Special Nvidia Blackwell: Hinter den Kulissen von RTX 5090 und Co. - Impressionen vom Editor's Day

Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses offene, fortschrittliche Denken nur von einer Minderheit praktiziert wird. Eine gesunde Grundskepsis ist auch völlig in Ordnung, in vielen Communitys formen sich jedoch regelrechte Technophobiker-Gruppen, um kategorisch-kollektiver Ablehnung zu frönen. Auch das ist okay - aber perspektivisch zum Scheitern verurteilt.

MfG
Raff
Ganz ehrlich, den Eindruck habe ich auch. Ich stimme dir voll zu. Diese Ablehnung gegenüber KI und allem, was nicht nativ ist, ist einfach von vorgestern.

Manche sollten auch mal den Artikel lesen:

https://www.pcgamer.com/hardware/gr...the-way-of-the-future-and-thats-a-good-thing/
 
...... oder gar Indies wird nämlich niemand diesen Aufwand finanzieren können. Die sehen dann zwangsläufig aus, wie 2-3 Generationen ältere Tiple-A-Veröffentlichungen, selbst wenn das Team den vollen Aufwand für die Erstellung von HQ-Assetts stemmt. .......
Is natürlich "gerechter" wenn alle Games gleich steinzeitlich aussehen - passt aber wunderbar in den Zeitgeist / die politische Landschaft.
Alles auf ein Level runterziehen als sich von Performern hochziehen zu lassen.
 
So ähnlich auch bei RTX Skin, das Licht da durch zu verfolgen, um "echtes" Subsurface-Scattering zu erhalten, ist sehr teuer. Also lässt man es nun die KI herbeihalluzionieren, statt die GPU mit vollem Pathtracing zu quälen.
Es ist also eine Krücke, weil die Performance nicht da ist...also so wie alles was Nvidia seit der Geburt von "RTX" dazu gebracht hat.

Es ist natürlich schön Raytracing in der einen Form oder einer anderen heute schon zu haben.
Aber es sollte allen klar sein das echtes perfektes Raytracing mit allem drum und dran das wie echt aussehen soll, so viel Leistung schluckt, das selbst ganze Servercuster Stunden bis Tage brauchen um EIN Frame durchgerechnet zu haben.
Die ganzen AI-Sachen sollen dem ganzen helfen.
Man sollte aber auch aufpassen, das dies nicht in die falsche Richtung abrutscht.

Natürlich kann ein Spiel auch ohne RT gut aussehen, Last of Us ist ein gutes Beispiel. Das erfordert aber Knowhow und Zeit des Entwicklers.
 
15% Leistungszuwachs sind schon enttäuschend :(
Und das bei 25% mehr Leistungsaufnahme (5080 vs. 4080) bzw. 33% mehr Speichbandbreite + Speicher (5070 Ti vs. 4070 Ti).
Kein Wunder, dass nVidia bei der Vorstellung Äpfel mit Birnen verglichen mit ihren Upsacling-Benchmarks.

Ich kann verstehen, wenn man diese Grafikkarten Generation auslässt.
 
Es wird diverse Fälle geben, wo der Abstand größer ist - ohne MFG, wohlgemerkt. Mittlerweile sind ja die Innereien der Blackwell-Chips dokumentiert und da verheißen diverse Verbesserungen eine höhere Leistung. Allerdings müssen die Spiele dafür modern sein (Ray-, besser Pathtracing). Prüfen wir alles. Lovelace brilliert gegenüber Ampere immer dann, wenn richtig viele Strahlen und Polygone rausgeballert werden (siehe unter anderem Alan & Indy). So wird es auch hier sein, Blackwell ist bei den Features so etwas wie ein kleiner Turing.

MfG
Raff
 
Verstehe ich das richtig? - wir bekommen in Zukunft einen schöngerechneten Grafikmus vorgesetzt, der aber bei den 3 Grafikkartentypen von Nvidia, AMD und Intel nicht gleich am Bildschirm aussehen wird, da bei allen ein unterschiedliches sprich eigenes AI-Modell zum Einsatz kommt? Oder wird das letztlich durch Microsofts DX12-AI nochmals verwurschtelt? :ka:

Könnte man in Zukunft dann nicht gleich alles durch Serverfarmen berechnen lassen und auf hochgezüchtete Grafikkarten im heimischen Rechner verzichten?
 
Du hast natürlich sowas wie Physically Based Rendering, gerade auch für Stoff etc. Da gibt es sowas wie den Fresnel-Effekt.

Aber gerade bei den genannten und gezeigten Materialien bräuchtest du im Grunde Pathtracing und sehr komplizierte Berechnungen (Lichtbrechung), die schnell aus dem Ruder laufen können. Ebenso mit dem "Edelstein", da müsste man im Prinzip komplett "durchraytracen", das wäre sehr teuer.

So ähnlich auch bei RTX Skin, das Licht da durch zu verfolgen, um "echtes" Subsurface-Scattering zu erhalten, ist sehr teuer. Also lässt man es nun die KI herbeihalluzionieren, statt die GPU mit vollem Pathtracing zu quälen.

Und bezüglich KI-Features muss man wohl ein wenig unterscheiden. Die Effekte und "Gaming"-Features laufen auf der Grafikkarte. Aber sowas wie Nvidia ACE, die AI-NPCs, virtuellen Spielepartner etc. die NIMs laufen zum Teil in der Cloud. Die NIMs kann man sich wie kleine KI-Programme vorstellen oder "Microservices", wie Nvidia sie nennt, die man (zukünftig, das steht aktuell noch alles in den Startlöchern) in andere Tools einklemmen kann.

Ich habe dazu noch eine ganze Reihe Folien als Galerien in den hinteren Teil des Artikels gepackt (RTX for Creators und Nvidia NIM for RTX), da kann man es erahnen. So ungefähr:

Anhang anzeigen 1481306
(Bildquelle: NVIDIA)

EDIT: @PCGH_Torsten ein wenig wirkt es so, ja^^
Erst kann es gar nicht genau und die Auflösung nicht nativ genug sein und dann kommt die KI und interpretiert alles nach "gutem Glauben" um.

Gruß,
Phil
Diese Antwort ist einfach der Grund, warum Ihr einfach das beste PC Hardware-Team seid - danke!

Es bleibt abzuwarten, ob die 5090 wirklich nochmal 25-30% auf die 4090 draufpacken kann und man dann auch noch zusätzlich diese ganzen Features kommen. Spannend ist es schon alles!
 
Is natürlich "gerechter" wenn alle Games gleich steinzeitlich aussehen - passt aber wunderbar in den Zeitgeist / die politische Landschaft.
Alles auf ein Level runterziehen als sich von Performern hochziehen zu lassen.

Ziel sollte es wohl eher sein, das alle Games gut aussehen können, weil allen mehr Rechenleistung gemäß offener oder zumindest einheitlicher Standards zur Verfügung steht. Real ist es nämlich nicht so, dass "Performer" irgendwen hochziehen würden, sondern stattdessen dreht sich alles um einige wenige Platzhirsche und innovative Entwickler haben keine Chance mehr, obwohl die Kunden mit einigen AAA-Produktionen zuletzt alles andere als zufrieden zu schein sein.

Aber an einer Stelle hast du recht: Vermögenden Einzelpersonen, die sich über allgemein Absprachen hinwegsetzen, die Entscheidungsgewalt darüber zu lassen, was allen zu gefallen hat, liegt in der Tat voll im Zeitgeist. Insbesondere wenn ein erheblicher Teil des Vermögens vorher der Allgemeinheit aus der Tasche gezogen wird.

Verstehe ich das richtig? - wir bekommen in Zukunft einen schöngerechneten Grafikmus vorgesetzt, der aber bei den 3 Grafikkartentypen von Nvidia, AMD und Intel nicht gleich am Bildschirm aussehen wird, da bei allen ein unterschiedliches sprich eigenes AI-Modell zum Einsatz kommt? Oder wird das letztlich durch Microsofts DX12-AI nochmals verwurschtelt? :ka:

Könnte man in Zukunft dann nicht gleich alles durch Serverfarmen berechnen lassen und auf hochgezüchtete Grafikkarten im heimischen Rechner verzichten?

Jensen begrüßt es sicherlich, wenn du voll auf Geforce Now setzt. ;-)
Bezüglich der AI-Modelle würde ich erwarten, dass sich nur wenige komplett eigene AI-Modelle leisten können. Aber bei KI ist es allgemein schon schwierig, eine bestimmte Ergebnisqualität zu garantieren – wenn Nvidia, AMD und Intel jeweils abweichende Ausführungswege einführen, wird man diesen Aufwand für jede Basisarchitektur getrennt leisten müssen (ggf. gar getrennt nach Generationen je Hersteller), oder riskiert sichtbare Abweichungen bei der ausgelassenen Basis. KI ist eben nicht deterministisch nach dem Muster "Eingabe A erzeugt Ausgabe B", die Bug-bedingt ja auch schon oft genug scheitert. Bei KI kann immer auch C rauskommen – und es gibt in der Regel keine Möglichkeit vorherzusagen, wann/ob das der Fall sein wird, denn der Code von KI ist eben selbst generiert und nicht nachvollzogen, oft genug nicht einmal nachvollziehbar.
 
Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses offene, fortschrittliche Denken nur von einer Minderheit praktiziert wird. Eine gesunde Grundskepsis ist auch völlig in Ordnung, in vielen Communitys formen sich jedoch regelrechte Technophobiker-Gruppen, um kategorisch-kollektiver Ablehnung zu frönen. Auch das ist okay - aber perspektivisch zum Scheitern verurteilt.
Es ist irgendwie krotesk. Gerade bei einer Gruppe die eigentlich von Technik begeistert ist - so ganz verstehe ich das auch nicht. Ich denke aber auch das Kritiker "lauter" oder aktiver sind in Foren als die anderen die das einfach mitnehmen.
 
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