Du bist Atheist? Schön für dich. Musst du deswegen jeden beleidigen, der gläubig ist?
Ehrlich gesagt ja.
Beleidigend muss ich gar nicht werden, mir persönlich ists schnurzpiep egal an was jemand gerne glauben möchte, sei es Gott (wie auch immer benannt und mit welchem Regelwerk) oder das fliegende Spaghettimonster. Ich komme mit Muslimen in meiner Nachbarschaft ebensogut klar wie mit den Katholiken oder sonstigen kulturell bedingten Besonderheiten - so lange mir niemand mit seiner Sicht der Dinge offensiv auf die Nüsse geht und zumindest offen für ein wenig Diskurs ist bei kritischen Themen akzeptiere ich jedeweden - aus meiner Sicht - Stuss, und den Schmarn, dem sich die Leute deswegen mehr oder minder freiwillig unterwerfen. Und damit bin ich um ein paar Grössenordnungen toleranter als viele religiöse Menschen, in deren Natur es nunmal liegt dass sie der Meinung sein MÜSSEN im Recht zu sein mit ihrer Sicht der Dinge ....
Lustig bis lächerlich wirds nur, wenn religiöse Menschen meinen (aus Machtpositionen heraus) anderen Menschen, oder gar ganzen Gesellschaften ihr Weltbild und damit auch ihre Restriktionen aufzwingen zu müssen, das gilt für die Mullahs ebenso wie für verklemmte Patriarchen wie dem Papst, der imo gedanklich noch in irgendeinem Jahrhundert vor der industriellen Revolution festzustecken scheint ... das sind dann aus meiner Sicht Spinner.
Ich für meinen Teil brauche keine Religion um in meinem Leben mit mir und meinen Mitmenschen klar zu kommen, in positiver wie in negativer Hinsicht ("Du sollst nicht xxx ... sonst gibts Hölle!!1"), wenn es Leute gibt die dieses moralische Grundgerüst brauchen: Fein, ist ihr gutes Recht, zumindest bei uns wurde in der Aufklärung die Religionsfreiheit mühsam erstritten. Eventuell lande ich für meine Sicht der Dinge ja tatsächlich irgendwann vor irgendeinem höheren Richterstuhl, nur werde ich mir dann nichts vorzuwerfen haben, da ich anderen Menschen stets mit dem nötigen Anstand und Respekt begegnet bin und mir - noch - nix wirklich verwerfliches zu Schulden hab kommen lassen, selbst nicht-religiösen Menschen kommt da der Gedanke, dass man "reinen Gewissens" ist, und so dann wieder mit den ebenfalls nach diesem Ideal lebenden wirklich religiösen Menschen klar kommt. Sollte es - wider Erwarten und wissenschaftlichem Stand der Erkenntnis - nach dem Ableben und dem Wiedereintritt meines Körpers in den Wertstoffkreislauf der Natur doch sowas wie eine höhere Existenzebene inkl. vorhergehender Musterung aller meiner Taten durch eine höhere Entität geben, so kann ich mich bisher auf eine angeregte Diskussion mit diesem freuen, was ich denn nun richtig und falsch gemacht habe.
Wo ich dir Recht gebe, ist bei "überzeugten" Atheisten, die meinen ihre Sicht der DInge anderen aufzwingen zu müssen ... was dann paradoxerweise auch wieder 'ne Art Glaube/Missionierung ist. xD