Ja konntest du, keine Bange. Nur, deine Grundannahme steht mindestens auf wackeligen Füßen, wenn sie nicht gar unzutreffend ist.
nVidia hat den mit Abstand größeren Marktanteil und kann als Marktführer tendenziell auch einen höheren (verallgemeinert) Pro-Stück-Preis als AMD verlangen, d. h. nVidia wird hier weitaus mehr Umsatz verlieren als AMD.
Da JPR seinen ganze Report nur gegen harte Münze rausgibt, kann man hier nur mit den Brotkrumen gegenrechnen, die sie werbetechnisch streuen und mit etwas Verstand extrapolieren. Beispielsweise für 2Q19 weist man hier explizit ein 1:3 Verhältnis bei mobilen dGPUs zugunsten von nVidia aus, d. h. von vier verkauften dGPU-Notebooks verwenden drei nVidia-dGPUs.
Wobei das natürlich nicht heißt, dass AMD es nicht "jucken" würde, wenn sie vielleicht 180 Mio. US$ Revenue im Jahr einbüßen, während nVidia vielleicht 460 Mio US$ pro Jahr verliert. *) Die absolut größeren Verluste wird man zweifellos bei nVidia beobachten können. Intel verkauft immer noch (und auch mittelfristig absehbar weiterhin) ein Vielfaches an Mobile-CPUs i. V. z. AMD und das bedeutet, dass der Großteil der Interessenten hier immer auch gleichzeitgig einen Blick auf deren mögliche Paketpreise/Rabatte werfen wird, d. h. eine denkbar günstige Ausgangssituation für Intel, insbesondere, wenn ihr Xe die geweckten Erwartungen erfüllen kann. (Wobei das noch nicht einmal heißen muss, dass es der Überflieger im Mobil-Segment werden muss. Es reicht aus, wenn es einfach nur gut wird, den Rest kann man dann über den Preis steuern und da hat man mit Intels Absatzvolumen weitaus mehr Möglichkeiten als bspw. AMD ... und nVidia hat das Problem, dass ihre dGPUs einen komplette Stand-alone/Zusatzoption darstellen, die grundsätzlich separat hinzugekauft werden muss.)
*) Diese Beispielbeträge sind frei aus der Luft gegriffen, wenn auch möglicherweise nicht vollkommen unrealistisch.