Ich für kommen E-Autos aktuell nicht in Frage. Zum eine können nur die Leute das Auto @home laden die ein Haus haben ....
Akzeptiert.
Und da ist gleich schon der nächste Schwachpunkt. Die Kisten ziehen zwar extrem stark an, an Geschwindigkeit fehlt es ihnen aufgrund der Elektromotoren trotzdem.
Wer braucht schon hohe Geschwindigkeiten, solange auf Autobahnen nur relativ geringe Durchschnittsgeschwindigkeiten erreicht werden können. In der heutigen Praxis. Die noch "schlimmer" wird in Zukunft. Es gibt wenige Strecken, auf denen wirklich durchgezogen werden kann. Für die Leute reicht m.E. auch ein Tesla.
Das nächste zur geringe Reichweite sind die ewig langen Ladezeiten, ich will doch bei 600km Entfernung nicht 4 mal aufladen müssen und jeweils 30 Minuten warten bis die Kisten bei 100% damit ich die nächsten 150 km am Stück fahren kann ...
Wir sind unseren Diesel mit 1000 km Reichweite gewöhnt. Trotzdem können wir uns ändern. Weil die Treibstoff Versorgung sich de facto ändern wird. In mittlerer Zukunft. Von naher Zukunft zu sprechen wäre unlauter, die kassandrischen Vorhersagen aus den 70ziger, 80ziger und 90ziger Jahren über die Rohöl Vorkommen sind widerlegt.
Doch die Industrie muss frühzeitig umstrukturieren. Für den Markt hat das schon heute Auswirkungen, siehe Umweltzonen, die Messstellen für die Schadstoffe, jede EU Nation kassiert blaue Briefe sobald die Messwerte (insbesondere in den verdichteten Städten) zu hoch sind, irgendwann sind Strafzahlungen fällig, die sind anfangs billig, später werden sie weh tun.
Das ist ein Prozeß, der m.E. nicht mehr umkehrbar ist. Als Autofahrer kann man sich dem entziehen, auf dem Land, ohne Auswirkungen durch Fahrverboten viel länger als im Stadt- oder Pendelbereich.
Deswegen, absolut richtig, viele Autofahrer in Deutschland können das abwarten. Für die betroffenen reglementierten Gebiete wird es aber schon heute zu einem realistischen Szenario, das kaufentscheidend sein kann.
Und viele
wollen die Elektromobilität ausprobieren und sogar alltäglich nutzen. Dort sind die Preisrelationen zum Verbrennermotor viel entscheidender. Als irgendwelche Vorurteile gegen vermeintlich unpassende Motor Charakteristika beim Stromer.
Ich fang jetzt mal nicht davon an wie man mit den Autos im Ausland klar kommen soll ....
Wen interessiert das Ausland, wenn ich sowieso nur kurze Reichweiten habe

und eine Alternative mit herkömmlichem Verbrenner mieten kann? Das sehe ich als dein schwächstes Argument an.
Für mich sind E-Auto reine Umweltmarketing und noch extrem weit weg von einsetzbar. Einzig als reine Stadtflitzer oder Elektroroller usw sind die tauglich. Da kommt man mit 150km Reichweite auch eine Woche aus. Man darf mit dem Fahrzeug nur nicht die Stadt verlassen.
Akzeptiert. Zumindest den ersten Satz, das ist deine Einschätzung.
Ich habe hier vor Ort über Mietfahrzeuge bereits Auto Stromer ausprobiert, da fehlt sich nichts. Wir haben hier eine "gute" Ladestruktur. Für einige Wenige, das muss man klar sagen. Keinesfalls für die Masse. Die Struktur wächst (langsam) mit der Nachfrage, das war nie anders. Egal für welche Mobilitätsform.
Stromer können heute täglich ihre Maximalreichweite nutzbar machen, logisch braucht es dafür die nötigen Ladezeiten. Doch wieviele Stunden fährt der normale Autofahrer am Tag? Realistisch bitte.
Ja klar, verlässt man mit einem E-Auto die Stadt und überschreitet die Dschungelgrenze, landet man direkt im Nirvana bzw. der Service Wüste Deutschlands, oder wie?
Zusammenfassung:
Die Infrastruktur in Deuschland ist
je nach Gebiet sehr unterschiedlich gut oder schlecht für E-Mobilität der breiteren Masse ausgelegt. Die jetzigen Pioniere, early adopters, Autohändler mit Zulassungen, Firmen, die sich auf das Wagnis einlassen, die Post, die damit Pakete ausfährt ... das alles sind diejenigen Nutzer, die konkrete Erfahrungen sammeln und kommunizieren, auf offiziellem wie informellem, privaten Wege. Das strahlt aus auf die Privatkunden.
Will Norwegen so einen Weg konsequent weitergehen, sind sicher die zuständigen Behörden
willens, das erfolgreich zu tun. In Deutschland überwiegt mal wieder die Skepsis, weil wir ein Land sind, bei dem allzugerne der Grundsatz gilt: Alles oder nichts. Wir denken, vor allem in der Politik, allzuoft in einheitlichen Normen, das muss überall, gleichzeitig, für alle bezahlbar so umgesetzt werden. So wird der Keim zum Scheitern in die Wiege gelegt.
Kleinräumig setzen sich Ideen leichter um, Regionen oder Bundesländer starten Initiativen, fördern, werben, schaffen nach und nach die Infrastruktur, dort wo die Erfolgsaussichten am größten sind, die Investitionen am wirtschaftlichsten. Im großen Maßstab zu planen, bedeutet m.M. auch, in kleinen Maßstäben herzeigbare Erfolge zu produzieren.
Ich fahre einen Zweirad Stromer. Mit Kennzeichen und Versicherung.

Der ersetzt kein Auto. Aber das Ding spart manchen Autokilometer ein. Reichweite schlecht, doch für den Zweck ausreichend. Im Unterhalt (sehr) günstig. Geladen mit hauseigenem Ökostrom (den wir kaufen). Ja, wir fahren auch Fahrrad.
Trotzdem erhalte ich mir angebrachte Kritik. Zum Beispiel an der Kaufprämie für Elektoautos. Das war ein Deal mit der Autoindustrie, damit sich beide Parteien einen Erfolgsorden umhängen können. Und die Verantwortung an die Käufer abschieben, die können jetzt, nun kauft mal. Das ist wieder so eine Verordnung von oben, um die Wirtschaftsumsätze anzukurbeln.
Die Leute kaufen das was sie als erstrebenswert oder vernünftig erachten. Bekommt man keinen Zins auf der Bank, liegen solche Ausgaben für langlebige Güter nahe. Und bei manchen ist das eben ein E-Auto, oft als Zweitwagen. Diesen Sicherheitskauf kann ich gut nachvollziehen. Wir werden unseren Diesel solange halten, wie ohne Fahrverbote nutzbar und ökologisch sinnvoll, die Amortisierung in den allergrünsten Bereich gelangt ist. Ein Diesel an sich ist kein grünes Fahrzeug, wird es nie werden. Doch wenn schon, dann kann man ein böses Erdöl Auto - so meine ich - sinnvoll weiternutzen, öfter stehenlassen und hat im Falle des Falles dennoch ein "gewohntes" Fortbewegungsmittel für lange Strecken, Umzüge mit Anhängerkupplung, Urlaubsfahrten oder ... schnellere Strecken auf der Autobahn.
Könnten wir uns ein E-Auto als Zweitwagen leisten, wäre gekauft. Technisch interessant, ersetzt sofort Öl-Verbrennung, mit Ökostrom zuhause aufladbar.
Mir ist bewusst, dass nicht jeder Haushalt die Chance hat, aber irgendwer muss doch anfangen, es "besser" zu machen. Und diesen Leuten einreden, wie schlecht doch ein E-Auto ist mit all seinen vermeintlichen Nachteilen, das bringt zwar die skeptische Haltung wunderbar zum Ausdruck, aber es verändert nichts. Ausser man gehört zu einem sterbenden Autokonzern und will auf Teufel komm raus dessen Sterbephase verlängern.
Der Mensch will Neues im Leben, zahlt dafür einen Haufen Geld, und ausgerechnet beim E-Auto fallen mir nur Ausreden ein?
Bei einer Grafikkarte lege ich diesselben Maßstäbe an:
effizienter und leiser Spaß (oder Nutzen) erzeugen. Wie das Elektro Gefährt.
P.S. Ein Lob an die Redaktion, auch solche Themen zu bringen. Wir leben selbst in der Hardware Ecke in keiner Blase, an der der Rest der Welt vorbei schwimmt. Die Grundlagen für Hardware sind knallharte Ressourcen, Wirtschaftssysteme, auch Ausbeutung von Rohstoffen, damit wir am Bildschirm Pixelzauber erleben dürfen.