News Produkthaftung für Software: Endlich keine verbuggten Spiele mehr?

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Die EU-Kommission will die rund 40 Jahre alte Produkthaftung novellieren und die gute Nachricht ist, dass auch Software künftig Haftungsregeln unterliegt. Im Detail wird aber noch geschüttelt und gerührt - etwa bei der Haftungsgrenze und der Beweislast.

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Cool, dann muss M$ und viele Hersteller bei Ihren Updates endlich mal aufpassen.

Dann sind gelöschte Daten ecta. in Zukunft nicht mehr das Problem. :D
 
Cool, dann muss M$ und viele Hersteller bei Ihren Updates endlich mal aufpassen.
Ich vermute, dass es Mittel und Wege gibt, sich da rauszureden, denn alles andere wäre ein unkalkulierbares Risiko für jeden Softwareentwickler. Man kann schon aus mathematischer Sicht nicht alle Anwendungsfälle in allen Variationen testen, der Aufwand wäre viel zu groß und sicher werden Szenarien vergessen, an die niemand gedacht hat.
 
Software wie Excel ist ja relativ einfach zu prüfen ob etwas geht oder nicht geht. Aber je komplexer desto schwieriger. Crash kann man ja oft nicht mal erzwingen, die passieren einfach und je nach Häufigkeit summiert sich die dadurch verlorene Zeit ja locker schnell auf 500€. Würde man nach dem gehen könnte man bei praktisch jeder Software klagen.

Unterhaltungssoftware wird sowieso schwierig. Ab wann ist etwas wirklich unspielbar verbuggt?
Als Spieler der warten kann, spiele ich oft den tlw letzten Patch und selbst damit sind hier und da Bugs drin, manchmal sogar absolute Showstopper. Zuletzt im Mafia 2 Addon fiel ich wiederholt einfach durch den Boden auf dem Weg zum Missionssziel. Bei RDR2 oder AC:Valhalla bin ich ab und zu irgendwo rein- runtergestolpert wo dann Nichts mehr gegangen ist, reloads notwendig waren.

Bugfrei wird's nie spielen, für weniger Bugs braucht es aber sicher Kundenkompetenz beim Kauf. Vorbestellen generell meiden, wenn's keine absolute sichere Bank ist und bei ersten Bugwarnungen das Produkt erst mal links liegen lassen. Dann wird's entweder weitestgehend gerichtet oder mitunter geht auch mal ein Studio unter. Wir müssen ja nicht kaufen. Wir sind aber selber schuld wenn sich Bugs mehren.
 
Ich vermute, dass es Mittel und Wege gibt, sich da rauszureden, denn alles andere wäre ein unkalkulierbares Risiko für jeden Softwareentwickler. Man kann schon aus mathematischer Sicht nicht alle Anwendungsfälle in allen Variationen testen, der Aufwand wäre viel zu groß und sicher werden Szenarien vergessen, an die niemand gedacht hat.
So ist es. Eher gibt es dann vor Durchführung des Updates ein nerviges Hinweisfenster, das den User zum Sichern seiner Daten auffordert und schwupps, Verantwortung an den User übergeben und Problem gelöst.
 
Software wie Excel ist ja relativ einfach zu prüfen ob etwas geht oder nicht geht. Aber je komplexer desto schwieriger. Crash kann man ja oft nicht mal erzwingen, die passieren einfach und je nach Häufigkeit summiert sich die dadurch verlorene Zeit ja locker schnell auf 500€. Würde man nach dem gehen könnte man bei praktisch jeder Software klagen.
Nein, denn Excel hat schon haufenweise Features, kann durch Addins erweitert werden, läuft auf mehreren Systemen. Alleine in einer Zelle können schon hunderttausende Werte stehen. Die Anzahl der Möglichkeiten steigt da exponentiell.
So ist es. Eher gibt es dann vor Durchführung des Updates ein nerviges Hinweisfenster, das den User zum Sichern seiner Daten auffordert und schwupps, Verantwortung an den User übergeben und Problem gelöst.
So ist es z.B. bei Maxtor-Platten gewesen. Die haben draufgeschrieben, dass sie nicht für Datenverlust haften.
 
Cool, dann muss M$ und viele Hersteller bei Ihren Updates endlich mal aufpassen.

Dann sind gelöschte Daten ecta. in Zukunft nicht mehr das Problem. :D
Das gilt dann für jede Software sofern sie nicht explizit ausgenommen ist. Auch für Software unter GPL oder ähnlichen Lizenzen.
Und es wird schwierig sein, sachlich zu begründen warum die eine Software darunter fällt und die andere nicht.
Ist ja nicht so, dass unter Linux, BSD und ähnlichem keine Fehler auftreten.

Cunhell
 
Sinnvoll ist wohl weder, das die sich von allem freisprechen können durch ein Hinweisfenster, noch das die pauschal alles übernehmen müssten.

Ist halt nur die Frage ob die in der EU bei der Novellierung der Produkthaftung das dann auch gescheit hinkriegen.
 
Das gilt dann für jede Software sofern sie nicht explizit ausgenommen ist. Auch für Software unter GPL oder ähnlichen Lizenzen.
Und es wird schwierig sein, sachlich zu begründen warum die eine Software darunter fällt und die andere nicht.
Ist ja nicht so, dass unter Linux, BSD und ähnlichem keine Fehler auftreten.
Da wird nur die Haftung viel schwerer, weil da ganz, ganz viele Leute dabei sind. Und was ist, wenn der Schuldige nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es dann diese Software in der EU offiziell nicht mehr gibt. So wie damals mit der Kryptographie in den USA.
 
Das gilt dann für jede Software sofern sie nicht explizit ausgenommen ist. Auch für Software unter GPL oder ähnlichen Lizenzen.
Und es wird schwierig sein, sachlich zu begründen warum die eine Software darunter fällt und die andere nicht.
Ist ja nicht so, dass unter Linux, BSD und ähnlichem keine Fehler auftreten.

Cunhell
Ich persönlich denke das Jemand der mit einer Software Geld verdient auch ehr Schadenersatz zahlen sollte als Leute die es umsonst machen.

Zumal ja auch beim Geldverdienen es ehr vorkommt das man Schindluder treibt um noch mehr Geld zu verdienen.
 
Ich persönlich denke das Jemand der mit einer Software Geld verdient auch ehr Schadenersatz zahlen sollte als Leute die es umsonst machen.
Das Risiko ist nur unberechenbar. Jemand kauft für 150€ ne Software, das System stürzt ab oder Daten sind zerstört, Kunden vergrault, das kann schnell in die Millionen gehen, wenn dann ein Großkonzern einen Schaden hat.
 
Also ich glaube das es wir bei Einführung der Haftung dann wieder Release-Zyklen wie in den 90ern haben werden, als ein Spiel/Software dann erstmal in Japan und den USA kommt und dann 1-2 Jahre später in der EU. Das wird dann zu mehr Piraterie führen was dann wiederum den Markt in der EU stark an Relevanz verlieren lässt. Dazu wird es dann noch schwerer für Europäische Indie-Studios überhaupt ein Spiel rauszubringen. Und schon ist der Markt kaputtreguliert.
 
Das Risiko ist nur unberechenbar. Jemand kauft für 150€ ne Software, das System stürzt ab oder Daten sind zerstört, Kunden vergrault, das kann schnell in die Millionen gehen, wenn dann ein Großkonzern einen Schaden hat.
Das sind ja genau Sachen die durch ein Gesetz ordentlich geregelt werden sollten.

Es ist wohl weder richtig das Große Konzerne alle schuld abweisen genauso wie das Kleinst unternehmen zig Millionen zahlen sollen.
 
Ich erwarte mir da nicht zu viel.

Die Haftung für Software ist schon jetzt wasserdicht aus Herstellersicht geregelt. Wenn man eine Software kauft oder als digitale Leistung bezieht, unterschreibt man inzwischen auch immer, dass der Hersteller für Datenverluste, Hardwarebeschädigungen etc. nicht haftbar ist. Selbst was das Thema Fehlerbehebung durch Patches angehst, steht man als Endkunde oft ziemlich schlecht dar.

Selbst wenn die Haftungsregeln verschärft werden würden, will ich sehen, wie Privatpersonen oder kleinere Unternehmen gegen MS und Co. klagen. IT Prozesse sind extrem kompliziert und langwierig, im Ergebnis sehr teuer. Und die aktuelle Generation an Richtern hat so wenig Ahnung von IT, dass das Ergebnis trotzdem einem Lottospiel gleicht.
In der Zwischenzeit stellt MS und Co. dem Klagenden erstmal die Software und Dienste ab. Der kann sich dann überlegen ob der die nächsten 10 Jahre ohne auskommt oder die Klage sein lässt.

Auf der anderen Seite, als jemand er selber in der Softwareentwicklung arbeitet, ist es auch extrem schwierig eine Software so zu bauen, dass man mit überschaubarem Risiko eine Haftung übernehmen könnte.
Jede Form von clientseitiger Software (Desktop, Apps etc.) könnte man direkt vergessen. Da ist die Varianz an Usersystemen (OS, Version, Konfiguration etc.) viel zu groß.

Zu einer solchen Haftung würden auch Pflichten für den Nutzer gehören und die würde kaum ein normaler Mensch im IT Bereich erbringen (z.B. regelmäßige Updates, korrekte Konfiguration, definierte Benutzung etc.).
Selbst im Enterprise IT Umfeld wo horrende Summen gezahlt werden, ist es üblich, dass der Hersteller seine Haftung sehr eng beschränkt. Die Produkte werden aber mangels Alternativen trotzdem gekauft.
 
Ich vermute, dass es Mittel und Wege gibt, sich da rauszureden, denn alles andere wäre ein unkalkulierbares Risiko für jeden Softwareentwickler. Man kann schon aus mathematischer Sicht nicht alle Anwendungsfälle in allen Variationen testen, der Aufwand wäre viel zu groß und sicher werden Szenarien vergessen, an die niemand gedacht hat.

Das selbe Problem haben Hersteller von physischen Produkten doch auch. BMW verkauft Dir ja auch kein Auto, bei dem die Bremsen nicht funktionieren und der Motor alle 5 Minuten von alleine aus geht. Und wenn da dann doch mal Probleme vorhanden sind, gibt es eine Rückrufaktion.

Es ist leider immer mehr in Mode gekommen Spiele vorsätzlich unfertig und mit fehlenden, im Vorfeld versprochenen Features, auf den Markt zu werfen. Ich finde es vollkommen richtig, dass da mal was gegen getan wird, insbesondere bei großen Firmen, die es finanziell locker verkraften könnten die entsprechenden Releastermine zu verschieben. Gab ja in den letzten Jahren da so einige extrem freche Beispiele (Cyberpunk, BF 2042...). Da wird Dir als Kunde bewusst Softwaremüll angedreht, nur weil man irgendwie auf Krampf das Weihnachtsgeschäft mitnehmen will.
 
Das selbe Problem haben Hersteller von physischen Produkten doch auch. BMW verkauft Dir ja auch kein Auto, bei dem die Bremsen nicht funktionieren und der Motor alle 5 Minuten von alleine aus geht. Und wenn da dann doch mal Probleme vorhanden sind, gibt es eine Rückrufaktion.
BMW wird aber nicht dafür haften, dass der PKW liegengeblieben ist, weil ein Defekt auftrat. Es gibt dann eine Gewährleistung und innerhalb dieser wird das Fahrzeug auf Kosten des Herstellers repariert. Die Folgen des Ausfalls wird BMW aber nicht zahlen.
 
Das war doch das eigentlich Ziel.
Vielleicht hat die EU erkannt das man viel mehr für Software ausgibt als man einnimmt und denkt das den Wert so verringen zu können, oder wie meinst du das?

Die EU ist in meinen Augen inkompetent in vielerlei Hinsicht gerade wenn es um das Internet geht. Es gab ja erst vor kurzem den Fall das Amazon's New World die 3090 FTW3 Grakas von EVGA zerstört hat, dort wurde den Kunden ja auch sofort geholfen ohne das die EU tätig werden musste...
 
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