News Hogwarts Legacy: Nach zwei Monaten teilen die Spieler eine gemeinsame Enttäuschung

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Hogwarts Legacy von Avalanche Studios hat sich seit seiner Veröffentlichung vor gut zwei Monaten weltweit unzählige Male verkauft. Trotz des unglaublichen Starts teilt ein Großteil der Spieler eine gemeinsame Enttäuschung. Die Rede ist von den Dungeons der Zaubererwelt, die oft als zu eintönig beschrieben werden.

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Das Spiel spielt leider zu 2/3 in solchen Spinnenhöhlen. Hogwarts ansich ist sehr schön gestaltet und wirklich toll in Szene gesetzt. Nur ist man meistens woanders in der 0815 restlichen Open World.
 
Bis jetzt neben RE4R auch mein GOTY. Hat mir richtig viel Spaß gemacht auch wenn die open World wirklich etwas zu UbiSoft lastig war.
 
Hogwarts erkunden war für mich der Schwerpunkt und hat auch ordentlich geholfen, dass es einige Rätsel und quests drinne hatte. Die Welt außerhalb, abgesehen von Hogsmead, interessierte mich nicht so sehr. Trotzdem habe ich über 50h im Spiel versenkt.
Obwohl es nicht gerade groß Wiederspielwert hat, wird Hogwarts und den kaum vorhandenen Schülerdasein mich wieder einladen. Mit Mods wurde schon gezeigt, was sich verbessern lässt.
Mit dem Verkaufserfolg und dem großen Zuspruch von Harry Potter-Fans, wäre es doch merkwürdig sollten jetzt keine DLCs mehr geplant sein. Vielleicht nicht, als es noch unsicher war, ob das Spiel ein Erfolg wird, aber jetzt Monate später?
 
Die erste Stunde war toll, aber es wurde schnell öde. Unzählige Fetchquests, sich ständig wiederholende Mini-Games, eine große und leere Spielwelt, Bugs und Glitches vor allem bei der Grafik, langweilige Charaktere zu denen man keinerlei Beziehung aufbaut und dann noch riesige Löcher in der Story, dazu die aufgezwungene Wokeness...
 
Das Spiel ist ganz klar GotY für mich:
  • Atmosphäre außergewöhnlich gut(gerade in den ersten Stunden und und direkt um Hogwarts).
  • Soundtrack hat, obwohl an eine filmische Vorlage angelehnt, große Eigenständigkeit und ist absolut referenzwürdig, was High-Fantasy-Orchestersoundtrachs angeht.
  • Die Story ist zwar um das typische "du bist der Auserwählte" herum gebaut, allerdings in den Details durchaus originell und fügt sich in das bekannte Universum ein.
  • Die Highlights des Spiels werden nicht schon in den ersten Stunden verfeuert oder gar im Trailer, wie das heute leider üblich ist, sondern man wird auch im hinteren Drittel des Spiels noch mit wirklich tollen Dingen überrascht.
  • Die Kämpfe machen Spaß, allerdings wäre ein höherer Schwierigkeitsgrad über "schwer" oder mehr Abwechslung bei den Gegnern ok. Liegt aber vermutlich eher daran, dass der Schwierigkeitsgrad fair ist und die Mechaniken zuverlässig funktionieren(und sich so ausnutzen lassen).
Natürlich gibt es die ein oder andere kleine Höhle, die man schon kennt(gerade die vielen mit einer Truhe für das schnelle Starteq/Gold). Die Nebenquests führen aber oft auch in Höhlen, die würden andere Spiele als Hauptquest verkaufen und im Trailer bewerben.
Mehr Leben und Interaktion in Hogwarts selber wäre wünschenswert, aber da ist sicher Raum für Mods und DLCs(glaube das ganze lässt sich sogar recht gut modden).

Technisch läuft das ganze auch einwandfrei auf jedem Toaster(wenn man nicht glaubt es gäbe außer Ultra keine Optionen). Die Heulerei darum hätte vermieden werden können, indem man transparent wie z.B. damals bei Doom3 Aussagen trifft, die technisch erklären, warum Ultra nicht für alle ist. Dort war die höchste Textureinstellung die Wahl von unkomprimierten Texturen und brauchte 512Mb. Wer die nicht hatte konnte da halt nicht voll aufdrehen, aber beschwert hat sich keiner. Vielleicht hat damals aber auch das Fehlen von digitalem Vertreib die Käufergruppen gefiltert und die Kritik war "erwachsener".
Das Spiel fühlte sich zumindest sehr "klassisch" von der Nutzererfahrung an: Installieren, starten, läuft und man wird nicht von Onlinemodi, Dlcs, simuliertem Glücksspiel, "Season Passes" oder ähnlichem behelligt. Die üblichen Probleme macht offenbar nur Denuvo, aber das ist ja bekannt.
... dazu die aufgezwungene Wokeness...
Das Spiel ist ein Musterbeispiel wie man es machen sollte, wenn es denn aufgrund des Zeitgeists unbedingt rein muss: Man Trifft Npcs und die Tatsache, dass diese zu irgendeiner Gruppe etc. gehören oder nicht muss einem selbst auffallen, oder es wird maximal in einem Nebensatz erwähnt. Ich weiß jetzt nicht, was die deutsche Sprachausgabe daraus gemacht hat, in der Originalvertonung wirkt da jedenfalls nichts aufgezwungen. Das heute übliche plumpe Herausstellen ("btw I'm ...") der Agenda ist mindestens gut verpackt worden(vielleicht auch deshalb so viel Kritik von der "Woke"-Community).

Um die Artikelüberschrift aufzugreifen: "Teilen" tun die Meinung nicht alle Spieler, und eine Enttäuschung sind nur einzelne Aspekte. Die Erwartungen wurden sicher eher für den größten Teil der Spieler erfüllt, die sind nur nicht so wortreich im Internet.
 
Wer hier was von "woke" faselt:

kleiner Tip: erst mal nachschlagen woher dieser Begriff kommt anstatt ihn grundsätzlich falsch zu nutzen, denn das ist peinlich.

Gut, weiße Buben, die gerne die Rhetorik von Hassmenschen nutzen, denen ist es egal, ob ihr Begriffewerfen passt oder nicht.
 
Meine Enttäuschung bezieht sich nach wie vor ausschließlich auf den Patch-Stand. 2/3 der RT Optionen abschießen und das einen Monat so lassen ist schon eine neue Qualität an Versagen.
Als Spiel und erst Recht als "Harry Potter Erfahrung" macht HL einfach erstaunlich viel richtig.
 
erste Drittel war gut, Grafisch ist es sowieso erste Sahne. Danach kam dann der übliche Open World Trott und die Quest Qualität war auch deutlich schlechter als im ersten Drittel. Und warum nur so wenige Gegnertypen ?
Immerhin habe ich es durchgespielt :-D
 
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