ja kannst du mal davon ausgehen dass dein lan der Flaschenhals ist.
Das TS-412 ist nunmal alt und langsam. ich komme damit ohne RAID und je nach Platte auf 40-45 MB/s schreibend und 80-85 MB/s lesend. Das aber nur bei großen Dateien. Das Kopieren vieler kleiner Dateien geht meist erheblich langsamer. Das ganze über GBit Lan, bei Übertragung von Laptop zu PC (SSD<->SSD) komme ich auf die erwarteten fast 110 MB/s.

Wenn wirklich viel mit LR und vielen Bildern gearbeitet wird, bleibt m.M.n. nur die lokale SSD-Lösung. Ich habe schon seit Jahren bei der Bildver- und bearbeitung darauf umgestellt, obwohl ich weder mit dem Einplatz-System LR noch viel mit RAWs arbeite. Eine HDD im PC oder gar nur ein Netzwerklaufwerk war mir viel zu langsam für meinen Workflow.

Wenn es allerdings um den reinen Import geht, dann musst Du auch die entsprechenden Speicherkarten und Kartenleser nutzen, um auf echte Performace zu kommen. Dazu eine aktuelle CPU, sonst rechnet sich LR (m.M.n. oft völlig nutzlos) zu Tode und man nutzt noch nicht einmal schnelle CF-Karten aus (an CFast oder QXD braucht man dann garnicht zu denken). Beim Massenexport ist es natürlich das Selbe, da ist auch fast immer die CPU der Flaschenhals. Aber Du hast sicher schon genau analysiert, wo bei deinem Workflow der Flaschenhals liegt und dass dies das NAS ist.

Wenn Du Geld sparen willst (kleine SSD im PC), musst Du halt Deine LR-Archiv sinnvoll aufteilen und auf dem PC nur die benötigten Archive halten. Das ist noch so ein gewolltes Problem von LR, dass man sein Archiv weder aufteilen noch einfach verschieben oder spiegeln kann. Solltest Du LR so konfiguriertt haben, dass es die RAWs bei der Bearbeitung nicht zerstört (=Stichworte und Bearbeitungsschritte werden nicht in das RAW geschrieben und Du nutzt auch keine DNG), dann müsste eine abendliche Spiegelung der LR-Datenbank auf das NAS genügen.

Naja, am Ende hoffe ich noch für Deine Bilder, dass das RAID5 einzig zur Vermeidung von Arbeitsunterbrechungen dient (Verfügbarkeit der Bidler, wenn eine HDD ausfällt) und nicht etwas als Erstaz für ein richtiges Backup.

Die Anbindung eines Servers/NAS an einen PC mit 10 GBit per Kupfer ist heutzutage zwar im Privatbereich bezahlbar (Switch 250 Euro, Netzwerkkarte je 100 Euro)
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Aber damit ist es ja nicht getan. das NAS muss das ganze auch verkraften. Sprich man muss eher ein RAID 0 oder 10 in einen performanten Server einbauen, damit am Ende nicht nur 150-200 MB/s über die Leitung tröpfeln und man auch noch von der Zugriffsgeschwindigkeit der Platten ausgebremst wird.
 
@Suffi30:
Es wäre schön wenn der NAS das Limit von 1Gbit Ethernet ausschöpfen könnte, tut er aber nicht. Er arbeitet mit einem Software Raid welches eben in Abhängigkeit der internen CPU + RAM vom NAS steht. Bei vielen Dateien geht ein System mit HDDs und sei es noch so gut, immer in die Knie alleine schon wegen den Zugriffszeiten der HDDs (im vergleich zu einer SSD). Eine SSD ist hier auch langsamer aber nicht im gleichen Verhältnis. Die durchschnittlichen Übertragungsraten hat Fotoman bereits ja schon erwähnt.

@ Fotoman:
Es ist genau wie du schreibst, die Übertragungsrate vom TS412 Qnap. Bei einer Vielzahl von Dateien ist diese unterirdisch im vergleich zu einer USB 3.0 Platte oder gar einer internen SSD. Ich macht Time Lapse Aufnahmen im Raw Format und so kommen ganz schnell mal 1000 Fotos per Set zusammen. Diese bekomme ich sehr schnell über einen guten Kartenleser (Das Maximum der Karte und USB3.0 wird ausgeschöpft) lokal auf meinen Rechner (Raid 0 aus 2x Samsung Evo 850). Das ist alles nicht das Problem. Ich habe bereits verglichen. Liegen die Daten lokal auf einer SSD im vergleich zum NAS bin ich um Faktor 20 schneller. Dann ist eher die CPU limitierend.

Ich denke Variante 1 ist die Beste für meinen Workflow. Danke für eure Hilfe! Es ist immer gut sich mal die Meinung von jemand Anderen zu holen, der Etwas wissen könnte was man selbst evtl. versäumt hat.

Grüsse
Chris
 
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