Quantencomputer von Google: Forscher demonstrieren Überlegenheit

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Geht's auch genauer? Was steht hinter dem "Big Blue" für Hardware? Sprechen wir hier von 10.000er CPUs vs "einem" Quantenchip? Wenn ja ist die Aussagen mit den 2,5 Tag nicht wirklich Werbung ;)

Ist es doch sowieso nicht.
Es geht nur darum, dass der Vorteil nicht so groß ist, wie die Zahlen von Google implizieren.

Hier steht ein bisschen mehr:
Quantencomputer: 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM - Golem.de
 
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Ist schon richtig, kann man nämlich wirklich nicht :)
Quantencomputer sind kein Ersatz für den klassischen Computer, sondern eher eine Art Ergänzung. Wenn man einfach Zahlen miteinander verrechnen möchte, gibt es nach dem aktuellen Stand keine bessere Möglichkeit als einen klassischen Computer. Das Vorteil der QC kommt eher zum Vorschein, wenn man - ganz pauschal gesagt - nach einer Lösung für ein Problem sucht, da ein Qbit im Gegensatz zu einem normalen Bit immer die Überlagerung beider Grundzustände ist, anstatt ein diskreter Wert. Wenn man das Problem also in Qbits formulieren kann, Sucht man nicht in jedem Element iterativ nach der Lösung, sondern durchsucht quasi das ganze Problem parallel. Ein Beispiel wäre der Grover-Algorithmus, mit welchem man sehr große Listen durchsuchen kann. Ein klassischer Computer kann nur jeden Listeneintrag nacheinander durchgehen und suchen, ein QC kann theoretisch die ganze Liste "auf einmal" durchsuchen. Allerdings gibt es eben kaum vernünftige Quantenalgorithmen. Die bekanntesten zwei sind der Grover- und der Shor-Algorithmus (Letzterer ist ein Algorithmus für die Primfaktorzerlegung, damit könnte man RSH Verschlüsselungen knacken, weshalb sich die NSA dafür interessiert). Die beiden bündeln quasi alleine das gesamte Interesse am Quantencomputer. Es gibt noch ein paar weitere, die haben aber keinen wirklichen Nutzen. Und so einer ist der hier präsentierte Algorithmus eben im Endeffekt auch: es gibt ihn nur, damit man zeigen kann, dass Quantencomputer schneller sein können, als klassische Rechner. Zu mehr ist der Algorithmus nicht gut.




Tja, das ist letzten Endes die Frage. Für den Otto-Normalbürger ist der Quantencomputer nämlich bisher eher uninteressant, da wie gesagt nur ganz bestimmte Algorithmen auf einem QC schneller laufen als auf einem klassischen Computer. Für alle anderen Algorithmen wäre es sinnlos, einen QC zu verwenden, da man immer große Einschränkungen hat: im Gegensatz zu normalen Bits lassen sich QBits nicht kopieren, sodass das ganze Problem (am besten mehrfach!) im Speicher des QC liegen muss. Und dann reichen halt 64 Bit wie beim Rechner nicht aus, da müssen es plötzlich Millionen und Milliarden an QBits sein, um den Quantencomputer sinnvoll verwenden zu können.
gRU?; cAPS

Ich frag mich wie das mit der Bitlänge dann gehandhabt wird. So ein fertig gebauter QC lässt sich ja nicht beliebig auf die Schnelle erweitern. Angenommen die baust einen QC um 4096 Bit RSA Keys zu knacken. Wenn dann alle auf 5120 Bit umstellen, hast du dann ein Problem oder wie löst du das dann mit deinem QC? :what: Irgendwelche Physiker hier, die sich da etwas auskennen?
 
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Danke für den Link...


Ist das wirklich technisch-physikalisch unmöglich, dass keine QBits bzw Rechenschritte davon, gespeichert werden können?:what:

Bin jetzt auch kein Physiker, aber soweit ich's verstanden habe ist der Vorteil eines QC gerade der, dass der eben parallele Probleme tatsächlich parallel verarbeitet. Das klappt auch nur solange sich niemand irgendwelche Zwischenergebnisse ansieht, weil die Superposition dann verloren geht und deine Parallelität weg ist.

Wie schon erwähnt ist eine gute Analogie eine Gatterstruktur ohne Flipflops und ohne Clock. Am Eingang liegen gleichzeitig alle möglichen Werte an. Am Ausgang schaust du dann deine QBits an. Das machst du statistisch. Und der Wert, den du am Ausgang am häufigsten siehst, ist das wahrscheinliche Ergebnis, das du suchst.
 
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Quantencomputer werden immer angepriesen als seien sie rein für die Wissenschaft(Entschlüsselung von Genomen usw), in Wirklichkeit träumt doch jede Firma davon den Welt Markt zu berechnen wie z.B. Blackrock's Aladdin Software. Die noch auf herkömmlichen Rechnern läuft.
Hat man eine Software und den Quantencomputer der in Echtzeit den Weltmarkt berechnet ist das die ultimative Gelddruckmaschine jenseits unserer Vorstellung.
Mit solchen Vorhersagen kann man jeden Aktienkurs beeinflussen und steuern. Ich sag nur New World Order. Damit kann man Wirtschaftskriege führen.
 
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Bin jetzt auch kein Physiker, aber soweit ich's verstanden habe ist der Vorteil eines QC gerade der, dass der eben parallele Probleme tatsächlich parallel verarbeitet. Das klappt auch nur solange sich niemand irgendwelche Zwischenergebnisse ansieht, weil die Superposition dann verloren geht und deine Parallelität weg ist.

Wie schon erwähnt ist eine gute Analogie eine Gatterstruktur ohne Flipflops und ohne Clock. Am Eingang liegen gleichzeitig alle möglichen Werte an. Am Ausgang schaust du dann deine QBits an. Das machst du statistisch. Und der Wert, den du am Ausgang am häufigsten siehst, ist das wahrscheinliche Ergebnis, das du suchst.
Achso. Könnte man mit Hilfe von Quantencomputer auch das "P/N P - Problem" lösen?

Da geht es doch um eine (absolute) Paralellisierung. Soweit ich das verstanden habe.
 
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Quantencomputer werden immer angepriesen als seien sie rein für die Wissenschaft(Entschlüsselung von Genomen usw), in Wirklichkeit träumt doch jede Firma davon den Welt Markt zu berechnen wie z.B. Blackrock's Aladdin Software. Die noch auf herkömmlichen Rechnern läuft.
Hat man eine Software und den Quantencomputer der in Echtzeit den Weltmarkt berechnet ist das die ultimative Gelddruckmaschine jenseits unserer Vorstellung.
Mit solchen Vorhersagen kann man jeden Aktienkurs beeinflussen und steuern. Ich sag nur New World Order. Damit kann man Wirtschaftskriege führen.

o.O was hast du dir denn reingezogen :ugly:
 
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Was ist denn das für ein schlecht recherchierter Artikel?
IBM forscht derzeit nicht an Quantencomputern?

Komisch, das IBM ihren Quantencomputer schon im Januar diesen Jahres vorgestellt hat...

IBM hat sich lange dagegen "gewehrt", Quantencomputer so öffentlich zu fördern, wie das eben Google oder Microsoft tun. IBM hält dagegen und hat durchaus Bedenken. Sie haben eben vor allem "Supercomputer" um diese Problemstellungen zu lösen.
Aber ja, inzwischen hat IBM auch einen kommerziellen Quantencomputer vorgestellt. Insofern "forschen" sie ja auch nicht mehr daran, sie haben schon ein Produkt am Markt. ;-)
Siehe: IBM praesentiert den ersten kommerziellen Quantencomputer
 
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[...]
Ist das wirklich technisch-physikalisch unmöglich, dass keine QBits bzw Rechenschritte davon, gespeichert werden können?:what:

So ist es. Die Zauberworte hier nennen sich "no cloning-Theorem". Es ist unmöglich, einen Quantenzustand zu kopieren, ohne den Ursprungsquantenzustand zu verändern. Lässt sich in einem Dreizeiler beweisen, trotzdem hat man einige Zeit gebraucht, da drauf zu kommen. Das no-cloning-Theorem ist letzten Endes die Konsequenz aus der quantenmechanischen Messung: ein Quantenzustand ist immer eine Überlagerung beider Grundzustände, bis ich messe. Sobald ich messe, nimmt das System zufällig eines der möglichen Grundergebnisse an (Hierbei Querverweis auf Schrödingers Katze). Die fundamentale Eigenschaft, welche das Qbit besonders macht, ist ja, dass es eine Überlagerung beider quantenmechanischen Grundzustände bildet. Wenn man aber misst, kollabiert diese Eigenschaft und raus kommt einer der Grundzustände. Um ein Bit zu kopieren, muss ich es messen und den gemessenen Zustand irgendwo anders nachbilden. Und das ist beim Qbit nicht möglich, da die fundamentale Eigenschaft des Qbits nicht gemessen werden kann. Ich kann nicht die Überlagerung messen, sondern das zufällige Ergebnis. Demnach muss ein Quantencomputer das ganze Problem in einer "Black box" unter bekommen. Es muss möglich sein, alle notwendigen Informationen parallel den Quantencomputer reinzuschieben, alle Quantenoperationen "rechnen zu lassen" und erst ganz am Ende das Endergebnis zu messen. Misst man zwischendurch, funktioniert der Spaß nicht mehr.
No-Cloning-Theorem – Wikipedia
Schroedingers Katze – Wikipedia

Ich frag mich wie das mit der Bitlänge dann gehandhabt wird. So ein fertig gebauter QC lässt sich ja nicht beliebig auf die Schnelle erweitern. Angenommen die baust einen QC um 4096 Bit RSA Keys zu knacken. Wenn dann alle auf 5120 Bit umstellen, hast du dann ein Problem oder wie löst du das dann mit deinem QC? :what: Irgendwelche Physiker hier, die sich da etwas auskennen?

Nein, du hast schon Recht, man könnte immer längere Keys machen. Deshalb liegt die "praktikable Schwelle" der Anzahl an Qbits eher in der Richtung Millionen bis Milliarden Qbits. Ein 2MB-Schlüssel ist dann eben doch recht unhandlich und wahrscheinlich eher unpraktikabel, an dieser Stelle hätte dann der QC "gewonnen".
gRU?; cAPS
 
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So ist es. Die Zauberworte hier nennen sich "no cloning-Theorem". Es ist unmöglich, einen Quantenzustand zu kopieren, ohne den Ursprungsquantenzustand zu verändern. Lässt sich in einem Dreizeiler beweisen, trotzdem hat man einige Zeit gebraucht, da drauf zu kommen. Das no-cloning-Theorem ist letzten Endes die Konsequenz aus der quantenmechanischen Messung: ein Quantenzustand ist immer eine Überlagerung beider Grundzustände, bis ich messe. Sobald ich messe, nimmt das System zufällig eines der möglichen Grundergebnisse an (Hierbei Querverweis auf Schrödingers Katze). Die fundamentale Eigenschaft, welche das Qbit besonders macht, ist ja, dass es eine Überlagerung beider quantenmechanischen Grundzustände bildet. Wenn man aber misst, kollabiert diese Eigenschaft und raus kommt einer der Grundzustände. Um ein Bit zu kopieren, muss ich es messen und den gemessenen Zustand irgendwo anders nachbilden. Und das ist beim Qbit nicht möglich, da die fundamentale Eigenschaft des Qbits nicht gemessen werden kann. Ich kann nicht die Überlagerung messen, sondern das zufällige Ergebnis. Demnach muss ein Quantencomputer das ganze Problem in einer "Black box" unter bekommen. Es muss möglich sein, alle notwendigen Informationen parallel den Quantencomputer reinzuschieben, alle Quantenoperationen "rechnen zu lassen" und erst ganz am Ende das Endergebnis zu messen. Misst man zwischendurch, funktioniert der Spaß nicht mehr.
No-Cloning-Theorem – Wikipedia
Schroedingers Katze – Wikipedia
Achso danke für die Erklärung..
"Schrödingers Katze" ist mir ein Begriff, aber ich habe mich mit Quantenphysik schon länger nicht mehr beschäftigt und einiges vergessen.;)
 
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Danke für den Link...


Ist das wirklich technisch-physikalisch unmöglich, dass keine QBits bzw Rechenschritte davon, gespeichert werden können?:what:

Die Ergebnisse lassen sich schon speichern, aber die zu Grunde liegenden Zustände lassen sich nicht kopieren und damit sichern oder wiederherstellen.

Achso. Könnte man mit Hilfe von Quantencomputer auch das "P/N P - Problem" lösen?

Da geht es doch um eine (absolute) Paralellisierung. Soweit ich das verstanden habe.

Guckst Du hier:
Quantencomputer – Wikipedia unter Komplexität
 
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Nein, du hast schon Recht, man könnte immer längere Keys machen. Deshalb liegt die "praktikable Schwelle" der Anzahl an Qbits eher in der Richtung Millionen bis Milliarden Qbits. Ein 2MB-Schlüssel ist dann eben doch recht unhandlich und wahrscheinlich eher unpraktikabel, an dieser Stelle hätte dann der QC "gewonnen".
gRU?; cAPS

Bezieht sich die QBit Angabe nicht auf den gesamten Rechner? Also auch alle Gatter und Logik etc.?
Und was du auch nicht vergessen darfst, RSA wird ja nur benutzt um einmalig einen AES Schlüssel auszutauschen. Ich kann jetzt aber nicht sagen wie lange eine En- und Decryption mit einem 2MB RSA Schlüssel dauert.
 
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Achso danke für die Erklärung..
"Schrödingers Katze" ist mir ein Begriff, aber ich habe mich mit Quantenphysik schon länger nicht mehr beschäftigt und einiges vergessen.;)
Schrödingers Katze sagt letzten Endes aus, dass ein Quantenzustand immer eine Überlagerung der Grundzustände ist, bis du misst. Sobald du misst, zwingst du das System in eines der Grundzustände und den Quantenzustand kann nicht mehr mit sich selber oder mit anderen Quantenzuständen wechselwirken. Im Falle von Schrödingers Katze: solange du die Box zu hast, ist die Katze in einem Überlagerungszustand von tot und lebendig gleichzeitig. Erst wenn du die Box aufmachst, erzwingst du definitiv eine der beiden Möglichkeiten: dann ist die Katze entweder tot, oder lebendig.
Nicht vergessen, dass das nur ein Gedankenexperiment ist.

Bezieht sich die QBit Angabe nicht auf den gesamten Rechner? Also auch alle Gatter und Logik etc.?
Und was du auch nicht vergessen darfst, RSA wird ja nur benutzt um einmalig einen AES Schlüssel auszutauschen. Ich kann jetzt aber nicht sagen wie lange eine En- und Decryption mit einem 2MB RSA Schlüssel dauert.

Da bin ich dann leider doch überfragt, tut mir leid =)
Hab weder Informatik, noch Physik studiert. Technische Info hatte ich nur am Rand und außer zwei sehr spannenden Vorlesungen über Quantenmechanik hatte ich auch dieses Thema nur am Rande.
gRU?; cAPS
 
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Schrödingers Katze sagt letzten Endes aus, dass ein Quantenzustand immer eine Überlagerung der Grundzustände ist, bis du misst. Sobald du misst, zwingst du das System in eines der Grundzustände und den Quantenzustand kann nicht mehr mit sich selber oder mit anderen Quantenzuständen wechselwirken. Im Falle von Schrödingers Katze: solange du die Box zu hast, ist die Katze in einem Überlagerungszustand von tot und lebendig gleichzeitig. Erst wenn du die Box aufmachst, erzwingst du definitiv eine der beiden Möglichkeiten: dann ist die Katze entweder tot, oder lebendig.
Nicht vergessen, dass das nur ein Gedankenexperiment ist.
Ja danke... jetzt weiß ichs wieder.:daumen:
 
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Hat man eine Software und den Quantencomputer der in Echtzeit den Weltmarkt berechnet ist das die ultimative Gelddruckmaschine jenseits unserer Vorstellung.

Dazu müsste man erstmal alle nötigen Daten haben und quantifizieren können. Das will ich mal sehen.

Achso. Könnte man mit Hilfe von Quantencomputer auch das "P/N P - Problem" lösen?

Ich würde sagen nein. Man kann damit NP-harte Probleme in P-Zeit lösen, aber die Frage, ob P=NP ist, ist damit nicht vom Tisch.

Ein 2MB-Schlüssel ist dann eben doch recht unhandlich und wahrscheinlich eher unpraktikabel, an dieser Stelle hätte dann der QC "gewonnen".

Die Frage ist halt am Ende, ob der Aufwand, mehr QBits einzuführen einer höheren, gleich hohen oder niedrigeren Komplexitätsklasse entspricht als die der Ent- bzw. Verschlüsselung.
 
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Quantencomputer werden immer angepriesen als seien sie rein für die Wissenschaft(Entschlüsselung von Genomen usw), in Wirklichkeit träumt doch jede Firma davon den Welt Markt zu berechnen wie z.B. Blackrock's Aladdin Software. Die noch auf herkömmlichen Rechnern läuft.
Hat man eine Software und den Quantencomputer der in Echtzeit den Weltmarkt berechnet ist das die ultimative Gelddruckmaschine jenseits unserer Vorstellung.
Mit solchen Vorhersagen kann man jeden Aktienkurs beeinflussen und steuern. Ich sag nur New World Order. Damit kann man Wirtschaftskriege führen.

Um Finanzmärkte langfristig vorhersagen zu können, musst du riesige Datenmengen nach möglichen Korrelationen durchforsten, die Prognosen ermöglichen. Dafür sind Quantencomputer komplett ungeeignet. Um schneller auf Entwicklungen an Finanzmärkten zu reagieren als alle anderen, brauchst du Rechner mit extrem kurzer Latenz für vergleichsweise einfache Operationen. Dafür sind Quantencomputer ebenfalls komplett ungeeignet. Um um Aktienkurse zu beeinflussen musst du entweder gezielt Falschinformationen streuen und Medien manipulieren oder sehr große Mengen Geld einsetzen, letzteres gilt auch für Wirtschaftskriege die ansonsten aus politischen Maßnahmen bestehen. Sollte ein Quantencomputer dafür geeignet sein, fress' ich 'nen Besen.


Achso. Könnte man mit Hilfe von Quantencomputer auch das "P/N P - Problem" lösen?

Da geht es doch um eine (absolute) Paralellisierung. Soweit ich das verstanden habe.

Das NP?=P-Problem ist ein theoretisches, kein praktisches. Da geht es darum den Rechenaufwand abzuschätzen, nicht ihn praktisch abzuarbeiten.

Davon abgesehen ist Parallelität nicht gleich Parallelität. Zumindest aktuelle Quantencomputer ähneln eher eine SIMD-Einheit: Du kannst eine bestimmte Rechenanweisung für alle denkbaren Eingangsdaten auf einmal durchführen (Problem: Du musst es auch für wirklich alle machen, nicht nur für die sinnvollen.), aber du kannst keine abweichenden Berechnungen parallel durchführen.


Bin jetzt auch kein Physiker, aber soweit ich's verstanden habe ist der Vorteil eines QC gerade der, dass der eben parallele Probleme tatsächlich parallel verarbeitet. Das klappt auch nur solange sich niemand irgendwelche Zwischenergebnisse ansieht, weil die Superposition dann verloren geht und deine Parallelität weg ist.

Wie schon erwähnt ist eine gute Analogie eine Gatterstruktur ohne Flipflops und ohne Clock. Am Eingang liegen gleichzeitig alle möglichen Werte an. Am Ausgang schaust du dann deine QBits an. Das machst du statistisch. Und der Wert, den du am Ausgang am häufigsten siehst, ist das wahrscheinliche Ergebnis, das du suchst.

Soweit jedenfalls auch mein Verständnis. :-)

Es wurde zwar schon geschafft, einzelne QBits für mehrere Stunden zu stabilisieren, sodass man sie für eine zeitlich nachgelagerte Nutzung nicht auslesen muss und der Quantenzustand erhalten bleibt. Aber solche Techniken lassen sich meinem Wissen nach nicht skalieren und auch noch nicht direkt in Quantencomputer implementieren. Wenn man Quanteninformationen also zeitlich später übergeben will, riskiert man derzeit Datenverluste, weil die Speicherung instabil ist (und natürlich bräuchte man dafür zusätzliche QBits, die nicht an der Berechnung teilnehmen). Vor allem habe ich aber noch nichts darüber gehört, dass die Verknüpfungen der QBits während der Laufzeit geändert werden können, ohne die Quantenzustände zu stören. Das wäre aber Voraussetzung für eine Taktung: Am Ende jeden Taktes müssen die Daten in einem Übergabebereich (z.B. Flip Flop) stehen, aus dem sie am Anfang des nächsten Taktes von einer anderen Schaltung (ggf. im gleichen Bereich des alten QBit-"FPGA" neu aufgebaut) wieder ausgelesen werden.
 
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Die Geschichte zeigt, dass wir sehr oft Lösungen für "unmögliche" Probleme gefunden haben. QCs stecken ja noch in den Babyschuhen. Von Kinderschuhen kann man noch nicht sprechen finde ich. Bin gespannt was da noch alles kommt.
Klassische Transistoren aus Silizium werden ja sicher auch irgendwann ersetzt durch andere Materialien. Da wird es auch noch ein paar Sprünge geben und ich denke beide Technologien werden ihre Anwendungsgebiete haben. Vlt ähnlich wie heutige FPGAs neben Controllern und Prozessoren arbeiten und diese ergänzen.

Und auf einem QC zu zocken würde wohl ein sehr verrauschtes Bild erzeugen, da die Pixel von Frame zu Frame den wahrscheinlichsten Wert annehmen und da auch Fehler dabei sind je höher die Framerate.
Ähnlich einem Raytracing Rendering. Das Rauschen nimmt logarithmisch ab je länger man wartet.
 
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Noch eine Anmerkung zu der Strategie hinter IBM's Reduktion der Simulationszeit auf Summit, >200Pf je nach Art der Rechnung, auf 2,5 Tage anstatt von 10k Jahren. Die Strategie ist in dessen gesamtes Filesystem die Qubits reinzuladen und dann mit einem brute-force Ansatz zu updaten. Das sind 250Pb!!

Haette Google statt 53 Qubits 55 Qubits simuliert, dann gaebe es diese Diskussion gar nicht. Aber effektiv sind wir in der Uebergangsphase, bis es nicht mehr moeglich ist mit klassischen Systemen dagegenzuhalten. Auf Grund der Skalierung des Simulationsraumes braeuchte man zum Beispiel 33 * 250Pb Speicher um 60 Qubit zu simulieren. I.e. IBM's Strategie hat klare Begrenzungen.

Addendum: Die Formuliering hinsichtlich der Qubits in Google's Experiment ist suboptimal. Google hat den Quantencomputer nicht simuliert, sondern einen Chip gebaut der in diesem Fall 53 Qubits hat. Dieser Chip wird dann genutzt um einen 2 Qubit Quantenschaltkreis zu simulieren.
 
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Noch eine Anmerkung zu der Strategie hinter IBM's Zahl von 2,5 Tagen auf einem Summit, >200Pf je nach Art der Rechnung, in dessen gesamtes Filesystem die Qubits reingeladen werden. Das sind 250Pb!!

Haette Google statt 53 Qubits 55 Qubits simuliert, dann gaebe es diese Diskussion gar nicht. Aber effektiv sind wir in der Uebergangsphase, bis es nicht mehr moeglich ist mit klassischen Systemen dagegenzuhalten. Auf Grund der Skalierung des Simulationsraumes braeuchte man zum Beispiel 33 * 250Pb Speicher um 60 Qubit zu simulieren. I.e. IBM's Strategie hat klar Begrenzungen.

Kannst du bitte erläutern, wie du auf die Zahlen kommst? Außerdem muss man ja keinen Quantencomputer simulieren, sondern kann das Problem auf die konventionelle Art lösen. Dann braucht man auch nicht so viel Speicher, mit dem man eh nichts tut.
 
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