Reparieren macht glücklich - Kampfansage an die geplante Obsoleszenz

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Ja stimmt schon, aber dann dürfte keine Firma mehr existieren. Es ist leider heutzutage so, dass absichtlich Sachen produziert werden, die in absehbarer zeit ersetzt werden. Ganz egal welche Qualität du anführst, es ist und bleibt absichtliche Müllproduktion.
Das Ganze wird auch nur gemacht, damit Geld verdient wird und die Wirtschaft boomt.

Ein Hoch auf unsere ach so tolle Wirtschaft!!!
Und da braucht mir jetzt keiner mit "sonst gäbe es unseren Lebensstandard usw. nicht geben", da das vor 10 Jahren bei Weitem gereicht hat und es noch nicht so viel Schrott gab.

Und wieder mal einer der denkt früher war alles besser. Das Thema Obsoleszenz ist doch nicht neu sondern wird nur grad von den Medien aufgegriffen, früher wars halt der Opel Kadett der nach 8 Jahren durchgerostet ist, heute ists das Iphone wo der Akku nicht für den 0815 Kunden wechselbar ist. Grundsätzlich wirds der Markt schon richten, es gibt ja genügend freie Reparaturdienste für eine Vielzahl an Produkten (Kaffeeautomaten, Mobiltelefone, Autos, etc.)
 
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Und wieder mal einer der denkt früher war alles besser. Das Thema Obsoleszenz ist doch nicht neu sondern wird nur grad von den Medien aufgegriffen, früher wars halt der Opel Kadett der nach 8 Jahren durchgerostet ist, heute ists das Iphone wo der Akku nicht für den 0815 Kunden wechselbar ist. Grundsätzlich wirds der Markt schon richten, es gibt ja genügend freie Reparaturdienste für eine Vielzahl an Produkten (Kaffeeautomaten, Mobiltelefone, Autos, etc.)

Und mal wieder einer, der einfach keine Ahnung hat :)

Wenn du dir mal unsern Lebensstandardwandel und unsern Schrottwandel anschaust, dann verstehst du auch vielleicht was ich mein und redest nicht einfach, dass ich sage, dass früher alles besser war.
 
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Na geil. Jetzt wird Bildung schon anhand vom handwerklichen Geschick festgemacht. Wenn das so ist dann zeugt der Satz auch deutlich von deiner Intelligenz.

Nicht nur, aber auch. Es geht bei Bildung aber primär um die Fähigkeit sich selbstständig in der Welt zurechtzufinden, wozu es eben auch gehört so etwas umzusetzen. Einfach mal etwas zum Bildungsbegriff informieren und dann wirst du sehen, dass die landläufige Meinung es ginge dabei um die Anhäufung von akademischem Faktenwissen, oder aber das kanonische "Kennen" bestimmter Literatur, Musik usw. völlig verkehrt ist.

Tut mir leid aber ich hock mich nicht hin und löte da an meinem Handy rum wenn ich auch eines kaufen kann wo der Akku einfach rausnehmbar ist, das ist der größte Bullshit den es gibt. Es mag Leute geben die Spaß daran haben rumzulöten und ihre fest verklebten Displays vom Gehäuse zu entfernen mit nem Heißluftfön, aber ich gehöre da definitv nicht dazu und ich denke ich bin da nicht alleine. :schief:

Sollst du ja auch nicht, es ist dein gutes Recht, das nicht tun zu wollen (obschon man sich auch ehrlicherweise die Frage stellen sollte, ob man das überhaupt jemals ernsthaft versucht hat, bevor man kategorisch ausschließt, dass einem das auch 'Glück' bescheren könnte). Das ist aber nicht dasselbe wie zu behaupten, dass es nicht möglich wäre...

Es ging hier doch um einen Artikel im den behauptet wird, dass Reparieren glücklich macht. Dem kann ich zustimmen, aber nur insofern es sich dabei eben um einen Lern-/Problemlöseprozess handelt und dieser macht eben glücklich, aufgrund bestimmter psychologischer Vorgänge die damit zusammenhängen, die nicht auf "Reparieren" beschränkt sind. Es gehören aber eben ein paar Voraussetzungen dazu, die verlangen, dass man sich mit der Materie beschäftigt, ein Problem löst, etwas dazulernt usw.

Einfacher ausgedrückt:
Einen austauschbaren Akku austauschen wie bei meinem guten alten Nokia, ist nicht das "Reparieren" das der Herr hier meint und das macht auch nicht glücklich.
Ebenso macht das Aus-/Einlöten eines Iphone 1 Akku, wenn man dafür keine äußere Bestätigung erfährt (i.e. jemand bezahlt/lobt einen dafür) nachdem man den Prozess bereits beherrscht auch nicht mehr glücklich.
 
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"Wir brauchen vor allem eine neue Kultur des Reparierens in der Gesellschaft. Reparatur-Cafés etwa, bei denen sich Leute übers Internet zusammen tun, sich treffen und Dinge wieder in Gang setzen."
Leider geht das heutzutage einfach nichtmehr so leicht. Man braucht z.B. für jedes Handy einen passenden Akku, wenn man den tauschen möchte. Originalteile sind teuer/schwer zu bekommen und ansonsten gibts fast nur chinesische Ersatzteile, deren Qualität ist :daumen2:.
Ich habe letztens erst die Fernbedienung eines Sony Bravia repariert. Da waren einfach die Kontaktflächen auf den Gummitasten abgenutzt/aufgelöst(seltsamerweise aber auf Lautstärke und Umschalttasten gleichermaßen,Alufolie und kleber konnte Abhilfe schaffen). Das war vielleicht ein rumgeklipse, nur 2 Schrauben.
Heute ist eben nichtsmehr für die Ewigkeit bzw. zur Reparatur konzipiert, wenns kaputt geht, soll eben ein neues gekauft werden, man hat garnicht viele Möglichkeiten etwas zu reparieren. Desweiteren lehnen viele Leute es wohl, wahrscheinlich aus Bequemlichkeit, einfach ab, etwas zu reparieren bzw. sehen eine Reparatur als unmöglich an, was wieder dazu führt, neu zu kaufen und das alte wegzuwerfen.
 
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Reparieren macht Glücklich, so ein Dreckssatz, selten dämlich :daumen2::schief:
Erkläre das mal den unzähligen die auf manche Geräte angewiesen sind, und für den Schwachsinn keine Zeit haben, oder weit weg von Städten wohnen die dies anbieten.
Das muss von Gesetzeswegen klar geregelt werden, Punkt !
Qualität muss wieder zum Standard werden !
Wenn der Hersteller ein Extrem billiges Bauteil einbaut, weil er gerade mal einen bis fünf Cent sparen will, aber das Gerät damit eine enorm kürzere Lebenswertwartung hat, ist das nicht lustig, das ist schlichtweg Kriminell !
Viele Bauteile werden extra so angebracht das sie schneller verschleißen als nötig wäre (nahe an Wärmequellen), davon können dir Reparatur-Firmen, zb für TVs, ein Lied davon singen.
Der Industrie muss man Gesetzlich kräftig zwischen die Beine treten (im übertragenen Sinne), das sie mal merken wer hier der Bestimmende ist, denn der Markt regelt sich nicht selbst, kommt nur selten vor bei solchen Kleinteilen wovon keiner eine Ahnung hat, weil das nur die wenigsten wissen.
 
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Scheiss aufs Reparieren. Ein Handheld-Device muss heutzutage meistens eh nur ~2-3 Jahre halten, dann wird es schlicht aus Aktualitätsgründen ersetzt, PC-Hardware dürfte zumindest bei uns Nerds hier eine ähnlich lange Halbwertszeit haben, bevor sie aus der Primärkiste fliegen ...


Wichtig ist, dass die Geräte wenigstens die Garantie/Gewährleistungszeit überstehen, und dass sie wenn sie dann irgendwann unvermeidbarerweise doch mal ausfallen die verbauten Materialien recyclet und erneut eingesetzt werden, statt auf einer Müllkippe irgendwo verklaptt zu werden, dafür sind die Elemten zu schade.
 
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Und mal wieder einer, der einfach keine Ahnung hat :)

Wenn du dir mal unsern Lebensstandardwandel und unsern Schrottwandel anschaust, dann verstehst du auch vielleicht was ich mein und redest nicht einfach, dass ich sage, dass früher alles besser war.

Geh doch mal bitte auf mein Argument ein und sag mir wieiviel Schrott wir vor 10 Jahren weniger produziert haben. Ich befürchte du kannst es nicht statistisch belegen/darlegen, ich habe zumindest nichts gefunden. Ich habs nur dick wenn diese abgedroschenen Sprüche kommen "Früher wars besser".
 
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Ruhige Hand, bitte erst informieren, dann so etwas ins Feld führen bitte.

Wenn du wirklich nicht einmal siehst, dass mittlerweile Extra-Schrauben hergenommen werden, die nicht zu ersetzen sind oder bestes Beispiel Handyakkus, die nicht getauscht werden können außer mit extremem Aufwand und dann glückt das evtl auch nur zu 30% wenn man eine Ahnung davon hat.
Vergleiche jetzt mal mit vor 10 Jahren als das noch auseinandergenommen werden konnte und auch darauf Wert gelegt wurde, dass man defekte Teile tauschen kann.

Wenn dir dazu nur einfällt mir zu unterstellen, dass ich argumentiere "früher war alles besser", dann hast du mein Argument nicht einmal im Ansatz verstanden.
 
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Nachdem deine Aussage nicht speziell auf Handys gemünzt ist, ist es meine Aussage auch nicht. Denk mal bitte an die Millionen Tamagotchies die vor 10 Jahren aktuell waren und wohl fast alle auf dem Müll gelandet sind. Ich persönlich bin der Meinung dass der schonende Umgang mit Ressourcen ein Unternehmensziel sein muss, aber das Thema besteht nicht erst seit 3, 10 oder 25 Jahren sondern seit dem Zeitpunkt wo Produkte hergestellt werden. Eine gesetzliche Regelung stelle ich mir schwer vor, das einfachste wäre wohl eine verlängerung der gesetzlichen Gewährleistung was aber die Reparaturfreundlichkeit der Produkte kaum betrifft, meines Wissens nach werden viele elektronische Artikel nicht klassisch repariert sondern ausgetauscht.
 
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Eine gesetzliche Regelung stelle ich mir schwer vor, das einfachste wäre wohl eine verlängerung der gesetzlichen Gewährleistung was aber die Reparaturfreundlichkeit der Produkte kaum betrifft, meines Wissens nach werden viele elektronische Artikel nicht klassisch repariert sondern ausgetauscht.

Ja und da hast du selbst deine eigene Aussage. Seit wann ist dieser Trend?! Ja leider war der nicht früher, tut mir leid wenn du dich da in etwas verrannt hast.
Und es ist und bleibt Fakt, dass das die absichtliche Schrottherstellung bis zu nicht mehr reparierbar merklich zugenommen hat.
Kannst jeden fragen, der gerne bastelt oder nicht gleich alles wegwirft.
Ich will auch nicht verneinen, dass manches besser geworden ist, aber das ist und bleibt ein Problem unserer Wirtschaft. Das Geld muss ja angeblich irgendwo herkommen.
 
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Wo habe ich mich verrannt? In meiner Aussage dass früher nicht alles besser war, in meiner Aussage dass, das Thema Obsoleszenz schon immer ein Problem war? Ich finde einfache Aussagen sind nicht automatsisch richtig und solange Fachleute die Geräte reparieren können ist es für mich in Ordnung, natürlich besser wenn ich es selber erledigen kann. Mittlerweile kann ich per Youtube Anleitung meinen Kaffeeautomat komplett selbst zerlegen.
 
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Die "Fachleute" können es aber selber nicht mehr, weil es dementsprechend hergestellt wird. Du hast sogar selber gesagt, dass das nurnoch getauscht wird, ja und das ist auch so.
 
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In den Fällen wo ich das beurteilen kann, hat das tauschen aber eher was mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit (Tausch geht schneller als Reparatur) und mit dem Lohnkosten/Neupreisverhältnis zu tun. Du kennst sicher Beispiele wo man dem Hersteller böswilligkeit vorwerfen kann, allerdings hoffe ich da auf den Verbraucher. Ich denke grundsätzlich sind wir gar nicht soweit ausseinander. ;)
 
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In den Fällen wo ich das beurteilen kann, hat das tauschen aber eher was mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit (Tausch geht schneller als Reparatur) und mit dem Lohnkosten/Neupreisverhältnis zu tun. Du kennst sicher Beispiele wo man dem Hersteller böswilligkeit vorwerfen kann, allerdings hoffe ich da auf den Verbraucher. Ich denke grundsätzlich sind wir gar nicht soweit ausseinander. ;)
Dann kannst du allerdings nur einen kleinen Teil der Fälle beurteilen. Es werden mitlerweile sogar bei einigen Produkten Schrauben verbaut, die man festziehen, aber nicht lösen kann.
 
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Das bedeutet im Umkehrschluss, du kannst mehr Fälle beurteilen wie ich? Wer bist du? Ich denke nicht reparaturfähige, wirtschaftlich irreparable ausgeschlossen, dürften den absolut kleinsten Teil der alltags Produkte ausmachen.
 
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