Raptor Lake S: Gesamte Modelpallette geleaked - 13900K mit 24 Kernen und 32 Threads

Ryzen 6000 = Zen3+
Ryzen 7000 = Zen4 + DDR5 RAM
Nach bisherigem Kenntnisstand wird es keinen "Zen3+" auf dem Desktop geben. AMD erklärte für die zwei V-Cache gepimpten CPUs, dass diese das reguläre Zen3-CCD verwenden werden, da dieses schon grundsätzlich auf diese Option hin ausgelegt wurde, d. h. es handelt sich um reguläre Zen3-CPUs, halt nur mit größerem L3$, der hier vollumfänglich für den Durchsatzzugewinn verantwortlich sein wird.
Aktuell kann man nicht einmal gesichert spekulieren, dass bei den beiden Modellen vielleicht +100 MHz mehr Takt drauf kommen. AMD wird das aus vertriebstechnischer Sicht sicherlich gerne wollen (auch wenn das i. V. z. den Cache-Zugewinnen Augenwischerei ist), aber das thermische Verhalten wird mit dem zusätzlichen Silizium oben drauf sicher nicht besser werden.

Ergänzend zu deinen zuvor genannten Werten bzgl. den Zugewinnen ADL vs. Zen3, so bspw. "wird bei den BIG Kernen 40% vor ZEN3 liegen": die sind zweifellos deutlich zu hoch gegriffen. ADL wird Zen3 sicherlich übertreffen, was auch der Grund ist, warum nun überbrückungsweise die beiden V-Cache-Modelle am oberen Spektrum kommen, aber hier kann man schon wieder spekulieren, dass die die Zugewinne von ADL nivellieren werden und sich möglicherweise gar leicht absetzen werden (in einigen wenige, speziellen und sehr Cache-lastigen Workloads vielleicht gar deutlich).

Ich würde hier einfach erst mal entspannt abwarten. Schneller als Zen3 wird ADL auf jeden Fall, inbesondere mit Blick auf einen Mainstream-Workload wie Gaming, jedoch gehören hierzu auch keine prophetischen Fähigkeiten, wenn man in den PCGH-Index schaut, in dem sich Zen3 nicht nennenswert von RKL absetzen kann (und das bei 720p).
Spätestens in 1Q22 wird AMD den Rückstand dann vermutlich wieder mit dem V-Cache mit den beiden HighEnd-CPUs ausgleichen bzw. wird in einigen besonders Cache-lastigen Workloads gar davonziehen (in Ausnahmefällen gar möglicherweise deutlich; ich würde hier bspw. an Kompression denken, bspw. 7zip, etc.) Zu berücksichtigen in der Gesamtperspektive um 1Q22 herum dürfte sein:
  • Absolute Gaming-Unterschiede dürften bspw. vermutlich am Ende gering ausfallen, d. h. andere Faktoren wie Preis, Verfügbarkeit, Plattform oder speziellere Präferenzen dürften hier auschlaggebender sein.
  • Der V-Cache wird vorerst nur dazu diesen, damit AMD ggf. an der Spitze das Krönchen aufbehalten kann, dem Mainstream nützt das vorerst wenig, da nur ein 12- und 16-Kerner angekündigt sind, was vermutlich ein fertigungskostentechnisches Thema ist, d. h. der größere Mainstream-Markt wird weiterhin mit regulärem Zen3 auskommen müssen.
  • AM4 hat sein Ende erreicht, Abnehmer werden vermutlich vorrangig Upgrader sein oder Käufer, die grundsätzlich immer ihr System komplett austauschen. Andernfalls würde ich vermuten, dass selbst AMD-Interessenten eher auf Zen4 warten werden, insbesondere die, die eher die Nutzungsdauer ihrer Plattform mit schrittweisen Upgrades zu verlängern gedenken.
  • Intel wird anscheinend mit den nächsten zwei Generationen die modernere Plattform anbieten, ob das für den Einzelnen relevant ist, muss aber jeder für sich selbst entscheiden. DDR5 wird sicherlich ausschlaggebender als PCIe5 sein, das ALD zudem zuerst nur auf dem PEG anbieten wird (ob Raptor Lake das auch auf die übrigen CPU-Lanes ausweiten wird, weiß man aktuell noch nicht).
  • Grundsätzlich ist es so, dass bzgl. des Gamings, einem der leistungsfordernsten Mainstream-Workloads, die GPU der wichtigere Faktor ist, was auch ein relevantor Faktor sein wird für viele Kaufentscheidungen.
Was man zudem spekulieren kann, ist, dass ADL zumindest im Mainstream einen deutlichen Vorteil haben wird, denn hier wird das gesamte Portfolio aktualisiert (innerhalb der nächsten Monate), während AMD nur seine beiden Topprodukte pimpt (zumindest nach bisherigem Kenntnisstand). Es wird interessant zu beobachten sein, zu welchen (unerwarteten) Produktupdates das führen wird, denn bspw. ein kleiner ADL 4+8 dürfte bspw. einem 5800X voraussichtlich grundsätzlich überlegen sein.

Raptor Lake nutzt aber eben die gleichen Cores ("Architektur") wie Alder Lake und daher kein IPC Sprung erst bei Meteor Lake wieder
Das scheint nicht ganz zu stimmen. Bei Raptor Lake redet man von Raptor Cove als einer leicht verbesserten uArch für die P-Cores und von weiterhin Gracemont als E-Cores, d. h. das Design wird auch IPC-technisch einiges bringen, zumal hier auch die Rede von einem deutlichen Cache-Umbau ist, d. h. dass könnte irgendwas ähnliches wie bei AMDs V-Cache werden.
Da Raptor Lake zudem erst mal gegen Zen4 herhalten muss (Meteor Lake wird erst im 1HJ23 erwartet), darf man annehmen, dass dieses Design Zen3 u. V-Cache grundsätzlich übertreffen wird. Wie es dann im direkten Vergleich gegen Zen4 abschneiden wird, wird man dagegen erst mal abwarten müssen.
 
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Was mir ja an der Grafik ins Auge gesprungen ist: Socket: TBC
Wird uns Intel wieder alle 2 Jahre mit einem Wechsel des Sockets beglücken? Oder darf der LGA1700 auch mal länger bleiben?
 
Natürlich wird man den Sockel nicht unendlich lange fortsetzen. Das hat AMD ja auch nur zähneknirschend hingenommen, nachdem man in 2019/20 dann doch nach einem Blick in die Bilanzen feststellte, dass das eher weniger sinnvoll ist und auch den Board-Partnern nicht unbedingt schmeckt (eimmal konnte man sich durchsetzen, einmal musste man zurückrudern).
Bei Meteor Lake könnte man vielleicht noch auf einen LGA1700 spekulieren, denn versorgungstechnisch dürfte der Sockeln ausreichend Luft haben für ein Intel 7/TSMC 5nm-Design, jedoch könnte ich mir vorstellen, dass wenn es bei LGA1700 bleiben sollte, Meteor Lake bspw. nur in 700er-Boards der Raptor Lake-Gen passen wird? ;-) (Das "Problem" ist hier schlicht, dass Intel nicht wie AMD auf den Retailmarkt und die Consumer angewiesen ist. AMDs vermeintliche "Sockellanglebigkeit" ist schließlich auch kein Produkt ihrer selbstlosen, kundenfreundlichen Art sondern lediglich ein hart kalkuliertes Vertriebsargument, das ein weiterer, kleiner Baustein zur Gewinnung von Marktanteilen darstellte, nicht mehr und nicht weniger.)
 
Das scheint nicht ganz zu stimmen. Bei Raptor Lake redet man von Raptor Cove als einer leicht verbesserten uArch für die P-Cores und von weiterhin Gracemont als E-Cores, d. h. das Design wird auch IPC-technisch einiges bringen, zumal hier auch die Rede von einem deutlichen Cache-Umbau ist, d. h. dass könnte irgendwas ähnliches wie bei AMDs V-Cache werden.
Da Raptor Lake zudem erst mal gegen Zen4 herhalten muss (Meteor Lake wird erst im 1HJ23 erwartet), darf man annehmen, dass dieses Design Zen3 u. V-Cache grundsätzlich übertreffen wird. Wie es dann im direkten Vergleich gegen Zen4 abschneiden wird, wird man dagegen erst mal abwarten müssen.
Intel hatte es dann doch schon öfters kleinste Änderungen als neue Arch genannnt, ich glaube halt erst wenn ichs sehe, dass die von dir genannten größeren (einiges bringen) IPC Sprünge anstehen
Eine kleine Übersicht:
 
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Nach bisherigem Kenntnisstand wird es keinen "Zen3+" auf dem Desktop geben. AMD erklärte für die zwei V-Cache gepimpten CPUs, dass diese das reguläre Zen3-CCD verwenden werden, da dieses schon grundsätzlich auf diese Option hin ausgelegt wurde, d. h. es handelt sich um reguläre Zen3-CPUs, halt nur mit größerem L3$, der hier vollumfänglich für den Durchsatzzugewinn verantwortlich sein wird.
Aktuell kann man nicht einmal gesichert spekulieren, dass bei den beiden Modellen vielleicht +100 MHz mehr Takt drauf kommen. AMD wird das aus vertriebstechnischer Sicht sicherlich gerne wollen (auch wenn das i. V. z. den Cache-Zugewinnen Augenwischerei ist), aber das thermische Verhalten wird mit dem zusätzlichen Silizium oben drauf sicher nicht besser werden.

Ich denke auch, dass Zen3 keine Optimierung mehr bekommt. Es wird der 3D Cache eingeführt und der Rest bleibt. Man möchte anscheined mit so wenig wie möglich Einsatz mehr Performance bekommen. Ryzen 6000 wäre dann auch der falsche Name für diese CPU. Eine 5000er Nummer wäre angebrachter. Aber AMD hat sich bewußt für eine 6000er Nummer für die alten ZEN3 CPUs entschieden. Denn laut Gigabyte Leak, wird expliziet von Ryzen 7000 bei ZEN4 gesprochen.

Ergänzend zu deinen zuvor genannten Werten bzgl. den Zugewinnen ADL vs. Zen3, so bspw. "wird bei den BIG Kernen 40% vor ZEN3 liegen": die sind zweifellos deutlich zu hoch gegriffen. ADL wird Zen3 sicherlich übertreffen, was auch der Grund ist, warum nun überbrückungsweise die beiden V-Cache-Modelle am oberen Spektrum kommen, aber hier kann man schon wieder spekulieren, dass die die Zugewinne von ADL nivellieren werden und sich möglicherweise gar leicht absetzen werden (in einigen wenige, speziellen und sehr Cache-lastigen Workloads vielleicht gar deutlich).

Die wenigen Leaks die da sind sprechen von einem großen Sprung in der Performance. +40% zu Zen3 pro Thread halte ich auch für unwahrscheinlich. Aber wir wissen es nicht. Vl. werden es +30%. Was wir aber auf jeden Fall wissen. 8 Big und 8 Little Alderlake Cores (16+8 Threads) sind so schnell wie 32 ZEN3 Threads. Damit bieten die Big Kerne auf jeden Fall mehr Performance als Zen3 Kerne.

Ich würde hier einfach erst mal entspannt abwarten. Schneller als Zen3 wird ADL auf jeden Fall, inbesondere mit Blick auf einen Mainstream-Workload wie Gaming, jedoch gehören hierzu auch keine prophetischen Fähigkeiten, wenn man in den PCGH-Index schaut, in dem sich Zen3 nicht nennenswert von RKL absetzen kann (und das bei 720p).
Das sehe ich auch so.
Spätestens in 1Q22 wird AMD den Rückstand dann vermutlich wieder mit dem V-Cache mit den beiden HighEnd-CPUs ausgleichen bzw. wird in einigen besonders Cache-lastigen Workloads gar davonziehen (in Ausnahmefällen gar möglicherweise deutlich; ich würde hier bspw. an Kompression denken, bspw. 7zip, etc.) Zu berücksichtigen in der Gesamtperspektive um 1Q22 herum dürfte sein:

Nun, der 3D Cache wird wahrscheinlich nur Gaming beschleunigen. Anwendungen sind schon heute so compiliert, dass die Rechenlastigen Berechnungen komplett in den 2ndLevel Cache passen. Ein RAR, ZIP, MP3,... Algorithmus ist so klein, dass mehr Cache nichts bringt. Aber warten wir es ab... AMD selber spricht von bis zu +15%... Wo genau wird nicht verraten.

  • Absolute Gaming-Unterschiede dürften bspw. vermutlich am Ende gering ausfallen, d. h. andere Faktoren wie Preis, Verfügbarkeit, Plattform oder speziellere Präferenzen dürften hier auschlaggebender sein.
  • Der V-Cache wird vorerst nur dazu diesen, damit AMD ggf. an der Spitze das Krönchen aufbehalten kann, dem Mainstream nützt das vorerst wenig, da nur ein 12- und 16-Kerner angekündigt sind, was vermutlich ein fertigungskostentechnisches Thema ist, d. h. der größere Mainstream-Markt wird weiterhin mit regulärem Zen3 auskommen müssen.
Wahrscheinlich wird der 3D Cache sehr teuer werden. Man hat dann zwar die Krone auf aber die CPU ist weder lieferbar noch Preislich attraktiv. Man muß auch noch erwähnen, dass 12 und 16 Kerner nicht die bevorzugte CPU von Gamern ist, hier wird immer noch der 6 oder 8 Kerner gekauft. Womit der 3D Cache, der nur in die "besseren" CPUs kommen soll, keinen Sinn ergibt. Klingt für mich, nur nach einer Marketing Krone...
  • AM4 hat sein Ende erreicht, Abnehmer werden vermutlich vorrangig Upgrader sein oder Käufer, die grundsätzlich immer ihr System komplett austauschen. Andernfalls würde ich vermuten, dass selbst AMD-Interessenten eher auf Zen4 warten werden, insbesondere die, die eher die Nutzungsdauer ihrer Plattform mit schrittweisen Upgrades zu verlängern gedenken.
Leider hat es AMD nicht geschafft im Jahresrythmus etwas neues anzubieten. Die Zweijahrespause zwischen Zen3 und Zen4 nutzt Intel um mit zwei Generationen davon zu ziehen. Da muß man sich schon fragen, was das CPU Team in den zwei Jahren gemacht hat? Zen4 tritt gegen Raptorlake an. Das wird sehr spannend...

  • Intel wird anscheinend mit den nächsten zwei Generationen die modernere Plattform anbieten, ob das für den Einzelnen relevant ist, muss aber jeder für sich selbst entscheiden. DDR5 wird sicherlich ausschlaggebender als PCIe5 sein, das ALD zudem zuerst nur auf dem PEG anbieten wird (ob Raptor Lake das auch auf die übrigen CPU-Lanes ausweiten wird, weiß man aktuell noch nicht).
Das denke ich auch. AMD wollte wohl mit PCIe4.0 auf der AM5 Plattform starten und dann mit ZEN5 wieder neue Mainboards verkaufen mit PCIE5.0. Dass man PCIe5.0 nachrüsten kann, per CPU Upgrade, denke ich nicht.
Ob PCIe5.0 etwas bringt oder nicht ist nicht die Frage, sondern der User möchte doch das Modernste kaufen, auch wenn das Feature erst in 2 Jahren genutzt wird. Es wird spannend... Außer USB4.0 kann ich kein Killer Feature auf der AM5 Plattform entdecken. ADL wird mindestens zwei Jahre die modernere Plattform sein.
  • Grundsätzlich ist es so, dass bzgl. des Gamings, einem der leistungsfordernsten Mainstream-Workloads, die GPU der wichtigere Faktor ist, was auch ein relevantor Faktor sein wird für viele Kaufentscheidungen.
Was man zudem spekulieren kann, ist, dass ADL zumindest im Mainstream einen deutlichen Vorteil haben wird, denn hier wird das gesamte Portfolio aktualisiert (innerhalb der nächsten Monate), während AMD nur seine beiden Topprodukte pimpt (zumindest nach bisherigem Kenntnisstand). Es wird interessant zu beobachten sein, zu welchen (unerwarteten) Produktupdates das führen wird, denn bspw. ein kleiner ADL 4+8 dürfte bspw. einem 5800X voraussichtlich grundsätzlich überlegen sein.
Intel braucht noch nicht einmal viele BIG Kerne um im Gaming die Krone zu haben. Selbst mit nur 4 BIG Kernen könnte man in 90% aller Spiele davon ziehen.
Auch ist das ganze Big+Little Design eine Glanzleistung. Schade das AMD hier erst mit Ryzen 8000 (ZEN5) 2023 gleichziehen wird.

Eines ist auf jeden Fall Gewiss, die CPU Preise bei AMD werden fallen!
 
Intel hatte es dann doch schon öfters kleinste Änderungen als neue Arch genannnt, ich glaube halt erst wenn ichs sehe, dass die von dir genannten größeren (einiges bringen) IPC Sprünge anstehen
Ganz so einfach bzw. auf die Vergangenheit übertragbar ist es dann doch nicht, da es in der Form erst seit kurzem eigenständige Architekturen und Namen gibt. In der Vergangenheit waren die Weiterentwicklungen i. d. R. primär komplette Produkte, so Broadwell und Haswell, i. d. R. mit eigenen Feature-Sets.
Das neue Schema begann erst 2019 mit Sunny Cove (das nun in unterschiedlichen Produkten zum Einsatz kam). Natürlich muss man erst mal abwarten, was sich hinter Raptor Cove verbergen soll, aber offensichtlich ist das genug, um einen neuen, eigenständigen Namen für die Mikroarchitektur zu vergeben und der ist halt hier unabhängig vom Produkt, d. h. der muss schon durch entsprechende architektonsiche Änderungen begründbar sein, andernfalls wäre es nur Schall und Rauch. Entsprechend sieht man ja auch den Unterschied hier, denn den P-Cores spricht man einen neuen Codenamen bzw. eine neue uArch zu, während es bei den E-Cores ganz offensichtlich bei Gracemont bleiben soll (und nicht etwa einer fingierten Weiterentwicklung).
Darüber hinaus, selbst wenn die rein architektur/IPC-technisch relevanten Entwicklungsschritte gering sind, so zeigte AMD bereits durch größere Caches einen signifikanten Mehrwert. Intel kann diesen Schritt in der gleichen Weise gehen und würde absehbar vergleichbar davon profitieren. Entsprechend leicht ist ja auch die Ableitung, dass Raptor Lake die V-Cache-Zen3's auf jeden Fall hinter sich lassen wird (wenn die kolportieren Cache-Umbauten tatsächlich in eine derartige Richtung gehen sollten).

Ich denke auch, dass Zen3 keine Optimierung mehr bekommt. [...]
Naja, an der Stelle "denke" ich eher weniger, sondern nehme hier einfach AMD beim Wort, die erklärten, dass der Unterbau das normale Zen3-CCD ist, das schon grundsätzlich für dieses Stacking vorbereitet wurde. *)
Darüber hinaus wären jetzt noch weitere Aufwändungen in eine Plus-Variante vermutlich eher reine Geldverschwendung. Das Design dient nur zur Überbrückung bis Zen4 da ist. Da jetzt Millionen an Entwicklungskosten in eine überarbeitete uArch, Prototyping, Validierung, Maskenerstellung, etc. zu stecken, erscheint wenig wirtschaftlich.
Wie gesagt, mit ein bisschen Glück kommen als, wie sagte es ein Geselle hier "Nebelkerzen", noch +100 MHz drauf und das wars. Letzten Endes spielt das eh keine Rolle, weil die paar MHz irrelevant im Vergleich zu den Zugewinnen sind, die der Cache ermöglicht, sähe aber besser in den Specs aus. ;-)

Das Nummernschema ist per se schon wieder für den ***, also ist es egal, was sie hier mit den Nummern machen. Als 5000er-CPUs gibt es bei AMD derzeit sowohl Zen3- als auch Zen2-basierte Designs. Und mir persönlich ist es eh egal, wie so ein Dingen heißt. Wenn das einmal eingebaut ist, interessiert mich das nicht mehr, solange es tut was es soll. ;-)

Wie gesagt, +40 % sind abwegig. Intel hat die gemittelten +19 % im Vergleich zu Cypress Cove (RKL) ausgewiesen, ist also schon mal ein deutlicher Zugewinn. Bevor ich da jedoch echte Benchmarks sehe, gestehe ich dem Wert aber noch eine hohe Schwankungsbreite zu, den Intel verwendete hier einen umfangreichen Mix an Benchmarks und einige davon würden ich eher aus der Betrachtung raushalten wollen. **) Letzten Endes ist das aber normales Marketing ... in ein paar Wochen werden wir mehr wissen.
Mehr als +5 % werden es zweifellos und man weiß ebenso, dass ADL mittlerweile 5+ GHz erreichen kann, denn 5,0 GHz erreicht bereits schon TGL mit der älteren Prozessiteration 10nm SuperFin.

Das mit dem Cache würde ich nicht unterschätzen. AMD hat Gaming demonstriert, weil das letzten Endes der Workload ist, der ihre Customer-Base beim Ryzen am ehesten betrifft. In Office-Apps, beim Netflix-Schauen und Browsen wird der dagegen vollkommen egal sein, aber es wird sicherlich auch noch etliche andere Workloads geben, die gar noch mehr als nur die +12 bis +15 % von dem Cache profitieren werden.
Das sah man schon damals bei Intel beim i7-5775C mit seinen 128 MiB eDRAM, die nicht nur der iGPU zugute kamen, sondern der gesamten CPU als schneller L4$ dienten. In einigen spezielleren Workloads konnte die 3,7 GHz/65 W-CPU selbst mit Intels deutlich schnelleren Topmodellen mithalten.

Zum Preis: Fertigungstechnisch wird der V-Cache auf jeden Fall teuer für AMD, keine Frage. +50 % mehr Wafer-Flache im teueren N7 und dazu noch das Stacking und zusätzliche Aufbringen der Dummy-Silizium-Stabilisatoren. Die Frage ist aber, ob es sich AMD leisten kann den Preis 1:1 durchzureichen. Ich würde eher vermuten, dass man hier zwecks Beibehaltung der "Leistungskrone" nur einen Teil der Kosten an den Endkunden durchreichen wird, damit es nicht zu teuer und damit zu unattraktiv wird. Am Ende reden wir hier nach aktuellem Stand auch nur vom 12- und 16-Kerner, CPUs die per se seltener verkauft werden und ein nennenswerter Teil der Kundschaft hat sich schon mit hochkernigen Modellen eingedeckt und ein Upgrade wird hier nicht für jeden infrage kommen und manch andere werden gar eher die Gelegenheit nutzen und hoffen, dass ein 5900X+V-Cache den regulären 5900X im Preis drücken wird und dort zuschlagen. Man wird sehen, wie sich das entwickelt.

Naja, was heißt "nicht geschafft im Jahresrythmus ...". Inflationär nur irgendwas Neues rauszuhauen um was Neues um seiner selbst willen rauszubrigen sollte auch nicht das Ziel sein, erst recht nicht in unserer heutigen Konsumgesellschaft. Unsere Elektronikschrottberge in Afrika sind durchaus schon beängstigend. Darüber hinaus muss eine Firma wie AMD nun einmal mit deutlich weniger Ressourcen auskommen und das bedeutet zwangsweise sich auf essentielle und gewinnbringende Felder zu fokussieren. Völlig normal. Mit weiterem Wachstum werden auch ihre Möglichkeiten wachsen.
Das denke ich auch. AMD wollte wohl mit PCIe4.0 auf der AM5 Plattform starten und dann mit ZEN5 wieder neue Mainboards verkaufen mit PCIE5.0. Dass man PCIe5.0 nachrüsten kann, per CPU Upgrade, denke ich nicht.
Ob PCIe5.0 etwas bringt oder nicht ist nicht die Frage, sondern der User möchte doch das Modernste kaufen, auch wenn das Feature erst in 2 Jahren genutzt wird. Es wird spannend... Außer USB4.0 kann ich kein Killer Feature auf der AM5 Plattform entdecken. ADL wird mindestens zwei Jahre die modernere Plattform sein.
Ob das ihre Strategie war, weiß ich nicht. Wäre nicht abwegig, muss aber nicht sein (auch wenn man sich bei 4.0 tatsächlich sehr anstellte). Vielleicht will man hier einfach nur Mehrkosten vermeiden und denkt, man kann der Kundenbasis das Bedürfnis nach 5.0 marketingtechnisch vorerst leicht ausreden und damit die tendenziell günstigere Plattform anbieten? Wäre nicht abwegig, denn schließlich will man ja weiter wachsen und das wird eher schwieriger, wenn man genau so teuer wie der Hauptkonkurrent ist.
Ein echtes Problem hätten sie erst, wenn nVidia's Lovelace in 2022 mit PCIe5-Unterstützug in den Markt kommen sollte, denn dann wären konkrete Produkte verfügbar und noch dazu eines, das vom Großteil des PC-Marktes gekauft wird. Da müsste man schon ein paar Anstrengungen mehr ins Marketing investieren.
Aktuell ist PCIe5 aber nur nice-to-have und sollte möglichst wenig Zusatzkosten verursachen. Und darauf setzen lohnt auch bestenfalls nur, wenn man diese Plattform absehbar länger zu nutzen plant.
DDR5 dürfte da aktuell deutlich interessanter sein, aber für eine echte Bewertung fehlen mir hier aktuell auch echte Benchmarks um das in einen brauchbaren Kontext zu setzen i. V. z. hochgezüchteten DDR4-Modulen.
USB4 als Killerfeature? Wie das? Das ist bei Intel schon Standard in Verbindung mit TB4, das dieses als Subset unterstützt. Bei Raptor Lake könnte gar TB5 mit doppelter Bandbreite dabei sein.
Schlussendlich ist das bei derartigen neuen I/O-Features aber auch immer so eine Sache während der anfänglichen Einführungsphase. Einige wirds interessieren, andere eher nicht.
Intel braucht noch nicht einmal viele BIG Kerne um im Gaming die Krone zu haben. Selbst mit nur 4 BIG Kernen könnte man in 90% aller Spiele davon ziehen.
Auch ist das ganze Big+Little Design eine Glanzleistung. Schade das AMD hier erst mit Ryzen 8000 (ZEN5) 2023 gleichziehen wird.

Eines ist auf jeden Fall Gewiss, die CPU Preise bei AMD werden fallen!
Das mit dem Gaming liegt schlicht daran, weil die meisten Games nur mäßig gut skalieren und daher nicht eine unbeschränkte Zahl an Kernen sinnvoll nutzen können. Das hat weniger was mit Intel, sondern eher mit der Natur der Sache selbst zu tun ... oder letzten Endes mit den Konsolen, die derzeit auf acht langsame Zen2-Kerne beschränkt sind. Alles was bei PC-Games nenenswert darüber hinaus geht, kann zwangsweise nur optionales "Gedöns" sein, aber nichts spielrelevantes in die Spielmechanik eingreifendes. Derartiges könnte man nur auf PC-only-Titeln erwarten und das Problem ist hier erneut, dass kein Entwickler/Publisher seinen Absatzmarkt derart extrem verkleinern will, indem er sich auf derartige HighEnd-CPUs als Mindestanforderung beschränkt.
Das mit der "Glanzleistung" bleibt noch abzuwarten. Unterm Strich sehe ich es eher nüchtern als schlicht mehr Leistung. Wie die zur Verfügung gestellt wird, ist mir egal, solange es gut funktioniert und die Leistung auch ankommt und wenn es sparsamer wird, umso besser.
Das mit der Glanzleistung würde ich erst unterstreichen wollen, wenn die Gracemont-Cores das in den Sheets skizzierte Perf/Watt-Verhältnis auch tatsächlich so abliefern können und die Mobilgeräte bspw. deutlich ausdauernder machen werden.
Darüber hinaus sehe ich aber auch hier die Gefahr einer unnötigen Polarisierung i. V. z. AMD, denn Zen3 war zweifellos ein gelungener Wurf, der V-Cache wird noch einmal mehr aus der Arch herauskitzeln für zahlungskräftigere Kunden und Zen4 soll auch noch einemal einen ähnlich größen Sprung wie Zen3 hinlegen, d. h. auch die machen einen guten Job. Aktuell ist man als Konsument einfach in einer sehr komfortablen Lage, man bekommt mehr oder weniger alles was man will und die Preise (sieht man mal von der speziellen Situation ab) entwicklen sich auch passabel.
Und ob das "spätere Gleichziehen" bei AMD schade ist, k. A. ... das wird man wohl erst sehen, wenn man echte Benchmarks von ADL auf dem Tisch hat und dann extrapolieren könnte, was einem Zen4 mit einem derartigen Design wohl möglich wäre. AMD muss aber erst mal überhaupt eine eigene Mikroarchitektur für einen kleinen, sparsamen Core aufbauen. Da sitzen sie zweifellos schon länger dran, offensichtlich wird es aber erst zu Zen5 was mit einer Markteinführung. Letzten Endes nicht verwunderlich, wenn man sich ansieht, was Intel und AMD für R&D-Ausgaben haben.
Zudem haben sie aktuell noch keinen allzu großen Druck diesbezüglich. Aktuell sind sie noch mit dem vermutlich leicht besseren N7 unterwegs und Zen4 wird auf den N5(P) setzen. Interessant wird es erst in 2023 mit Meteor Lake, der dann gleich zwei neue Mikroarchitekturen einführt zzgl. einen modernen(neren) Node, d. h. ab da könnte der Druck signifikant ansteigen und ein Hybriddesign vermisst werden, und wer weiß, vielleicht ist Zen4 ja möglicherweise doch nur eine kleine Lebensspanne gegönnt, weil AMD dann gezwungen ist Zen5 noch Ende 2023 nachzureichen (oder spätestens Anfang 2024)?


*) Vermutlich wurde diese Technik in Verbindung mit Zen3 primär für den Epyc entwickelt. Wäre ADL deutlich schwächer ausgefallen, hätte man sich den V-Cache auf Ryzen's in der aktuellen Generation sicherlich erspart.

**) Beispielsweise die letzten drei Tests liegen bei +52 %, +60 % und +60 % Mehrleistung. Das werden sicherlich Tests sein, die nennenswerten Gebrauch von der Vektoreinheit machen und hier die deutlichen Verbesserungen ausnutzen können. Zweifellos nice-to-have, bspw. als Adobe-Anwender, vermutlich jedoch relativ irrelevant bspw. fürs Gaming.
 
Zen3+ wäre ja auch nur eine Marketingbezeichnung für die "abgeschliffenen" Zen3-Chiplets.
Ob sie es am Ende Zen3 oder Zen3+ nennen, macht doch keinen Unterschied!
 
In der Art und Weise, wie AMD in der jüngeren Vergangenheit das "+" verwendete, impliziert dieses zumindest kleinere architektonische Weiterentwicklungen.
So wie es AMD bisher zu den beiden V-Cache-Modellen erklärte, wird es diese hier jedoch nicht geben, d. h. ein "+" würde hier eher unangebracht erscheinen. Hier kommt einfach nur die doppelte Menge Cache hinzu, die sich dann am Ende für die Leistungszugewinne verantwortlich zeigt.

Schlussendlich ist es natürlich egal, wie sie das Design benennen, denn unterm Strich zählt nur, was an Zugewinnen dabei rauskommt. Im Rahmen dieses Forums hier jedoch und da es einen vermeintlichen "Zen3+" auch schon vor Monaten in der Gerüchteküche gab, geht es mir hierbei nur um die Differenzierung, dass nach aktuellem Kenntnisstand die Architektur unverändert bleibt.
 
Ganz so einfach bzw. auf die Vergangenheit übertragbar ist es dann doch nicht, da es in der Form erst seit kurzem eigenständige Architekturen und Namen gibt. In der Vergangenheit waren die Weiterentwicklungen i. d. R. primär komplette Produkte, so Broadwell und Haswell, i. d. R. mit eigenen Feature-Sets.
Das neue Schema begann erst 2019 mit Sunny Cove (das nun in unterschiedlichen Produkten zum Einsatz kam). Natürlich muss man erst mal abwarten, was sich hinter Raptor Cove verbergen soll, aber offensichtlich ist das genug, um einen neuen, eigenständigen Namen für die Mikroarchitektur zu vergeben und der ist halt hier unabhängig vom Produkt, d. h. der muss schon durch entsprechende architektonsiche Änderungen begründbar sein, andernfalls wäre es nur Schall und Rauch. Entsprechend sieht man ja auch den Unterschied hier, denn den P-Cores spricht man einen neuen Codenamen bzw. eine neue uArch zu, während es bei den E-Cores ganz offensichtlich bei Gracemont bleiben soll (und nicht etwa einer fingierten Weiterentwicklung).
Darüber hinaus, selbst wenn die rein architektur/IPC-technisch relevanten Entwicklungsschritte gering sind, so zeigte AMD bereits durch größere Caches einen signifikanten Mehrwert. Intel kann diesen Schritt in der gleichen Weise gehen und würde absehbar vergleichbar davon profitieren. Entsprechend leicht ist ja auch die Ableitung, dass Raptor Lake die V-Cache-Zen3's auf jeden Fall hinter sich lassen wird (wenn die kolportieren Cache-Umbauten tatsächlich in eine derartige Richtung gehen sollten).
Ist mir alles klar. Meine Annahme - und mehr ist es wirklich nicht - basiert auf der späten hereinnahme von Raptor Lake. Ich denke es war nie groß geplant, aber weil es bis Meteor Lake bzw "Intel 4" noch eine Weile hin ist, hat man hslt noch ein Update eingeschoben. Ob dies so groß ausfällt, wie manche sehr kleine Schritte davor (s. 3dc Artikel), oder doch mehr wird sich zeigen. Oder ib man eine sowieso geplante Chipvariante mit mehr Cache einfach auch mit zusätzlichem Namen versieht, statt den gleichen wie damals "Broadwell".
Wie gesagt, ist eher ein Gefühl, bzw hängt eher damit zusammen, wie viel Intel darüber ankündigt im Vergleich zu anderen Archs
 
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Also zumindest von Zen auf Zen+ gab es GENAU 0 Änderungen an der µArch!
Die Aussage ist falsch. AMD hat bspw. die Cache-Latenz des L1$ und L2$ verbessert und in beiden Fällen einen Cycle eliminierne können. Hinzu kommen bspw. Änderungen bei der Taktsteuerung und -regulierung (Precision Boost 2 und XFR2) und bspw. der Speichercontroller wurde überarbeitet um etwas besser mit schnellerem RAM umgehen zu können.
Niemand hat gesagt, dass hier der ganze Chip umgebaut wurde, jedoch wird man hier zweifelos nicht einfach den gleichen, unveränderten Floorplan auf 12LP übertragen haben. Und bei den kommenden V-Cache-Modellen stellt sich diese Frage nicht einmal, weil da gar nichts neu gefertigt wird, sondern nach bisheriger Aussage das unveränderte Zen3-CCD weiterverwendet wird.

Ist mir alles klsr. Meine Annahmw - und mehr ist es wirklich nicht - basiert quf der späten hereinnshme von Raptor Lake. Ich denke es war nie groß geplant, aber weil es bis Meteor Lake bzw "Intel 4" noch eine Weile hin ist, hat man hslt noch ein Update eingeschoben. Ob dies so groß ausfällt, wie manche sehr kleine Schritte davor (s. 3dc Artikel), oder doch mehr wird sich zeigen. Oder ib man eine sowieso geplante Chipvariante mit mehr Cache einfach auch mit zusätzlichem Namen versieht, statt den gleichen wie damals "Broadwell".
Wie gesagt, ist eher ein Gefühl, bzw hängt eher damit zusammen, wie viel Intel darüber ankündigt im Vergleich zu anderen Archs
Ich würde in diesem Kontext eher vermuten, dass Raptor Lake bei Intel weitaus eher "geplant" gewesen sein dürfte als nun die Zen3-V-Cache-Consumer-Modelle. Rocket Lake war vermutlich eine Notfallplan, den man im Programm hatte, falls man mit den 10nm nicht zeitnah auf den Desktop kommen würde. Aktuell würde ich RKL fast als überflüssig bezeichnen, da ADL nun schon dieses Jahr kommt und offensichtlich gut performt, das konnte man in vielleicht 2019 jedoch noch nicht mit ausreichend hoher Sicherheit bestimmen und so gab es RKL auf der Roadmap und die anhängende Industrie konnte man ja nun nicht vor den Kopf stoßen und musste den schlussendlich auch bringen, auch wenn dem offensichtlich nur eine kurze Marktverweildauer gegönnt sein würde.
Alder Lake dürfte aber klar als Zen3-Konter ausgelegt gewesen sein. Hier denke ich nicht, dass man sich der Illusion hingegeben haben wird, dass dessen Leistungsplus ausreichen würde um auch noch Zen4 in Schach zu halten und von daher denke ich schon, dass eine aufwandsreduzierte (wenn man so etwas bei solchen hochkomplexen Produkten sagen kann) Weiterentwicklung (vermutlich weiterhin in Intel 7 = 10nm ESF) hier grundsätzlich geplant war, da man ja schon seit 2020 wusste, dass sich das jetzige Intel 4 um 6 Monate verzögern würde (deren erstes 7nm-Design *) zeichnete sich ursprünglich für den Jahreswechsel 2022/23 ab, nun jedoch eher für die Jahresmitte 2023). Entsprechend brauchen sie für Zen4 auf jeden Fall etwas, da sie ansonsten deutlich zurückfallen werden.

Was das am Ende mit Raptor Lake werden wird, wird man abwarten müssen und natürlicherweise spricht Intel über die NextNextGen nur eingeschränkt, denn man will ja schließlich nicht den Fokus weg von dem bevorstehenden Release richten bzw. ablenken.
Raptor Cove wird zweifellos eine kleinere Weiterentwicklung von Golden Cove sein, den andernfalls benötigt man keinen neuen Namen, denn das gesamte Produkt hat mit "Raptor Lake" bereits einen eigenstädigen Namen und wie gesagt, Gracemont wird ja explizit weiterverwendet.
Die irgendwie in Bezug zum Gaming gesetzten Cache-Verbesserungen sind auch noch nicht konkretisiert und könnten alles mögliche sein. Eine deutliche Vergrößerung wäre schlicht die einfachste Möglichkeit.
Da Raptor Lake aber gegen Zen4 posititioniert wird, muss der zwangsweise signifikant **) zu ADL drauflegen, denn andernfalls würde das nicht gelingen.

Schlussendlich werden das alles aber reguläre Planungen oder Optionen bei beiden Firmen gewesen sein, denn solche Entwickungen schneidet man sich nicht mal eben aus den Rippen. So auch der V-Cache bei AMD, der vermutlich zuerst nur auf dem Epyc als Sapphire Rapids SP-Konter hätte eingeführt werden sollen.


*) "Erstes" ist nicht ganz korrekt, da Ponte Vecchio's Compute Tile als Pilot schon Ende 2021 in deren 7nm (jetzt intel 4) in der Risc Production gefertigt hätte werden sollen. Die HVM hätte man dann wohl im 2HJ22 aufnehmen wollen.
Zudem zur ersten 7nm-CPU: Die war ursprünglich auch als Xeon vorgesehen, vermutlich hätte Granite Rapids SP das erste 7nm-CPU-Produkt werden sollen.
Auch hier hat man umgestellt. Anscheinend wird es, wenn ich mich recht erinnere, mit Emerald Rapids ein kleineres Upgrade zu Sapphire Rapids SP geben und in 2023 folgt dann Granite Rapids SP auf Intel 4 als nächster großer Sprung.

**) Das "signifikant" konkretisierte ich mal bewusst nicht, da das grundsätzlich subjektiv ist und dessen Auslegung auch zumeist von den persönlichen Präferenzen und Ausageintentionen abhängt. Dass es am Ende aber nur Skylake-mäßige +3 % werden, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Intel wird mit Raptor Lake schon vermutlich einen Prozessnachteil haben (auch wenn die ihr Intel 7 vielleicht noch ein weiteres mal optimieren können?), d. h. dann noch leistungstechnisch komplett abgeschlagen zu sein gegen Zen4 wäre schon im Retailmarkt absatztechnisch vernichtend.

***) Ergänzend, das mit dem einfach mehr Cache und dadurch einen neuen Cove-Namen, passt auch nicht so ganz. Sapphire Rapids SP verwendet ebenso explizit Golden Cove, hier jedoch mit deutlich mehr L3$ und dazu noch erweiterter ISA (AVX-512), d. h. hier hätten die eigentlich ebenso einen Grund hier einen anderen Namen zu wählen bspw. um sich von der Consumer-Version abzusetzen. ;-)
Aber um es noch mal klar zu unterstreichen, Raptor Cove wird sicherlich eine kleinere Weiterentwicklung sein. Der nächste große Sprung erfolgt dann erst mit Meteor Lake. Dennoch könnte Raptor Lake insgesamt durchaus signifikante Zugewinne über alle implementierten Verbesserungen im gesamten Design erzielen.
 
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