18.07.2016 um 14:15 Uhr Rimworld ist nach der erfolgreichen Finanzierung auf Kickstarter nun als Steam-Early-Access verfügbar und steigt direkt auf Platz 1 ein. Der Titel begeistert die Massen, hat aber auch noch seine Schwächen. Gut, dass die Entwickler mehr Inhalte nachschieben wollen, daher der Early Access. Beachtet man die Kritikpunkte des Spiels und stört sich nicht daran, dann könnte man Spaß haben.
Im Oktober 2013 wurde Rimworld erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Knapp 270.000 US-Dollar kamen so zusammen und der kanadische Entwickler legte los. Vergangenen Freitag ist der Titel nun auf Steam erschienen - als Early Access. Early Access bedeutet in diesem Fall aber, dass man Zugriff auf ein inhaltlich komplettes Spiel bekommt, das auch nur noch ein paar wenige Fehler hat. Der Grund für den Early Access ist, dass man weitere Inhalte zum Spiel hinzufügen möchte. Wie immer man das nun auslegen mag, es führen letztlich viele Wege nach Rom und Ludeon Games hat sich für diesen entschieden.
Für einen Early-Access-Titel ist Rimworld auch verhältnismäßig teuer, was den Stand der Entwicklung widerspiegelt. 28 Euro kostete die Standard-Fassung des Spiels. Im Early Access ging es ab umgerechnet knapp 15 Euro los. Das Geld scheint aber gut investiert zu sein, wenn man sich die Bewertungen der Besitzer anschaut. Knapp 1.500 Bewertungen kommen zum Gesamteindruck, dass der Titel äußerst positiv ist.
Schaut man kurz auf die Kritikpunkte, von denen es wenige gibt, dann fällt auf, dass manche den Grafikstil nicht mögen.
Rimworld ist optisch am ehesten mit Prison Architect zu vergleichen. Das muss man mögen oder nicht. Sicher wäre da mehr gegangen und der Punkt ist durchaus gerechtfertigt, aber was die Optik angeht, weiß man ja schon vor dem Kauf sehr genau, was man bekommt. Ein klassischer Kritikpunkt bei Indiegames taucht auch bei Rimworld auf: Die Spiele schaffen es mit Mid- und Endgame oft nicht, die Spieler bei Laune zu halten. Hier könnte der Early Access helfen, indem sich die Entwickler des Themas mit neuen Inhalten annehmen.
Manche stören sich auch daran, dass sich Rimworld spielerisch mit Dwarf Fortress deckt. Sicher hätte es auch nicht geschadet, ein Tutorial für den Early Access einzubauen. So muss man sich durch eine (aktuell nicht erreichbare)
Wiki wühlen. Dem gegenüber stehen aber die zahlreichen positiven Bewertungen, die viele Aspekte des Spiels loben und dafür sorgen, dass es auf Platz 1 bei Steam einsteigt. Auch hier fällt aber auf, dass ein paar Punkte immer wieder vorkommen: Etwa, dass es keinen Z-Layer im Spiel gibt. Man kann also beispielsweise keine Tunnel graben. Die vergleichbare Optik von Prison Architect macht mehr her und wirkt ausgereifter.
Wem diese Negativ-Punkte nicht missfallen, der wird mit Rimworld aber offenbar einige Stunden Spaß haben, wie man den Reviews entnehmen kann. Ein Highlight sind die Startszenen, die manche Spieler beschreiben. Da spielen sich durchaus lustige Szenen des Scheiterns in den ersten Tagen der Kolonie ab, aber auf Dauer kann das frustrierend werden. Irgendwann wird man an den Punkt kommen, sich Tutorials ansehen zu müssen, um es etwas weiter als bis zu einem kurzen, aber lustigen Ende eines Kolonialisierungsversuches zu kommen. Das mag ein bisschen an Banished erinnern - der Frustfaktor kann hoch werden, zumal man auf manche Ereignisse wenig Einfluss hat. Geduld und Glück gehört bei Rimworld ebenso dazu wie die Voraussetzung, dass man
Aufbausimulatoren mit Mikromanagement mag.