SATA Controller für M.2 oder PCIe (NAS Eigenbau)

jahudi

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

Für ein kleines NAS Eigenbau Projekt suche ich einen SATA Controller für M.2 oder PCIe mit 4-6 SATA Ports. Die China Dinger, die man recht günstig auf Amazon und Co. bekommt haben größtenteils ja gruselige Bewertungen. Entweder sind sie instabil, nicht alle Ports nutzbar, werden viel zu heiß, verhindern hohe C-States der CPU und/oder haben kein oder gefälschte CE Zeichen.

Hat hier jemand eine Empfehlung für einen Controller der:
- stabil läuft
- nicht überhitzt
- keine hohen C-States verhindert
- echtes CE Zeichen hat
- max. 40-50€ kosten

Die Performance wäre tatsächlich nur zweitrangig, der muss nicht super schnell sein, das MB unterstützt eh nur max. 2 PCIe Lanes.

VG
 
genau, sowas meine ich
Für NAS unter Linux? So ein Adapter mit JMicron JMB585 würde funktionieren -diese hängen im M.2-Slot (gibt es auch genug als PCIe-Steckkarte und evtl. mit mehr als 5 Ports, was wiederum nicht optimal ist, weil das natürlich mit zusätzlichen Port-Multiplier-Chips gelöst wird). All diese Adapter (zumindest die aktuellen Versionen) hängen an 3.0x2 Lanes, zwei weitere im x4-Slot werden nicht genutzt und wenn der Slot nur mit einer Lane elektrisch angebunden ist, dann laufen sie genauso gut nur mit einer Lane (und halt entsprechend reduzierter Bandbreite - im Falle von 3.0 (und höher) sind das ca. 850 MB/s Gesamtbandbreite und 3.0x2 wären dann ca. 1700 MB/s was im Optimalfall für alle SATA-Ports zusammen zur Verfügung steht).
Allerdings genau dieser JMicron (an 5 Ports zu erkennen) läuft nicht ganz problemlos u.a. hindert dann Deinen NAS dran zu schlafen bzw. CPU kann dann nicht in C6 bis C10 States wechseln.
Der neuere Realtek RTL9101 Controller ermöglicht sogar 9 SATA-Ports auf so einer Karte (habe so einen sogar schon bei mir liegen, aber selber noch nicht getestet) - kannst genauere Details in etwaigen NAS-Foren nachlesen, z.B.:
Da dieser aber noch recht frisch ist, besteht auf jeden Fall eine hohe Gefahr, dass höhere C-States genauso wie beim JMicron nicht funktionieren.
Goldene Mitte seit Jahren und bester Vertreter dieser Art -> Asmedia ASM1166 mit 6 SATA-Ports (oder die kleinere Ausführung ASM1164 mit 4 Ports). Diese funktionieren am besten und werden in den Selfmade-NAS-Foren stets gelobt. Schau aber, WENN Du Dich für die M.2-Version interessierst, nach einer stabileren Ausführung mit einer Backplate oder sogar kompletten Alu-Gehäuse drum herum, so wie:
1765133522658.png
 
Für NAS unter Linux? So ein Adapter mit JMicron JMB585 würde funktionieren -diese hängen im M.2-Slot (gibt es auch genug als PCIe-Steckkarte und evtl. mit mehr als 5 Ports, was wiederum nicht optimal ist, weil das natürlich mit zusätzlichen Port-Multiplier-Chips gelöst wird). All diese Adapter (zumindest die aktuellen Versionen) hängen an 3.0x2 Lanes, zwei weitere im x4-Slot werden nicht genutzt und wenn der Slot nur mit einer Lane elektrisch angebunden ist, dann laufen sie genauso gut nur mit einer Lane (und halt entsprechend reduzierter Bandbreite - im Falle von 3.0 (und höher) sind das ca. 850 MB/s Gesamtbandbreite und 3.0x2 wären dann ca. 1700 MB/s was im Optimalfall für alle SATA-Ports zusammen zur Verfügung steht).
Allerdings genau dieser JMicron (an 5 Ports zu erkennen) läuft nicht ganz problemlos u.a. hindert dann Deinen NAS dran zu schlafen bzw. CPU kann dann nicht in C6 bis C10 States wechseln.
Der neuere Realtek RTL9101 Controller ermöglicht sogar 9 SATA-Ports auf so einer Karte (habe so einen sogar schon bei mir liegen, aber selber noch nicht getestet) - kannst genauere Details in etwaigen NAS-Foren nachlesen, z.B.:
Da dieser aber noch recht frisch ist, besteht auf jeden Fall eine hohe Gefahr, dass höhere C-States genauso wie beim JMicron nicht funktionieren.
Goldene Mitte seit Jahren und bester Vertreter dieser Art -> Asmedia ASM1166 mit 6 SATA-Ports (oder die kleinere Ausführung ASM1164 mit 4 Ports). Diese funktionieren am besten und werden in den Selfmade-NAS-Foren stets gelobt. Schau aber, WENN Du Dich für die M.2-Version interessierst, nach einer stabileren Ausführung mit einer Backplate oder sogar kompletten Alu-Gehäuse drum herum, so wie:

Super, danke dir für die detaillierten Infos! Und auch für den Verweis auf das Unraid Forum, da gibts es ja geballtes Wissen rund um das Thema, hätte ich auch selbst drauf kommen können :klatsch: Da verschwinde ich gleich im nächsten Rabbit Hole :lol:

Für meinen Anwendungsfall scheint ein Controller mit einem ASM1166 ja durchaus brauchbar zu sein (evtl. neue Firmware Flashen).

Der Hersteller scheint wiederum eher egal zu sein, da auch die „Marken“ Platinen nur Whitelabel Produkte zu sein scheinen.
 
Benutze 2 Broadcom SAS 9300-8i und bin sehr zufrieden. Hatte vorher mit onboard SATA Probleme im ZFS Betrieb, mit diesen nichtmehr. Kann man relativ preiswert gebraucht aus alten Servern auch als OEM Produkt von Fujitsu/Dell etc. bekommen. Funktioniert mit dem mpt3sas treiber out of the box unter Linux.
achja falls nicht dabei: man braucht ein bzw. zwei sff8643 -> 4x SATA Kabel
 
Zuletzt bearbeitet:
Benutze 2 Broadcom SAS 9300-8i und bin sehr zufrieden. Hatte vorher mit onboard LAN Probleme im ZFS Betrieb, mit diesen nichtmehr. Kann man relativ preiswert gebraucht aus alten Servern auch als OEM Produkt von Fujitsu/Dell etc. bekommen. Funktioniert mit dem mpt3sas treiber out of the box unter Linux.
achja falls nicht dabei: man braucht ein bzw. zwei sff8643 -> 4x SATA Kabel
Ahja, das scheint dann der professionelle Weg zu sein, danke dir 👍
 
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