News Leitfähige Seidenfäden: Kleidung als Ladestationen?

PCGH-Redaktion

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Schwedische Forscher wollen eine neue Art von leitfähigem Seidenfaden entwickelt haben, der Textilien in thermoelektrische Generatoren verwandeln kann.

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Ich wäre auch "optimistisch", wenn ich vor einem unüberwindbaren Berg stehe und jemanden Suche, der mir Aufstiegsversuche finanziert. 6 mV von einer 8 mm Filzplatte bei 30 K bringen jedenfalls niemanden weiter. 5 K dürften schon viel über eine Schicht Kleidung sein und bei 1-2 mm kommen die interpolierten Kurven eher auf 0,1 mV – und das ist ja nur die Sättigungsspannung. Während man die verbleibenden <1 nW/cm² tatsächlich entnimmt, nimmt sie noch weiter ab. Und das ist nur die Hürde bei den elektrischen Parametern, aber irgendwer muss ja auch die Wärmeenergie bereitstellen und bislang war die (hier besser gar nicht erst angesprochene) Effizienz von Seeberg-Schaltungen so mies, dass man sie nicht einmal dort einsetzt, wo es keine mechanischen Probleme und Abfallwärme bei hohen Temperaturen im Überfluss gibt.
Wie kommt man auf die Idee, etwas zur Stromgewinnung in Kleidung einsetzen zu wollen, was bislang z.B. bei Abgasanlagen als "unzureichend" eingestuft wird?
 
Kleidung gegen Elektrostatik wäre mir lieber.
Ab 3000 Volt: Die Entladung ist für den Menschen spürbar (z. B. Türklinke)
Ab 5000 Volt: Die Entladung ist hörbar (z. B. beim Ausziehen knisternder Pullover).
Abgesehen davon: Kann man das nicht sinnvoll nutzen ?
 
Solange du dir nicht kontinuierliche ein Katze über den Polyester-Pulli reiben willst, kann man statische Ladungen allenfalls für die Offline-Löschung von Flash-Speichern verwenden.^^ Die Spannungen sind zwar enorm, aber Ladungsmenge/Stromstärke/Zeit, über welche diese aufrecht erhalten kann, sind winzig.
Gegen Elektrostatik kann man aber einfach ein paar Metallfäden einweben, da braucht es nicht den hier gezeigten Aufwand.
 
Und wie entsorge ich solch ein Kleidungsstück ?
Im Elektroschrott ?
Wird wohl auch viel Kunststoff mit verarbeitet werden, was beim waschen auch Microplastik bedeutet (ich weis, ist heute auch schon so).
Wie wird so etwas recycelt ?
Vom Umweltgedanken sehe ich solche Produkte erst einmal als bedenklich an.
 
Das ganze liest sich we der Übliche Unsinn, bei dem etwas eigentlich wirklich nützliches durch die Medien gezogen wird, indem man irgendwelchen Blödsinn behauptet, der wohl niemals Realität werden kann.

Als dann die Worte "Seltene Erden"* vorkam, da wurde es zur Gewissheit.

* die nicht wirklich selten sind, sondern nur so heißen

Wie kommt man auf die Idee, etwas zur Stromgewinnung in Kleidung einsetzen zu wollen, was bislang z.B. bei Abgasanlagen als "unzureichend" eingestuft wird?

In der seriösen Forschung beschränkt man sich auf medizinische Sensoren, die nur wenige Mikrowatt benötigen. Dafür ist das ganze theoretisch auch gut. Allerdings war das praxistauglichste, das bisher herauskam, ein Stirnband. Dort ist es einerseits immer warm und andererseits ist auch immer kalte Luft vorhanden Bei Armbändern hat man das Problem, dass man sich in unseren Breiten irgendwann doch gerne eine Jacke oder einen Pullover anzieht, selbst wenn man der T-Shirt Typ ist. Toll, wenn man ein Rambocosplay machen will, unpraktisch, wenn man nicht so sehr auf eng anliegende Stirnbänder steht.

Das ganze krankt an den selben Problemen, wie vor 30 Jahren. Gegen diese Lösung wirkt eine Knopfzelle, wie ein USB Ladegerät gegen einen ein 32A 3 Phasen Wechselstromanschluss. Außerdem ist man nicht mehr von einer permanenten trageweise abhängig. Man kann heute, mit ultraeffizienten Standards, wie Zig Bee, zwar leichter Daten versenden, selbst wenn nur Mikrowatt zur Verfügung stehen. Dafür haben die Batteriehersteller nicht geschlafen und heute bekommt man in Knopfzellengröße Lion Akkus, von denen man vor 30 Jahren nur träumen konnte. außerdem hat man heute, Smartphone sei Dank, quasi überall auf der Welt Zugang zu Strom, zumindest täglich.

Am Ende ist das ganze genauso ein Blödsinn, wie die Radionuklidbatterien, mit denen man angeblich Smartphones aufladen können sollte. Es hört sich für den Normalo einfach wesentlich besser an, wenn das T-Shirt die Powerbank ersetzt, statt die triste Realität, dass irgendwelche Sensoren nicht mehr aufgeladen werden müssen, wenn man darauf setzt.
 
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In diesem Fall liegt die Eskalation aber nicht bei den Medien, sondern bei den Forschenden: Die beschäftigen sich ausdrücklich mit der Energiegewinnung in dicken Textilien. Das ist für medizinische Anwendungen nicht geeignet, da permanent mit Sensoren zu bestückende Probanden nicht Rocky-like durchs Schneegestöber joggen, dass ist nicht für Umweltsensoren geeignet, die einmal am Tag die solare Erwärmung ihres Untergrunds zur Datenübermittlung nutzen sollen, weil dort keine Textilien zum Einsatz kommen, das ist nicht für die Stromversorgung von User-Gadgets geeignet, weil der Strom hinten und vorne nicht reicht, etc..

Eigentlich scheint das für gar nichts geeignet. Selbst wenn für einen langfristigen Anwendungszweck Energy-Harvesting attraktiver als eine Batterie sein sollte, können in der äußeren Kleidungsschicht Solarzellen ein Vielfaches an Leistung liefern. Größere Geräte können auch einfach mechanisch die Bewegungsenergie nutzen, wie das Uhren seit Jahrhunderten machen. Und wenn ich mir angucke, welche Stromstärken RFID bei direkter Bestrahlung bereitstellt, dann würde ich mich nicht wundern, wenn nach ein paar Waschzyklen selbst Radio-Harvesting einen Output über dem Niveau dieses Kleidungsmaterials erreichen kann.
 
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