Netzwerk-Karte wird sehr heiß - zusätzliche Kühlung notwendig?

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Netzwerk-Karte wird sehr heiß - zusätzliche Kühlung notwendig?

Moin moin,

ich habe in meinem Heim-Server am Wochenende eine zusätzliche Netzwerkkarte integriert: HP NC360T PCI-E Dual Port Gigabit Server Adapter
(412648-B21)
| HP(R) Africa
(Baugleich zum Intel PRO/1000 PT EXPI9402PT, Intel PRO/1000 PT, 2x 1000Base-T Preisvergleich | Geizhals Deutschland).

Nun habe ich gemerkt, dass der Kühler der Karte ziemlich heiß wird. Die Karte läuft soweit rund und ich habe damit keine Probleme, jedoch macht mir die Temperatur doch etwas zu denken. Da die Karte eigentlich für Server-Gehäuse ausgelegt ist, welche i.d.R. von vorne nach hinten einen Luftstrom haben und ich ein ganz normales ATX Gehäuse verwende, vermute ich ggf. das bei mir nicht ausreichend Luftzirkulation existiert.

Leider habe ich keine qualifizierte Hardware zum messen der Temperatur da, daher kann ich keine genaue Temperatur angeben. Wenn ich den Kühlkörper mit dem Finger berühre, dann habe ich nicht sofort blasen am Finger, möchte aber auch nicht länger als nötig den Finger drauf lassen da es schon arg unangenehm wird.

Im Gehäuse gäbe es die Möglichkeit genau unter der Karte am Boden einen Lüfter zu installieren, welche dann von unten genau auf den Kühler arbeiten würde. Nun frage ich mich, ob mir einfach zu viele Gedanken mache und die Karte dies ab kann. Qualifizierte Informationen konnte ich dazu leider noch nicht finden
 
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  • Max Operating Temperatur=131 °F / 55°C
Wenns nicht drüber ist ist doch alle OK.
Vergleiche es mal im Kopf mit ner heissen Badewanne.
Und zum messen der Temperaturwürde es auch ein einfaches olles Fieberthermo tun. Nicht der neumodige Schnick-Schnack !
 
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Für Serverhardware ist meistens ein mindest Airflow angegeben, der die Karte zu erreichen hat.

Hier nen kleiner Auszug von meinem Raidcontroller, weil ich das Dokument grade zur Hand hatte. :D
Operating and Nonoperating Conditions for MegaRAID SAS 9341 RAID Controllers
For the MegaRAID SAS 9341-8i RAID controller, the operating (thermal and atmospheric) conditions are as follows:
  • Relative humidity range is 5 percent to 90 percent noncondensing
  • Airflow must be at least 75 linear feet per minute (LFPM) to avoid operating the LSISAS3008 processor above the maximum ambient temperature
  • Temperature range: 0 °C to +55 °C

Musst du mal in die Anleitung für deine Karte gucken, ob da sowas auch drin steht.

Ich könnte dir diese hier empfehlen, davon habe ich 2 Stück seit September 2012 im 24/7 Einsatz ohne Probleme. Noiseblocker NB-BlackSilentFan XR1 Preisvergleich | Geizhals Deutschland
 
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Das Problem bei diesen 40mm Lüftern ist allerdings das sie üblicherweise einen ziemlichen Lärm verursachen...

Die 55°C die als Maximaltemperatur angegeben werden beziehen sich übrigens auf die maximale Umgebungstemperatur im Betrieb. Als maximale Betriebstemperatur des Ethernet Controllers werden 110°C angegeben. Wenn der Kühler nicht mindestens 80°C hat würde ich mir keine Sorgen machen. Solange du ihn angreifen kannst ohne dir die Finger zu verbrennen würde ich mir keine Sorgen machen.
 
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Die XR1 sind sehr leise, auf 9V kaum hörbar.(alleine ohne andere Hardware, die gleichzeitig läuft) Außerdem ist Lautstärke beim Heimserver ja eher nebensächlich, weil der ja nicht genau neben einem steht, sondern im Keller oder der Abstellkammer.
 
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Moin moin,

danke für eure Antworten. In der Anleitung konnte ich bei der Suche nach "air" oder "flow" leider nix finden, da hatte ich schon geschaut: http://h20566.www2.hpe.com/hpsc/doc...201172&docLocale=en_US&docId=emr_na-c00854698

Eben kam ich auf die Idee, dass ich einfach mal mein Grill-Thermometer verwenden werde um die Temperatur zu messen. Sicherlich nicht die optimale Art der Messung aber überhaupt eine, welche ich anbieten kann ;)

Dann schaue ich mal.

Die XR1 sind sehr leise, auf 9V kaum hörbar.(alleine ohne andere Hardware, die gleichzeitig läuft) Außerdem ist Lautstärke beim Heimserver ja eher nebensächlich, weil der ja nicht genau neben einem steht, sondern im Keller oder der Abstellkammer.

Dem muss ich in meinem Fall leider widersprechen. Er steht, aus Mangel einer Abstellkammer, im Arbeitszimmer. Daher ist der Geräuschpegel sehr wohl ein Thema für mich. Aber da sehe ich auch kein Problem. Ich kann an der Stelle bis zu 120mm Lüfter verbauen und diese entsprechend langsam drehen lassen. Aber erst einmal abwarten was die Temperaturmessung ergibt.

Bezüglich des kleines Lüfters: Ich empfehle übrigens gerne folgende: FAN-ML 4020-12 S: Lüfter 40x40x20mm - 12V - 0,046A bei reichelt elektronik

Haben zwar nur 2 Pin und müssen manuell mit einem Stecker versehen werden, jedoch ist das Lager extrem hochwertig und gerade für 24/7 empfehlenswert.
 
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Ich kann an der Stelle bis zu 120mm Lüfter verbauen und diese entsprechend langsam drehen lassen.

Das bringt aber nichts wenn so ~90% des Luftstroms am Kühler vorbei gehen... Wenn du einen größeren Lüfter sinnvoll verwenden wollen würdest bräuchtest du auch einen größeren Kühlkörper aber bei einem größeren Kühlkörper bräuchtest du wohl überhaupt keinen Lüfter...
 
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Okay, der Messversuch war leider wenig erfolgreich. Grill-Thermometer bringt wenig, da der Fühler von allen Seiten die Wärme benötigt. Einseitig an den Kühler gehalten ging er bis 44 °C aber das ist leider kein brauchbares Ergebnis.

Bin nun am überlegen, ob ich einfach aus Vorsicht einen Lüfter platziere und gut ist.
 
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So, wenn es vielleicht interessiert: Da ein Kumpel die Tage bei Reichelt für sich einige Dinge bestellt hat, darunter auch günstige 60x60mm SUNON-Lüfter, habe ich mir einen einfach mal mitbestellt. Das Ding hab ich nun mit einer amateurhaften Selfmade-Bastellösung befestigt.

Im Endeffekt befindet sich nun ein 60x60x15mm Lüfter direkt unter dem Kühlkörper. Da ich an dieser Stelle keine Befestigungsmöglichkeiten hatte (Gehäuse hat unten nur ein Lochblech, ohne Gewinde), habe ich mir lange Schrauben für Radiatoren genommen, und von unten ins Gehäuse geführt. Im Gehäuse werden sie von ganz einfachen billigen Gummis gehalten, welche so oft um die Schrauben gewickelt wurde wie möglich.

Darauf liegt nun der Lüfter. Wird natürlich zum Problem wenn ich das Gehäuse kippe oder umdrehe aber das habe ich nicht vor. Vorteil ist, so rede ich es mir schön:

1. Die Gummis wirken in gewisser Weise ja auch wie Dämpfer, da der Lüfter nicht auf dem Gehäuse aufliegt
2. Durch den doch recht hohen Abstand zum Lochblech kann der Lüfter besser Luft ziehen und die Geräusche werden etwas reduziert (Shroud für Arme :D)

Nun ist es für einen Temperaturtest leider zu spät aber das werd ich morgen mal nachholen. Vom Meisterwerk gibts auch einmal billige Handybilder, wegen dem Licht hier leider mit Blitz und daher zu hell.
 

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Wenn man fragen darf, welchen Vorteil bringt dir so eine "Server"-Netzwerkkarte eigentlich gegenüber einer Standard-Netzwerkkarte?

Eine etwas niedrigere CPU-Last?
 
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Wenn man fragen darf, welchen Vorteil bringt dir so eine "Server"-Netzwerkkarte eigentlich gegenüber einer Standard-Netzwerkkarte?

Es kommt drauf an was man als "Standard-Netzwerkkarte" bezeichnet. Wenn man z.B. einen ganz normalen Consumer-Chip, wie die von Realtek, nimmt, dann können es z.B. geringere Latenzen, Features, etc. sein.

In meinem Fall hatte es jedoch andere Gründe: Der Board besitzt schon 4 Ports, jedoch werden diese alle von einem Controller bedient. Ich habe jedoch den Anwendungsfall, dass ich zwei Ports direkt an eine VM übergeben muss (pcie passthrough). Da die schon vorhandenen Ports jedoch alle an einem Controller hängen kann ich nur entweder alle 4 Ports oder keinen durchreichen. Ich benötige jedoch von den 4 Ports auch welche auf dem Host-OS.

Daher musste ich notgedrungen eine eigene Netzwerkkarte, welche in einer eigenen iommu_group ist, holen.
 
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Server-Netzwerkkarten besitzen üblicherweise zwei oder mehr Anschlüsse während normale Netzwerkkarten nur einen besitzen. Sie können zum Teil auch Adressberechnungen u.Ä. in Hardware ausführen und damit beschleunigen.
 
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Das bringt bestimmt 20 MBit/s! :D ...naja vielleicht nicht aber die Karte läuft jetzt mit Sicherheit in einem guten Temperaturfenster.
 
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