Intel ohne Fertigung: Hedgefond fordert Überprüfung einer Abspaltung

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Intel ohne Fertigung: Hedgefond fordert Überprüfung einer Abspaltung

Der Hedgefond Third Point hat Intel aufgefordert, weitere Optionen für die Fertigungssparte zu überprüfen. Das Unternehmen soll untersuchen, ob sich beispielsweise eine Ausgliederung lohnen würde.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

lastpost-right.png
Zurück zum Artikel: Intel ohne Fertigung: Hedgefond fordert Überprüfung einer Abspaltung
 
"Die Desktop-Prozessoren des Unternehmens müssen nun schon im fünften Jahr in Folge die hauseigene 14-nm-Fertigung nutzen" :schief:
 
"Hedgefonds mit 0,5 Prozent der Stimmrechte"...
:rolleyes:
Haben die dann so viel zu melden, mit 0,5 %, da gibts doch mit Sicherheit ganz andere Anteilseigner, die weit mehr Anteile an Intel haben, als der eine Hedgefonds,
Aber da sieht man halt die Ausrichtung solcher "Unternehmen" ... nur um alles in der Welt es muss immer Geld produziert werden, egal wie. Hauptsache die Rendite ist am Ende hoch genug beim Abstoßen, wenn es nicht der Fall ist, weil es nicht so läuft, soll der Konzern irgendwas verkaufen oder Mitarbeiter entlassen, damit die Bilanz wieder schön aussieht und auf der Begründung eine hohe Dividende verlangen kann oder den Kurs in die Höhe drückt.
 
Die Fabs würden als eigener Konzern wohl kaum profitabel laufen.
Wieso sollten sie auch anderns laufen als jetzt, wobei die wohl zweifellos ihren Anteil zum Profit von Intel beitragen werden. Da Intel seine Kapazitäten beträchtlich ausbauen musste um den Bedarf zu stillen (und möglicherweise reicht es immer noch nicht ganz?), müssten diese abgespaltenen Fabs dennoch 100 % für Intel arbeiten, es würde sich also faktisch nichts ändern, außer dass man noch einen zweiten Konzern zu verwalten hätte. Aktuell ein völlig sinnbefreiter Gedanke.
Mal ganz abgesehen von dem Scherz, dass hier ein Investor mit einer verschwindend geringen Stimmberechtigung angeblich etwas "fordert".

@rouki999: Warum sonst glaubst du, investiert ein Hedgefond in eine x-beliebige Firma? Bestimmt nicht, weil sie der Meinung sind, dass das Produkt dieser Firma die Welt verbessern wird und unverzichtbar ist. Denen geht es selbstredend nur darum das eigene und das ihnen anvertraute Geld zu vermehren. Erinnerst du dich noch an den Angriff des Investors David Einhorn auf Apple in 2013, dem es nicht passte, weil Apple zu der Zeit auf etwa 145 Mrd. US$ freiem Barvermögen saß und er diese in Form von Dividenden ausgeschüttet sehen wollte.
Eine AG hat in gewissen Szenarien zweifellos ihre Vorteile, jedoch geht das immer auch mit Nachteilen einher und wenn hier eine Investorengruppe zu einflussreich wird, kann es auch leicht problematisch werden, denn hier kann man sich nur auf eines verlassen: Dass es primär um die eigene Redite geht und das Wohl des Unternehmens nur insofern eine Rolle spielt, als dass es ggf. für diese Rendite (vorerst) relevant ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich das recht mitbekommen habe, sind die ganzen Auftragsfertiger derzeit recht gut ausgelastet. TSCM hat Rabatte für Großkunden gestrichen, weil sie es können. Ob die jetzt so ohne weiteres noch Aufträge von Intel übernehmen könnten? Ich setzte da mal ein großes Fragezeichen. Ich denke eher, Intel sollte verstärkt an kleineren Fertigungsprozessen arbeiten.
Davon abgesehen zweifle ich irgendwie, das ausgerechnet Hedgefonds das wohl von Intel im Auge haben.
 
Im Moment wäre ein Verkauf relativ dämlich. Sie sind in der Talsohle angekommen, von nunan geht es (hoffentlich für Intel) wieder Bergauf. Momentan wird keiner bereit sein, für die Fertigung einen angemessenen Preis zu zahlen. Die einzigen, die da zugreifen sind die sogenannten "Heuschrecken", die darauf spekulieren, dass sie das ganze später zu einem viel höheren Preis weiterverkaufen können. Ich frage mich, was der Hedgefonds so macht...

Die Fabs würden als eigener Konzern wohl kaum profitabel laufen.

Da sehe ich kein Problem:

1: Der 14nm Prozess ist extrem gut
2: Es gibt einen großen bedarf an Chips, die nicht im besten Prozess gefertigt sind
3: Der 10nm Prozess produziert befriedigende Ergebnisse
4: Mit dem 7nm und 5nm Prozess hat man auch (hoffentlich) für die Zukunft vorgesorgt

Selbst wenn es auch künftig nicht für den Spitzenplatz reichen sollte, so werden sie immer noch die Nr 2 oder 3 bleiben. Da der Markt so irre wächst, kann man da wenig falsch machen. Viel eher macht GloFo dicht.
 
@MRM70 du denkst nicht wie ein hedgefond... Die Fertigung ist ja nicht weg, sondern wie ausgegliedert und dann für 17 Quadrillionen Geld an die Börse gebracht und der Gewinn dann als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Zusätzlich kriegen die Aktionäre noch kostenlos Aktien des neuen Unternehmens, da ihnen das ja sowieso schon über ihre Aktien von Intel eigentlich gehört.
 
Da Intel seine Kapazitäten beträchtlich ausbauen musste um den Bedarf zu stillen (und möglicherweise reicht es immer noch nicht ganz?), müssten diese abgespaltenen Fabs dennoch 100 % für Intel arbeiten, es würde sich also faktisch nichts ändern, außer dass man noch einen zweiten Konzern zu verwalten hätte. Aktuell ein völlig sinnbefreiter Gedanke.

Langfristig könnte es ihnen so gehen, wie GloFo. Die haben auch vorallem für AMD gefertigt und AMD war auch noch einige Zeit dran gebunden. Jetzt sind die Verträge offenbar ausgelaufen, bzw. GloFo konnte keine Spitzenprodukte mehr liefern. Mit seinen CPUs ist AMD jetzt zum großen Teil zu TSMC gewechselt und aus dem Traum, die GPUs von ATI künftig bei GloFo fertigen zu lassen ist auch nichts geworden (wenn man von den APUs und meines Wissens [bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege] einer GPU absieht).
 
Langfristig könnte es ihnen so gehen, wie GloFo. Die haben auch vorallem für AMD gefertigt und AMD war auch noch einige Zeit dran gebunden. Jetzt sind die Verträge offenbar ausgelaufen, bzw. GloFo konnte keine Spitzenprodukte mehr liefern. Mit seinen CPUs ist AMD jetzt zum großen Teil zu TSMC gewechselt und aus dem Traum, die GPUs von ATI künftig bei GloFo fertigen zu lassen ist auch nichts geworden (wenn man von den APUs und meines Wissens [bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege] einer GPU absieht).
Ich denke die Gefahr besteht nicht, was schlicht daran liegt, dass sie den Großteil des Marktes alleine bedienen und damit diese profitabel betreiben können.
GloFo's Problem war im Wesentlichen, dass sie den technologischen Anschluss verloren haben und nicht mehr mitgekommen sind. AMD war auf 7 nm angewiesen, denn ohne diese hätte man (mittelfristig) nicht gegen Intel angehen können. Und auch bspw. IBM wechselte zu Samsung, weil man bei GloFo für den POWER10 keinen passenden Node mehr hatte. Zudem muss man bedenken, dass bereits deren 14LPP eine Lizensierung von Samsung war und deren 12 nm-Weiterentwicklung ebenfalls auf diesem beruht. Denen fehlt schlicht das Kapital um noch an der Spitze mitzuwirken (leider erhält man hier so leicht keinen Einblick, da GloFo keine AG ist). Aktuell forschen die zwar auch an zukünftigen Nodes (3 nm, GAAs), ich gehe aber davon aus, dass die nur noch in einer Art Kooperation im HighEnd (indirekt?) mitwirken können werden. Vielleicht werden sie sich mit Samsung zusammentun (ein Joint Venture?) und man führt die Entwickungsergebnisse zusammen und erhält damit vielleicht einen günstigeren Zugriff auf die Lizenz eines aktuelleren Samsung-Nodes?
So wie es aktuell steht, bleiben an der Spitze nur noch TSMC, Samsung und Intel und da Intel investitionstechnisch wohl weiterhin vorhat seine Fertigung weiterzuentwickeln (deren Roadmap skizzierte bereits eine Entwicklung bis zum Ende des Jahrzehnts *), werden die wohl noch lange an ihrer Fertigung festhalten, was bei deren aktueller Marktsituation auch sinnvoll ist.

*) ASML hat die Intel-Slide (von der IEDM 2019) später noch mit erweiteren Node-Namen versehen und bspw. für 2027 stehen da "2 nm" drauf, wohlgemerkt "Intel 2 nm" (nicht TSMC).
Die Halbleiterindustrie scheint wohl noch längst nicht der Meinung zu sein, dass man hier das Ende der Fahnenstange erreicht hat, was schon beachtlich ist, wenn man bedenkt wie viele Atomlagen hier nur noch eine einzelne Struktur ausmachen. (Einige Beiträge auf dieser IEDM behandelten gar Details zu Nodegrößen um die 0,3 nm, Stichwort "2D self-assembly materials" ;-))

**) Bei den GPUs blieb AMD ja auch nicths anderes übrig. Man hatte keine Ressourcen für eine (weitere) Neuentwicklung und musste das angestaubte Vega drittverwerten und da blieb im Wesentlichen nur der Transfer auf einen deutlich moderneren Node, den GloFo halt nicht mehr bieten konnte.
Und auch das später folgende Navi 10 hätte wenig Aussicht auf Erfolg gehabt ohne den neuen Node, denn nur mit dem konnte man ein zumindest konkurrenzfähiges Produkt anbieten (da man auf RDNA2 ja noch nicht zurückgreifen konnte/durfte).

***) AMD hatte schon damals von GloFo gefordert ihre 7 nm-Entwicklung auf den N7 von TSMC abzustimmen, sodass AMD leicht bei beiden fertigen oder gar hätte transferieren können. Vermutlich waren das schon ersten Vorläufer, die indirekt die (Entwicklungs)Probleme skizzierten und dann zog der arabische Hauptinvestor schließlich die (finanzielle) Reißleine. Vielleicht sah man selbst im best case, dass alles entwicklungstechnisch funktioniert hätte und AMD komplett bei GloFo geblieben wäre, dennoch keinen ausreichenden Case für die erforderlichen Invesitionssummen, denn AMDs Fertigungsvolumen ist vergleichsweise klein und das hätte bedeutet, dass man hier zusätzlich bzgl. weiterer, notwendiger Kunden mit Samsung und TSMC in Konkurrenz gestanden hätte und vielleicht hat man alleine diesen Punkt schon als ausreichend problematisch eingestuft, sodass man die Gelder stoppte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Langfristig könnte es ihnen so gehen, wie GloFo. Die haben auch vorallem für AMD gefertigt und AMD war auch noch einige Zeit dran gebunden. Jetzt sind die Verträge offenbar ausgelaufen, bzw. GloFo konnte keine Spitzenprodukte mehr liefern. Mit seinen CPUs ist AMD jetzt zum großen Teil zu TSMC gewechselt und aus dem Traum, die GPUs von ATI künftig bei GloFo fertigen zu lassen ist auch nichts geworden (wenn man von den APUs und meines Wissens [bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege] einer GPU absieht).
Sie produzieren immer noch die IO Controller für alle Zen CPUs , da hier immer 12nm benutzt wird. Wie das mit zen4 2022 aussieht weiß nur AMD.

darüber hinaus gehts mit globelfoundries wieder aufwärts, zwar nicht im Highsegment , aber in anderen Größen.
 
Kaum lese ich Hedgefond bekomme ich starken Brechreiz.

Immer mehr gute Firmen gehen den Bach runter nur weil solche Heuschrecken meinen den Markt beherrschen zu müssen mit ihrer ausplündernden Art. Geht der Gewinn mal nicht in die Richtung die der Hedgefond möchte müssen Mitarbeiter entlassen werden, Menschen ohne die das Unternehmen normal gesehen gar nichts ist. Wird die Produktion im Land zu teuer wird ausgelagert, am besten nach China weil so schön billig und spart am Ende noch Steuern.
 
ATI gibt es seit Jahren nicht mehr;)

Klar, nur als AMD damals ATI gekauft hat, gab es eben die Pläne, die Fertigung der GPUs auch zu AMD zu verlagern und da hieß die Firma nunmal noch ATI (bis zur HD 6000).

Sie produzieren immer noch die IO Controller für alle Zen CPUs , da hier immer 12nm benutzt wird. Wie das mit zen4 2022 aussieht weiß nur AMD.


Wenn man bedenkt, dass sie früher alles gemacht haben, ist das eine große Ernüchterung. Auch wenn der IO Controller nicht so klein ist, stellt es doch einen enormen Verlust dar.

Wo sollen denn die Kapazitäten herkommen?
Man kann nicht einfach so wechseln^^

Das ist eher eine Frage von vielen Jahren. Man kann ja nach und nach einzelne Produkte verlagern, Intel ist riesig.
 
Zurück