Hohe Temperatur für sehr kurze Zeit

Honk84

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo liebe Leute !

Ich habe da mal eine Frage.

Ich habe meine Kühlpaste erneuert (MX6) und beim Kontrollieren der Temperaturen über HWInfo ist mir folgendes aufgefallen:

Wenn ich den Stresstest über CPUz starte und meinen I7 14700kf auf 100 Prozent auslaste, geht die Temperatur für eine Millisekunde auf 98 Grad hoch und manchmal wird dann laut HWInfo auch die Leistung begrenzt.

Das Ganze dauert aber wie gesagt nur eine Millisekunde, dann kommt der Lüfter "hinterher" und die CPU pendelt sich auch bei Volllast ca bei 75 Grad ein.
Selbst wenn ich den Stresstest jetzt 20 Min laufen lasse, die Temperatur ist super bei 75 bis 80 Grad.
(Ich habe die empfohlenen Powerlimits drin).

Belastet man die CPU, geht die SOFORT, instant mit der Temperatur so hoch, dass der Lüfter (Dark Rock Elite) so schnell nicht hinterher kommt.
Und so habe ich bei HWInfo dann eine max Temperatur von 98 Grad, sie lag aber nur eine Millisekunde an.

Vorher ist mir das nie so aufgefallen und im Alltag kommt das "Problem" so auch nicht vor - aber mit CPUz schaffe ich es eben, weil sofort die 100 Prozent Leistung abgerufen werden.
So eine aggressive Lüfter-Kurve kann man gar nicht einstellen..

Meine Frage ist jetzt, ob das so normal ist und ob ich es so lassen kann. .
 
Meine Frage ist jetzt, ob das so normal
Ja, Den "Burst" an Abwärme kann der Kühler halt bei niedriger Drehzahl nicht abführen. Und in dem Zeitraum bis die Lüftersteuerung dann die Drehzahl entsprechend den Vorgaben erhöht läuft einer oder mehrere Kerne dann schon ins Temperaturlimit.
und ob ich es so lassen kann. .
Die CPU geht dadurch nicht schneller kaputt. Falls das deine Sorge ist. Auch fallen Lastwechsel idR bei normalen Anwendungen nicht so drastisch aus. Das ist eigentlich nur bei synthetischen Lasten(Benchmarks) der Fall. Falls es dich stört musst Du halt testen wie hoch Du die min. RPM einstellen musst, damit auch ein entsprechender "Multicore Burst " abgefangen wird.
 
Klingt vom Verhalten nach dem TVB(Thermal Velocity Boost) von Intel. Das ist so vorgesehen für die i9 Prozessoren, aber aber manche Mainboardhersteller aktivieren das auf den Gamingboards heimlich auch für andere Produkte. Für den Prozessor macht das keinen Unterschied, da TVB nur ein Verkaufsargument für die i9 sein soll aber keine besondere Chipgüte verlangt. Ganz pingelig wäre das mit einem i7 außerhalb der Spezifikation, aber technisch unbedenklich, da der TVB wie vorgesehen nur bei Begin der Last kurzfristig greift und bei Erreichen der Schwellentemperatur sofort wieder abschaltet und dann bis zum nächsten Leerlauf nicht mehr greift.
 
Klingt vom Verhalten nach dem TVB(Thermal Velocity Boost) von Intel. Das ist so vorgesehen für die i9 Prozessoren, aber aber manche Mainboardhersteller aktivieren das auf den Gamingboards heimlich auch für andere Produkte. Für den Prozessor macht das keinen Unterschied, da TVB nur ein Verkaufsargument für die i9 sein soll aber keine besondere Chipgüte verlangt. Ganz pingelig wäre das mit einem i7 außerhalb der Spezifikation, aber technisch unbedenklich, da der TVB wie vorgesehen nur bei Begin der Last kurzfristig greift und bei Erreichen der Schwellentemperatur sofort wieder abschaltet und dann bis zum nächsten Leerlauf nicht mehr greift.
Was soll der TVB denn bewirken, wo ist der Vorteil wenn die Temperatur so nach oben geht ?
 
Ja, Den "Burst" an Abwärme kann der Kühler halt bei niedriger Drehzahl nicht abführen.
Hat damit nix zu tun... denn der Lüfter kühlt nicht die cpu direkt.

Der Lüfter kühlt "nur" den Kühler.

Und so schnell wird der durchs grosse Volumen nicht heiss, als das der Lüfter da nicht nachkommen würde.

Viel mehr liegt vermutlich auch kurzfristig ein höherer Stromverbrauch an.
Wegen irgend eines kurzzeitigen Boosts. Der dann wieder etwas gedrosselt wird.
 
Was soll der TVB denn bewirken, wo ist der Vorteil wenn die Temperatur so nach oben geht ?
Das grundlegende Konzept dahinter ist "race to idle": Man erwartet, dass bei anfallenden Aufgaben ein Prozessor energieeffizienter(über Zeit)ist, wenn man sofort in den höchsten Leistungsmodus schaltet(maximaler Takt und "Druckbetankung" mit elektrischer Energie), um dann anschließend so schnell wie möglich wieder in den reinen Leerlaufbetrieb zu kommen, in dem man Kernabschaltung und sehr starkes Heruntertakten nutzen kann, was bei mittlerer Auslastung nicht möglich ist.
Das Konzept an sich ist schon ziemlich alt, aber bei TVB macht man sich zusätzlich zu nutze, dass Prozessor, Heatspreader und Kühler(bei als gut angenommenem Wärmeübergang) eine gewisse Wärmekapazität haben und man kurzzeitig auch über dem Gleichgewicht aus erzeugter Wärme und abgeführter Wärme operieren kann, quasi als eine Art Puffer. So lässt sich der Turbotakt kurzfristig(je nachdem, ob Temperatur oder Zeitlimit schneller erreicht werden) nochmal um bis zu 300MHz(beim aktuellen Topmodell) über den maximalen Turbotakt erhöhen. Die Technik wurde damals mit der 10. Generation(Comet Lake) eingeführt.

Ich hoffe das beantwortet die Frage zumindest grob.
 
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