AW: Phononic Hex 2.0: CPU-Kühler mit Peltier-Element kostet 125 Euro
So, ich habe den Hex 2.0 unter absolut identischen Bedingungen mit dem Eisbaer 240 verglichen.
System:
Gehäuse: Dark Base 900
Mainboard: Asus ROG Maximus VII Hero
CPU: i7 6700k @ 4,7GHz & Auto Vcore (~1.440)
RAM: 32GB DDR4 2800 CL 14 (1.35)
Grafikkarte: GTX 680 classified
SSD: 2x Samsung EVO 850 (250GB Raid 0)
Das Gehäuse habe ich nicht verändert. Die Lüfter sind alle wie geliefert.
Seitenteile waren bei den Tests geschlossen. Deckel war nicht montiert, also oben offen.
Eigentlich wollte ich den Noctua NH-D15 auch noch testen. Dieser verweigerte sich aber in der Montage. Lag wohl an das falschen Mainboardplatte :s
Als Wärmeleitmittel habe ich mich für die Kryonaut von Thermal Grizzly entschieden.
Zur Lasterzeugung habe ich Intel XTU verwendet. Jeweils 30 Minuten Stresstest.
Hex 2.0
Der Hex 2.0 hat als ersten Schritt ein Firmewareupdate (v1.2) bekommen. Wir wollen ja fair sein

Eine Funktion zur manuellen Steuerung des Lüfters kann man vergeblich suchen. Der Kühler entscheidet selbst, wann er welche Leistung bringt. Dies dient wohl zum Schutz vor Kondenswasserbildung. Leider enstehen so hohe Temperaturspitzen in der Zeit zwischen Last und Reaktion des Kühlers. So waren kurzzeitige Höchstwerte von 90 Grad Celsius messbar. Im IDLE kühlte der Kühler ein paar Grad unter Raumtemperatur. Während der Testphase waren immer wieder hohe Temperatursprünge sichtbar. Diese gingen teilweise über 15 Kelvin.
Während der 30 minütigen Testphase konnte der Hex 2.0 mit 62 Grad Celsius durchschnittlicher Temperatur ein gutes Bild abgeben.
Eisbaer 240
Ich habe die Kühlung oben in den Deckel als "Pull" (Kühlkörper->Lüfter->Gehäuse) montiert. Das System läuft so leise, dass ich ohne den Lichtern nicht wüsste, dass die Kühlung läuft. Im IDLE lagen die Temperaturen bei 23-25 Grad Celsius. Meiner Meinung nacht ist das ok. Das entspricht etwa der Raumtemperatur. Gemessene Höchsttemperaturen lagen mit 83 Grad Celsius deutlich niedriger als bei Hex 2.0. Dennoch erreicht die Kühlung während der Testphase 62 Grad Celsius und liegt somit genau gleich mit dem Hex 2.0.
Durch die identischen Temperaturen habe ich einen Fehler vermutet und den Test mit der Eisbaer bei deutlich niedriger Raumtemperatur wiederholt. Das Ergebnis zeigte mir, dass es kein Fehler war. Bei deutlich niedriger Raumtemperatur konnte die Eisbaer sowohl die max. Temperatur als auch den Durchschnitt senken. Max. lag bei 81 Grad Celsius und der Durchschnitt ging von 62 Grad Celsius auf 57 Grad Celsius.
Eisbaer 240 - Kapitel 2
Die Eisbaer hat es mir angetan. Deshalb wollte ich doch gleich mal testen, was da noch machbar ist. Das gleiche Testsystem wurde 4,9GHz (49x100) erhöht. VCore liegt bei etwa 1.392 V und geht unter voller Last auf bis zu 1.440 V. Die Eisbaer schlürft das bei durchschnittlichen 58 Grad Celsius locker weg.
Fazit
Ich habe den Hex als sehr sprunghaft empfunden. Die fehlende Eigenkontrolle der Kühlleistung so wie Einstellungen, ab welcher Temperatur welche Kühlleistung erbracht werden sollte, lassen den Hex als einfachen Luftkühler mit unnötigen USB-Anschluss wirken. Bei einem Kaufpreis von 125€ habe ich mir deutlich mehr erwartet. Dennoch muss man erwähnen, dass der Hex 2.0 an die Leistung aktueller AiO Wasserkühlungen kommt.
Die Eisbaer 240 wird als AiO mit modularen Teilen geliefert. Der Ansatz und der Gedanke dahinter gefällt mir sehr gut. Die Kühlleistung ist Top und Preis/Leistung finde ich unschlagbar.
Für meinen PC werde ich die Eisbaer 240 verwenden und diese erweitern.