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[Lesertest] Cooltek Coolcube und Thermalright AXP-100

caine2011

Software-Overclocker(in)


Inhaltsangabe


Danksagung

1. Gehäuse

1.1 Einleitung
1.2 Impressionen
1.3 Testequipment
1.4 Vorbereitung
1.5 Lieferumfang
1.6 Zusammenbau
1.7 Materialgüte, Verarbeitungsqualität und Wohnzimmertauglichkeit
1.8 Kompatibilität mit der Kompaktwasserkühlung Corsair H50
1.9 Temperatur- und Lautstärkeentwicklung
1.10 Ergonomie und Bedienungsanleitung
1.11 Preis und Verfügbarkeit
1.12 Fazit

2. Prozessorkühler

2.1 Einleitung
2.2 Impressionen
2.3 Montage
2.4 Lieferumfang
2.5 Kompatibilität
2.6 Leistung
2.6.1 Vergleich zur Kompaktwasserkühlung Corsair H50
2.6.2 Vergleich zwischen System mit und ohne Grafikkarte
2.7 Preis und Verfügbarkeit
2.8 Fazit

Persönliche Meinung





Ich möchte mich für die Bereitstellung der Testsamples recht herzlich bei PCGHX bedanken.






Das Cooltek Coolcube ist ein günstiges Mini-ITX Gehäuse, welches komplett aus Aluminium gefertigt ist. Es bietet auf kompakten Ausmaßen die Möglichkeit, neben einem Mainboard eine Grafikkarte mit einer Länge von bis zu 18 cm einzubauen. Außerdem kann man trotz des begrenzten Raumangebots ein Fullsize-ATX Netzteil einsetzen und muss nicht auf SFX-Geräte zurückgreifen. Weiterhin finden noch ein 3,5'' und ein 2,5'' (wahlweise natürlich auch 2 2,5'') Massenspeicher Platz. Für den CPU-Kühler steht eine Maximalhöhe von 80 mm zur Verfügung.





..........Front.................. Rückseite................ linke Seite.............. rechte Seite............... Unterseite


Folgende Hardware kam zum Einsatz:

Anhang anzeigen 637513




Da man bei Mini-ITX immer mit diversen Inkompatibilitäten rechnen muss, sollte man sich immer die zu verwendenden Komponenten ansehen. Dazu wurde das Gehäuse in mehreren Schritten komplett zerlegt und das Ganze in Bildern dokumentiert:

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Komplett mit Bedienungsanleitung.

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Linkes Seitenteil abgenommen. Die heraushängenden Kabel sind für USB 3.0, USB 2.0, Frontaudio, Power-Switch, Power-LED und HDD-LED.

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Ober- und Unterteil abgeschraubt. Das Oberteil ist entkoppelt befestigt, das Unterteil hingegen nicht.

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Links auf dem Bild: Power-Button mit LEDs, rechts auf dem Bild: Frontpanel-Anschlüsse mit USB usw.

1.5 Lieferumfang

Das Coolcube kommt spartanisch zum Käufer: genauso viele Schrauben wie man zum Befestigen der Seitenteile und noch ein paar zusätzliche für Mainboard und Gehäuse. Zusätzlich noch ein Kabelbinder. Selbst für diese Preisklasse ist das ein wenig dürftig, aber man hat alles dabei, was man braucht.

1.6 Zusammenbau

Hier sagen Bilder mehr als Worte, deswegen folgt eine bebilderte Anbauanleitung:

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Als erstes wurde die SSD an die Unterseite angebracht. Dort sind bereits Gummientkoppler angebracht, durch diese führt man Schrauben ein, mit denen man die SSD fixiert.


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Danach wurde das Mainboard mit bereits vormontiertem Kühler und RAM-Riegel eingesetzt.

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Anschließend schließt man am besten das Frontpanel des Gehäuses an das Mainboard an, bevor die Grafikkarte eingesetzt wird. Die eingesetzte Grafikkarte ist mit 19 cm (PCB-Länge) bereits über den Spezifikationen des Gehäuses. Das stellt aber kein Problem dar, wenn man die Unterseite des Gehäuses abmontiert und den so entstehenden Spielraum benutzt, um die Grafikkarte einzusetzten. (Diese sollte allerdings ihre Stromanschlüsse, wie abgebildet, nach oben ausgerichtet haben.)

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Für die Verkabelung wurde zu allererst die SSD mit einem SATA-Kabel versehen und die Mainboard-Stromstecker angeschlossen. Das Netzteil wurde allerdings noch nicht eingesetzt, sondern erst eine "saubere" Kabelverlegung gewährleistet, damit keines der Kabel in den Lüfter des Thermalright Kühlers gelangt.

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Jetzt wurde nur noch das Netzteil verbaut und mit Schrauben befestigt und die übrigen Kabel verstaut. Hierbei bietet es sich an, einen Stromversorger mit modularem Kabelmanagement zu benutzen, um mehr Freiraum und Luftzirkulation oberhalb der Grafikkarte gewährleisten zu können.


Das Cooltek-Gehäuse kann mit dem absolut wohnzimmertauglichen Material Aluminium punkten, welches auch bei vielen Geräten des Home-Entertainments zum Einsatz kommt. Das schlichte und unauffällige Aüßere ist Geschmackssache, dürfte aber nirgendwo unangehm auffallen. Dass die Front an keiner Stelle unterbrochen wird, hat designtechnische und optische Vorteile, ist aber gleichzeitig für das Wohnzimmer ungeeignet, da hier der Medienkonsum von optischen Datenträgern immer noch eine wichtige Rolle spielt. Leider kann man dem Cooltek somit nur eine begrenzte Eignung als HTPC ausstellen. Wer hingegen alles von Online-Mediatheken streamt kann auch hier beruhigt zugreifen.
Leider fehlt für die perfekte Wohnzimmernutzung ein Infrarot-Empfänger an der Gehäusefront, um Fernbedienungssignale zu empfangen. Allerdings kann man es angesichts des Preises auch nicht wirklich verlangen. Schade ist allerdings, dass man einen solchen nicht im Zubehörangebot des Herstellers finden kann. Aber vielleicht wird sich in Zukunft dahingehend noch eine Verbesserung ergeben.

Das Äußere des Gehäuses ist sehr gut verarbeitet und die Spaltmaße sind gleichmäßig und geben keinen Anlass zur Kritik. Dass die Front, die rechte Seitenwand und die Rückseite aus einem Stück bestehen, verstärkt den edlen Auftritt. Auch die abnehmbaren Teile (linke Seite, Ober-und Unterteil) sind exakt gefertigt, sodass zu keiner Zeit Probleme mit der Passgenauigkeit auftraten.

Für die Unterseite lagen im Zubehör Füße bei, welche auch benutzt werden sollten, wenn die Festplatten wie vorgesehen an der Unterseite montiert werden, da das Gehäuse sonst auf den Schrauben der Befestigung "wackelt". Dann ist ein stabiler Stand aber ohne Einschränkungen gewährleistet. Man sollte allerdings darauf achten, keine der Befestigungsschrauben zu überkleben, da der Fuß sonst entfernt werden muss und kein weiterer Ersatz beiliegt.

Der Innenraum ist sehr sauber entgratet und weist keine scharfen Kanten auf. Bei einem Gehäuse dieser Preisklasse ist das sehr vorbildlich und verdient besondere Erwähnung. Die Verwindungssteifheit ist, solange sich alle Seitenteile an ihrem Platz montiert befinden, sehr gut. Sie lässt allerdings sehr schnell nach, sobald Ober- oder Unterseite entfernt sind, was aber nicht unbedingt einen Nachteil darstellt, insbesondere beim Zusammbau kann man hier einfacher eine 19 cm lange Grafikkarte einsetzen.



Wenn man ein Kompaktwasserkühlung wie der oben genannten in einem Mini-ITX-Gehäuse arbeiten möchte, muss man immer ein wenig flexibel sein, was die ursprüngliche Auslegung und die vom Hersteller vorgesehen Plätze im Gehäuse angeht. Leider war es nicht möglich, eine Wasserkühlung in Kombination mit einer Grafikkarte zu verwenden, weil das Platzangebot einfach nicht ausreichte. Das wäre aber auch ein wenig viel verlangt gewesen bei den knappen Abmessungen des Gehäuses.


In Kombination mit der oben genannten Hardware (der Prozessor ist um 0.2 V undervoltet) und dem Thermalright AXP 100 wurden die Temperaturen unter Last und Leerlauf gemessen und sind unten stehender Grafik zu entnehmen.

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Der Thermalright AXP-100 bleibt, um diese Temperatur zu halten, trotz maximaler Lüfterdrehzahl unterhalb Zimmerlautstärke (leider kein professioneller Sone-messer vorhanden), die Grafikkarte muss, um die 80°C Marke zu halten, allerdings mit 60% Lüftergeschwindigkeit arbeiten, was keiner angenehmen Geräuschkulisse mehr entspricht und nur noch mit Headset ertragbar ist.
Im Spielbetrieb werden 75°C mit 55% erreicht was angenehmer, aber immer noch sehr laut ist.
Man sollte hier aber nicht außer acht lassen, dass es sich zwar um eine Mittelklassegrafikkarte handelt, aber diese erstens werksübertaktet und zweitens aus der Fermi-Generation stammt, welche für ihre hohe Abwärme bekannt ist. Leider stand keine weitere derart kurze Grafikkarte zur Verfügung, sodass leider nicht mit einer Vergleichsgrafikkarte evtl. bessere Ergebnisse erzielt werden konnten.


Interessanterweise sind die Ergebnisse von GPU und CPU immer sehr nah beieinader, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass sich die Heatpipes des CPU-Kühlers, welche sehr nah an der Grafikkarte liegen, durch den beengten Aufbau eines Mini-ITX Boards, gegenseitig aufgeheizt haben.
Das Gehäusematerial Aluminium wirkt als guter Wärmetransporter und erwärmt sich auf knapp 40°C an jeder Seite außer der linken, weil dort das Netzteil sitzt und keine Wärme bis an die Seitenwand dringt. Die 40°C sind im ersten Moment ungewohnt, aber nicht so heiß, dass man sich verbrennen könnte. Demzufolge ist das Wärmemanagement, dass Gehäuse miteinbezieht, als sehr gut zu bezeichnen.





Die USB-Anschlüsse und die Audioausgänge befinden sich an der rechten Seite des Gehäuses und der Ein-/Ausschalter an der Gerätefront. Was fehlt ist, wie oben bereits erwähnt, eine (nachrüstbare) Infrarotlösung und ein Resetknopf. Leider sind die Audioanschlüsse weder farblich gekennzeichnet noch irgendwie beschriftet. Auch die Bedienungsanleitung hilft hier leider nicht weiter. Nach Test: der Mikrofoneingang ist der obere und der Kopfhörerausgang der untere der beiden. Es sollte außerdem klar sein, dass man das Gehäuse eher auf dem Schreibtisch als darunter lagern sollte, da man sonst wohl nur mit dem Fuß den Einschalter betätigen kann. Es sind 2 USB-Anschlüsse vorhanden, wovon einer in der modernen USB 3.0 Version ausgeführt ist und der andere im 2.0 Format. Die 3.0 Version bietet hier mit einer Test 6,9 GB-ISO Datei von der integrierten 256 GB Samsung 830 SSD auf eine externe, über USB 3.0 angeschlossene Samsung 830 128GB SSD die üblichen 232 MB/s, was ca. 6 MB/s langsamer ist als über den an der I/O-Shield vorhandenen Port. Also eine Differenz im Messungenauigkeitsbereich.


Das Cooltek Coolcube ist ein sehr günstiges Aluminium-Mini-ITX Gehäuse. Es ist laut cooltek.de ab 09.04.2013 verfügbar. Die UVP liegt bei 49,99€. Der Marktpreis liegt bei in etwa demselben Wert, da das Gehäuse noch nicht erhältlich ist. (PVL: Cooltek Coolcube, Mini-ITX)
Nähere Information finden sich auch auf der Herstellerwebsite: Cooltek Coolcube Black



Das Cooltek Coolcube vereint viele Tugenden, wie zum Beispiel die gute Verabeitungsqualität in Kombination mit der edlen Erscheinung durch Aluminium als Werkstoff. Auch die Platzverhältnisse sind ausreichend, so dass man sowohl ein Fullsize-ATX-Netzteil, als auch eine Dualslot-Grafikkarte verwenden kann. Hier stehen leider nur 190 mm zur Verfügung, was ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle ist. Dafür konnten extrem kompakte Ausmaße realisiert werden. Als HTPC-Gehäuse kann man das Coolcube auch verwenden, allerdings ist der fehlende Einschub für ein Slimline Laufwerk sowohl Größe als auch Budget geschuldet. Coolcube sollte eventuell noch ein wenig mehr an Zubehör anbieten und auch ein wenig mehr Ersatzzubehör beilegen, gerade ein zweiter Satz Unterlegfüße oder noch ein paar Ersatzschrauben für die Gehäusewände wären hier das absolute i-Tüpfelchen gewesen. Das Cooltek Coolcube ist ein sehr gutes Gehäuse, welches für seinen Preis kaum Schwächen besitzt. Es erhält also folgerichtig den Preis-/Leistungstip.





Der Thermalright AXP-100 wurde für den HTPC und Mini-Pc Einsatz konstruiert und hat aus diesem Grund eine niedrige Bauweise. Es liegen ein 100 x 100 mm Lüfter, Montagematerial für alle gängigen Sockel und eine Spritze Thermalright Wärmeleitpaste bei. Von jeder benötigten Schraubensorte liegt eine weitere als Ersatz bei. Der Kühler bietet 6 6 mm Heatpipes, was für die Kühlergröße einen unglaublichen Materialaufwand darstellt.






kompletter Lieferumfang ...................................verschiedene Ansichten des Kühlers

.......... ...........
100mm Lowprofile-Lüfter ...........Unterseite des AXP ..............auf einem Mini-ITX-MB verbaut


Die Montage gestaltet sich als relativ langwierig und anstrengend. Das Handbuch musste zur Hilfe genommen werden, da durch die vielen Einzelteile die Montage nicht intuitiv erfassbar war. Nach einem Blick ins Handbuch wurde auch klar warum: 8 Schritte sind notwendig um den Kühler anzubringen. Aber mit der bebilderten Anleitung, die u.a. auch in Deutsch vorliegt, ging der Zusammenbau nach ersten Hürden problemlos voran. Trotz dessen dauerte die Erstmontage 20 Minuten.


Thermalright zeigt sich von seiner besten Seite als Premiumhersteller: hier gibt es von jeder Schraube eine Ersatzschraube als zusätzliches Gimmick. Weiterhin liegen eine Spritze und ein 100 mm Low-Profile Lüfter bei. Einen Aufkleber gibt es außerdem als Promotion dazu. Die Zubehörteile sind alle nach Sockeln getrennt in einzelnen verschweißten Plastiktüten, so ist Verwechslung ausgeschlossen. Außerdem liegt eine mehrsprachige bebilderte Montageanleitung bei, die unter anderem auch Deutsch enthält. Eine weitere Besonderheit ist ein Metallrahmen mit dem es auch möglich ist 140mm Lüfter zu verwenden (wenn diese 120mm Bohrungen besitzen).


Leider ist das zum Testen verwendete Asrock-Mainboard nicht zu 100% zum Kühler kompatibel: es konnte nur ein Ram-Riegel verbaut werden. Das ist ein großer Minuspunkt bei Mini-ITX Platinen, da ohnehin nur 2 Ramslots zur Verfügung stehen. Alle Platinen mit SO-DIMM Slots, welche parallel zum Mainborad eingesetzt werden, haben hier allerdings keine Probleme.
Die Heatpipes des Kühlers ragen außerdem sehr weit in Richtung PCIe Slot hinaus, sodass sich - wie schon weiter oben vermutet - wahrscheinlich die eingesetzte Grafikkarte und der Prozessorkühler gegenseitig aufheizen.
Weiterhin gab es speziell mit dem Asrock-Mainboard Probleme, da der interne USB 3.0 Steckplatz sehr dicht am CPU-Sockel liegt und sich somit nur mit Geschick und sanftem Druck der Stecker zwischen den Lamellenträgern platzieren ließ. Man sollte also vor dem Kauf eventuell die Kompatibilität prüfen. Es war aufgrund der beengten Verhältnisse leider nicht möglich, den Einbaurahmen für größere Lüfter zu nutzen, da sonst keine Grafikkarte zum Einsatz hätte kommen können. Auch der USB 3.0 Stecker hätte nicht verwerwendet werden können.


Die Leistung des Thermalright AXP-100 ist sehr gut für einen Luftkühler dieser Größe auf derart beengten Verhältnissen. Allerdings erkauft sich der Kühler dass mit einer hörbaren Lautstärke die aber selbst bei Maximaldrehzahl unterhalb der Zimmerlautstärke bleibt. Hierbei sollte man allerdings beachten, dass der Thermalright nur über einen 100 mm Lüfter verfügt und auch sehr wenige Lamellen im Vergleich zu aktuellen Towerkühlern beherbergt. Außerdem muss angemerkt werden, dass der Test unter Verwendung von Prime 95 stattfand was ein praxisfremdes Lastszenario darstellt.


Die Corsair H50 ist die erste Kompaktwasserkühlung aus dem Hause Corsair gewesen und setzte den Trend zu einfach montierbaren und günstigen Wasserkühlungen für „jedermann“. Als regelrechter Klassiker, der bei vielen PC-Schraubern zum Einsatz kam, ist er der ideale Vergleichskandidat, stellvertretend für viele Kompaktkühler und Mittelklasse-Luftkühler. Der damalige Preis bei Einführung lag bei ca. 45€ und auch hier spielt er in derselben Liga wie der Thermalright AXP-100.
Der Kühler haben ein schwieriges Gebiet zu beackern: ein Gehäuse mit sehr geringen Ausmaßen, das zu dem noch durch ein im Vergleich zu den restlichen Komponenten, riesiges Netzteil ohne modulares Kabelmanagement kaum Platz zum atmen lässt. Das Corsair hat es im Vergleich einfach, der Raum unter dem Gehäuse reicht zumindest im idle aus um genügend Luft anzusaugen um nahezu Raumtemperaturen zu ermöglichen. Allerdings sind die 32°C des AXP-100 auch nicht sonderlich gefährlich. Bei beiden ist das System mit der automatischen Lüftersteuerung des Asrock-Mainboards kaum mehr als ein Flüstern zu vernehmen.

Der Last-Test bringt die beiden Probanden schon eher aus der Ruhe. Die in der Mainboard-Lüftersteuerung eingestellte Zieltemperatur von 60°C wird von beiden Probanden eingehalten, wobei der Thermalright besser abschneidet. Problematisch ist die Lautstärkeentwicklung, während die Wasserkühlung nicht hörbar lauter wird, dreht der Thermalright immer weiter auf. Allerdings erreicht er hier noch keine Maximaldrehzahl und bleibt eindeutig unter Zimmerlautstärke, so dass er nicht zu hören ist wenn man sich normal unterhält. In absoluter Stille fällt er hingegen deutlicher auf. Auch das relativiert sich wenn man bedenkt, dass der Thermalrightkühler aufgrund seiner Top-Blow-Bauweise noch die restlichen Systemkomponenten mitkühlt, was eine Kompaktwasserkühlung nicht bieten kann.


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Wie ändern sich die Temperaturen wenn man ein System von der Größe um die Haupttemperaturschleuder Grafikkarte erleichtert? Nun zunächst einmal scheint im Leerlauf nahezu nichts großartig zu passieren, was auf die Energieeffizienz der Komponenten zurückzuführen ist. Hier schlägt das Undervolting der CPU mit Offset-Voltage durch. Wenn man allerdings das System belastet ändert sich schnell das Bild: der Prozessor wird über 20 K heißer und die Gehäusetemperatur selbst steigt um 10 K an. Das sind allerdings immernoch unkritische Werte selbst im Dauereinsatz. Außerdem muss auch hier wieder betont werden, dass sowohl Prime 95 als auch der MSI Kombustor zum Einsatz kamen um auch den Fall einer hohen Temperatur im Sommer abdecken zu können. Die einzig unangehme Erscheinung war die stark erhöhte Lautstärke.






Der Thermalright AXP-100 ist ein durchschnittlich teurer CPU-Kühler der speziell für Mini-ITX-Systeme entwickelt wurde. Er ist schon seit Dezember 2012 im Handel erhältlich. Die UVP beträgt 44,95€. Der Marktpreis hat sich bei ca. 40€ eingependelt. (PVL: Thermalright AXP-100)
Nähere Information finden sich auch auf der Herstellerwebsite: Thermalright AXP-100



Der Thermalright AXP-100 liefert gerade in Relation zu seiner Größe ein sehr gute Leistung ab, die allerdings von Kompatiblitätsproblemen getrübt wird. Er besticht durch eine annehmbare Geräuschkulisse, die Silentfanatikern aber nicht ausreichen wird. Man muss bei der Integration in ein Mini-ITX-System nicht lange tüfteln, was es gerade für Einsteiger und weniger versierte Anwender einfacher macht, ein Mini-Sytem zu betreiben. Hierbei hilft auch die sehr ausführliche, bebilderte mehrsprachige Bedienungsanleitung. Trotzdessen ist der Aufwand ein wenig hoch, um den Kühler anzubringen. Für die gebotene Leistung geht der Preis auch in Ordnung, gerade weil ein Low-Profile 100 mm Lüfter beigelegt wird. Aufgrund seiner minimalistischen Maße in Kombination mit seiner sehr guten Kühlleistung ist er Top-Hardware.


PERSÖNLICHE MEINUNG

Leider sind für mich beide Komponenten privat nichts. Das liegt nicht daran, dass die Komponenten entgegengesetzt zu obigen Aussagen schlecht wären, nein - vielmehr suche ich eher eine weitere Nische, die leider beide Produkte nicht ausfüllen können. Zum einen habe ich nun einmal mein Mainboard und kann in der Kombination leider nur 4 GB RAM verwenden, weil einer der Ramslots durch den Kühler blockiert ist, was bei einem Mini-ITX-System besonders schwerwiegend ist. Auch ist die Lautstärke für mich erschreckend hoch, da mein Schreibtisch klein und das System daher gerade mal 50 cm von mir entfernt ist und ich eigentlich nur nahezu lautlose Wasserkühlungen gewöhnt bin.
Das Gehäuse ist für mich ein klein wenig zu klein oder aber wiederum zu groß. Wenn ich diese Größe für ein Mini-ITX System nehme dann hätte ich gern die Möglichkeit einen 120 mm oder besser noch einen Radiator einer Kompaktwasserkühlung anzubringen. Wenn ich aber ohnehin keine Grafikkarte einsetzen kann, dann würde ich lieber ein noch kleineres Gehäuse verwenden, das am besten passiv gekühlt ist. Dann geht die Reise in Richtung Impactics. Obwohl der Preis des Coolcubes mich sehr anspricht und auch über Kleinigkeiten hinwegsehen lassen würde, muss ich sagen: das passt nicht mit meinen Vorstellungen zusammen.


Zusammenfassend: ich hatte mir für mich persönlich die eierlegende Wollmilchsau aus der Kombination der beiden Testsamples erhofft, aber ich bleibe weiter auf der Suche auf der bezahlbaren Mini-Pc Lösung, welche kaum hörbar und auf dem Schreibtisch kaum sichtbar ist.

Zum Diskutieren, geht es hier lang.

 

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