[Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

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[Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

[Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

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Danksagung

An dieser Stelle möchte der Firma Alpenföhn für die schnelle Bereitstellung und das damit verbundene Vertrauen herzlich danken.



Einleitung

Schon im Jahr 2010 stellte die Firma Alpenföhn den Prozessorkühler „Alpenföhn Matterhorn“ vor. Seit dem folgten weitere Editionen, zum einen natürlich ein Revision, aber auch eine Shamrock-Version mit zwei speziellen Lüftern. Vor nicht allzu langer Zeit präsentierte das Unternehmen aus dem Süden Deutschlands dann auch noch den „Matterhorn Pure“, eine auf das Wesentliche reduzierte Ausführung der Urversion. Ein anderer Lüfter und die unvernickelten Lamellen kennzeichnen dabei die äußeren Unterschiede. Technisch gesehen wurde allerdings wenig verändert, so dass der Kühler eine günstige Alternative zu teureren Modellen darstellen soll. Ob sich bewährt, wird sich im nachfolgenden Test klären.
Spezifikationen

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Um auch die Herstellermeinung zu betrachten, ist sie hier im Spoiler eingefügt:


Alpenföhn Matterhorn Pure


Was zeichnet einen guten Kühler in der Mittelklasse aus… Eine wertige Verarbeitung, eine hohe Leistungsfähigkeit, ein leiser Lüfter oder doch die kinderleichte Montage und Platz in nahezu jedem Midi Tower? Mit unserem neuen Matterhorn Pure vereinen wir genau diese Punkte und schnüren ein absolutes High-End Paket zum fast gar unverschämten Preis.


Gespiegeltes Lamellendesign :
Kennzeichnend für diese Technologie ist eine spezielle Trapezform sowie Schichtung der Lamellen im 180° Rhythmus. Dieser sehr aufwändige Produktionsschritt bietet zwei entscheidende Vorteile:

  • Enger Lamellenabstand im Inneren des Kühlkörpers:
Durch diese Eigenschaft bietet der Kühlkörper eine größere Oberfläche und kann mehr Wärme abgeben.

  • Großer Lamellenabstand beim Auftreffen des Luftstroms am Kühlkörper:
Durch den großen Lamellenabstand wird selbst bei niedriger Drehzahl dafür gesorgt, dass der Luftstrom ohne großen Widerstand durch den Kühlkörper kann.
Desweiteren spendiert Alpenföhn auch der Pure Version geschlossene Stirnseiten.
Dies sorgt nicht nur für zusätzliche Stabilität sondern zwingt die Luft, im Inneren des Kühlkörpers, durch den engeren Lamellenabstand zu strömen.

Heatpipe/Bodenplatte:

Die sechs U-förmig gebogenen High-End Heatpipes verfügen über eine sehr große Anbindung an die Vollkupferplatte und können hierdurch die Abwärme der CPU optimal aufnehmen.
Die Oberfläche der Bodenplatte ist extrem Plan. Durch exakte CNC-Bearbeitung wird somit ein optimaler Wärmübergang gewährleistet.

120mm WB-Pure Lüfter:

Dank WingBoost Technologie und HD-Lager bietet die 120mm Pure Version eine perfekte Balance zwischen maximaler Kühlung und minimaler Lautstärke. Mit den im Lieferumfang enthaltenen
Entkopplungselementen kann der Lüfter schwingungsgedämpft am Kühlkörper befestigt werden.
Desweiteren verfügt der Lüfter über die neue „Plus“ Funktion. Dies bedeutet, dass am PWM-Stecker eine Y-Weiche für den zweiten PWM-Lüfter angebracht wurde. Dank dieser Weiche lassen sich beide PWM-Lüfter über ein PWM-Signal des Boards steuern.
Persönlicher erster Eindruck

Als ich mir den Matterhorn Pure zum ersten Mal angeguckt habe, wirkte er in meinen Augen nicht besonders hübsch, aber der Artikelbeschreibung entsprechend, puristisch. Die blanken Lamellen und das nicht verdeckte Kupfer-Unterstück entsprachen nicht meinem bisherigen Bild von Alpenföhn und so irritierte mich das Produkt schon ein wenig. Auch der Lüfter, welche etwas lieblos gestaltet wirkte, war mir nicht sofort „sympathisch“. Fällt dann allerdings der Blick auf den Preis, so wird die ganze Sache verständlicher. Insgesamt wirkte der Kühler also einfach wie ein optisch abgespeckter Matterhorn-Kühler. Ob das jetzt schlecht ist oder nicht, muss allerdings jeder für sich entscheiden.
Verpackung und Lieferumfang
Verpackung
Der Kühler kommt in einer verhältnismäßig kleinen Verpackung, welche überwiegend in Schwarz und Weiß gehalten ist. Auf der Vorder- und Rückseite befindet sich ein Produktbild. Im Hintergrund ist jeweils eine Zeichnung des Matterhorns, darunter befindet sich noch die Bezeichnung „Matterhorn -PURE-“. An den Seitenteilen sieht man dann zum einen die wichtigsten Spezifikationen mit Prozessorkomptabilität; zum anderen werden die Hauptfeatures in englischer Sprache dargestellt. Untermalt wird die Beschreibung durch Produktbilder. Angenehm bei der Verpackung fällt weiterhin auf, das diese im Deckel einen Heckel besitzt, welcher das Tragen erleichtert.

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Öffnet man das Paket nun, liegt gleich obenauf die Installationsanleitung. Diese ist lose und nicht weiter verpackt. Unter dieser befindet sich dann der Lüfter, welcher in einem separaten Pappkarton eingepackt ist. Ist auch dieses Paket entfernt, blickt man auf eine Kunststoffabdeckung, welche den eigentlichen Kühlkörper in Position hält und vor Stößen schützt. Ist diese dann auch abgenommen, kann man den Kühler hinausziehen. Diese ist mit dem Heatspreader in eine weitere Vertiefung aus Kunststoff eingelassen und wird außerdem noch über eine Plastikaschale am Boden geschützt. Ist nun auch der Kühler nicht mehr in der Verpackung, kann als letztes ein kleines Schächtelchen mit dem Montagematerial herausgezogen werden. Des Weiteren befinden sich darin die Lüfterklammern.
Insgesamt bringt der Matterhorn bei der Verpackung also keine großen Neuerungen mit, ist allerdings angemessen und sicher verpackt und wirkt von der Erscheinung her gut.

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Lieferumfang​
Zum Lieferumfang gehören neben dem Matterhorn Pure-Kühlkörper auch noch ein Alpenföhn WingBoost Pure-Lüfter sowie Montagematerial für alle aktuellen Sockel von AMD und Intel. Außerdem werden noch ein kleines Tütchen mit Wärmeleitpaste, Lüfterklammern für einen Lüfter und eine Anleitung mitgeliefert. Hier noch einmal zusammengefasst:

  • Alpenföhn Matterhorn Pure-Kühlkörper
  • Alpenföhn WingBoost Pure
  • Montagematerial
  • Wärmeleitpaste
  • Lüfterklammern
  • Installationanleitung
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Insgesamt birgt auch der Lieferumfang keine Überraschungen und bringt, dem Produktnamen entsprechend, auch nur das nötigste mit. Ein Dual-Lüfter-Betrieb ist wohl auch nicht vorgesehen.
Erster Eindruck
Alles in allem ist zu sagen, dass das Produkt das meiste mitbringt, was nötig ist. Darüber geht es aber eben auch nicht hinaus. Dies wird normale Nutzer nicht weiter stören, Enthusiasten werden damit aber eher weniger Spaß haben.
Der Kühler im Detail
Allgemein​
Allgemein ist zunächst zu sagen, dass der Kühler von der Größe her im Mittelfeld eingeordnet werden kann. Somit zählt er nicht als High-End-Produkt, welches nicht in jeden normalen Midi-Tower passt, sondern hat eine angemessene Größe. Zum anderen ist aber trotzdem noch genug Fläche, um eine akzeptable Kühlleistung zu erbringen, anders als bei Low-Budget-Kühlern, wo die Leistung oft auf Kosten der Größe auf der Strecke bleibt.

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Die Vorder- und Rückseite​
Von vorn betrachtet fällt zunächst der recht große Lamellenabstand auf. Dies ist allerdings eher ein optischer Effekt, da die Lamellen nur an den äußeren Rändern so viel Abstand zueinander besitzen. Im Inneren führen sie weiter zusammen. Dies entspricht auch dem Werbeslogan, welcher eben diese Bauweise anpreist, da zunächst wenig Lüfterdrehzahl erforderlich sein soll, um die Luft in den Kühlkörper zu befördern. Innen verdichtet sich dann die Fläche und somit ist mehr Oberfläche gegeben, welche Wärme abführen kann. Alpenföhn nennt dies ein „Gespiegeltes Lamellendesign“. Des Weiteren fällt schon von vorn auf, dass die Lamellen versetzt angeordnet sind und sich so in der Mitte des Kühlers zwei Zacken bilden. Von vorn und hinten fällt des Weiteren auf, dass man die sechs Heatpipes schon sehen kann, welche ebenso versetzt im Körper stehen. Eine solche Position bringt den Vorteil einer besseren Wärmeverteilung. Zuletzt kann man am Heatspreader (also der Auflagefläche für die CPU) obenauf kleine Kühlbausteine erkennen, welche wohl sofort nach Aufnahme der Wärme ein wenig davon abführen sollen. Insgesamt bringt der Matterhorn Pure hier ein interessantes Feature mit, welches allerdings auch schon beim „normalen“ Matterhorn vorhanden ist. Es scheint sich dort bewährt zu haben.

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Die Seiten​
An den Seiten des Kühlers befindet sich die nächste Auffälligkeit. Hier wurden die Lamellen in der Mitte nach innen umgebogen. So wirkt es von außen wie eine Fläche. Auch diese Maßnahme soll einen Effekt auf die Kühlleistung haben, nämlich, dass so weniger Luft an den Seiten entweicht und komplett durch den Kühler gepresst werden muss. Somit findet eine „Luftstromoptimierung“ statt. Außerdem werden an den Seitenteilen die Lüfterklammern eingehengt. Blickt man wieder zum Heatspreader, so sieht man von der Seite die Einmündung der Heatpipes in den Heatspreader.

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Die Oberseite​
Schaut man sich nun den Kühlkörper von oben an, erblickt man eine Deckelplatte, welche verschraubt ist. Diese deckt die Lamellen ab und bietet eine angenehmere Optik. Außerdem ist in den Deckel der Schriftzug „Alpenföhn“ eingeprägt. Darüber hinaus weist auch die Oberseite dieselbe Zackenstruktur auf, welche beim gesamten Kühlkörper zu finden ist. Insgesamt ist sie ein optischer Abschluss für Lamellen und Hitzerohre.

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Die Unterseite​
Die Unterseite beginnt, wenn man den Kühler umdreht, mit der letzten Lamelle, welche der Struktur entsprechend, schräg ist. Aus dieser treten die Hitzerohre hervor und münden in den Heatspreader, welcher aus Kupfer besteht. Er ist laut Herstellerangaben CNC-gefräst und weist keine Struktur auf. Dies soll den Kontakt zur CPU verbessern und für eine bessere Leistung sorgen. Wie schon gesagt befinden auf der Oberseite des Heatspreaders zwei Reihen von kleinen Bausteinen, welche ebenso Wärme ableiten sollen. In der Mitte zwischen ihnen ist eine Aussparung, durch welche die Montageschiene später geschoben wird.

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Alles in allem ist der Kühlkörper gut verarbeitet und weist einige gute Ideen auf. Er wirkt zwar optisch nicht so edel, da zum Beispiel eine Vernickelung nicht vorhanden ist, aber kann auch mit Schlichtheit überzeugen.
Der Lüfter im Detail

Mit der wichtigste Punkt bei der Wahl eines neuen CPU-Kühlers ist bekanntermaßen die Lautstärke. Diese wird über die Lüfter erzeugt, welche vor allem zwei Anforderungen erfüllen müssen: Sie müssen sich durch Laufruhe auszeichnen, aber auch genug Luft durch die Lamellen schaufeln können, um die erforderliche Kühlleistung zu erbringen.
In diesem Fall wurde der Alpenföhn WingBoost Pure verwendet. Dieser arbeitet mit einer Maximaldrehzahl von 1500 Umdrehungen (bei 12V) und gehört damit eher zu den Langsameren. Dies ist allerdings keineswegs ein Negativpunkt, da somit die Geräuschentwicklung niedrig gehalten wird. Mit einem Luftdurchsatz von ca. 108 m³/h ist hier trotzdem genug „Power“ gegeben. Der WingBoost Pure ist darüber hinaus ein Abkömmling der normalen „WingBoost“-Serie von Alpenföhn, welche sich recht großer Beliebtheit ist. Im Vergleich zu den größeren Geschwistern wurde bei der Pure-Variante auf eine Farbgebung verzichtet, außerdem besitzt sie einen „normalen“ Lüfterrahmen.
Positiv fallen bei diesem Modell die integrierten Entkoppler auf, welche bei Bedarf entfernt werden können. Außerdem besitzt der Lüfter am Anschluss einen vorinstallierten Y-Adapter für einen zweiten PWM-Lüfter. Somit können zwei Lüfter über einen Anschluss gesteuert werden. Darüber hinaus ist das Kabel in Kuststoff eingefasst.

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Montage
Allgemein
Zunächst ist anzumerken, dass für eine Montage nicht unbedingt ein Ausbau der Mainbaords stattfinden muss, es ist aber empfehlenswert, das zwei Personen diese vornehmen, da der Kühler generell nirgendwo einrastet, sondern festgeklemmt wird. Somit sollte immer eine Person den Kühler auf der CPU halten, während die Andere die Halteplatte festschraubt.
Darüber hinaus ist die Sockelkompatibilität für alle aktuellen Sockel gegeben. Vom alten Intel-775-Sockel bis hin zum Sockel 2011 für High-End-Hardware kann jede CPU gekühlt werden. Äußerst angenehm fällt auch noch auf, dass auf Intel- und AMD-Sockeln eine Montage in beiden Richtungen möglich ist, also vertikal und horizontal. Dies ist leider nicht Standard.

Die Montage in Bildern findet ihr im Spoiler:

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Intel
Zunächst muss für die Montage auf einem Intelsockel (hier exemplarisch 1155) die Backplate präpariert werden. Dafür wird eine kleine Isolierscheibe in einen Ausschnitt der Backplate gedrückt, welche für genügend Abstand zum Mainboard sorgt. Danach werden die langen Gewindebolzen in die vorgesehenen Löcher geschoben und durch entkoppelnde Gummipolster fixiert, welche über die Enden gestülpt werden. Ist dies getan, so kann das Konstrukt durch die Löcher im Motherboard geschoben werden. Danach werden Kunststoffhülsen auf die Bolzen gesteckt, auf welchen dann wiederrum die Schienen für die Montage befestigt werden. Fixiert wird das alles dann über Daumenschrauben. Dann wird der Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU gelegt und die Montageschiene durchgeführt. Ist diese in der passenden Position, muss sie nur noch mit Hilfe zwei weiterer Schrauben festgesetzt werden. Diese besitzen eine Federung und hören bei geeignetem Anpressdruck automatisch auf, d.h. sie lassen sich dann nicht mehr weiterdrehen. Danach muss nur noch der Lüfter montiert und angeschlossen werden und die Inbetriebnahme kann beginnen.

Montageschiene:

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AMD
Für die Montage des Kühlers auf AMD-Sockeln gibt es zwei Wege. Der erste ermöglicht eine vertikale Anbringung geht ähnlich der Intelmethode vor. Auch hier wird die präparierte Backplate (mit anderen Lochabständen) durch das Board geschoben und die Montageschienen samt Plastikringen und Daumenschrauben werden fixiert. Dann erfolgt dieselbe Anbringung wie auch bei Intel. Der zweite Weg startet gleich. Der einzige Unterschied ist nur, dass die Schienen für die Montage hier sehr viel kürzer sind und nur die zwei nahegelegenen Bolzen miteinander verbinden, so kann im Folgeschritt auch hier die Montage auf horizontaler Ebene erfolgen.

AMD-Montageschienen:

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Insgesamt ist die Montage recht simpel und schnell zu bewerkstelligen. Positiv fällt vor allem die AMD-Montage auf.


Kühlleistung


Kommen wir nun zur Darstellung und Beurteilung der Kühlleistung des Alpenföhn Matterhorn Pure. Hierbei sollen die Temperaturwerte des Kühlers und verschiedener anderer Modelle verglichen werden. Doch zunächst das Testsystem:


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Als Vergleichsmodelle finden sich fünf weitere Kühler ein, welche im Folgenden kurz beschrieben werden sollen:

  • Thermalright True Spirit 140 (2 Fan Bundle) – Das Produkt vom Kühlerspezialisten Thermalright ist eine günstigere Version des erfolgreichen Archon und leistet vor allem in der Version mit zwei 140mm-Lüftern sehr viel. Allerdings ist der True Spirit im „thin“-Design konstruiert und hat so im Gegensatz zum Dark Rock Pro 2 nur eine, große Kühloberfläche.

  • Be quiet! Dark Rock Pro 2 – Der vom deutschen Hersteller „be quiet“ gefertigte Doppelturm-Kühler bildet in Kühlleistung und Lautstärke die Speerspitze. Mit einem 120mm und einem 140mm-Lüfter ist er gut bestückt und kann vor allem unter Last seine Stärken ausspielen. Allerdings ist er auch der teuerste Kandidat im Testfeld.
  • Scythe Mugen 2 Rev. B – Der Bestseller aus dem Hause Scythe ist auch hier im Forum sehr beliebt und bietet eine optimale Mischung aus Kühlleistung und Lautstärke. Er besteht aus einem 120mm-Lüfter und hat einen „dicken“ Kühlblock, durch welchen die Frischluft gedrückt wird. Im Gegensatz zu True Spirit bietet der Mugen mehr Kühlfläche, allerdings nur einen Lüfter.
  • Noctua NH-L12 – Durch leise Lüfter und höchste Qualität zeichnen sich auch Produkte dieses Herstellers aus, allerdings ist hier Vorsicht geboten. Der NH-L12 ist ein Top-Blow-Kühler und auf HTPC-Tauglichkeit ausgelegt. Er hat nur eine geringe Bauhöhe, dafür aber auch wenig Kühlfläche und kann so nur sehr schlecht mit High-End-Kühlern mithalten.
  • AMD-Boxed-Kühler – In den meisten Computern ist dieses Teil das erste, was ausgetauscht wird. Der mitgelieferte Kühler von AMD ist sehr klein, hat aber auch nur einen sehr kleinen Lüfter. Dieser wird sehr laut und auf Dauer auch unerträglich. Trotz der sehr hohen Drehzahl des Ventilators schafft es dieser Kühler nicht auf annähernd gutes Niveau und ist daher für Kühler wie den Dark Rock Pro 2 eigentlich kein ernstzunehmender Gegner.
In zwei Testaufbauten soll nun die Kühlleistung des Produktes beurteilt werden. Dafür wird bei einem offenen Testaufbau zunächst die Temperatur im Idle, also im Leerlauf, beurteilt. Dies geschieht in drei Stufen, nämlich 100, 75 und 50 Prozent Lüfterdrehzahl. Dieselbe Prozedur wird dann unter Last wiederholt, die Ergebnisse sind hier zu betrachten:

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Auswertung:

Der Alpenföhn Matterhorn Pure reiht sich souverän im oberen Mittelfeld ein und kann im Idle sogar das Testfeld dominieren. Dies ist wohl auf den großen Lamellenabstand und die recht große Abgabefläche zurückzuführen, welche im Idle mehr Leistung erbringen kann. Unter Last kann der Matterhorn auch noch vorn mitspielen und muss sich nur dem „Dark Rock Pro 2“ wirklich geschlagen geben. Insgesamt also ein gutes Ergebnis.

Lautstärke


Kommen wir nun zu einem weiteren wichtigen Punkt, der Lautstärke. Hierbei ist es für jeden Hersteller von größter Bedeutung, das richtige Verhältnis zwischen Lautstärke und Leistung zu finden und so an den Kühler anzupassen, dass die Leistung auch komplett ausgeschöpft werden kann.


Da der „WingBoost Pure“ ein Lüfter ist, welcher recht langsam dreht, ist auch die Lautstärke dementsprechend. Der leise Lüfter ist allerdings, wie schon oben ersichtlich, kein Negativpunkt und liefert gute Leistungen ab:


Im Idle ist der Lüfter im offenen und geschlossenen Ausbau nicht wahrzunehmen. Da er dort auch rund 20% der eigentlichen Leistung fährt, ist er nicht von anderen Teilen zu unterscheiden und auch der Luftstrom nicht zu erkennen. Im normalen Betrieb also eine saubere Leistung.

Unter Last dreht der Lüfter dann doch etwas mehr und tritt erkennbar auf. Es sind aber keine Störgeräusche wahrzunehmen, wie zum Beispiel Klackern oder Schleifen. Außerdem bleibt die Lautheit immer noch im unteren Bereich und überzeugt auch hier. Aus dem Klangschema beim Spielen eines Spiels ist der Lüfter eindeutig nicht herauszuhören.


Insgesamt leistet Alpenföhn also auch bei der Lautstärke gute Arbeit und bringt einen laufruhigen, starken und angepassten Lüfter ins Spiel. Dieser kann dank großem Lamellenabstand relativ langsam drehen und so immer noch eine gute Kühlleistung erzielen.


Anmerkung: Die Beschreibung der Lautheit beruht auf meiner subjektiven Wahrnehmung und kann natürlich je nach Gehör, Empfindlichkeit und Anforderungen variieren. Ich habe die Lautheit nicht unter ultra-silent-Anforderungen begutachtet, sondern auf Basis eines „normalen“ PC-Nutzers.

Fazit


Alles in allem überzeugt der Alpenföhn Matterhorn Pure. Obwohl er nur eine abgespeckte Version eines älteren Kühlers ist und optisch nicht besonders auffällig, leistet er gute Arbeit. Die Kühlleistung liegt im guten bis sehr guten Bereich, die Lautstärke hält sich in Grenzen und auch die Montage gefällt. Hier ist vor allem löblich, dass der Kühler auch auf einem AMD-Sockel horizontal befestigt werden kann; dies ist leider so nicht Standard. Darüber hinaus wird das Produkt sicher geliefert und bringt einige nette Features mit. Negativ fällt auf, dass der Kühler mit montiertem Lüfter zu RAM mit hohem Heatspreader inkompatibel ist so ein Ausweichen auf äußere Slots erfordert. Außerdem ist die mitgelieferte Ausstattung auf das Wesentlichste beschränkt, hier wären eventuell auch noch ein paar Montageklammern schön gewesen, um ein Upgrade zu ermöglichen. Die letzten negativen Punkte werden jedoch durch den letzten Punkt auch wieder ausgehebelt, nämlich das Preis/Leistungsverhältnis. Der Kühler ist mit einem Preis von rund 35€ für ein Produkt mit dieser Leistung und Lautheit ein absolutes Schnäppchen und kann von diesem Standpunkt her voll und ganz empfohlen werden. Insgesamt verdient sich der Alpenföhn Matterhorn Pure also ein großes Lob und damit den Gold-Award.


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Weiterführende Links


Alpenföhn Matterhorn Pure im PCGH-Preisvergleich:
EKL Alpenföhn Matterhorn Pure (84000000079)

Alpenföhn Matterhorn Pure bei Alpenföhn:
Alpenföhn Matterhorn Pure

Ankündigung bei PCGH:
Alpenföhn Matterhorn Pure: EKL mit neu aufgelegtem CPU-Kühler



 
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AW: [Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

So, damit geht das Review online. Ich hoffe es gefällt :)
 
AW: [Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

Nettes Review, allerdings heißt es bewährt und nicht bewehrt ;)
An sich scheint der Kühler aber sehr gut zu sein, vorallem da er in niedrigen Drehzahlbereichen locker mit High-End-Kühler wie den DPP2 mithalten kann. Allerdings würde mich der normale Matterhorn aufgrund der Vernickelung mehr reizen.
 
AW: [Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

Danke schön ;) Habs verbessert. Zur Optik: Man muss eben immer gucken, ob es das Geld wert ist...
 
AW: [Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

Super Review.
Ich selbst habe einen Shamrock verbaut. Die Form vom Matterhorn hats mir einfach angetan und dass die tolle Optik dann noch mit der Kühlleistung einhergeht, macht ihn für mich zu meinem "Lieblings CPU-Kühler" :D
Ein ganz großes Lob möchte ich mal noch gesondert für die Fotos aussprechen. Die habens mir echt angetan. Danach war dein persönlicher erster Eindruck schon wieder nichtig ^^
Freue mich schon auf weitere Reviews von dir :hail:
 
AW: [Review] Alpenföhn Matterhorn Pure – puristisch und trotzdem gut?

Vielen Dank :)

Es kommt auch bald wieder was, aber wird wohl erstmal ein Gehäuse. Da werden die Bilder zwar nicht immer die Besten, aber es macht auch Spaß :D
 
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