News Lost Legions: Als Römer im Teutoburger Wald überleben

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Ein Survival-Craft-Spiel aus Deutschland, bei dem man nach der Niederlage im Teutoburger Wald in die Rolle eines römischen Soldaten schlüpft: Das ist Lost Legions von Tarock Interactive.

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Typisch: Deutsches Studio produziert ein Spiel über das vielleicht wichtigste frühe Ereignis unserer Geschichte...und man spielt die Römer.
"Bei Teutates, die spinnen, die Deutschen"
 
Zivilisation, Rechtsstaat und Fortschritt vs Waldbarbaren. Da fällt die Wahl doch nicht schwer.
Die Idee der primitiven germanischen Barbaren fusst auf römischer Propaganda, später (evtl.früher) kommt dann noch die Kirche dazu weil sie uns weißmachen wollte, sie hätte uns gezähmt und zivilisiert. Das Problem hierbei ist die Widersprüchlichkeit der Quellen sowie die unbequemen Fakten der Archäologie. Ganz davon abgesehen, dass die Deutschen nur ca. 350 Kilometer entfernt ihrer angeblich primitiven Lebensart fröhnten - eine geradezu groteske Idee für ein Volk der Dichter und Denker.
Komischerweise haben wie die Meinungen der Philologen des 19.Jahrhunderts eigentlich komplett abgeschrieben, lediglich ihr unkritisches Schwärmen für die lupenreine Euro-Kleptokratie der Antike muss der brave Bildungsbürger aus den üblichen Gründen natürlich übernehmen. Was machte der Varus eigentlich vor dem Dienst in Germanien? Ach ja, Syrien-Beauftragter. Und wie hat er sich da so gemacht? "Der arme Varus betrat das reiche Syrien, und der reiche Varus verliess das arme Syrien"

Und noch mal zum Thema "Waldbarbaren": Einfach mal nachschauen, über wieviele Krieger Arminius und Kollege Marbod verfügten. Solche Zahlen schafften Deutsche Könige nicht mal im Mittelalter.
 
Das wäre doch cool gewesen, man spielt einen Germanen mit anfangs primitiven Mitteln und Fähigkeiten und je mehr man mit Römern in Berührung kommt, desto mehr kann man sich von ihnen aneigenen...Ausrüstung, Kampftechniken, Bauweise...
 
Fragen die uns wie und das Spiel gefällt, ist wie und gefällt das wir es nur auf die Wunschliste setzen können?
 
Ganz davon abgesehen, dass die Deutschen nur ca. 350 Kilometer entfernt ihrer angeblich primitiven Lebensart fröhnten - eine geradezu groteske Idee für ein Volk der Dichter und Denker.
Solche Zahlen schafften Deutsche Könige nicht mal im Mittelalter.
Welche Deutsche? :ka:

Die Idee der primitiven germanischen Barbaren fusst auf römischer Propaganda, später (evtl.früher) kommt dann noch die Kirche dazu weil sie uns weißmachen wollte, sie hätte uns gezähmt und zivilisiert.
"Uns"? Wer?
 
Sehr albern. Die mitteleuropäische Population, aus welcher wir genetisch hervorgegangen sind, mit der wir seit der Bronzezeit fast identisch sind. Und die sich von der klassisch römischen ("imperial period" aka Kaiserzeit in D.) markant unterscheidet.
 
Solche Rückgriffe erscheinen mir absurd und finde ich als Identifikation abwegig. Außerdem ist mensch damit schnell bei der Naziideologie Blut und Boden.
Deine Darstellung verschleiert auch Migration (seien es Hunnen, Mongolen, Slawen ... bis in die Moderne Italiener:innen, Griech:innen, Türk:innen ...) und ermöglicht eine Deutung von Ähnlichkeit/Gleichheit oder gar Kollektiv, was es so nicht gegeben hat.
Was machst Du eigentlich, wenn Deine Eltern bspw. Sorb:innen wären? Sind die als Slawen deutsch/mitteleuropäisch?
Zum Begriff Deutsch bzw. zur Nation - dies wird erst ab dem 19. Jahrhundert genutzt. Bezogen auf das Mittelalter von deutschen Königen zu schreiben, ist also falsch.
 
Die Idee der primitiven germanischen Barbaren fusst auf römischer Propaganda, später (evtl.früher) kommt dann noch die Kirche dazu weil sie uns weißmachen wollte, sie hätte uns gezähmt und zivilisiert. Das Problem hierbei ist die Widersprüchlichkeit der Quellen sowie die unbequemen Fakten der Archäologie. Ganz davon abgesehen, dass die Deutschen nur ca. 350 Kilometer entfernt ihrer angeblich primitiven Lebensart fröhnten - eine geradezu groteske Idee für ein Volk der Dichter und Denker.
Komischerweise haben wie die Meinungen der Philologen des 19.Jahrhunderts eigentlich komplett abgeschrieben, lediglich ihr unkritisches Schwärmen für die lupenreine Euro-Kleptokratie der Antike muss der brave Bildungsbürger aus den üblichen Gründen natürlich übernehmen. Was machte der Varus eigentlich vor dem Dienst in Germanien? Ach ja, Syrien-Beauftragter. Und wie hat er sich da so gemacht? "Der arme Varus betrat das reiche Syrien, und der reiche Varus verliess das arme Syrien"

Und noch mal zum Thema "Waldbarbaren": Einfach mal nachschauen, über wieviele Krieger Arminius und Kollege Marbod verfügten. Solche Zahlen schafften Deutsche Könige nicht mal im Mittelalter.
Natürlich waren es keine Dichter und Denker und auch nicht die Deutschen. Sie waren nur Stämme, die kein eigenes Volk bildeten. Ähnlich anderen "Völkern" glänzten sie durch die völlige Abwesenheit von Schriftgelehrten und somit auch von Historikern. Alles, was wir über sie wissen, haben wir von den Römern. Die würden noch heute mit ihrem Vieh im gleichen Haus hausen.
Die Römer hingegen waren eine moderne Gesellschaft ähnlich der unsrigen heutigen Gesellschaft. Ihr Wohlstand löste die Völkerwanderung aus, denn ein römischer Sklave besaß mehr als ein germanischer Häuptling.
 
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