[Marktübersicht] 400W Netzteile im großen Roundup *in Vorbereitung*

Erzbaron

PCGH-Community-Veteran(in)
[Marktübersicht] 400W Netzteile im großen Roundup *in Vorbereitung*

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Aktuelle 400W Netzteile im großen Roundup


Wer sich regelmäßig hier im Netzteilunterforum aufhält der wird feststellen das sehr sehr häufig Netzteile mit 500W Nennleistung empfohlen werden von den bekannten Marken natürlich nur.

Aber moderne Hardware „verbraucht“ viel weniger Energie als man denkt und zwar so wenig das ein „normaler“ Gamingrechner mit Quadcoreprozessor und Singlecoregrafikkarte eigentlich immer auch von einem 400W Netzteil befeuert werden kann. Oftmals kommt dann aber das Argument das „zukünftig“ noch aufgerüstet werden soll oder der User einfach die Sicherheit eines zu groß dimensionierten Netzteils sucht. Wenn man sich aber den „Verbrauch“ aktueller Hardware im Vergleich zur Vorgängergeneration anschaut wird man feststellen das eine moderne High End Karte ala Radeon HD 5870 weniger Strom benötigt als eine Radeon HD 4870, ähnlich verhält es sich mit den Prozessoren, auch wenn ein Core i7 als Stromfresser verschrien ist verbraucht eben dieser auch nicht wirklich mehr Saft als ein „alter“ Core2Duo.

Ich habe mich ganz bewusst für ein Testfeld im eher stiefmütterlich behandelten 400W Bereich entschieden weil ich euch einfach mal visualisieren möchte zu wie viel so ein kleines Netzteil fähig ist.

Mein größter Dank gilt im Übrigen allen beteiligten Leuten die diesen Test unterstützt oder überhaupt erst ermöglicht haben. Das sind namentlich:

Christian Verfürth von Cougar
Christoph Katzer von Antec
Fabian Richter von Jet-Computer (Xilence)
Aaron Licht von Listan (BeQuiet!)
Benjamin Schäfer von Enermax

Außerdem geht noch ein besonderer Dank an 3 User hier aus dem Forum die mich ebenfalls unterstüzt haben.

Kaktus (Kontaktvermittlung zu Xilence)
Piou (Kontakt zu Seasonic)
Stefan@bequiet (Kontakt zu BeQuiet!)


Testablauf und Testsystem

Da ich leider keine Chroma besitze und auch keinen Zugriff auf eine solche habe muss man eben ein wenig kreativ werden. Ein Bestandteil meines Testablaufs ist natürlich die Effizienz diese wird unter 4 verschiedenen Lastbedingungen anhand des Stromverbrauchs gemessen. Folgende Lastszenarien verwende ich:

#1 Idle - Windows Desktop
#2 Teillast CPU - CPU wird per Prime95 zu 100% ausgelastet
#3 Teillast GPU - GPU wird per Furmark zu 100% ausgelastet
#4 Volllast - CPU und GPU werden zu 100% ausgelastet, mehr „Verbrauch“ geht nicht

Während dieser Tests wird per Multimeter die Spannungsstabilität gemessen dabei gehe ich nur auf die 5 und 12V Rail ein, die 3,3V wird sowieso kaum benötigt und kann tendenziell vernachlässigt werden. Die Spannungen gebe ich euch im Idle und unter Volllast wieder. Besondere Auffälligkeiten wie starke Schwankungen werde ich extra anmerken.

Außerdem muss jedes Netzteil mindestens einmal die „Masterprüfung“ überstehen, der Rechner MUSS 3h am Stück unter Volllast rennen, das Netzteil muss in dieser Zeit die Versorgung sicherstellen und ein Absturz der auf das Netzteil zurückzuführen ist wird mit einem „FAIL“ bestraft. Bei allen Netzteilen habe ich diese "Masterprüfung drei mal wiederholt.

Außerdem werde ich mich natürlich auch der Lautstärke widmen, dieses Thema ist allerdings ein recht „heißes Eisen“ denn ohne einen schalltoten Raum sind Dezibel oder Sone Messungen völlig sinnfrei. Aus diesem Grunde habe ich mich dazu entschlossen alle meine Testnetzteile nach einem mindestens dreitägigen Praxiseinsatz hinsichtlich der Lautstärke zu bewerten, dazu werden die Netzteile ganz regulär in meinen PC eingebaut. Durch meinen Hauptberuf sitze ich täglich gute 10h vor der Kiste, meistens dümpelt der Rechner dann bei 40% Last umher und ist absolut leise, da fällt jedes Geräusch auf und ich werde euch davon berichten ;-).

Die Messungen zur Effizienz und zur Spannungsstabilität werden in einen offenen Testaufbau durchgeführt.

Im detaillierten Bericht über die einzelnen Probanden werde ich auch auf die Vor- und Nachteile des jeweiligen Modells eingehen.

Das Testsystem:

CPU: AMD Phenom II 720BE @965BE @1,45V
Board: Asrock 890GX Extreme3
RAM: 2x2GB Kingston DDR3 1333 @ 1,5V
GPU: Sapphire Radeon HD4890 Vapor-X
HDD: Samsung Spinpoint F3 500GB
Sonstiges: Lancool K62 Tower, TP Link WLan Karte
 
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Cougar SE 400W

Erst seit recht kurzer Zeit am Markt vertreten ist die Retailabteilung der Firma HEC/Compucase namentlich Cougar. In dieser kurzen Zeit sorgte Cougar als Label schon für einige Furore und mauserte sich recht schnell als gängige Empfehlung in vielen Beratungen. Die Cougar SE Serie ist der Versuch High End Technik im unteren Wattsegment zu positionieren, ob das im Vergleich zu den ebenfalls nicht schlecht aufgestellten Mitbewerbern gelingt werde ich hier herausfinden.



Das Design des Kartons ist Cougartypisch sehr schick in schwarz gehalten, auf der Oberseite prangt das einprägsame Logo. Das Netzteil an sich ist deutlich schlichter gehalten als die Vorgänger welche doch sehr orange waren. Was sofort auffällt ist das hohe Gewicht und die etwas größeren Ausmaße des Gehäuses.

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Wenn ihr den Karton betrachtet und meine kleine Tabelle wundert euch bitte nicht warum auf dem Karton "5 Jahre Garantie" steht und in meiner Tabelle nur "3 Jahre", mein Cougar SE stammt aus der ersten Serie und auf die gabs noch 5 Jahre.

Das Zubehör welches es zum Cougar SE dazu gibt ist übersichtlich aber völlig ausreichend, es gibt nämlich ein Kaltgerätekabel, Schrauben sowie 2 sehr hübsche und wiederverwendbare Klettbänder zum Kabel fixieren. Dazu noch eine sehr gute und verständlich geschriebene Bedienungsanleitung in der auch die verbauten Schutzfunktionen ausreichend dokumentiert werden. Die Auslösezeitpunkte und die Peakleistung werden allerdings nicht genannt.

Das Cougar SE verfügt nicht über ein Kabelmanagementsystem, umso wichtiger ist also eine sinnvolle Belegung der einzelnen Stränge und eine ordentliche Flexibilität eben dieser. Von der ausreichenden Dimensionierung fange ich garnicht erst an, das Thema ist allerdings recht zwiespältig aufgrund der Boardlayouts und der verwendeten Gehäuse. Zum Thema Kabellängen kann ich allerdings sagen das in meinem verwendeten Lancool K62 eine optisch sehr schöne Verlegung problemlos möglich war. Das ATX und das P8 Kabel sind mit 55cm für einen "normalen" Midi Tower völlig ausreichend dimensioniert. Die 3 Stränge mit den PATA und SATA Stromanschlüssen sind sehr gelungen, es gibt einen reinen SATA und einen reinen PATA Strang, sowie einen gemischten, die letzten Stecker sind über einen Meter vom Netzteil entfernt. Der erste PCIe Stromstecker ist 50cm vom Netzteil entfernt, der zweite 65cm, beide Anschlüsse hängen an einem Strang. Einen Floppyanschluss gibt es nicht fest montiert, dieser wird aber als Adapter (sogar gesleeved) beigelegt.

Alle Stecker sind mit praktischen Ausziehhilfen versehen.

Was besonders positiv auffällt ist der absolut blickdichte und schicke Sleeve welcher an eine Schlange erinnert. Die Flexibilität ist trotz des Sleeves hervorragend!

Kommen wir jetzt endlich zum eingemachten, wir blicken ins Innere des Cougar SE! Ich möchte allerdings darauf hinweisen das das Öffnen von Netzteilen lebensgefährlich sein kann und nur von Fachpersonal getätigt werden sollte. In Netzteilen können auch nach längerer Zeit noch lebensgefährliche Spannungen herschen.


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Wie ist seht ist das Cougar SE im inneren sehr strukturiert aufgebaut, die Platine ist ein hochwertiges FR4 Modell was in dieser Leistungsklasse sehr selten anzutreffen ist. Der Primärkondi stammt aus dem Hause Nippon Chemicom, Sekundärseitig sind Kondis von Teapo verbaut, bei allen Kondensatoren handelt es sich um 105° Modelle welche eine eutlich längere Lebenszeit als übliche 85° Modelle haben sollen. Alle Spulen, Transformatoren und auch die Kondensatoren sind ordentlich verpackt und verklebt um Schwingungen und "fiepen" auszuschließen. Alles in allem wirkt die Verarbeitung bis auf kleine Details sehr sauber und ordentlich! Die Bestückung ist für ein nominelles 400W Netzteil auch sehr gut und kann durchaus auf ordentliche Reserven schließen lassen. Eine kleine Info ganz beiläufig, die Bestückung ist auch gutem Grund so hochwertig, technisch basiert das Cougar SE auf dem Cougar CM550 der letzten Generation und wurde punktuell verbessert um eine höhere Effizienz zu erreichen.​

Folgende Sicherungssysteme sind beim Cougar SE verbaut:​

- UVP (Unterspannungsschutz)
- OVP (Überspannungsschutz)
- SCP (Kurzschlusssicherung)
- OPP (Überlastschutz)
- OCP (Überstromschutz)​

Ein Überhitzungsschutz fehlt allerdings.​

Betrachten wir jetzt einmal den verbauten Lüfter.​


Bei dem Lüfter handelt es sich um ein spezielles 140mm Modell welches extra für die "großen" Modelle ala SX und GX entwickelt wurde. Der Lüfter verwendet ein hydrodynamisches Lager. Die Blattgeometrie erinnert ein wenig an die bekannte Modelle von Xigmatek. Cougar ist in Sachen Lüftersteuerung sehr konservativ eingestellt, im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern welche auf eine temperaturabhängige Steuerung setzen ist der Lüfter bei Cougar primär an die anliegende Last gekoppelt. Da lässt den Lüfter natürlich schneller (und somit "lauter") drehen, die Elektronik freut sich aber über niedrigere Temperaturen. Ob der Lüfter nun aber wirklich "laut" ist kläre ich noch.​

Der Lüfter wird im übrigen über einen 2 Pin Stecker angeschlossen, ein Tachosignal wird somit nicht ausgegeben.​

Messwerte​
 
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Cougar A 400W

Das zweite Cougar Netzteil in diesem Test soll das Portfolio nach unten hin abrunden und direkt den etablierten BeQuiet! PurePower Modellen im unteren Preissegment Käufer abnehmen. Man darf gepannt sein ob dies gelingt.

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Das Cougar A 400W wird in einem unauffälligen schwarzen Karton geliefert. Beim Öffnen des Kartons stellt man sofort fest, Cougar orientiert mit der Farbgebung der A Serie an den Wünschen der Kunden und die meisten bevorzugen ein klassisches, elegantes schwarz. Vom üblichen Cougarorange gibt es nicht viel zu sehen bis auf die Hintergrundfarbe des Datenaufklebers und einen Aufkleber auf der Rotornarbe. Wobei der letzte Aufkleber später nocheinmal in den Fokus rücken wird. Ansonsten macht das Cougar A 400W einen durchaus wertigen ersten Eindruck, das Gehäuse ist 2 cm kürzer als beim Cougar SE und alle Kabel sind gesleeved, die Seitenwände lassen sich nicht eindrücken und das Material sowie die Lackierung wirken solide und gut. Schön ist das das Lüftergitter in das eigentliche Gehäuse eingelassen ist und somit nicht übersteht.​


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Von den Leistungsdaten nehmen sich das Cougar SE und das Cougar A beide mit 400W Ausgangsleistung nicht viel, beide verfügen über eine kräftige 12V Rail und über eine "klassische" gruppenregulierte Topologie. Die Garantiezeit beim Cougar A ist ebenfalls 3 Jahre.​

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Das Zubhörpaket beim Cougar A ist ebenfalls ähnlich übersichtlich, ein Kaltgerätekabel, Schrauben sowie einige Kabelbinder gibt es dazu. Dazu eine Bedienungsanleitung die wie beim "großen" Bruder einfach aber sinnvoll gehalten ist. Auch werden hier die Schutzfunktionen kurz und einleuchtend erklärt, Auslösepunkte und die Peakleistung wird aber auch hier verschwiegen.​

Wie das Cougar SE verfügt auch die A Serie nicht über ein modulares Kabelmanagement, die Kabellängen sind beim ATX und P8 Stecker mit 50cm ausreichend dimensioniert. Im Gegensatz zum Cougar SE werden bei der A Serie allerdings nur 2 Kabelstränge für SATA und PATA Stromanschlüsse verbaut, an einem Strang ist auch ein fest montierter Floppystromanschluss. In voller Länge erreichen die beiden Stränge auch über 1m, das sollte für Midi- aber auch für Bigtower ausreichen. Die beiden PCIe Stromanschlüsse sind an getrennten Kabeln.

Alle Stecker sind auch hier mit Ausziehhilfen versehen und sind ordentlich verarbeitet.​

Alle Kabel sind mit einem recht grobmaschigen Sleeve überzogen, das mag nicht der optische Kracher sein schützt aber wenigstens vor Beschädigungen der Kabel. Die Flexibilität leidet allerdings recht stark.​

Folgende Sicherungssysteme sind beim Cougar A verbaut:​


- UVP (Unterspannungsschutz)
- OVP (Überspannungsschutz)
- SCP (Kurzschlusssicherung)
- OPP (Überlastschutz)
- OCP (Überstromschutz)​

Ein Überhitzungsschutz fehlt allerdings auch hier wieder.​

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Der Lüfter ist ein 120mm Exemplar, ausgestattet mit einem Gleitlager und kommt aus den Fertigungshallen von Young Lin. Der Lüfter dreht mit maximal 1600 U/Min, über die "Lautheit" werde ich aber noch berichten, auch hier ist der Lüfter per 2 Pin Anschluss mit der Platine verbunden, ein Tachosignal wird also auch hier nicht mit ausgegeben.​

Ich weiß doch worauf ihr alle wartet, Bilder vom Innenleben des Cougar A 400W und voila hier sind sie.​

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Wie ist seht ist auch hier der Innenaufbau recht übersichtlich gestalltet. Die Gleichrichterbrücke hat ihren eignen Kühlkörper aus Aluminium. Bei den Kondensatoren handelt es sich ausschließlich um 105° Modelle aus dem Hause Teapo. Ansonsten sind alle relevanten stellen mit Schrumpfschläuchen und Folie eingewickelt, sehr schön. Auch die Verarbeitung weiß zu gefallen, eine ordentliche FR3 Platine wurde auch verwendet.​

Messwerte​
 
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Antec Earthwatts D 430W

Die Firma Antec ist in Europa zwar schon lange vertreten aber unter uns Europäern doch eher für tolle Gehäuse bekannt als für tolle Netzteile. Das ist in Nordamerika anders, aber nun soll der europäische Markt wirklich erobert und nicht nur tangiert werden. Fast alle Serien haben kürzlich ein Refresh erfahren oder erfahren diesen demnächst. Darunter auch die "altehrwürdigen" Earthwatts welche von Seasonic hergestellt wurden. Wer sich dran erinnert, die PCGH hat mal eines gestet und für "gut" befunden, allerdings waren die Daten nicht mehr wirklich uptodate.
Zu mir hat nun eines der neuen Earthwatts D den Weg gefunden.

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Die Earthwatts D (D steht übrigens für Delta Electronic den Hersteller) gibt es in 3 Varianten, mit 380W, 430W und 500W und decken somit das mittlere Wattsegment ab. Wie sich die Modelle im Vergleich zu den Mitbewerbern schlagen werden wir hier herausfinden.

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Die Verpackung der Eathwatts ist denkbar einfach und unspektakulär, genau wie das eigentlich Netzteil. Auf dem Karton prangert Antec ganz besonders den "Green" Gedanken an, das Earthwatts D soll also besonders "umweltfreundlich" sein. Natürlich ist davon viel Marketing, weil die Herstellung von Netzteil nicht besonders umweltfreundlich ist aber Antec zieht diese Linie konsequent durch. Inwiefern das die Leistungsdaten beeinflusst werden wir hier herausfinden.
Im Gegendatz zum allgemeinen Trend welcher große Lüfter mit 120mm oder mehr Durchmesser ja fast als Standard etabliert hat setzt Antec hier auf ein klassisches Design mit 80mm Lüfter welches vom Airflow her auf jeden Fall sinnvoller ist weil die erwärmte Luft direkt aus dem Netzteil befördert wird.

Das eigentlich Netzteil ist in einem, zumindest für meinen Geschmack nicht besonders hübschen Grünton, einzig das silberne Lüftergitter sticht ein wenig hervor. Aber die Optik fließt nicht in die Bewertung mit ein und Optik ist immer Ansichtssache ;-).

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Wer den Karton öffnet und das Earthwatts D ausgepackt hat wird sich wundern, denn wirklich viel ist nicht mehr im Karton drin. Geradeeinmal 2 wiederverwendbare Kabelbinder bilden das gesamte Zubehörpaket, nicht einmal das obligatorische Kaltgerätekabel liegt bei. Das Fehlen eben dieses Kaltgerätekabels wird aber groß auf dem Karton erwähnt und damit begründet das man einfach ein altes weiterverwenden soll und somit schonmal einen kleinen Teil zum Umweltschutz beiträgt. Ein gedrucktes Handbuch oder ein kleinen Flyer gibt es auch nicht, alles "notwendige" steht auf dem Karton.

Auch im Bereich der Kabel gibt sich das Earthwatts D sehr bieder, bis auf den ATX Strang sind alle Kabel "nackt", der ATX Strang ist in einem recht hübschen schwarz-roten Sleeve verpackt der aber leider optisch nicht wirklich passt. Immerhin schränkt der Sleeve die Flexibilität nicht allzusehr ein.

Die allgemeine Kabellänge ist völlig ausreichend, das ATX Kabel misst 55cm, genauso wie der P8 Strang. Die Bestückung mit Stromanschlüssen ist ebenfalls durchaus sinnvoll und mit 4 PATA und 5 SATA Steckern sollte eigentlich fast jeder User auskommen. Etwas ärgerlicher finde ich das nur 1 PCIe 6-Pin Stromanschluss verbaut wurde, bei einem 430W Netzteil dürfen es durchaus 2 6-Pin Stecker sein, ein fest verbautes Floppystromkabel gibt es ebenfalls.

Auch hier sind die Stecker mit praktischen Ausziehhilfen versehen.

Bis jetzt konnte das Earthwatts D mit äußeren Merkmalen nicht so wirklich punkten, betrachten wir nun einmal das Innenleben.

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Wie ihr seht ist das Innenraumdesign komplett auf die Entlüftung durch einen 80mm Lüfter zugeschnitten. Es herscht kein allzugroßes Gedränge und die Kühlkörper sind ausreichend groß dimensioniert. An der rechten Seite befindet sich eine Schutzfolie um den direkten Kontakt von Spannungsführenden Teilen und dem Gehäuse zu vermeiden. Der Primärkondensator stammt von Aishi. Das Earthwatts D macht im Inneren einen sehr guten Eindruck, durch den recht großzügigen Einsatz von Kleber sind alle Bauteile ordentlich fixiert und an wichtigen Stellen sind auch Schrumpfschläuche verbaut worden. An der Eingangsfilterung hätte ich auch noch gern welche gesehen aber man kann leider nicht alles haben im Leben. Was die Kondensatoren angeht so wurde ein bunt gemischter Herstellersalat angerichtet, was allerdings nicht unbedingt schlecht ist sondern ein typisches Merkmal von Delta Netzteilen.​

Durch die sehr gute Konstruktion des Gehäuses ist es auch problemlos möglich sich die Platine von unten anzuschauen und was wir sehen kann man mit einem Wort beschreiben > hervorragend < so sollte ein gute gelötetes Netzteil ausschauen.​

Der verwendete 80mm Lüfter stammt von Adda, er ist kugelgelagert und per 2 Pin Anschluss an eine extra Platine auf der der Steuerungschip sitzt angeschlossen. Wie bei "klassischen" Designs mit 80mm Lüfter üblich saugt der Lüfter die warme Luft aus dem Netzteil heraus, so entsteht ein ordentlicher Airflow.

Messwerte​
 
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Xilence XQ 350W

Eine ganz besondere Freude bereitet er mir euch hier auch ein Netzteil der Marke Xilence präsentieren zu können. Auch wenn Xilence im Enthusiastenbereich nicht unbedingt den allerbesten Ruf genießt wurde die XQ Serie von Sirfa veröffentlicht und die Reviews von Kollegen lassen ja schonmal einiges erwarten. Man darf gespannt sein wie sich da nominell "schwächste" Netzteil hier schlägt.

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Was auf den ersten Blick auffällt ist die für den Budgetbereich doch sehr lange Garantie welche im ersten Jahr durch einen 24h Vor-Ort Austausch noch besser gestalltet wurde.​

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Die Verpackung macht doch schonmal einen hübschen Eindruck, der Karton ist sehr üppig gestalltet und man wird direkt auf die im diesem Segment doch eher unübliche Garantieleistung aufmerksam gemacht. Das Netzteil an sich macht ebenfalls einen sehr soliden und gewichtigen Eindruck, es ist komplett in weiß gehalten wobei der Lack recht kratzerempfindlich ist, was aber bei Hochglanzlackierungen den Normalfall darstellt.​

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Auch ausgepackt setzt sich der erste doch gute Eindruck weiter fort, das Zubehör als reichhaltig zu bezeichnen wäre bei ein paar Kabelbindern, einer Garantiekarte sowie einem Kaltgerätekabel doch etwas hochgegriffen aber es ist völlig ausreichend. Immerhin liegen 4 schwarze Rändelschrauben bei sodas auch eine werkzeugfreie Montage möglich ist. Zusätzlich gibt es 4 weitere ebenfalls in schwarz gehaltene "normale" Schrauben dazu.​

Alle Kabel sind von einem schwarzen, leider recht durchsichtigen Sleeve ummantelt. Dieses Sleeve schränkt die Flexibilität doch arg ein was einigen Kraftaufwand bei der Montage verlangte. Aber auch hier reiht sich das XQ in den "normalen" Bereich ein, kaum ein gesleevtes Netzteil kann mit wirklich flexiblen Kabeln punkten. Hier muss man sich zwischen Optik und Praxis entscheiden :D.​

Ansonsten sind die Kabel für einen Miditower mit untem montiertem Netzteil relativ kurz, das kann aber auch an der geringen Ausgangsleistung liegen die mit 350W eher für HTPCs angedacht ist. Was allerdings auf mein völliges Unverständnis trifft ist der 6+2 Pin PCIe Stecker ... Bei einem Netzteil mit 350W Ausgangsleistung ist dieser völlig deplaziert und ein 6 Pin Modell hätte vollends genügt.​

Ansonsten kann man sich über den Sinn oder Unsinn von 2 Floppystromanschlüssen noch streiten, aber die Qualität der Stecker sowie deren Verteilung ist ok. Außerdem sind alle Stecker mit praktischen Ausziehhilfen versehen.​

Ein weiteres Kabel baumelt auch noch herum und zwar das Kabel um das Tachosignal des Lüfters auszulesen!​

Dann gucken wir uns nun mal die Innerein an ...​

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Was sofort auf den ersten Blick auffällt sind die doch recht üppig dimensionierten Kühlkörper, bei einem Netzteil mit nominellen 350W ist das nicht unbedingt so zu erwarten. Ansonsten lächelt sofort ein großer Feststoffkondensator aus dem Hause Taepo in die Richtung des interessierten Users. Auf den allerersten Blick wirkt die Verarbeitung durchaus solide, allerdings fehlen Schrumpfschläuche und und "Verpackungen" für die Spulen. Woran ich allerdings wenig gefallen gefunden habe ist die nicht abisolierte Lötarbeit hinter der Eingangsbuchse, also wenigstens dort hätte ein bisschen Schrumpfschlauch durchaus gut getan. Ansonsten ist an der eigentlichen Lötqualität nichts auszusetzen.​
 
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BeQuiet! Pure Power L7 430W
 
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