Da gefiel mir "sogar" Anthem besser, wo man durch Fliegen eine gewisse Mobilität hatte und die Waffen waren da direkter mit Trefferfeedback.
Bei dem einen Feuertornado-Boss (Captain Reiner) habe ich deinstalliert. Da kommt man durch dieses klebrige Deckungssystem einfach nicht richtig weg.
Bei Reiner hab ich mit dem Pyro auch mehrere Versuche gebraucht, bis ich dann verstanden hatte, dass ich einfach nur den umhauen muss und mich nicht um die restlichen Mobs kümmern muss. Die kann man bequem danach angehen, wenn man bei Reiner direkt am Anfang in dem gebiet bleibt (direkt anchdem man durch die Tür den Bereich betreten hat), denn da können die meisten der Mobs nicht hin schießen. Also alle Kräfte auf Reiner abfeuern und immer schön in den Kopf rein.
Leider hat sich kurz danach herausgestellt, dass genau das gleiche Prinzip auch beim nächsten Boss so ablief (diesem Elektro-Heini). Also auch wieder nah ran und alle Kräfte drauf, sobald der Cooldown weg war, zwischendurch alles an Munition auf seinen Kopf, was man hatte.
Am Freitag habe ich dann nochmal eine andere Klasse getestet und bin mit dem Assassin gestartet.
Ich war verwundert, wie easy ich mit dem durch jede noch so große Mob-Gruppe durch kam.
Auf die Gegner schießen und sie näher ran kommen lassen und dann den ersten Skill verwenden --> volle HP + sehr viel Schild
Sobald man dann den Teleport hatte, kam man noch deutlich schneller durch alle Gegner durch.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich die Umgebungen jetzt schon kannte oder ob es wirklich am Assassin lag, aber das sagte mir viel mehr zu als der Pyro, weil sich beim Pyro die Skills irgendwie verzögert anfühlten, während sie beim Assassin sehr direkt wirkten.
Habe gerade mal eine Stunde gebraucht (Prolog allerdings übersprungen) für das erste Kapitel und das war schon etwas enttäuschend. In der Demo konnte man leider absolut nichts spektakuläres sehen. Alle Bossgegner (auch die der nebenmissionen) spielten sich haargenau gleich ab. Immer alles auf den Boss abfeuern und Skills auf diesen verwenden, sobald der Cooldown weg war. Danach die kleinen Mobs killen, mit denen mans owieso den Boden aufwischt.
Wer Probleme hat, dem kann ich für den Afnang ein Sniper empfehlen, damit kann man die Gegner schon aus großer Entfernung ausschalten, so dass man selbst gar nicht erst Schaden bekommt. Für den Kampf auf nähere Distanzen stumpf immer einfach alles an Skills nutzen, was man hat. Dadurch wird man quasi unsterblich, wenn man da ein oder zwei Gegner mit erledigt durch den großen HP-Boost.
Mein Fazit nach zwei gespielten Klassen:
- Die Klassen selbst scheinen ganz interessant zu sein und die anderen beiden Klassen sind sicherlich auch nicht schlecht. Das Gameplay dagegen ist verdammt langweilig, weil sich alles dauernd nur wiederholt hat. Man kommt in ein Geniet, killt da alles und weiter ins nächste Gebiet. Wir sind doch hier nicht bei Doom, wo das weitaus abwechslungsreicher umgesetzt ist durch die verschiedenen Gegnertypen. Das Gunplay selbst fand ich gut und bin auch mit der 3rd Person weiterhin zufrieden.
Die Klassen sind für mich das
größte Plus in diesem Spiel, da sie sich doch unterschiedlich spielen und mit den vier Klassen jeder seinen Favoriten finden sollte.
- Das Deckungssystem ist richtig mies. Bei manchen gegenständen kann man sich verschanzen und bei anderen wiederum nicht? Macht für mich überhaupt keinen Sinn und ich bin oft genug zu irgendeiner Deckung hingerannt, um dann zu merken "ah... geht hier also nicht..."
- Ob das Spiel aber irgendwann auch gekauft wird, wird auf jeden Fall von Tests abhängen, denn derzeit würde ich es absolut nicht empfehlen, wenn es wirklich so eintönig bleiben sollte. Speziell das Endgame muss erst mal zeigen, dass es existiert, denn aktuell wüsste ich nicht, was in dem Spiel Endgame werden soll außer die immer gleichen Missionen wieder und wieder zu machen, um hoffentlich bessere Ausrüstung zu finden dabei.
- Open World gab es in dem Spiel nicht. Man konnte immer genau einem Weg folgen oder wenn man mal irgendwo für eine Nebenmission abbog, dann gab es genau dafür ein Mini-Gebiet mit Arena-Shooter Action, um dann gleich wieder auf den Hauptweg zurück zu kommen.
- Die Grafik fand ich ganz gut, da hat mich jetzt nicht wirklich etwas dran gestört, auch nicht das blaue Leuchten der Objekte, mit denen man interagieren konnte. Das gibt es so in anderen Spielen auch.
- Die dümmlichen Dialoge blieben die gesamte Demo über auf Kindergarten Niveau. Auf ein "sei vorsichtig, der Veränderte ist gefährlich" mit "das bin ich auch" zu antworten war schon damals bei Duke Nukem und ähnlichen Proll-Muskelmännern nicht gerade geistreich. Die Story und die Charaktere sind für mich bisher das
größe Minus in diesem Spiel. Es könnte mir nichts egaler sein, als ob die Menschen überleben oder sterben werden.
Die im Prolog noch sehr netten Charaktere sind im ersten Akt dann schon so große A****löcher, dass ich sie notfalls einfach selbst umbringen würde.
Ich werde also mal Tests abwarten und dann schauen, ob ich mir das Spiel irgendwann (nicht unbedingt zu Release) holen werde. Bisher hat es leider keine Abwechslung geboten. Das klingt zwar jetzt alles sehr negativ, doch beim Spielen macht Outriders schon Spaß, nur etwas mehr Abwechslung dürfte es noch geben, dann kann ich auch über wieder einmal nervige NPCs und eine lahme Story hinwegsehen.