Patentstreit mit Nokia: Lenovo darf keine Laptops mehr verkaufen

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Das Landgericht München hat entschieden, dass Lenovo keine Notebooks oder andere Produkte mit (i)GPUs welche den Codec H264 de/encodieren können, mehr verkaufen darf.

Auf der Lenovoseite werden schon gar keine Notebooks mehr angeboten und Händler werden nicht mehr beliefert.
Wer also noch ein Thinkpad haben möchte sollte sich beeilen.

 
Umm.. das ganze klingt ein bisschen zu viel verlangt von Nokia. Wenn sie es nicht geschafft haben die Lizenzgebühren von Lenovo zu erhalten, wie wäre es diese Gebühren Richterlich einzufordern?
Der Verbot des Verkaufs ist für Lenovo ein harter Treffer, das könnte weitere Konsequenzen nach sich ziehen für beide.

Lenovo könnte auch in anderen Ländern mit Nokia Probleme bekommen und Nokia könnte damit für manche Partnter uninteressant werden. Uninteressant weil, wer will mit einer Firma zusammenarbeiten die anderen einen Verkaufsstop reinhaut nur weil man sich bei der Zahlung nicht einigen konnte?
 
Die Frage ist, ob Lenovo überhaupt der richtige Angeklagte ist.
Aus meiner Sicht sind das eher Intel, AMD, Nvidia........etc.

Denn die bauen die Bauteile, welche diesen Codec nutzen.
Aber ne man geht lieber auf Lenovo Deutschland weil hier Patentrecht noch mal etwas kritischer beäugt wird und schießt denen vor den Bug.

In der aktuellen Situation in der Schulen Krankenhäuser öffentliche Einrichtungen Clients brauchen we nie zu vor,
eine richtig miese Nummer das Verkaufsverbot.

Für Intel Nvidia AMD hätte man einfach keinen langen Atem gehabt, Lenovo Deutschland.....das scheint man sich "leisten zu können" gegen zu klagen.

Bin sehr gespannt wie das jetzt weiter geht, bin zum Glück nur bei einem großen Händler/Systemhaus angestellt.
Beeinträchtigen tut das aber meinen Tagesablauf, man versucht jetzt natürlich für Homeoffice Ausstattungen für Kunden auszuweichen auf anderen Produkte.
 
Üh, das ist aber schon recht heftig für mehr oder weniger professionelle Produktiv-Nutzer (gibt bestimmt einen passenden Ausdruck dafür, der mir nicht einfällt :ugly: ).

Ich zumindest kenne es aus dem (natur-) wissenschaftlichen Dunstkreis so, dass da entweder High-End-Lenovos oder MacBook Pro verwendet werden, in aller Regel...
 
Wenn man den Karren so richtig vor die Wand gefahren hat, greift man halt nach jedem Strohhalm zur Rettung.
Da kommen Patentrechtsklagen gerade recht.

Oder man heißt Apple.
Dann klagt man einfach so wegen runder Ecken u.dgl. ;)
 
Die Frage ist, ob Lenovo überhaupt der richtige Angeklagte ist.
Aus meiner Sicht sind das eher Intel, AMD, Nvidia........etc.
Scheint wohl so üblich zu sein:

Gestritten wird um Patente beim von der MPEG entwickelten Videokompressionsstandard H.264, die u.a. bei Nokia liegen und für die Lenovo Lizenzen bezahlen soll. Die Gebühren treibt Nokia bei den Systemanbietern ein, nicht bei den Chipherstellern selbst, die die eigentliche Technik zum hardware-en- und -decodieren verbauen. Doch die Chinesen wollen nicht mitspielen und weigern sich, die geforderten Gebühren zu zahlen, da man sie als zu hoch empfindet. Der Streit gipfelt für den Moment in Vertriebsstopp von Lenovo-Geräten in Deutschland, die potenziell das Patent verletzen. Vergleichbare Verfahren wurden für die USA, Brasilien und Indien angestrengt - alles Märkte mit besonders großer Kundenzahl. Lenovo fordert derweil, dass Nokia sich an das FRAND-Modell (kurz für fair, reasonable and non-discriminatory) hält und eine aus ihrer Sicht akzeptable Lizenzgebühr nennt.
 
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