@Basti 92
Ich wäre bezgl. den Erweiterungskarten mit Sil3114- oder Sil3124-Controller sehr vorsichtig, was das Betreiben von größeren Festplatten betrifft. Auch die Angabe des Kartenherstellers, die du gefunden hast, ist mit Vorsicht zu genießen. Warum nur
bis 3 TB? Wenn die 2 TB Hürde überwunden ist (was ich bei derart alten Controllern bezweifle), gibt es derzeit keine weitere in der Praxis relevante Kapazitätsbeschränkung. Und ob diese Controller Hot-Plugging unterstützen? Ich glaube nicht.
Auch auf Benutzerberichte kann man sich nicht blind verlassen. Wenn beispielsweise eine 3 TB Festplatte (oder auch größer) an einem anderen System eingerichtet wurde und erst danach an einen Controller angeschlossen wird, der mit dieser Kapazität nicht zurecht kommt, wird sie unter Windows dennoch scheinbar korrekt erkannt und kann genutzt werden. Aber, sobald oberhalb der 2-TiB-Marke auf die Festplatte geschrieben wird, kommt es zu Fehladressierung, was Datenkorruption und somit Datenverlust bedeutet. Windows verlässt sich, wie andere Betriebssysteme in der Regel auch, auf die Informationen, die in der Partitionstabelle stehen und prüft den tatsächlich adressierbaren Speicherplatz nicht zusätzlich. Das böse Erwachen kommt dann erst später und der betroffene User wundert sich und fragt sich warum das passiert ist.
Alles steht und fällt mit dem Treiber. Gerade die Treiber älterer Controller haben eine 32-Bit-LBA-Limitieurng, was eine maximale adressierbare Kapazität von 2 TiB bedeutet. Wird der Treiber nicht gepflegt, weil es den Hersteller nicht mehr gibt oder das Produkt als EOL eingestuft ist, wird das nie gefixt. Ob bei dem Treiber für die Silicon Image SATA-Controller, den Windows 10 vermutlich dabei hat, diese Limitierung bereits behoben wurde, weiß ich nicht. Ich rate dir aber dringend dazu zu überprüfen, ob der Controller größere Festplatten über ihre volle Kapazität ansprechen kann. Ein Schnelltest wäre beispielsweise mit einem Low-Level-Benchmark, wie HD-Tune Pro (die Freeware Version ist hierfür nicht geeignet!), möglich.
Der Verlauf der Transferkurve oder auch der Zugriffszeiten verrät, ob es bei der Messung zu Fehladressierungen gekommen ist oder nicht.