Oh Mann, solche Stammtisch-Phrasen! Glaubt jemand ernsthaft diese Märchen der Lobby? IMMER NOCH?
Sag doch einfach, dass du keine Argumente hast.
Ich finde es schon witzig, dass du mir Stammtischparolen vorwirfst und im nächsten Satz das Wort Lobby in den Mound nimmst, was eindeutig eine Stammtischparole ist. Alles hat seine Lobby. Ach ja: es wird nicht wahrer, wenn man schreit.
Irgendwie kommen die Mantras vom Ausstiegskampf alle 10 Jahre wieder hoch.
Wir reden hier vom Wiedereinstiegskampf und solange es sinnvoll ist, wird es auch vorgebracht.
Die Energiewende ist in allen Punkten gescheitert und wenn man keine Lust hat, den Weg zu gehen, dann sollte man sich nach etwas anderem umsehen.
(Fast so wie die argumentativen Strategien der Tabakindustrie bei der Klimaerwärmung seit 30 jahren)
Wann hat die Tabakindustrie den Klimawandel geleugnet?
Btw: die Nuklearindustrie hat den Klimawandel sicher nicht geleugnet, im Gegenteil.
Sonstjemand verursacht auch keinen solch gravierenden und lang wirkenden Schaden, wenn was schief geht.
Die Wasserkraft steht mit 230.000 Toten an der Spitze, was Einzelunglücke angeht. Die fossilen Energien Töten durch ihre Abgase jährlich Millionen Menschen. Das verbleite Benzin war auch unglaublich schädlich und hat ganze Generationen dümmer gemacht. Das Asbest hat Leute ohne Ende dahingerafft. In Bhopal sind bis zu 25.000 Menschen gestorben. Die Bergbau- und Ölindustie verseucht die Landschaft auch relativ langfristig.
Interessiert aber fast keinen.
Ich habe in dieser Industrie gearbeitet!
Laß mich raten: ihr habt täglich im Geld gebadet und dabei dreckig gelacht.
Wenn es doch so günstig ist, dann bau doch einen. Geh zur Bank und hole Dir einen Kredit. Die sind bestimmt begeistert! Ist ja eine todsichere Lizenz zum Gelddrucken.
Könnte man in einem freien Markt machen. Dumm nur, dass es den nicht gibt, dank der EEG Einspeisevergütung. Also muß heute jeder Mist gefördert und mit Garantien versehen werden. Egal ob erneuerbare, Energiespeicher oder fossile Energien. Daher wäre es nur gerecht, wenn das auch für die Kernkraft gelten würde. Ich persönlich bin für einen staatlichen Energieversorger.
Aber bitte auch schön alles selber zahlen: Bau, Anschaffung, Betrieb, Sicherheit, Wartung und Instandhaltung, Rücklagen und Versicherungen für Ausfälle und Schäden, Stillegung, Rückbau und Entsorgung.
Wenn für die Erneuerbaren das gleiche gilt: gerne.
Und die Gelder zur Absicherung müssen natürlich separat und belastbar angelegt werden - nicht hier so ..."oh, alles ausgegeben, wir sind pleite. Konkurs. Tja gibt nix mehr zu holen" ... nee! Keine GmbH or Co. KG. Schön mit dem vollen Vermögen haften.
Niemand muß irgendwelche großen Schäden versichern, das wird alles schön von der Allgemeinheit abgedeckt. Egal ob Windkraft, Mobilfunk, Benzin, FCKW, Asbest, Impfungen (da ist es sogar explizit festgelegt, dass die garnichts zahlen müssen und das zu recht), PFOS, Pflanzenschutzmittel und was es sonst so gibt. Niemand muß sich versichern und das ist gesamt gesellschaftlich auch gut so. Also sollte das auch für die Kernkraft gelten. Die ist übrigens heute schon zu 2,5 Mrd € Deckungssumme verpflichtet.
Und schön offen legen alles: das ganze "schlüssige" Konzept, von Anfang bis Ende, bevor auch nur eine Baugenehmigung in Erwägung gezogen wird - so wie das alle anderen auch müssen.
Du glaubst allen ernstes, man kann so ein Ding in die Landschaft stellen, ohne dass da vorher irgendwas geprüft oder genehmigt wurde?
Ich bezweifle einfach mal, dass du jemals in dieser Industrie gearbeitet hast. Jeder Furz ist das Genehmigungspflichtig, da wird eigentlich alles überwacht.
Nein, ist es nicht.

Du reimst Dir Deine eigene Realität zusammen.
Kernenergie,
Atomenergie,
Atomkraft,
Kernkraft oder
Nuklearenergie sind alles Synonyme die im Volksmund, wie auch gemeinhin in der Technik mit der Stromerzeugung mittels
Kernspaltung in Verbindung gebracht und verstanden werden.
Weil der Volksmund ja auch so eine verlässliche Quelle ist, wenn es in einer Diskussion über Begrifflichkeiten geht. Da gibt es dann Dinge, wie Schraubenzieher und Glühbirnen, obwohl es Schraubendreher und Leuchtmittel heißt.
Den Punkt hast du auch verloren. Du kannst ja gerne mit fachlichen Quellen kommen.
Ich wette dagegen. Es ging auch bisher ohne Fusion. Warum soll es auf einmal nicht mehr ohne gehen?
Klar geht es, es hat halt alles nur seine Nachteile. Explodierende Kosten, Nuklearer Müll, Klimawandel, über 20% Stimmanteil der AfD. Egal ob Erneuerbare, Fossile oder Kernkraft, nichts ist momentan perfekt. Es ist fraglich, ob die Fusion das hinbekommt aber alleine die Möglichkeit ist es wert.
Und ja: das Wort "alternativlos" ist ein Unwort.
Erzähl nicht immer, was nicht funktionieren wird, sondern überlege mal, wie etwas funktionieren kann.
The engineering way.
Und das wendest du jetzt konsequent auf die Kernkraft an: "the engineering way".
Es ist einfacher, ein ganzes zentralistisches System in die Knie zu zwingen, indem man ein paar neuralgische Knotenpunkte ausschaltet, als ein wirklich dezentrales, vernetztes, in Ring-Ebenen aufgebautes.
Dank der Fernsteuerung auf App Ebene kann man Angriffe heute schön dezentral starten. Für Deutschland braucht es wohl nur 100.000 Stromspeicher, die man unter seine Kontrolle bringen muß, um allen lahm zu legen.
Da glaubt wer aber ganz schön an den Zentralismus und hat die Wirkweise eines Dezentralismus nicht begriffen, was?
Da hat jemand nicht begriffen, dass es momentan keinen Dezentralismus gibt, jedenfalls nicht in Deutschland. Das ist alles nur ein Schlagwort, geschehen ist da wenig. Im übrigen: zentrale Systeme haben ihre Vorteile. So ist die Stabilität des Stromnetzes diesem Umstand zu verdanken und auch, dass man überhaupt mit den Erneuerbaren im großen Stil anfangen konnte.
Und da sehe ich die Kernenergie immer noch außen vor - immer noch im Proof of Concept ... seit 70 Jahren.
Frankreich wird also mit einem "Proof of Concept" versorgt, ist ja interessant...
Kauft Euch günstige tschechische
Pfifferlinge, als sei 1986 nichts gewesen.
Zieht nach Fukushima und werden Gurkenbauer - Land ist da gerade spottbillig.
Jetzt kommt der Blödsinn.
Zieh ins ölverseuchte Flußdelta in Nigeria, laß dir den Kopf abschneiden und dich vergewaltigen. Dann trinkst du noch arsenhaltiges Wasser (bzw. in genau umgekehrter Reihenfolge).
Natürlich gibt es Probleme, aber man sollte sie lösen ("the engineering way"), dieses Pseudoargument bringt niemanden weiter.
Alles schön, solange es nicht vor der eigenen Haustür oder im eigenen Garten ist, sondern lieber bei jemand anderem und ich nur den vermeintlichen Nutzen habe.
Das gilt für alles, auch für die Erneuerbaren.
"Der Müll strahlt? Kein Problem! Transmutation!" - die Lösung aller Probleme.
Warum wird's nicht von jedem im großen Stil genutzt? Es ist doch DIE Lösung?
Wenn man sich ehrlich macht, dann ist es wesentlich einfacher und auch besser, den Müll endzulagern. So, wie wir das mit allem anderen machen. Asbest kann man im Plasmaofen unschädlich machen, ist nur zuviel Aufwand. Also wird es deponiert und da regt sich auch kaum jemand auf.
Lösungen wären, schneller Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeinsparungen so wie Wirtschaftswachstumsrücknahme und langfristig sichere Herausnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre.
Tja, wollen die Leute halt eben nicht und die Politik will dem Volk auch nicht die Wahrheit servieren und Mehrheiten dafür gewinnen. Also sollte man sich nach Anderen Möglichkeiten umsehen.