News Lösung aller Energieprobleme? Frankreich stellt Rekord bei Fusion auf

Lösung aller Energieprobleme? Frankreich stellt Rekord bei Fusion auf

... "WEST hat mit der Aufrechterhaltung des Wasserstoffplasmas für mehr als zwanzig Minuten durch die Einspeisung von 2 MW Heizleistung einen neuen wichtigen technologischen Meilenstein erreicht", sagte Anne-Isabelle Etienvre, Direktorin für Grundlagenforschung am CEA. "Die Experimente werden mit höherer Leistung fortgesetzt. Dieses hervorragende Ergebnis ermöglicht es sowohl dem WEST als auch der französischen Gemeinschaft, den Weg für die künftige Nutzung von ITER zu weisen."
Um die in der Überschrift formulierte Frage der bezüglich realisierbaren Zeitraum und notwendiger zeitlicher Umsetzung genauer einzuordnen - denn eine Lösung kann etwas nur sein, das die Erfordernisse der Problemstellung effektiv angeht - in diesem Fall braucht es also ab jetzt bzw. eigentlich seit geraumer Zeit eine klimaneutrale und langristig sicher zu gewährleistende Energieerzeugung. Hierbei können weder Fusionskraft noch Atomkraft(-aus/neubau) helfen. Wie ich hervorhob, geht es in hiesigem Thema Fusionskraft aber nur um Experimente und um Grundlagenforschung. Wann unter welchen Sicherheitsbedingungen bei welchen überhaupt effektiv einsetzbar ist, ist unklar. Fakt ist, dass dies nicht zeitnah geschehen wird. Die Erfordernisse für eine Energiewende werden durch das Vorantreiben der Klimakrise (es sind bereits zu viele Treibhausgase ausgestoßen worden und es werden laufend noch mehr ausgestoßen) und dem bereits existenzbedrohlichen und schädlichen Stand der Klimakrise vorgegeben. Mensch müsste angesichts der dramatischen Entwicklungen der Klimakrise und deren Folgen eigentlich so formulieren: "Die Erfordernisse für eine Energiewende sind durch das Vorantreiben der Klimakrise ... vorgegeben worden." Es bedarf jetzt bzw. eigentlich: es bedurfte gestern an Lösungen, nicht in 10-30 oder noch mehr Jahren. Insofern kann Fusionsenergie keine Lösung der Energieprobleme darstellen. Sie steht nicht bzw. hat nicht in notwendiger Zeit zur Verfügung (gestanden). Denn die Klimawissenschaften haben bereits eine kritische Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre festgestellt und weisen daraufhin, dass diese sogar weiter in großer Menge ausgestoßen werden, also das Ganze weiter (unumkehrbar) verschlimmern. Mensch denke an Klimakipppunkte und diverse kürzliche "Naturkatastrophen". Der notwendige Zeitrahmen zur Lösung von Energieproblemen ist also ein völlig anderer als der, der mittels Fusionsenergie realisiert werden könnte. Die Personen, die meinen, Fusionsenergie stelle eine Lösung dar, die sind einer Illusion und einer Märchenerzählung des Fortschrittsglauben aufgesessen.

Kurz und knapp: bezogen auf die realen Umstände ist die Frage im Titel rhetorischer Unsinn bzw. kann die Antwort auf diese bloß 'nein' heißen. Lösungen wären, schneller Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeinsparungen so wie Wirtschaftswachstumsrücknahme und langfristig sichere Herausnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre.
 
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Wie bezeichnend dieses Forum gerade ist. Das bildet die gesellschaftlichen Züge in vollem Umfang ab :ugly:
Ich habe und eine Meinung die ich anderen Personen aufzwingen muss. Und wenn ich daneben liege, fange ich an zu relativieren, aber bloß nicht zugeben falsch zuliegen.:stupid:
 
Natürlich ist hier noch viel Forschung nötig, aber es ist wichtig, dass generell an dieser Zukunftstechnologie geforscht wird. Und da hat sich Deutschland leider mit seinem Atomausstieg verabschiedet. Eine günstige und konstante Energieversorgung ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland unabdingbar.
 
Natürlich ist hier noch viel Forschung nötig, aber es ist wichtig, dass generell an dieser Zukunftstechnologie geforscht wird. Und da hat sich Deutschland leider mit seinem Atomausstieg verabschiedet. Eine günstige und konstante Energieversorgung ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland unabdingbar.
Atomkraft ist nur leider alles andere als günstig, selbst wenn man Lagerung / "Entsorgung" rausnimmt.
 
Was würde eigentlich Passieren wenn man das Plasma auf 100-150 Millionen Kelvin erhitzt um eine selbst erhaltende Kernfusion zu erhalten und dann bricht auf einmal, aus welchen gründen auch immer, das stabilisierende Magnetfeld plötzlich zusammen?
Bitte keine antworten wie das kann ja nicht oder die Sicherheitsschaltungen verhindern das.....
Dann bricht der Fusionsprozess zusammen. Ein Magnetfeld dauerhaft aufrecht zu erhalten ist eben genau das größte Problem bei einem Tokamak, weshalb der Ansatz eines Stellarators um einiges vielversprechender ist. Deutschland forscht ja sogar an diesem Konzept (jemand hat ja den Wendelstein 7X schon erwähnt). Es ist geradezu tragisch, dass man 100 Mrd. ganz schnell für Waffen mobilisieren kann, aber keine 1-10 Mrd. für so etwas.

Viele hier scheinen sich aber auch nicht annähernd mit der Technologie beschäftigt zu haben. Hier wird Kernkraft und Kernfusion in einen Topf geworfen etc. Auch der Atommüll der hier erzeugt wird, ist im Vergleich zu den anderen Problemen nur ein ganz kleines. Das radioaktive Material was hier anfällt, hat nur eine Halbwertszeit von wenigen Jahren bis Jahrzehnten. Das ist nichts, was man für zig Generationen sicher verwahren muss wie Uran oder Plutonium.

Ich bin mir sicher, dass man es irgendwann schafft einen Reaktor für den "Dauerbetrieb" (also mal mindestens mehrere Stunden bis Tage) zu konstruieren. Aber das wird vermutlich noch so lange dauern, dass es überhaupt keines unserer Probleme in annähernd absehbarer Zukunft lösen wird. Und wie ich auch schon schrieb; ob sich so ein Reaktor wirtschaftlich rechnet, steht auch noch auf einem anderen Blatt.

Schaut euch einfach die Videoplaylist an die ich verlinkt habe. Schon das erste Video was ich eingebettet hatte beantwortet die allermeisten Fragen.
 
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dass generell an dieser Zukunftstechnologie geforscht wird. Und da hat sich Deutschland leider mit seinem Atomausstieg verabschiedet.
NEIN, NEIN, NAAAAAHEEEEEEIN!

 
Es wird bestimmt Bereiche geben wo diese Technologie zum Einsatz kommen wird und die Kosten eher Nebensache sind. Militär und Raumfahrt z.B.

Ob Energieversorger irgendwann mal sowas bauen werden bezweifel ich aber auch, vor allem hierzulande haben wir uns diesen Weg ja selbst versperrt.
Äh ... da muss ich jetzt mal nachfragen. Rein hypothetisch aus Interesse.
Den ersten Punkten stimme ich überall zu.

Aber warum sollten wir uns, rein prinzipiell, "hierzulande diesen Weg verbaut" haben? (ungeachtet jetzt, ob das in naher, entfernter oder überhaupt irgendeiner Zukunft praktikabel werden sollte)
Also Deutschland forscht auch selber in Garching und Greifswald.
Beim ITER-Gemeinschaftprojekt machen wir auch mit 26 anderen Staaten mit.
Werden hier unter Umständen etwa Kernfusion und Kernenergie verwechselt?
 
Nein, mit "Kernkraft" ist Kernspaltung gemeint. Hier wird über Kernfusion geredet. Zwei völlig unterschiedliche Dinge. Aber schön, dass du deinen Ketchup dazugibst und als Senf verkaufen willst. :schief:
Warum? Aus beiden wird Kraft gewonnen, sowohl aus Kernspaltung als auch aus Kernfusion. Wo wiederspricht sich das? Dass der Begriff der einen Art der Energiegewinnung zugeschrieben wird kann ja sein.
 
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Solche Projekte sollten dermassen intensiviert werden, dass das Manhatten Project dagegen wie ein Workshop aussieht. Statt Milliarden zu verpulvern, sollten sich hier ein paar Nationen zusammen tun...
 
Warum? Aus beiden wird Kraft gewonnen, sowohl aus Kernspaltung als auch aus Kernfusion. Wo wiederspricht sich das?
Klar, bei der Fusion werden auch Kerne verschmolzen. Da kommt das Wort "Kern" auch vor. Die Worte Kernkraft/Kernenergie stehen trotzdem seit 100+ Jahren ausschließlich für Kernspaltung.

Man sagt ja auch nicht in der Sonne findet eine Kernkraftreaktion statt, sondern eine Kernfusionsreaktion.
Solche Projekte sollten dermassen intensiviert werden, dass das Manhatten Project dagegen wie ein Workshop aussieht. Statt Milliarden zu verpulvern, sollten sich hier ein paar Nationen zusammen tun...
Passiert doch schon lange.


Und auch abseits des ITER werden Foschungsergebnisse international viel geteilt, weil es viel zu lange dauern würde wenn jeder sein eigenes (Plasma-)Süppchen kocht.
 
Solche Projekte sollten dermassen intensiviert werden, dass das Manhatten Project dagegen wie ein Workshop aussieht. Statt Milliarden zu verpulvern, sollten sich hier ein paar Nationen zusammen tun...
JA! Ich finde auch, Wasser sollte nasser sein, als Eis \o/
Und ich fordere, dass der/die/das Papst katholisch ist.
:ugly:
Die Nationen tun sich schon seit 2007 beim ITER zusammen. Und davor, sowie daneben in diversen anderen Projekten mal mehr und mal weniger seit den 1950ern, seit Fusions-Testreaktoren gebaut werden.

Um Investitionssummen, die das Manhatten-Projekt alt aussehen lassen, brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Das hat man locker geschafft.
Mit dem Unterschied, dass beim Manhatten-Projekt ein Wettlauf und sportlicher Zeitplan mit Ziel dahinter standen.

Read Up ;)

Klar, bei der Fusion werden auch Kerne verschmolzen. Da kommt das Wort "Kern" auch vor. Die Worte Kernkraft/Kernenergie stehen trotzdem seit 100+ Jahren ausschließlich für Kernspaltung.
Fission and Fusion ... :daumen:

Ich beobachte mal amüsiert Deine unterhaltsamen Bemühungen, Physik-Grundlagen dem uninformierten Pöbel beizubringen :kuss:

*Popcorn*
 
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Oh man, vielleicht erstmal nachlesen bevor man Diskutiert.
Einfach gesagt:
ITER und dieser Franz. Reaktor basieren auf einem Tokamak Aufbau, diese benutzen bzw. produzieren Strahlungsabfälle, allerdings sehr gering.
Wendelstein ist ein gänzlich anderer Aufbau und nutzt Wassersoff, es fällt also kein Strahlungsabfall an.

Beide sehen zwar ähnlich aus, basieren aber auf einem anderen internen Aufbau.

Der Deutsche nutzt also ein anderes Grundprinzip, als der Internationale (ITER) und der Französische Reaktor.
 
Da der uninformierte Pöbel sich bestens mit Ketchup und Senf auskennt ist es ratsam auf die Wortwahl zu achten 😄 Nichts spricht dagegen andere zu korrigieren so lange es nicht hochmütig rüber kommt
OK, dann füge ich der Ketschup-Senf-Expertise korrigierend hinzu, dass die physikalische "Kraft" nichts mit einem ähnlich lautenden Markenhersteller gemein hat.
Kraft gewinnt man auch nicht, Kraft wirkt.
Was man bei Reaktoren "gewinnen" möchte, ist Leistung. ;)

Oh man, vielleicht erstmal nachlesen bevor man Diskutiert.
Einfach gesagt:
ITER und dieser Franz. Reaktor basieren auf einem Tokamak Aufbau, diese benutzen bzw. produzieren Strahlungsabfälle, allerdings sehr gering.
Wendelstein ist ein gänzlich anderer Aufbau und nutzt Wassersoff, es fällt also kein Strahlungsabfall an.

Beide sehen zwar ähnlich aus, basieren aber auf einem anderen internen Aufbau.

Der Deutsche nutzt also ein anderes Grundprinzip, als der Internationale (ITER) und der Französische Reaktor.
Wurde je was anderes behauptet?
Sorry, verstehe gerade nicht, auf welchen Kommentar Du dich beziehst.

"Der Deutsche" (also der eine einzige, wahre, echte) nutzt gar nichts.
Und die Forschung in Deutschland sowie die verschiedene Testreaktoren folgen unterschiedlichen Ansätzen. Sehr schlau, nicht nur auf ein Pferd zu setzen. :daumen:


Ach, apropos:

es gibt schon sehr lange einen funktionierenden sehr nahegelegenen Plasma-Fusions-Reaktor.
Und sein energetischer Output beschenkt uns seit 1,4 Mrd. Jahren mit Energie (genauer mit niedriger Entropie - aber das führt jetzt zu weit).
Wir Menschen nutzen diese bereitgestellte Energie schon seit vielen Tausend Jahren in Form von Wind- und Wasserkraft und in Jüngster Zeit sogar mittels weiterer, u.a. Wellenkraft, Solarthermie und direkter Photovoltaik. :daumen:
 
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Ach, apropos:

es gibt schon sehr lange einen funktionierenden sehr nahegelegenen Plasma-Fusions-Reaktor.
Und sein energetischer Output beschenkt uns seit 1,4 Mrd. Jahren mit Energie (genauer mit niedriger Entropie - aber das führt jetzt zu weit).
Wir Menschen nutzen diese bereitgestellte Energie schon seit vielen Tausend Jahren in Form von Wind- und Wasserkraft und in Jüngster Zeit sogar mittels weiterer, u.a. Wellenkraft, Solarthermie und direkter Photovoltaik.
Ach, echt? Sag bloß ... :ugly: Darf ich auflösen? Darf ich auflösen? :banane:
 
Was würde eigentlich Passieren wenn man das Plasma auf 100-150 Millionen Kelvin erhitzt um eine selbst erhaltende Kernfusion zu erhalten und dann bricht auf einmal, aus welchen gründen auch immer, das stabilisierende Magnetfeld plötzlich zusammen?
Bitte keine antworten wie das kann ja nicht oder die Sicherheitsschaltungen verhindern das.....
Wikipedia sagt dazu folgendes: "Wenn das Plasma nicht durch das Magnetfeld zusammengehalten werden kann, kühlt es an der Wand ab und die Fusionsreaktion bricht ab."

 
Solange man um Größenordnungen mehr an Energie (Strom) reinstecken muss, um Energie zu gewinnen, wird das nix mit dem "Durchbruch" bei der Kernfusion.
Nicht vergessen aber, dass durch längere Laufzeiten des Plasmas auch der Output besser wird. Ein Großteil der Energie wird ja für das erstmalige Zünden benötigt. Wobei Stellarator da dennoch viel versprechender klingt.
Was würde eigentlich Passieren wenn man das Plasma auf 100-150 Millionen Kelvin erhitzt um eine selbst erhaltende Kernfusion zu erhalten und dann bricht auf einmal, aus welchen gründen auch immer, das stabilisierende Magnetfeld plötzlich zusammen?
Bitte keine antworten wie das kann ja nicht oder die Sicherheitsschaltungen verhindern das.....
Was häufig unter den Tisch fällt: man benötigt auch einen gewissen Druck damit die Atomkerne, welche sich typischerweise lieber voneinander entfernen wollen aufgrund der gleichen Ladung, nahe genug aneinander zu bringen.

Wenn das Magnetfeld wegfällt, fällt dieser Druck weg und die Reaktionen stoppen eigentlich sofort. Egal ob durch einen Schaden oder Stromausfall oder was auch immer.
Ein wirklich schädlicher Ausfall wäre also tatsächlich ausschließlich durch aktive Sabotage möglich, wenn überhaupt.
Dann bricht der Fusionsprozess zusammen. Ein Magnetfeld dauerhaft aufrecht zu erhalten ist eben genau das größte Problem bei einem Tokamak, weshalb der Ansatz eines Stellarators um einiges vielversprechender ist.
Ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, dass das Magnetfeld des Stellarators einfacher wäre. Tokamak ist vom Aufbau her generell in einem gepulsten Betrieb. Stellarator wird da auch einfach langlebiger sein durch weniger Zündungen.
Oh man, vielleicht erstmal nachlesen bevor man Diskutiert.
Einfach gesagt:
ITER und dieser Franz. Reaktor basieren auf einem Tokamak Aufbau, diese benutzen bzw. produzieren Strahlungsabfälle, allerdings sehr gering.
Wendelstein ist ein gänzlich anderer Aufbau und nutzt Wassersoff, es fällt also kein Strahlungsabfall an.
Korrigiere mich falls es da ganz neue Ansätze gibt aber soweit ich weiß nutzen beide Prinzipien Wasserstoff (Deuterium und Tritium).
Alles andere lohnt bezüglich der freiwerdenden Energie auch bei weitem nicht so sehr. Die Unterschiede liegt im Dauerbetrieb und den Magnetfeldern/Strömen die auf das oder im Plasma wirken.

Strahlungsabfall fällt bei beiden an, wobei beim Tokamak die Belastung höher sein dürfte (wie so oft mehr Zündungen und auch schlechtere "Isolation" durch das Magnetfeld)
 
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